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01. Sep.
2021
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"Leben in der Fülle"

veröffentlicht in Monatsbrief

Wenn dieser Gemeindebrief gelesen wird, haben die meisten schon wieder ihre Ferien hinter sich und denken möglicherweise mit Wehmut an den Sommer zurück, der sich dieses Jahr so spärlich gezeigt hat, dass man meinen könnte, wir hätten ihn verpasst. Dies besonders dann, wenn die Ferien oder der Urlaub auch dieses Jahr nicht wirklich so war, wie man es aus den Jahren vor Corona gewohnt war.

Und man schaut nach vorne und weiß, die kalte Jahreszeit, wird kommen. Mancher freut sich und andere denken mit Schaudern daran. Aber alle merken wir: das Jahr nähert sich mit Windeseile seinem Ende.

Und man fragt sich: War’s das schon? War das alles? Kommt da noch was, was einen mit Freude erfüllen könnte?

Ach ja!

Es kommt noch manches auf uns zu. Die wieder neu einsetzenden verschärften Coronoa-Maßnahmen, die besonders nach der Bundestagswahl ergriffen werden. Und ja, die Wahl selber wird uns wieder einiges bescheren, wovon wir jetzt noch keine Ahnung haben. Von anderem, was danach kommen wird haben wir dagegen schon viel zu viel Vorahnungen.

Wie können wir all das angehen, ohne uns davon und vom trüben Herbstwetter mit seinen Nebeltagen in die Knie zwingen zu lassen?

Ich aber darf dank der Fülle deiner Gnade eingehen in dein Haus; ich bete an zu deinem heiligen Tempel hin , in der Furcht vor dir.
(Ps 5:8)

Indem wir auf das schauen, was wirklich hält, unter allen Umständen, zu allen Zeiten.

Indem wir auf unser Fundament schauen, was uns wirklich trägt, und auf unsere Berufung und Bestimmung, auf das, was wirklich zählt.

Was ist unser Fundament? Jesus, das lebendige Wort Gottes, und das durch Ihn geoffenbarte Wort Gottes, das uns täglich Nahrung sein kann und will, denn Jesus sagte es selbst, als Er vor der Frage stand, was Sein Leben trägt: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. , sondern von einem jedem Wort das aus dem Mund Gottes geht.“

Dieses Wort spricht von Fülle, einer Fülle, die wir uns unterschiedlich vorstellen, je nach dem in welcher Stimmung und Verfassung wir sind.

Wenn man den Worten Gottes nachgeht, die über diese Fülle sprechen, dann erstaunen diese Worte durch ihre Dimension.

Die Fülle, von der sie sprechen, sind allesamt immaterieller Natur.

Mehrfach spricht die Schrift von der Fülle der Gnade. Und in der Hauptsache ist es die Fülle der Gnade oder auch Gnadenerweisungen, die Gott uns, Seinem Volk zukommen lässt.

Daher spricht der Evangelist Johannes in Johannes 1:16 davon: „Denn aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und ‹zwar› Gnade um Gnade.“

Ein erfülltes Leben ist ein Leben voll der Gnade Gottes, in dem die Gnade Gottes alles erfüllt, alles durchströmt und aus allem hervorströmt, was wir sind, haben und tun.

Gottes Gnade empfangen hat einen passiven Teil und einen aktiven, auch für den Empfänger.

Wir können nur das empfangen, was uns gegeben wird, aber wir können uns auch ausstrecken nach allem, was uns gegeben wird, um nichts zu verpassen.

Daher spricht Johannes davon, dass wir empfangen haben Gnade um Gnade. Wir geben uns nicht zufrieden mit etwas Gnade, nein wir wollen alles haben, was diese Gnade beinhaltet.

Mehrfach ist von der Fülle des Heils die Rede. Wenn man so will, ist das Heil Gottes Inhalt der Gnade oder äquivalent mit Gnade.

In Psalm 37:11 und 72:7 ist diese Fülle des Heils als „viel Frieden / viel Schalom“ beschrieben. Es ist der Friede, der alles beinhaltet, was man zum Leben braucht und damit ist er das Heil schlechthin. Dieser Friede entsteht da, wo Jesus, unser Friedefürst in unserem Leben regiert.

In Jesaja 33:6 wird „die Fülle von Heil“ als ein „Vorrat an Rettung“ beschrieben. Gottes Rettung in unserem Leben kann nicht ausgeschöpft werden, sie ist absolut ausreichend für alle unsere Sünden.

In Psalm 106:45 wird die „Fülle seiner Gnade“ als „Vielzahl seiner Loyalität“ genannt. Gott ist auf vielerlei Weise uns gegenüber loyal. Er steht uns immer bei, egal wie es uns geht, wie wir uns bewähren oder wie wir versagen.

In einer Zeit wie der unseren können wir vieles falsch machen zu unserem eigenen Schaden, dem Schaden anderer, dem Schaden von Beziehungen und Unternehmungen.

Aber der dreieinige Gott wird uns nicht verlassen, Er wird loyal bei uns sein.

