Blog

Hier findest du alle wichtigen Neuigkeiten sowie Artikel zu aktuellen Themen.
22. Aug.
2021
Deine Chance Blog-Post Bild

Deine Chance

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. Jesaja 42,3a

Mancher fühlt sich genauso wie ein geknicktes Rohr oder ein glimmender Docht. Bei den Menschen im Hochwassergebiet vermutlich einige. Aber auch all die, die zermürbt sind von 1 1/2 Jahren Corona und all dem was damit zusammen hängt.

Was tut man, wenn man so zermürbt ist, kaum noch Hoffnung auf Besserung sieht?

Mancher gibt auf wie die Menschen, die ob der Hoffnungslosigkeit keinen Sinn mehr im Leben sahen und sich wenige Tage nach der Flut das Leben nahmen.

Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und allem Frieden im Glauben, damit ihr überreich seiet in der Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes!..
(Rom 15:13)

Der Gott der Bibel ist nicht hoffnungslos, sondern Er ist der Gott der Hoffnung. In Ihm ist alle Hoffnung, und wer Hoffnung braucht, wem es an Hoffnung mangelt, ist bei Ihm genau richtig.

Niemand braucht ohne Hoffnung zu sein, der Gott, den Vater, Sohn und Heiligen Geist kennt. Denn in Jesus Christus wurde Gott Hoffnung in Menschengestalt. Jesus ist der Weg zu Gott, die Wahrheit, die uns einst alles erklärt, und das Leben, das in Ewigkeit nicht vergeht. Jesus hat versprochen, dass Er durch den Heiligen Geist bei demjenigen, der an Ihn glaubt, sein wird. Das bedeutet für dich, egal wo du gerade bist: Wenn Jesus dein Herr und Erlöser ist, wenn Er die wichtigste Person in deinem Leben ist, dann bist du nicht hoffnungslos, sondern voller Hoffnung: die Hoffnung in Person wohnt in dir!

Ein geknicktes Rohr wird normalerweise nicht mehr, die Ähre vertrocknet, die Frucht verkümmert oder entsteht erst gar nicht. Ein glimmender Docht ist das Medium, durch welches das Öl einer Lampe verbrennen kann, der Docht glimmt, weil er kein Öl mehr hat. Ohne Öl kein Feuer und kein Licht. Beide Bilder sprechen davon, dass etwas fehlt. Als Menschen ohne Gott fehlt uns die Verbindung mit Gott, durch die Leben, Freude, Friede, Vergebung, Hoffnung, Zuversicht in unser Leben fließen kann.

Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und ‹es in› Überfluss haben.
(John 10:10)

Lade Jesus ein, diese Verbindung in deinem Leben wieder herzustellen, da wo sie unterbrochen ist, sie aufzubauen, wo sie nie existierte - und Er wird es tun. Jesus ist Mensch geworden und für uns gestorben, um für uns Sein Leben zugänglich zu machen, Sein ewiges, nie versiegendes Leben. Sein Leben, das durch nichts und niemanden vernichtet, genommen oder zerstört werden kann, soll auch unseres sein, wenn wir Ihm unser Leben öffnen.

Weiterlesen
15. Aug.
2021
Unser Hochmut Blog-Post Bild

Unser Hochmut

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. 1.Petrus 5,5b

Wem gilt dieser Vers? Zuallererst den Adressaten, den Christen. Sie sollten es wissen, dass Hochmut nichts Gutes hervorbringt. Er führte zum Sündenfall und dem Elend, das wir auf dieser Welt haben.

Hochmut ist die Überschätzung des eigenen Seins und Könnens. Man stellt sein Können und sein Sein heraus, um den anderen dagegen gering und klein erscheinen zu lassen, oder sich ihm wenigstens ebenbürtig zu fühlen.

Hochmut ist es, wenn man seinen Lebenslauf aufhübscht mit „Übertreibungen und Halbwahrheiten“ und meint damit davonkommen zu können.

Hochmut ist, wenn man meint in seiner Position unangreifbar zu sein, niemandem Rechenschaft abgeben zu müssen. Und über solcherlei Hochmut sind schon viele gestolpert.

Hochmut ist es auch sich gegen Gott zu stellen, Ihm meinen sagen zu können was Er kann und was nicht, was Er darf und was nicht, was Er sagen darf und was nicht, wie Er sein darf und wie nicht.

Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin.
(1.Kor. 15,10)

Keiner von uns hat sich selbst gemacht, deshalb sind wir durch Gottes Gnade was wir sind, im Natürlichen wie im Übernatürlich-Geistlichen.

Da mag der eine oder andere einwenden: Wenn ich mich oder meine Zeitgenossen anschaue, dann weiß ich nicht was daran Gnade sein soll.

Gottes Gnade ist es, dass wir nicht schlimmer, böser, und verdorbener sind als wir es sind. Gottes Gnade ist es, dass wir leben, dass wir Jahreszeiten haben und dadurch Nahrung und Kleidung und alles, was wir zum Leben benötigen.

Gott widersteht dem Hochmütigen, insbesondere in der Gemeinde; aber nicht nur dort. ER läßt sich auch von den Menschen, die Ihn für tot erklärt haben oder mindestens ignorieren oder bekämpfen nicht beständig ins Gesicht spucken. Das hat Er einmal getan, in Jesus Christus. Wenn wir Jesus ausschlagen, wenn wir Gottes Angebot Seiner personifizierten Gnade ausschlagen, dann gibt es keine Hoffnung für uns. Jesus sagt, dass der Zorn Gottes über uns bleibt, wenn wir Ihn nicht haben, an Ihn nicht glauben.

Hiob antwortete dem HERRN: Siehe, ich bin zu gering, was soll ich antworten? Ich will meine Hand auf meinen Mund legen. (Hiob 40,3-4)

Ich möchte dich einladen, schau in den Spiegel und bitte Gott dir zu zeigen, wie Er dich sieht. Und dann lass Ihn in dein Leben, wenn das noch nicht der Fall ist, lass Ihn das Zentrum deines Lebens werden und du musst nie mehr dein EGO aufplustern. Ein Kind Gottes hat das nicht mehr nötig: es weiß wer es ist. Und das reicht.

 

Weiterlesen
08. Aug.
2021
Ausgewählt Blog-Post Bild

Ausgewählt

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat! Psalm 33,12

Olympia geht heute zu Ende und dann wird es für viele geheißen haben, „Dabei sein ist alles“, denn mehr war nicht drin. Mancher der Athleten hat sich gefreut dabei zu sein. Der Trainer der Fußballmannschaft suchte unter vielen Möglichen teilweise vergeblich die Besten zusammen. Dabei sein war nicht alles. Aber allen Athleten ist gemeinsam, dass sie jeweils die bestmögliche Auswahl darstellten.

In unserem Text ist auch von Auswahl die Rede. Aber wenn man den Begriff in der Bibel sucht, findet man ihn eher als Erwählung oder im Verb erwählen. Gott erwählt, Er selektiert. Und wie Er selektiert ist völlig gegensätzlich zu unserem menschlichen Wählen. Wir wollen das Beste, Schönste, Größte, Teuerste, wenn es möglich ist.

Denn seht, eure Berufung, Brüder, dass es nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Edle sind;
(1.Kor.1:26

Gott erwählt den Geringen, Kleinen, Unbedeutenden, Unschönen, Kraftlosen, Machtlosen, um Seine transformatorische Kraft, Seine Möglichkeiten, Sein Erbarmen, Seine Gnade und Liebe eben diesem Menschen zu demonstrieren.

So war es beim Volk Israel, das er als ein kleines unbedeutendes Volk in der Zukunft sah und deshalb Abraham, seinen Stammvater auswählte. So ist es heute mit jedem an den biblischen, dreieinigen Gott glaubenden Menschen. Bis zu Jesu Kommen, Seinem Tod und Seiner Auferstehung gehörte man zum Volk Gottes durch Geburt, auch wenn Gott schon damals einen Unterschied machte zwischen äußerer und innerer Zugehörigkeit und Jesus als den Gamechanger, durch den sich die alles radikal änderte, schon lange angekündigt hatte.

