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10. Juli
2022
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Lasten tragen, wer will denn so was?

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. Galater 6,2

Dieser Vers hört sich gut an: das gibt Hoffnung, dass wenn mir Dinge zu schwer werden, ich schon jemanden unter den Mitchristen finden kann, der mir hilft meine Last zu tragen. Aber wenn man sich dies genauer anschaut und es durchdenkt, dann kommt dabei heraus, dass man einfach seine Last auf einen anderen legt und der seine wieder auf jemanden anderen und dass derjenige Pech hat, der gerade mal eine richtig schwere Last bekommt. Ist das so gedacht?

Wäre ziemlich fies, oder?

Wir aber, die Starken, sind verpflichtet, die Schwachheiten der Kraftlosen zu tragen und nicht uns selbst zu gefallen.
(Römer 15:1)

Der Kontext macht deutlich, dass die Ausgangslage die folgende ist: „wenn ein Mensch von einem Fehltritt übereilt wird“, dann sollen die geistlich Denkenden, die zu einem geistlichen Urteil fähig sind, ihm zurecht helfen.

Sie sollen erkennen, dass er von geistlichen Ursachen und Mächten in die Sünde hineingetrickst wurde. Und deshalb sollen sie dann nach dem Grundsatz verfahren, dass alle bereit sind die Last des Gefallenen zu tragen, ihn zu tragen und ihm wieder auf die Beine zu helfen.

Es geht also nicht einfach um ein „Bäumchen wechsle dich“ der Lasten, sondern konkret um diese Situation. Denn im Vers 5 desselben Kapitels heißt es dann, dass jeder seine eigene Bürde tragen wird.

Last“ und „Bürde“ sind auch im griechischen unterschiedliche Begriffe. „Last“ ist das, was hart bis unmöglich alleine zu tragen ist. „Bürde“ ist z.B. die Fracht eines Schiffes. Kein verantwortungsvoller Reeder wird sein Schiff mit mehr beladen, als was es tragen kann, will er nicht Schiff und Ladung riskieren.
Daher ist die Bürde die dem Schiff, also in diesem Fall uns angemessene eigene Last, die wir tragen können und auch sollen.

Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir. … mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht
(Math. 11:29a + 30):

Gelegentlich sieht man es durchaus an den Kindern, dass sie auch die geringste Last abladen wollen, mit der Begründung, sie könnten nicht. Aber es ist ihr Unwille, überhaupt etwas tragen zu wollen, dem in dieser Situation dann widerstanden werden muss und sie lernen müssen für ihre Dinge (die sie ja ursprünglich auch mitnehmen wollten) Verantwortung zu übernehmen.

Manchmal sind wir Christen wie die Kinder. Wir wollten etwas werden und dann wird es uns zu viel. Wir wollen es loswerden und signalisieren, wir könnten nicht mehr.

Wachstum bedeutet, sich seiner Bürde zu stellen, zu wachsen und stärker zu werden, um nicht nur die Bürde, sondern auch noch zeitweilig die Last anderer mitzutragen. Dazu möchte ich uns allen den Glauben, den Mut und die Zuversicht wünschen, sodass wir alle miteinander vorwärtsgehen können und Jesu Willen tun.

 

Foto von MART PRODUCTION /Pexels 

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03. Juli
2022
Wer braucht schon Rettung? Blog-Post Bild

Wer braucht schon Rettung?

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Luk. 19,10

Ist es nicht schön, dass Jesus kam, um uns zu suchen und uns selig, glücklich zu machen?

Man ist versucht, diesen Vers so zu verstehen. Aber ist das wirklich das, was Jesus tat? Was die Lutherübersetzung auch heute noch als selig machen übersetzt, hat nichts mit all den Vorstellungen zu tun, die wir bei dem Wort „selig“ haben mögen. Es bedeutet retten, in Sicherheit bringen, vor Gefahr oder Zerstörung bewahren.

Wen oder was will Er bewahren und retten? Das, was verloren ist. Was bedeutet dieses Verlorensein? Ist es das, wenn wir einen Schlüssel verlieren bzw. verlegen und nicht wieder finden? Wo wir dann die Hoffnung haben, früher oder später doch wieder drüber zu stolpern, weil das Haus ja nichts verliert?

Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet,
(Joh. 3:18a)

Nein, das ist nicht gemeint. Das griechische Wort für das Verlorene oder Verlorengehen ist der Gegensatz zum Gerettetwerden. Es ist das Zerstörtwerden, das Vernichtetwerden.

Nun sagt unser Text, dass Jesus kam, um das zu retten, was vernichtet ist, was zerstört ist.

Ich fühle mich aber weder zerstört, vernichtet noch verloren“ mag da mancher sagen.

Aber das ist nur eine subjektive Aussage, die die objektive Tatsache nicht ungültig machen kann, dass wir alle ohne Jesus Christus schon zum Tod Verurteilte sind und der sicheren Vernichtung entgegengehen. Es ist wie bei in Abwesenheit verurteilten Straftätern, die mit internationalem Strafbefehl gesucht werden: Das Urteil gilt, ob man es anerkennt oder nicht.

Das ist die harte und ernste Realität dieses Verses. Da wird das Angebot der Rettung doch um ein vielfaches dringender.

Und mit vielen anderen Worten legte er Zeugnis ab und ermahnte sie und sagte: Lasst euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht!.
(Apg. 2:40):

Dass wir es selbst annehmen - und dass wir, wenn wir es angenommen haben und wissen, dass es nicht nur uns, sondern allen Menschen gilt, es ihnen auch mitteilen.

Denn es ist, wie wenn ein Straftäter, der von seinem Strafbefehl wegläuft, nie von seiner Begnadigung erfährt. Jesus sagt, dass Er gekommen ist das Verlorene zu retten. Seine Rettung besteht in Seinem stellvertretenden Opfer für den Straftäter, sodass der begnadigt werden kann. Dieses Opfer brachte Er vor 2000 Jahren auf Golgatha.

Die Begnadigung wird aber nur für den gültig, der sie auch empfängt, dem sie zugestellt werden kann, der sie auch annimmt. Und da kommen wir ins Spiel. Wir müssen dem Mitmenschen erstens deutlich machen, dass er ein Verurteilter ist und dass er zweitens deshalb die Begnadigung annehmen muss. Wenn er ersteres ablehnt, kann er auch zweiteres nicht machen. Beten wir um die Überführung durch den Heiligen Geist und unsere Bereitschaft zu Überbringern der guten Botschaft zu werden.

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26. Juni
2022
Seelenruhe Blog-Post Bild

Seelenruhe

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Matthäus 11,28

Diesem recht bekannten Vers geht ein anderer, weniger bekannter voraus. Jesus sagt in Math. 11:27 „Alles ist mir übergeben worden von meinem Vater; und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater, noch erkennt jemand den Vater als nur der Sohn, und der, dem der Sohn ‹ihn› offenbaren will.“

Da der Geist Gottes bei der Abfassung der Evangelien wie der ganzen Heiligen Schrift nichts dem Zufall überlassen hat, können wir davon ausgehen, dass der unmittelbare Kontext unseres obigen Verses ebenso kein Zufall ist. Der Heilige Geist wollte, dass wir den Zusammenhang sehen.

Aber auf den will ich blicken: auf den Elenden und den, der zerschlagenen Geistes ist und der da zittert vor meinem Wort
(Jes. 66:2b)

Jesus sagt einerseits, dass wir, um Ihn zu erkennen, Offenbarung brauchen. Eine Offenbarung, die nur Er geben kann. Und andererseits fordert Er seine Zuhörer auf zu Ihm zu kommen. Dieser Schritt wird entscheiden ob Offenbarung geschieht. Ist dieser Schritt menschliches Werk oder göttliches Wirken.

Es ist der Schritt des Menschen, der in seinem Herzen erkannt hat, dass er Hilfe braucht und ohne die ihm angebotene Hilfe unter seiner Last zerbrechen wird. Es ist ein demütiges Herz, ein zerbrochenes Herz, ein Herz, das sich nicht mehr im Stolz aufbäumt und göttliche Hilfe ablehnt. Es ist ein Herz, an dem der Geist Gottes schon wirkt, das diesen Schritt dann tut und sagt: „Ich bin mühselig und beladen, und ich werde meine Last nicht los. Ich kann mich nicht selbst davon befreien. Hilf mir.“

Und nun kommt das für uns verwirrende. Jesus sagt: „Willst du deine Last, das, was dich quält, loswerden, komm zu Mir in Mein Joch (V.29), hilf Mir Meine Last zu tragen, zu ziehen und vorwärtszubringen.“

Christsein, mit Jesus leben, bedeutet von den eigenen irdischen Lasten und Sünden befreit zu werden, um mit Jesus Seine göttliche Reichsgotteslast zu tragen, zu ziehen, Sein Anliegen zu meinem zu machen. Und das schon fast groteske ist: Dann werden wir für unsere Seele Ruhe finden.