In Jesaja 33:6 lesen wir: „Und sichere Zeiten wirst du haben: Fülle von Heil, von Weisheit und Erkenntnis. Die Furcht des HERRN, sie wird sein1 Schatz sein.“

Das ist eine Zusage Gottes an das Volk Gottes, in einer Zeit, in der es eben nicht sicher war. D.h. unsere Sicherheit kommt nicht aus unseren Umständen. Sie kommt von unserem Gott. Die Fülle Seines Heils, der Vorrat an Rettung ist gepaart mit der Fülle an Weisheit und Erkenntnis.

Je mehr wir Gottes Größe, Seine Liebe, Seine Treue, Seine Macht und Seine Möglichkeiten, Sein Wirken um uns und in uns erkennen, umso mehr werden wir Ihn von Herzen mit echter Ehrfurcht suchen. Dann wird diese Ehrfurcht ein Schatz, ein kostbares Wissen sein, das uns nicht entrissen werden kann.

Strecken wir uns nach Gottes Erkenntnis und nach Seiner Weisheit aus, um in diesen unsicheren Zeiten in der Fülle von Gottes Heil, von Gottes Gnade und von Gottes Freude zu leben.

Denn wenn wir uns nach Ihm ausstrecken werden wir erleben, was Psalm 16:11 jedem von uns sagt: „Du wirst mir kundtun den Weg des Lebens; Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht, Lieblichkeiten in deiner Rechten immerdar.“

Diese „Fülle von Freude“ bedeutet eine Sättigung mit Freude. Gott macht uns satt mit Freude, wir haben keinen Mangel an Freude.

Wann?

Wenn wir uns auf dem Weg des Lebens befinden, wenn wir mit Jesus, dem Weg zusammen und in Seiner Gegenwart sind, uns immer wieder bewusst in Seine Gegenwart stellen, uns bewusst machen, dass Er durch den Heiligen Geist in unserem Leben gegenwärtig ist.

Jeder, der mich (Eugen) kennt, weiß, dass ich hier mir selbst zuallererst predige. Ich muss mir immer wieder vor Augen halten, was das Gute, Wohlgefällige und Vollkommene ist (vgl. Röm. 12.2) und darüber nachdenken was liebenswert, wohllautend und etwas Positives ist (vgl. Phil. 4:8) um mich nicht nach unten ziehen zu lassen.

Aber ich vermute, ich bin nicht allein, sondern manch anderer ist hier ebenso herausgefordert.

Bedeutet dies, dass wir den Kopf in den Sand stecken und uns der Realität nicht stellen? Beileibe nicht.

Es bedeutet gerade im Angesicht der Realität sich den Tisch von Gott decken zu lassen (vgl. Ps. 23) und von all dem Guten, das Gott uns geben will, zu essen, uns zu stärken und uns daran zu erfreuen.

und ihr seid in ihm zur Fülle gebracht. Er ist das Haupt jeder Gewalt und jeder Macht.“
(Kol. 2:10)

Im Kolosserbrief schreibt Paulus: K.2:10 „und ihr seid in ihm zur Fülle gebracht. Er ist das Haupt jeder Gewalt und jeder Macht.“

Wir schauen auf Jesus das Haupt über alles, auch über den Umständen und Zuständen der Gegenwart, und wir sehen auf den, in dem unsere ganze Fülle ist, der all unseren Mangel ausfüllen kann, der uns helfen kann, allen Schwierigkeiten, Situationen, Personen gegenüberzutreten, ohne uns entmutigen zu lassen oder uns zu fürchten.

In Jesus sehen wir in dieser Zeit auf die Ewigkeit, auf die ewige Perspektive, das Zusammensein mit Ihm und dem Vater und dem Heiligen Geist.

In der letzten Zeit werde ich immer mehr herausgefordert, nicht auf das Sichtbare zu schauen, die Umstände, die Zukunft, die Einschränkungen, den Druck von außen, sondern hinzuschauen auf das, was ich in Jesus habe.

Das ist alles unser Fundament!

Du wirst mir kundtun den Weg des Lebens; Füllevon Freuden ist vor deinem Angesicht,
(Ps 16:11)

Unsere Berufung ist es, von diesem Fundament so vielen Menschen wie möglich zu erzählen, sodass viele ein Leben in der Fülle leben können, ein Leben das proklamiert:

Ich bin nie allein, denn Jesus Christus, mein Versöhner, mein Erlöser, mein Tröster, mein Fürsprecher ist durch den heiligen Geist immer bei mir.

Ich bin reich und habe keinen Mangel, weil mein Gott all meinen Mangel ausfüllen kann.

Ich bin nie ohne Hoffnung, weil Jesus die inkarnierte Hoffnung, in meinem Leben eingezogen ist.

Es gibt keine ausweglosen Situationen, weil Jesus selbst der Weg aus der aussichtslosesten Situation, meiner ewigen Verlorenheit, geworden ist.

Ich bin nie ohne Freude, weil die Fülle der Freude vor Gottes Angesicht ist und der Heilige Geist in mir wohnt, der die Freude als Frucht in meinem Leben mitbringt.

Wir haben in der Kinderwoche viel Evangelium weiter geben dürfen. Und wir sind davon überzeugt, dass die Kinder viel mitgenommen haben. Beten wir, dass das, was sie gehört haben, Frucht bringt.

Aber dabei sollte unsere Berufung nicht stehen bleiben. Wir sind darüber hinaus gesandt, den Menschen die gute Nachricht weiterzugeben.