Ihr habt nicht mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt ,..
(John 15:16)

Seit Jesu Auferstehung kann niemand mehr durch natürliche Geburt zum Volk Gottes gehören, sondern nur durch die übernatürlich geschenkte Neugeburt, des neuen geistlichen Wesens in uns. Und dazu muss uns Gott, so wie Er es vor 4000 Jahren mit Abraham machte, auswählen und sich uns offenbaren. Jesus sagte schon zu Seinen Lebzeiten, dass niemand zu Ihm kommen kann, es sei denn, dass ihn der himmlische Vater zu Ihm zieht. Und das gilt seitdem für jeden an Jesus Gläubigen. Deshalb kann sich jeder absolut unübertrefflich glücklich schätzen, den Gott, der Vater, zu Jesus zieht und der von neuem geboren wird, dem seine Sünden vergeben werden und der ein neues Leben geschenkt bekommt, das hier beginnt, aber in die ewige Gemeinschaft mit dem dreieinigen Gott sich fortsetzt. Wenn du Jesu Ruf, Seine Einladung dabei zu sein hörst, schlag sie nicht aus! Es gibt nichts Besseres für dich, denn im Gegensatz zu allem Irdischen, was dich abhalten könnte, ist die Aussicht, dass dein Leben ewig sein wird und deine Lebensfrucht ewig besteht, es wert, alles Diesseitige zurückzulassen.

Weiterlesen
01. Aug.
2021
Ein Gott der sieht und hört Blog-Post Bild

Ein Gott der sieht und hört

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Neige, HERR, dein Ohr und höre! Öffne, HERR, deine Augen und sieh her! 2.Könige 19,16

Dies ist der Spruch für den Monat August der Herrnhuter Losungen. Es ist das Gebet des Königs Hiskia in der größten Not. Die Truppen der Assyrer waren bis an die Tore der Stadt gekommen und Jerusalem, die Hauptstadt, war kurz vor dem Fall.

Da schrien wir zu dem HERRN, dem Gott unserer Väter, und der HERR hörte unsere Stimme und sah unser Elend und unsere Mühsal und unsere Bedrängnis.
(Deut 26:7)

Das Reich Juda war ein kleiner Abglanz dessen, was das Reich einmal unter Salomo gewesen war. Die Größe hatte er von seinem Vater geerbt, den Reichtum hatte er ins schier Unermessliche gemehrt. Seine Multikulti-Integrationspolitik, jeder Religion, die durch seine vielen Frauen ins Reich kam, einen eigenen Tempel und Schrein zu bauen, führte zu einer Vermischung, Verwässerung und Abwendung vom Glauben an JAHWEH, den Gott des Himmels und der Erde, der Sich doch dieses Volk als Sein Volk erwählt hatte. Selbst Salomo diente all den anderen Göttern mit. Gottes Gericht als Konsequenz war, dass dem Königshaus David / Salomo nur 2 Stämme blieben. Der Rest separierte sich. Dennoch tat das Reich Juda nicht Buße und folgte Jahweh nicht mit ungeteiltem Herzen nach. Es war ein ständiges Auf und Ab im geistlich-moralischen Zustand dieses Volkes. Und nun war man am Tiefpunkt angekommen. Die Not war unerträglich. Da ruft Hiskia zu seinem Gott, denn er weiß, dass dieser Gott antworten wird, wenn er Ihn anruft.

Deutschland hat vielleicht nach der Katastrophe des 3. Reiches und seinem Ende 1945 einen ähnlichen Tiefpunkt erreicht. Und man ging danach wieder in die Kirche, suchte Gott; und Er ließ sich finden, bis man ihn wieder vergaß. „Christopher Street Days“ sind wieder möglich und die Kirchen sind immer noch gehindert ihre Gottesdienste in vollem Umfang durchzuführen. Das sind inzwischen in unserer Kultur der Beliebigkeit die geltenden Wertigkeiten. Wir haben die Corona-Pandemie und nun dazu die Flutkatastrophe. Und man hört von keiner offiziellen Stelle: „Leute lasst uns zu Gott gehen und Ihm unsere Not bringen. Lasst uns ihn suchen, dass er uns hilft.“ Es wäre ja schon viel, wenn man jeden aufforderte zu seinem Gott zu rufen. Aber nicht mal das geschieht. Was Gott in dieser Situation zu sagen hätte, spielt keine Rolle. Und dementsprechend verhalten wir uns als Volk.

rufe mich an am Tag der Not; ich will dich retten, und du wirst mich verherrlichen!«
(Ps 50:15)

Lasst uns als Regiogemeinde Weil nach Gott rufen und Ihm unsere Not und unser Elend bringen, denn Er ist ein lebendiger Gott, der sieht und hört und auch handelt. Lasst uns für unser Land beten und den Mund aufmachen, dass die Menschen Busse tun und Jesus als Herrn und Erlöser erkennen.