Kehre zurück, meine Seele, zu deiner Ruhe! Denn der HERR hat dir Gutes erwiesen..
(Ps 116:7):

Dieses Prinzip findet sich immer und immer wieder: Trachtet zuerst nach Gottes Reich und alles andere wird euch hinzugefügt werden.(vgl. Math. 6:33) Ihr kümmert euch um das, was Gottes Anliegen ist und er kümmert sich um eure Bedürfnisse. (vgl. Luk 22:35)

Ihr setzt alle eure Erwartung und Hoffnung in Gott, ihr lebt für ihn und er wird dafür sorgen, dass ihr keinen Mangel habt. (vgl. Math. 6:34)

Menschlich gesehen mag das alles keinen Sinn machen. Aber wenn es einen Gott gibt, warum geben wir ihm nicht eine Chance sich uns zu offenbaren?

Foto von Ata Ebem / Pexels

Foto von Ata Ebem: https://www.pexels.com/de-de/foto/meer-gras-pflanze-grun-10863298/

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19. Juni
2022
Umgang mit Geld in unsicheren Zeiten Blog-Post Bild

Umgang mit Geld in unsicheren Zeiten

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Freigebige werden immer reicher, der Geizhals spart sich arm. Sprüche 11,24 Paulus sprach: Ich habe euch in allem gezeigt, dass man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen muss im Gedenken an das Wort des Herrn Jesus, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen. Apostelgeschichte 20,35

In einer Zeit von stetig steigender Inflationsrate und der Angst ums Angesparte stellt sich die Frage, was man denn mit den mühsam zurückgelegten Ersparnissen machen soll. (Keine Angst, es ist hier keine Bettelkolumne.) Unsere Verse sollen uns die Wertigkeiten des materiellen Besitzes vor Augen halten.

Wie stehe ich dazu? Bin ich beunruhigt? Oder weiß ich, dass mein Sorgen weder wegnimmt noch hinzufügt, weil mein Besitztum letztlich nicht mir gehört, sondern eine Leihgabe Gottes ist?

Jeder ‹gebe›, wie er sich in seinem Herzen vorgenommen hat: nicht mit Verdruss oder aus Zwang, denn einen fröhlichen Geber liebt Gott.
(2 Kor 9:7)

Und wenn dass der Fall ist, dann kann ich darauf vertrauen, dass Er sich darum kümmert.

Das ist möglicherweise leichter gesagt, wenn man wenig hat. Hat einen Gott mit mehr gesegnet, kann es schon schwerer fallen, sich diese Haltung zu bewahren. Dass Gott ein Versorger ist, habe ich mit meiner jungen, wachsenden Familie erfahren, als wir letztlich, neben ein paar Möbelstücken, alles in einen Golf packen konnten, was wir zum Leben brauchten. Nun, nach ein paar Jahrzehnten hat uns Gott zunehmend mehr anvertraut. Aber wir wissen, woher es kommt und deshalb können wir uns auch beruhigt bei Gott anlehnen. Wenn Er es gegeben hat, kann Er es auch wieder nehmen und dann sind wir wieder da, wo wir angefangen haben. Aber unser Vertrauen in Ihn wird sich nicht ändern.
Ich möchte uns einladen, unser Vertrauen in Ihn zu setzen, insbesondere wenn es um unsere materielle Versorgung geht, und uns nicht von Sorgen den Schlaf rauben zu lassen.