Wer sich selbst nicht so traut, weil er denkt, dass er nicht gut reden kann, kann das auch mit kleinen Traktaten machen. Gute Flyer haben wir auch im Büro. Und nicht zuletzt haben wir unsere Gottesdienste, in denen jeder Prediger bemüht ist das Evangelium zu predigen, sodass die Menschen eine Einladung zur Jesusnachfolge hören können. Der WIR Gottesdiensts ist ja als Gesamtgottesdienst auch eine niederschwellige Möglichkeit gerade Familien mit Kindern einzuladen und als evangelistischer Gottesdienst gedacht.

Die Pusteblume kann eine Möglichkeit sein, nicht nur über Kindererziehung und die damit verbundenen Themen zu sprechen, sondern auch darüber, wohin man seine Kinder eigentlich erziehen will, welches Fundament man ihrem Leben geben will.

Unsere Möglichkeiten sind noch lange nicht ausgeschöpft. Lassen wir uns von unserem Herrn inspirieren, Wege zu finden wie wir unser „Leben in der Fülle“ mit anderen teilen können, und Er wird uns noch weitere Möglichkeiten zeigen.

In diesem Sinne wünschen wir euch ein erfülltes Leben im September

1 Gemeint ist hier das zuvor genannte Zion / Jerusalem.

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01. Aug.
2021
"Miteinander Jesus erleben und teilen" Blog-Post Bild

"Miteinander Jesus erleben und teilen"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Das war ein Thema, was uns unter anderem neulich beim Ältesten+ Tag beschäftigt hatte. Wie können wir diesem Statement, das uns seit einigen Jahren wichtig ist, immer wieder Leben einhauchen bzw. es am Leben erhalten?

Denn zugegebenermaßen  ist es nicht so einfach, insbesondere in Zeiten wie den momentanen, das so zu praktizieren.

Miteinander Jesus erleben“

Miteinander Jesus erleben“, das ist schon eine Herausforderung an sich, wenn Kontaktbeschränkungen, Abstandsregeln, Maskenpflicht, Verbot von gemeinsamen Mahlzeiten etc. das sehr einschränken.1

Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, reinigt uns von jeder Sünde. (1John 1:7)

Gemeinsam“ hat mit Gemeinschaft zu tun und wir haben viel unter dem Gemeinschaftsentzug gelitten, aber uns vielleicht auch inzwischen daran gewöhnt und sind zu bequem geworden die Gemeinschaft zu suchen. Denn die kann unter normalen Umständen schon anstrengend sein. Unter den momentanen Umständen jedoch stellt sich oft die Frage: „Habe ich den anderen hinter seiner Maske richtig verstanden?“ Denn es fehlt mir auch das Gesicht hinter der Maske und sein Gesichtsausdruck um weitere Anhaltspunkte zu bekommen, ob ich ihn richtig verstanden habe.

Die grundsätzliche Unsicherheit über das, was erlaubt, was sicher, was schützend, den anderen bewahrend ist, sitzt inzwischen so tief, dass viele Menschen die staatlichen Forderungen übererfüllen, um sicherzugehen, das richtige zu tun.

Diese Unsicherheit ist bis in die Gemeinde hineingedrungen und hat vielleicht den einen oder anderen auch vom Gemeindefest abgehalten.

In Höhen und Tiefen

Und dennoch wollen wir „miteinander Jesus erleben“, auch in unseren Tiefen und in unseren Höhen, in unseren starken und schwachen Momenten.

Natürlich ist es so, wenn man sich nicht gut fühlt, dass man sich am liebsten in sein eigenes Schneckenhaus verkriechen würde. Wem ist das nicht schon so gegangen?

Und andererseits sehnt man sich dennoch danach, dass da jemand kommt und einem beisteht.

In Römer 12:15 sagt Gottes Wort:

„Freut euch mit den sich Freuenden, weint mit den Weinenden!“

Das müssen wir wollen und auch zulassen. Wir alle, du und ich, wir müssen wieder lernen einander an uns heranzulassen, auch wenn oder gerade weil wir in der Vergangenheit verletzt und enttäuscht worden sind. Und das sind wir bestimmt, denn wir machen alle Fehler.

Warum sonst sollte Jesus seinen Jüngern auf ihre Frage wie oft man vergeben solle geantwortet haben:

Matt 18:22 „Jesus spricht zu ihm: Ich sage dir: Nicht bis siebenmal, sondern bis siebzigmal sieben‹mal›!

Verletzungen sind dazu da, kuriert zu werden. Wenn’s weh tut, dann zeigt das an, dass da etwas nicht gut ist. Also wenn in deinem Leben etwas weh tut, dann geh es an, bring es vor Gott, zusammen mit einem Bruder oder einer Schwester im Glauben.

Und ihr werdet zusammen auch darin Jesus erleben, Seine heilende und freimachende Gegenwart.

Miteinander in der Arbeit für Jesus

Seid miteinander meine Nachahmer, Brüder, und seht auf die, welche so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt!

(Phil 3:17)

Es gibt so viele Dinge, die vor uns liegen: die Überwindung der Coronafolgen, die KiwoH als unmittelbar vor uns liegend, die neu zu startende Teeniegruppe, der es an jungen Leitern fehlt, das Mosaik, das so viele Kinder erreicht und dem es an Mitarbeitern, besonders auch männlichen fehlt.