Weiterlesen
01. Aug.
2021
"Miteinander Jesus erleben und teilen" Blog-Post Bild

"Miteinander Jesus erleben und teilen"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Das war ein Thema, was uns unter anderem neulich beim Ältesten+ Tag beschäftigt hatte. Wie können wir diesem Statement, das uns seit einigen Jahren wichtig ist, immer wieder Leben einhauchen bzw. es am Leben erhalten?

Denn zugegebenermaßen  ist es nicht so einfach, insbesondere in Zeiten wie den momentanen, das so zu praktizieren.

Miteinander Jesus erleben“

Miteinander Jesus erleben“, das ist schon eine Herausforderung an sich, wenn Kontaktbeschränkungen, Abstandsregeln, Maskenpflicht, Verbot von gemeinsamen Mahlzeiten etc. das sehr einschränken.1

Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, reinigt uns von jeder Sünde. (1John 1:7)

Gemeinsam“ hat mit Gemeinschaft zu tun und wir haben viel unter dem Gemeinschaftsentzug gelitten, aber uns vielleicht auch inzwischen daran gewöhnt und sind zu bequem geworden die Gemeinschaft zu suchen. Denn die kann unter normalen Umständen schon anstrengend sein. Unter den momentanen Umständen jedoch stellt sich oft die Frage: „Habe ich den anderen hinter seiner Maske richtig verstanden?“ Denn es fehlt mir auch das Gesicht hinter der Maske und sein Gesichtsausdruck um weitere Anhaltspunkte zu bekommen, ob ich ihn richtig verstanden habe.

Die grundsätzliche Unsicherheit über das, was erlaubt, was sicher, was schützend, den anderen bewahrend ist, sitzt inzwischen so tief, dass viele Menschen die staatlichen Forderungen übererfüllen, um sicherzugehen, das richtige zu tun.

Diese Unsicherheit ist bis in die Gemeinde hineingedrungen und hat vielleicht den einen oder anderen auch vom Gemeindefest abgehalten.

In Höhen und Tiefen

Und dennoch wollen wir „miteinander Jesus erleben“, auch in unseren Tiefen und in unseren Höhen, in unseren starken und schwachen Momenten.

Natürlich ist es so, wenn man sich nicht gut fühlt, dass man sich am liebsten in sein eigenes Schneckenhaus verkriechen würde. Wem ist das nicht schon so gegangen?

Und andererseits sehnt man sich dennoch danach, dass da jemand kommt und einem beisteht.

In Römer 12:15 sagt Gottes Wort:

„Freut euch mit den sich Freuenden, weint mit den Weinenden!“

Das müssen wir wollen und auch zulassen. Wir alle, du und ich, wir müssen wieder lernen einander an uns heranzulassen, auch wenn oder gerade weil wir in der Vergangenheit verletzt und enttäuscht worden sind. Und das sind wir bestimmt, denn wir machen alle Fehler.

Warum sonst sollte Jesus seinen Jüngern auf ihre Frage wie oft man vergeben solle geantwortet haben:

Matt 18:22 „Jesus spricht zu ihm: Ich sage dir: Nicht bis siebenmal, sondern bis siebzigmal sieben‹mal›!

Verletzungen sind dazu da, kuriert zu werden. Wenn’s weh tut, dann zeigt das an, dass da etwas nicht gut ist. Also wenn in deinem Leben etwas weh tut, dann geh es an, bring es vor Gott, zusammen mit einem Bruder oder einer Schwester im Glauben.

Und ihr werdet zusammen auch darin Jesus erleben, Seine heilende und freimachende Gegenwart.

Miteinander in der Arbeit für Jesus

Seid miteinander meine Nachahmer, Brüder, und seht auf die, welche so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt!

(Phil 3:17)

Es gibt so viele Dinge, die vor uns liegen: die Überwindung der Coronafolgen, die KiwoH als unmittelbar vor uns liegend, die neu zu startende Teeniegruppe, der es an jungen Leitern fehlt, das Mosaik, das so viele Kinder erreicht und dem es an Mitarbeitern, besonders auch männlichen fehlt.