Wer gern wohltut, wird reichlich gesättigt, und wer ‹andere› tränkt, wird auch selbst getränkt..
(Spr 11:25):

Und wenn wir dieses Vertrauen haben, können wir, wenn uns Gott den Glauben dafür gibt, auch den Zehnten geben, können darüber hinaus, wenn notwendig Almosen geben (z.B. bei besonderen Opfersammlungen für auswärtige Projekte). Wir können auch mal da, wo uns Gott in die Situation führt, Menschen, die Er uns aufs Herz legt, mit einer Gabe beschenken. (Was das angeht ist meine Frau etwas empfänglicher als ich.) Lassen wir uns gebrauchen, wenn Gott etwas von dem uns von Ihm Anvertrauten haben und spezifisch einsetzen will und wir werden die Freude des Gebens und des Segnens erleben.

Wir segnen Menschen, Projekte oder Vorhaben, und wir können sicher sein, dass Gott Sich freut uns zu segnen.

 

 

 

 

 

fdygsfgFoto von Pixabay: https://www.pexels.com/de-de/foto/silber-und-goldmunzen-128867/  Foto von Pixabay: https://www.pexels.com/de-de/foto/silber-und-goldmunzen-128867/Foto von Pixabay: https://www.pexels.com/de-de/foto/silber-und-goldmunzen-128867/

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12. Juni
2022
Warum Trinität? Blog-Post Bild

Warum Trinität?

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. 2.Korinther 13,13

Dieser Segenswunsch zeigt auf besondere Weise, wie sich die drei göttlichen Personen in ihren unterschiedlichen Mandaten in unserem Leben auswirken. Sie machen die Trinität, dieses Geheimnis Gottes, etwas mehr erlebbar.

In Jesus wird die Gnade Gottes für uns real erlebbar. Jesu stellvertretender Opfertod am Kreuz macht deutlich, dass Gott nicht nur sagt, dass Er gnädig ist, sondern dass Er diese Gnade für uns auch wirksam machen will. In dem Gnadengeschenk des ewigen Gottes, Jesus Christus, schenkt Er uns Vergebung, Versöhnung, Gerechtigkeit, durch die wir ewiges Leben bekommen, und die damit verbundene Kindschaft und Anteil am Erbe Jesu Christi. Des Vaters Liebe zu den Menschen dieser Welt führt Ihn dazu Seinen Sohn Jesus für uns zu geben. Ich kann mir gerade hier vorstellen, dass Menschen sagen: „Was ist das für ein Vater, der so etwas tut?“ Und ja, das ist verständlich: Weil es das Undenkbare formuliert. Aber das, was sich kein Mensch und kein sonstiges Wesen ausdenken konnte, war für Gott Vater denkbar. Das war die Lösung für das Sündenproblem der Menschen. Und diesen undenkbaren Weg, diesen Weg, mit dem niemand rechnete, diesen Weg ging Er, um uns Seine Liebe erfahren zu lassen, um zu zeigen, wie sehr Er den Menschen liebt und wie sehr Er Sich wünscht, dass wir nicht nur Seine Geschöpfe, sondern Seine Freunde und Kinder sind. Jesus sagt, dass niemand eine größere Liebe hat, als der, der sein Leben für seine Freunde gibt. Gott hat das Leben des Sohnes gegeben, um uns zu Seinen Freunden zu machen!!!

Nun ist es so, dass es in der Geschichte der Menschheit immer wieder Menschen, Väter, Mütter, gab die ihr Leben für ihre Kinder gaben, weil sie sie liebten. Es gab auch Freunde, die füreinander ihr Leben ließen. Aber hier ist es eines anders: wir waren, als Gott das tat, noch Seine Feinde.

Damit wir das Geschenk von Gottes Gnade annehmen können, beginnt Gott, der Heilige Geist mit uns zu kommunizieren, stellt eine Beziehung her und überführt uns von unserer Verlorenheit, unserer Sündhaftigkeit und unserer Erlösungsbedürftigkeit. Er hilft uns das Geschenk der Gnade anzunehmen und durch Ihn bekommen wir die Wiedergeburt. Er ist es, der in uns wohnt und uns hilft die Beziehung zum Vater, zum Sohn und zu Ihm selbst, dem Heiligen Geist, zu leben. Seine Aufgabe ist die Gemeinschaft mit Gott herzustellen und zu unterhalten. Ohne Ihn wären wir auf uns alleine gestellt. Mit ihm zusammen können wir als Christen leben und in die Gemeinschaft mit dem Dreieinigen Gott kommen. Wir brauchen also „alle drei Personen des einen Gottes“ der Bibel.

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