Wenn wir uns diese Dinge anschauen, dann können wir miteinander Jesus erleben, indem wir um Arbeiter für die Ernte beten und uns auch verfügbar als Arbeiter machen.

Mancher könnte sich vielleicht einen Nachmittag im Monat an der Arbeit freischaufeln, um um 15 Uhr beim Mosaik zu sein.

Ich, Eugen, war 16 und hatte 2 Jungscharen zu leiten. Ich bat meinen Ausbildungsbetrieb, an einem Tag früher gehen zu können und es klappte: ich konnte die 2 Jungscharen nacheinander machen (ich musste halt an anderen Tagen dann auf meine Stunden kommen).

Mit diesen Kindern können wir den Jesus, den wir in der Gemeinde und zu Hause und an der Arbeit erleben, teilen, ihnen erzählen, wie unser Leben mit Ihm aussieht.

Als Jugendlicher habe ich (Eugen) erlebt, wie die Verantwortung für diese Gruppen mich bei Gott gehalten hat. Ich wollte den Kindern, später Jugendlichen, nicht von etwas erzählen, was ich selbst nicht erlebt hatte. Also streckte ich mich nach Jesus aus.

Verantwortung mag manchmal eine Bürde sein, aber sie kann auch die Stütze sein, die nicht nur dem Verantwortungsbereich dient, sondern uns selbst ebenso. Und was wäre daran so schlecht?

Für die Kinder teilen

Die Kinder, über deren Geburten wir uns alle so sehr freuen, werden mehr und werden älter. Die Konsequenz ist, dass wir mehr Raum für sie brauchen.

Als wir in der Not, keine dauerhafte Lösung für unsere Gottesdienste zu haben, uns entschlossen, den Bauhof zu kaufen, war es ein riesiges Projekt, von dessen Ausmaß an Umbauarbeiten wir keine Vorstellung hatten. Dennoch haben wir es gemeinsam angegangen und vollenden können.

Nun geht es darum auf dem Gelände den Kindern mehr Raum zu schaffen und wieder stehen wir gemeinsam vor der Herausforderung diese Aufgabe anzugehen. Das kann nicht nur ein Projekt von ein paar besonders Engagierten sein. Das muss ein Projekt von uns allen, der ganzen Gemeinde werden, wenn wir es meistern wollen. Auch hier können wir wieder Jesus gemeinsam erleben und das Erlebte teilen. Es ist allein die Frage: Sieht jeder von uns die gemeinsame Verantwortung für die nächste Generation? Und bringen wir uns in diese Verantwortung nach Kräften ein? Sei dies beim Bauen, beim Kochen, beim Geben, beim Beten?

Evangelisation nach innen und außen

Unsere Kindergemeinde mit Mitarbeitern und mit Räumen auszustatten ist Evangelisation an den eigenen Kindern. Und dazu kommt die Evangelisation an den Kindern vom Mosaik, wo wir so viele Gäste bei uns haben wie bei keiner anderen Veranstaltung.

Das mit Jesus Erlebte teilen

Es gibt viele Gelegenheiten unser Erleben zu teilen, sei dies im Gottesdienst durch gottzentrierte2 Zeugnisse, sei dies in Berichten in unseren Kleingruppen oder im persönlichen Gespräch in der Familie, am Arbeitsplatz, in der Schule, in der Nachbarschaft.

Aber das miteinander Teilen kann sowohl ein gegenseitiges Teilen sein, als auch ein Teilen, wo man es mit jemandem zusammen bei anderen tut, so wie Jesus seine Jünger angewiesen hatte zu Zweien hinauszugehen.

Was teilen wir, wenn wir uns dazu überwinden?

Oft ist es unsere Bedürftigkeit, dass wir etwas nicht allein schaffen, dass wir gesündigt haben und mit unserer Schuld nicht fertig wurden, dass wir vor einem unlösbaren Problem standen und Jesus unsere letzte Hoffnung war. Ja, oft ist Jesus die letzte Hoffnung. Aber eigentlich ist er unsere einzige Hoffnung.

Das selbst zuzugeben ist nicht so einfach und so scheuen wir uns, das im Gespräch zu erzählen. Aber wir Christen müssen keine Superhelden sein, um unser Erleben teilen zu können. Jesus kam für diejenigen, die es nicht aus eigener Kraft schaffen. Du und ich schaffen es nicht allein, weder unser Leben noch das, was dazu gehört. Und wenn die Menschen ehrlich wären, würden sie sich eingestehen, dass kein Mensch es allein schafft. Und so brauchen wir uns vor niemandem zu verstecken.

Miteinander und nicht alleine

und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens:
(Eph 4:3)

Wenn wir miteinander, also in der Gemeinschaft, Jesus erleben wollen und Ihn teilen, also Ihn und das mit Ihm erlebte teilen wollen, dann brauchen wir den Heiligen Geist, als die göttliche Person, die aus Einzelwesen eine Gemeinschaft, ein Miteinander, einen Leib macht. Er wird uns als derjenige beschrieben, der uns in eine Gemeinschaft mit Jesus und miteinander bringt.