Wenn wir uns diese Dinge anschauen, dann können wir miteinander Jesus erleben, indem wir um Arbeiter für die Ernte beten und uns auch verfügbar als Arbeiter machen.

Mancher könnte sich vielleicht einen Nachmittag im Monat an der Arbeit freischaufeln, um um 15 Uhr beim Mosaik zu sein.

Ich, Eugen, war 16 und hatte 2 Jungscharen zu leiten. Ich bat meinen Ausbildungsbetrieb, an einem Tag früher gehen zu können und es klappte: ich konnte die 2 Jungscharen nacheinander machen (ich musste halt an anderen Tagen dann auf meine Stunden kommen).

Mit diesen Kindern können wir den Jesus, den wir in der Gemeinde und zu Hause und an der Arbeit erleben, teilen, ihnen erzählen, wie unser Leben mit Ihm aussieht.

Als Jugendlicher habe ich (Eugen) erlebt, wie die Verantwortung für diese Gruppen mich bei Gott gehalten hat. Ich wollte den Kindern, später Jugendlichen, nicht von etwas erzählen, was ich selbst nicht erlebt hatte. Also streckte ich mich nach Jesus aus.

Verantwortung mag manchmal eine Bürde sein, aber sie kann auch die Stütze sein, die nicht nur dem Verantwortungsbereich dient, sondern uns selbst ebenso. Und was wäre daran so schlecht?

Für die Kinder teilen

Die Kinder, über deren Geburten wir uns alle so sehr freuen, werden mehr und werden älter. Die Konsequenz ist, dass wir mehr Raum für sie brauchen.

Als wir in der Not, keine dauerhafte Lösung für unsere Gottesdienste zu haben, uns entschlossen, den Bauhof zu kaufen, war es ein riesiges Projekt, von dessen Ausmaß an Umbauarbeiten wir keine Vorstellung hatten. Dennoch haben wir es gemeinsam angegangen und vollenden können.

Nun geht es darum auf dem Gelände den Kindern mehr Raum zu schaffen und wieder stehen wir gemeinsam vor der Herausforderung diese Aufgabe anzugehen. Das kann nicht nur ein Projekt von ein paar besonders Engagierten sein. Das muss ein Projekt von uns allen, der ganzen Gemeinde werden, wenn wir es meistern wollen. Auch hier können wir wieder Jesus gemeinsam erleben und das Erlebte teilen. Es ist allein die Frage: Sieht jeder von uns die gemeinsame Verantwortung für die nächste Generation? Und bringen wir uns in diese Verantwortung nach Kräften ein? Sei dies beim Bauen, beim Kochen, beim Geben, beim Beten?

Evangelisation nach innen und außen

Unsere Kindergemeinde mit Mitarbeitern und mit Räumen auszustatten ist Evangelisation an den eigenen Kindern. Und dazu kommt die Evangelisation an den Kindern vom Mosaik, wo wir so viele Gäste bei uns haben wie bei keiner anderen Veranstaltung.

Das mit Jesus Erlebte teilen

Es gibt viele Gelegenheiten unser Erleben zu teilen, sei dies im Gottesdienst durch gottzentrierte2 Zeugnisse, sei dies in Berichten in unseren Kleingruppen oder im persönlichen Gespräch in der Familie, am Arbeitsplatz, in der Schule, in der Nachbarschaft.

Aber das miteinander Teilen kann sowohl ein gegenseitiges Teilen sein, als auch ein Teilen, wo man es mit jemandem zusammen bei anderen tut, so wie Jesus seine Jünger angewiesen hatte zu Zweien hinauszugehen.

Was teilen wir, wenn wir uns dazu überwinden?

Oft ist es unsere Bedürftigkeit, dass wir etwas nicht allein schaffen, dass wir gesündigt haben und mit unserer Schuld nicht fertig wurden, dass wir vor einem unlösbaren Problem standen und Jesus unsere letzte Hoffnung war. Ja, oft ist Jesus die letzte Hoffnung. Aber eigentlich ist er unsere einzige Hoffnung.