Wenn es uns ernst damit ist, dass wir „miteinander Jesus erleben und teilen“ wollen, dann geht das nur mit dem Heiligen Geist, der uns hilft alles Trennende, alles Schmerzende, alle Verletzungen und Enttäuschungen zu überwinden. Er hilft uns den ersten Schritt zu machen, den Balken aus unserem Auge zu ziehen, den ersten Schritt auf den anderen zuzugehen, die Sünde zu Jesus zu bringen, Vergebung in Anspruch zu nehmen, Jesu Heilungskraft an unsere inneren Verletzungen zu lassen, Vergebung auszusprechen, Bindungen zu lösen und Enttäuschungen loszulassen.

Miteinander Jesus erleben und teilen“ kann uns das große Bild vor Augen malen und uns helfen unseren begrenzten Arbeitsbereich in der Gemeinde in diesem großen Rahmen zusehen, den anderen wahrzunehmen und miteinander an diesem Ziel zu arbeiten, sodass alles zusammen diesem Ziel dient.

Dann sind wir nicht nur Helfer in der Kindergruppe. Nein, wir sind Mitarbeiter an der nächsten Generation von Christen, die das Licht Jesu auch in Zukunft in dieser Welt erscheinen lassen werden, wenn wir vielleicht schon lange nicht mehr sind. Dann sind wir nicht nur die Techniker, die halt für den Sound sorgen, sondern dann sind wir Mitarbeiter, die mit den anderen zusammen Gott verherrlichen, Sein Lob ermöglichen.

Dann ist das Putzen des Gemeindezentrums nicht nur eine lästige Pflicht, sondern das Vorbereiten auf den Gottesdienst, in dem Gäste willkommen geheißen werden können, die dort das Evangelium hören und gerettet werden.

 

Das alles ist „miteinander Jesus erleben und teilen“.

Lasst uns dies auch in diesem Monat so gut wir können, mit so viel Freude wie wir empfangen, leben.

 

Eine Reaktion auf diesen Brief stellt Marco Kreppers Gedicht dar, das ich anfügen möchte.

Miteinander Jesus erleben und teilen
Auch in schwierigen Zeiten
Füreinander einstehen
Den anderen sehen und verstehen

Ist die Gemeinschaft manchmal schwer
Brauchen wir sie umso mehr
Näher zusammen rücken
Schafft Brücken über Lücken

Es ist nicht immer leicht
Doch mit dir wurde so vieles erreicht
Sind wir an unsere Grenzen gekommen
Haben wir doch Berge erklommen

Durch dein Wunder allein
Wurde Wasser zu Wein
So auch die Kraft gegeben
Das Gebäude gefüllt mit Leben

Doch nicht nur nach außen bauen
Sondern auch nach innen schauen
Auch das heißt erleben und teilen
Und auch unsere Kinder erreichen

Denn schon unsere Kleinen
Ob beim Lachen oder Weinen
Sollen deine Nähe spüren
Deine Worte sie berühren

Lasst uns daher nie aufgeben
Und danach zu streben
Unser Bestes zu geben
Und dich jeden Tag neu erleben 

_____________

1 Es ist mir bewusst, dass im Moment gefühlt wieder einige Freiheiten da sind. Aber das kann sich ja jeden Moment wieder ändern.

2 Gottzentrierte Zeugnisse sind solche, in denen Gottes Wirken im Mittelpunkt steht, das Erlebte Ihn verherrlicht.

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01. Juli
2021
"Ewigkeit in unseren Herzen" Blog-Post Bild

"Ewigkeit in unseren Herzen"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Als wir Ältesten uns über den Inhalt des Juli-Gemeindebriefes unterhielten, war gerade einer der eindrucksvollsten Regenbogen zu sehen, den ich in letzter Zeit gesehen habe. Die Regenbogenfarben sind ja im Moment durch die EM wieder in aller Munde, seien sie doch ein Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz.

Aber halt mal!

Wofür steht der Regenbogen denn eigentlich?

Ist er nicht das Zeichen für Gottes Bund mit den Menschen nach der Sintflut?

Zentrales Element dieses Bundes war, dass eine solche Flut wie die gewesene nicht mehr kommen würde.1

Insofern ist der Regenbogen die Erinnerung an diese Flut und an das Versprechen, dass ein solches Gericht, das eine gottlose Welt (wie die unsere) richtete, nicht noch einmal in dieser Form kommen wird.

Alles hat er schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt, ...
(Pred. 3:11a)

Der Entschluss Gottes für diesen Bund fällt in Kapitel 8 und Gott sagt da: „Nicht noch einmal will ich den Erdboden verfluchen wegen des Menschen; denn das Sinnen des menschlichen Herzens ist böse von seiner Jugend an; und nicht noch einmal will ich alles Lebendige schlagen, wie ich getan habe. Von nun an, alle Tage der Erde, sollen nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“(V21+22)

Wird der heilige Gott nach diesem Entschluss Sünde, Gottlosigkeit, Rebellion, der Menschen dann ungestraft und ungesühnt sein lassen?

Nein, Er hat Seinen Sohn Jesus Christus unsere Strafe erleiden lassen und jeder, der Ihn als stellvertretendes Opfer für sich annimmt, wird nicht mehr den Zorn Gottes erleben, sondern wird erlöst und in die Gemeinschaft mit Gott hineingenommen, um mit Ihm in Ewigkeit zu leben.

Die himmlische Perspektive

Als Christen haben wir diese Perspektive, die uns in allem, was wir hier erleben, sowohl an Schönem als auch an Unschönem, die Dinge in ihrer wirklichen Bedeutung erkennen lassen.

Was sind all die Reichtümer dieser Welt wert, was ist Gesundheit bis ins allerhöchste Alter wert, was ist der Erfolg bis an die Spitze der Menschheit wert, wenn wir doch vergänglich und ohne diese ewige Perspektive leben und am Ende nichts aus diesem Leben mitnehmen können?

Jesus sagt es auf seine Weise:

Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, womit er seine Seele auslöse?“2

Bei aller Besorgnis um die Umwelt, unsere Gesundheit und unsere Existenz ist die Sorge um unsere Seele sowohl in der Gesellschaft als auch in der Gemeinde Jesu oft zu kurz gekommen.

Die Gesundheit unserer Seele hängt zuallererst von unserer Beziehung zu unserem Schöpfer und Erlöser Jesus Christus ab.

Der inwendige Mensch

Unser inwendiger Mensch ist für Ihn das allerwichtigste, denn unser Körper zerfällt, schwindet dahin und stirbt schlussendlich, es sei denn Jesus kommt davor wieder und verwandelt unseren vergänglichen Leib in einen unvergänglichen.

Wir möchten eines klarstellen: wir haben kein gestörtes, feindliches Verhältnis zu unserem Körper. Wir sehen nur der Realität ins Auge. Jeder, der sich selbst nüchtern anschaut, muss seine Hinfälligkeit und Endlichkeit erkennen.

Was also hindert uns - jeden von uns - dem, was wirklich nicht vergehen soll, mehr Aufmerksamkeit zu widmen, sowohl im eigenen wie auch im Leben der anderen?

Unsere Berufung und Bestimmung als Christen ist fruchtbar zu sein und uns zu mehren. Der Missionsauftrag ist eigentlich der Schöpfungsauftrag, nur in anderen Worten. Als der Mensch noch nicht gefallen war, sollte er als Gottes Repräsentant, als Träger Seines Abbildes, die Erde bevölkern. Nach dem Fall und Verlust dieser Ebenbildlichkeit ist es der Auftrag an die Nachfolger Jesu, die Menschen mit der guten Nachricht zu erreichen, dass sie ihre Gottebenbildlichkeit wieder bekommen können durch das Erlösungswerk Jesu.

Dadurch wird die Welt wieder bevölkert mit Trägern von Gottes Abbild.

Aber das ist nicht alles. Sie werden in ihrer Gesamtheit am Ende der Zeit die Braut Christi sein, die Frau, das Volk, die Gemeinde Gottes, in der Er wohnen wird, ohne Trennung, ohne Sünde, ohne Verunreinigung, ohne Tod, Krankheit, Traurigkeit, Schmerz, Leid.

Die Welt sehnt sich und arbeitet für etwas, was sie ohne den lebendigen Gott nicht haben wird und haben kann: Sie sehnt sich nach all dem, was der Gemeinde Jesu für die Ewigkeit verheißen ist. Aber sie will es hier und jetzt und ohne Gott und wird es nie erleben.

Wenn wir also mit diesem Bewusstsein und dieser Perspektive leben, welche Konsequenzen ergeben sich dann?

Sinnt auf das, was droben ist, nicht auf das, was auf der Erde ist!
(Kol. 3:2)

Paulus zeigt die Konsequenzen auf:

„Wenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid, so sucht, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes! Sinnt auf das, was droben ist, nicht auf das, was auf der Erde ist! Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott.“3

Dieser Text sagt denen, die Jesus als Herrn und Erlöser haben, wer sie sind, wo sie sind, und wie ihr Denken und damit ihr Handeln sein soll:

Wir sind für diese Welt tot. Wir sind verborgen in Christus, und der ist im Himmel. Unsere Existenz im Himmel hat schon begonnen, weshalb unser Bürgerrecht auch im Himmel ist.4

Unsere Loyalität gehört dem himmlischen Reich, unsere Hoffnung ist auf dem himmlischen Reich und unsere Sicherheit ist das himmlische Reich.

Werte des himmlischen Reiches

Deshalb sind auch die Werte des himmlischen Reiches für uns absolut verbindlich, wie unterschieden sie auch von denen dieser Welt sein mögen.

Unser Verhalten soll von diesen Werten, von denen unser Denken geformt ist, geleitet werden.

Die praktische Auswirkung ist:

Tötet nun eure Glieder, die auf der Erde sind: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Begierde und Habsucht, die Götzendienst ist!“5

Paulus spricht hier von diesen Dingen als von Gliedern, Teilen unseres Leibes. Jesus sagte einmal, wenn dein Auge dir Ärgernis schafft, reiß es aus oder wenn dein Arm dir Ärgernis schafft, hau ihn ab. Paulus sagt wir sollen diese Glieder töten, das meint dasselbe wie es Jesus ausgedrückt hatte. Wenn in unserem Leben etwas ist, was nicht zu unserem Stand als Gotteskind gehört, sollen wir rücksichtslos dagegen vorgehen, es abhauen, es töten, sterben lassen, ihm die Existenzberechtigung verweigern.

Um was es geht, hat Paulus schon gesagt.