Das selbst zuzugeben ist nicht so einfach und so scheuen wir uns, das im Gespräch zu erzählen. Aber wir Christen müssen keine Superhelden sein, um unser Erleben teilen zu können. Jesus kam für diejenigen, die es nicht aus eigener Kraft schaffen. Du und ich schaffen es nicht allein, weder unser Leben noch das, was dazu gehört. Und wenn die Menschen ehrlich wären, würden sie sich eingestehen, dass kein Mensch es allein schafft. Und so brauchen wir uns vor niemandem zu verstecken.

Miteinander und nicht alleine

und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens:
(Eph 4:3)

Wenn wir miteinander, also in der Gemeinschaft, Jesus erleben wollen und Ihn teilen, also Ihn und das mit Ihm erlebte teilen wollen, dann brauchen wir den Heiligen Geist, als die göttliche Person, die aus Einzelwesen eine Gemeinschaft, ein Miteinander, einen Leib macht. Er wird uns als derjenige beschrieben, der uns in eine Gemeinschaft mit Jesus und miteinander bringt.

Wenn es uns ernst damit ist, dass wir „miteinander Jesus erleben und teilen“ wollen, dann geht das nur mit dem Heiligen Geist, der uns hilft alles Trennende, alles Schmerzende, alle Verletzungen und Enttäuschungen zu überwinden. Er hilft uns den ersten Schritt zu machen, den Balken aus unserem Auge zu ziehen, den ersten Schritt auf den anderen zuzugehen, die Sünde zu Jesus zu bringen, Vergebung in Anspruch zu nehmen, Jesu Heilungskraft an unsere inneren Verletzungen zu lassen, Vergebung auszusprechen, Bindungen zu lösen und Enttäuschungen loszulassen.

Miteinander Jesus erleben und teilen“ kann uns das große Bild vor Augen malen und uns helfen unseren begrenzten Arbeitsbereich in der Gemeinde in diesem großen Rahmen zusehen, den anderen wahrzunehmen und miteinander an diesem Ziel zu arbeiten, sodass alles zusammen diesem Ziel dient.

Dann sind wir nicht nur Helfer in der Kindergruppe. Nein, wir sind Mitarbeiter an der nächsten Generation von Christen, die das Licht Jesu auch in Zukunft in dieser Welt erscheinen lassen werden, wenn wir vielleicht schon lange nicht mehr sind. Dann sind wir nicht nur die Techniker, die halt für den Sound sorgen, sondern dann sind wir Mitarbeiter, die mit den anderen zusammen Gott verherrlichen, Sein Lob ermöglichen.

Dann ist das Putzen des Gemeindezentrums nicht nur eine lästige Pflicht, sondern das Vorbereiten auf den Gottesdienst, in dem Gäste willkommen geheißen werden können, die dort das Evangelium hören und gerettet werden.

 

Das alles ist „miteinander Jesus erleben und teilen“.

Lasst uns dies auch in diesem Monat so gut wir können, mit so viel Freude wie wir empfangen, leben.

 

Eine Reaktion auf diesen Brief stellt Marco Kreppers Gedicht dar, das ich anfügen möchte.

Miteinander Jesus erleben und teilen
Auch in schwierigen Zeiten
Füreinander einstehen
Den anderen sehen und verstehen

Ist die Gemeinschaft manchmal schwer
Brauchen wir sie umso mehr
Näher zusammen rücken
Schafft Brücken über Lücken

Es ist nicht immer leicht
Doch mit dir wurde so vieles erreicht
Sind wir an unsere Grenzen gekommen
Haben wir doch Berge erklommen

Durch dein Wunder allein
Wurde Wasser zu Wein
So auch die Kraft gegeben
Das Gebäude gefüllt mit Leben

Doch nicht nur nach außen bauen
Sondern auch nach innen schauen
Auch das heißt erleben und teilen
Und auch unsere Kinder erreichen

Denn schon unsere Kleinen
Ob beim Lachen oder Weinen
Sollen deine Nähe spüren
Deine Worte sie berühren

Lasst uns daher nie aufgeben
Und danach zu streben
Unser Bestes zu geben
Und dich jeden Tag neu erleben 

_____________

1 Es ist mir bewusst, dass im Moment gefühlt wieder einige Freiheiten da sind. Aber das kann sich ja jeden Moment wieder ändern.

2 Gottzentrierte Zeugnisse sind solche, in denen Gottes Wirken im Mittelpunkt steht, das Erlebte Ihn verherrlicht.

Weiterlesen