In Gal. 5:19-21 sagt er, was noch dazu gehört: „Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Zornausbrüche, Selbstsüchteleien, Zwistigkeiten, Parteiungen, Neidereien, Trinkgelage, Völlereien“. Was diese Dinge sind, muss man sicherlich nicht noch erklären.

Er sagt, dass das ein fleischliches, irdisches, unerlöstes Verhalten ist, und dass diesem Verhalten in unserem Leben der Kampf anzusagen ist.

Im klaren Gegensatz zu den aufgeführten Dingen ist dann das, was uns aus unserem tiefsten Inneren prägen sollte:

Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit. Gegen diese ist das Gesetz nicht ‹gerichtet›. Die aber dem Christus Jesus angehören, haben das Fleisch samt den Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. Wenn wir durch den Geist leben, so lasst uns durch den Geist wandeln!“6

Leben der himmlischen Werte

Ihr Lieben, lasst uns um Jesu und Seines himmlischen Reiches Willen dem Heiligen Geist in unserem Leben Raum geben, damit Er Seine Früchte in uns wachsen lassen kann.

Lasst uns miteinander so umgehen, wie es diese Früchte in uns bewirken wollen.

Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit.
(Gal 5:22+23)

Wir haben die Hilfe des Heiligen Geistes in unserem Leben und müssen es nicht aus uns selbst produzieren. Aber wir müssen dem Heiligen Geist erlauben, sie in uns hervorzubringen.

Wenn wir in Situationen sind, wo Liebe, Geduld, Freundlichkeit, Langmut, Sanftmut etc. gefordert sind, dann lasst uns jegliches Aufbegehren ablegen und die Situationen nutzen, damit der Heilige Geist sie gebrauchen kann, um uns wachsen zu lassen.

Wenn wir diese Welt mit dem Evangelium erreichen wollen, dann muss es sich bei uns anfangen auszuwirken. Wir sind Jesu Brief an diese Welt und er soll klar und deutlich lesbar sein. In uns soll Seine Auferstehungskraft erkennbar sein, die auch den Menschen um uns zeigen kann, dass auch für sie Hoffnung besteht.

Lassen wir nicht zu, dass gegenwärtige gesellschaftliche Umwälzungen, Krisen und Gefahren uns entzweien und uns zerstreuen. Lassen wir nicht zu, dass die Liebe in uns füreinander erkaltet und wir in Hader und Feindschaft gegeneinander enden. Geben wir dem Teufel keinen Raum, Missverständnisse zu säen, uns gegenseitig zu verletzen und uns die Verletzungen vorzuhalten. Leben wir die Kraft der Auferstehung aus, in dem wir immer und immer wieder einander verzeihen und immer wieder das Beste füreinander wollen und das auch dem anderen zugestehen.

Leben wir ganz praktisch die Dankbarkeit füreinander aus, in dem wir auf das schauen, was der andere in seinem besten Bemühen versucht ins Reich Gottes beizusteuern. Freuen wir uns über jeden Fortschritt, den der andere macht und ermutigen ihn, so gut wir können. Dann werden wir ganz praktisch verändert und immer mehr zu diesem von der Ewigkeit geprägten gut lesbaren Brief Jesu an die Welt.

1 1.Mose 9:11-17

2 Math. 16:26

3 Kol 3:1-3

4 Phil. 2:20

5 Kol 3:5

6 Gal. 5: 22-25

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01. Juni
2021
"Wozu, für Wen?" Blog-Post Bild

"Wozu, für Wen?"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Bei all dem, was Menschen tun, stellt sich immer wieder die eine entscheidende Frage: Was ist die Motivation dahinter? Was treibt die einzelnen Menschen an, und den Menschen grundsätzlich?

Neulich sah ich ein Interview mit Michael Collins, den 3. Mann der Apollo 11 Mission, der die Kommandokapsel steuerte, während seine zwei Mitastronauten Armstrong und Aldrin auf dem Mond waren. In diesem Interview sprach er auch von der nächsten Etappe, dem Mars, dass dieser angeflogen werden wird. Gefragt, ob das notwendig sei, meinte er nein. Aber die Menschen würden es dennoch tun, weil sie neugierig seien. Neugierde, Forscherdrang, Abenteuerlust, all das sind unter anderen Gründe, weshalb man etwas tun kann.

Gräbt man tiefer unter diese Motivation, dann hat es etwas mit dem Menschen selbst zu tun. Es hat in vielen Fällen damit zu tun, dass wir uns unserer selbst in gewisser Weise vergewissern wollen, dass wir sind, dass wir eine Spur hinterlassen, dass wir ein Andenken hinterlassen, also jemand sind. Entsprechend dem, was die Menschen beim Turmbau zu Babel taten. Wir tun es für uns selbst – unsere Unsterblichkeit.

Wir tun es mit sterblichen Mitteln und erreichen eine sterbliche Unsterblichkeit, also eine zeitlich begrenzte Erinnerung über unseren Tod hinaus.

Aber, warum tun wir Christen, was wir tun?

Was motiviert uns zu unserem Tun, zu unserem Eifern, und manchmal auch zu unserem Streiten? Worum geht es uns da?

Paulus sagt im Brief an die Kolosser im Kapitel 3 Vers 17 + 23

Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn. … 23 Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen."

In Paulus Aussagen geht es zweimal um Jesus. Wir sollen alles im Namen, in Seinem Auftrag tun und dann in V. 23 sollen wir es um Seinetwillen, also für Ihn tun.

Im ersten Fall fällt alles, was wir tun, auf unseren Auftraggeber, unseren Herrn zurück, in dessen Namen wir es tun, Er ist der Verantwortliche.

Wenn wir als Christen unser Leben in dieser Haltung führen, dann stellt sich immer die Frage: Welches Licht wirft mein Handeln auf meinen Herrn, auf Jesus? Wie steht Er da in der Öffentlichkeit, bei den Menschen?

Wenn ich esse, trinke, rede, handle, Posts in Facebook, Twitter, Whatsapp oder sonst wo absetze, Auto fahre, mich über andere ärgere, schlecht über andere rede, oder Dinge verdreht weiter gebe und damit Unfrieden säe, welches Licht wirft das auf Jesus?

Im Alten Testament sagt Gott zu seinem Volk sinngemäß: „Wegen euch, wegen eures Verhaltens wird mein Name in der ganzen Welt verlästert1.

Jesus vor Augen

Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; er steht mir zur Rechten, so wanke ich nicht.
(Ps 16:8)

Deshalb sagt Paulus, sollen wir Jesus bei allem, was wir tun, vor Augen haben. Sodass unser Bemühen stets ist, dass wir das, was wir tun nicht für uns, unser Wohlbefinden (wir werden z. B. von anderen nicht blöd angemacht) für unser Ansehen (die Menschen loben uns) für unsere Karriere (damit wir uns einen Namen machen), unseren Wohlstand (wir haben ausgesorgt) tun, sondern für Jesus, dem wir Ehre machen wollen, damit sein Name groß wird.

Wenn wir so, in unserem Beruf, der Familie und Gemeinde leben würden, dann sind wir davon überzeugt, dass wir ein Klima der Wertschätzung, der Dankbarkeit, der Freude am Erreichten, am Erfolg Anderer hätten, in dem man einander durch Ermutigung und freundliche konstruktive Kritik zu noch besseren Ergebnissen unterstützt.

Es ist ja nicht so, dass wir schon perfekt sind, obwohl wir uns danach ausstrecken sollen vollkommen zu werden.

Deshalb ist bei uns allen noch viel Luft nach oben, das, was wir tun, wie wir leben, immer mehr nach Gottes Willen zu tun.

Die wichtigste Willensäußerung Jesu an seine Jünger ist der Missionsauftrag. „Geht hin, macht zu Jüngern alle Völker, in dem ihr sie tauft und lehrt alles zu beachten, was ich euch befohlen habe.2

Alle anderen Aussagen, Jesu, wie ein Christ, ein Jesus-Nachfolger leben und handeln soll, sind Beschreibungen darüber, wie der Missionsauftrag, in welcher Haltung, unter welchen Umständen, mit welcher Hilfe ausgeführt werden soll. Beispiele hiervon sind:

  • Einer achte den Anderen höher als sich selbst.3
  • Was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was einen guten Ruf hat, sei es eine Tugend, sei es ein Lob – darauf seid bedacht!4
  • Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch!5

Für die ersten Christen war dieser Auftrag zunächst auch nicht so zu fassen, weil sie erst aus ihrer kulturellen und auch religiösen Beschränkung herauskommen mussten.

Der Auftrag

Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.(Rom 14:8)

Die einsetzende Christenverfolgung durch die jüdischen Führer, zwang sie, sich von ihrem alten Leben und den damit verbundenen Vorstellungen und Konzepten zu lösen. In der Zerstreuung lernten sie den zentralen Auftrag zu leben und um dessentwillen zu leben.

Wenn wir diesen zentralen Auftrag wieder im Auge haben, und danach alles andere ausrichten, dann sollte jeder für sich Antworten finden auf die praktischen Fragen des Lebens in der Welt und in der Gemeinde.

Kann ich, um des Auftrags willen eine Atemschutzmaske tragen, wenn ich dadurch meinen Auftrag erfüllen kann und Gott vertrauen, dass ich, obwohl es sich nicht gesund anfühlt, doch keinen Schaden davon tragen werde?6

Kann ich, um des Auftrags willen meine Angst, mich anzustecken, überwinden und mein Haus verlassen und Gott vertrauen, dass er mich schützt?

Kann ich, um des Auftrags willen meine persönlichen Ambitionen auf die Seite legen und ohne Eifersucht diejenigen unterstützen, die Gott für eine Sache besonders berufen oder begabt hat?

Kann ich, um des Auftrags willen, wenn Jesus dies von mir verlangt, in die 2 Reihe treten, um jemanden anderen, der für die Erfüllung des Auftrags besser geeignet ist, die Verantwortung übernehmen lassen?

Kann ich mich, um des Auftrags willen in Verantwortung rufen lassen und mein Lebenskonzept oder Lebensplan überdenken?

Kann ich, um des Auftrags willen meine Verletzungen und Enttäuschungen loslassen, denen Vergeben, die mir das angetan haben und auf Vorhaltungen und Unversöhnlichkeit verzichten und die Einheit und Gemeinschaft wieder suchen?

Die Reihe dieser Fragen ließe sich beliebig fortsetzen.

Jeder von euch, der diese Frage aufmerksam liest, wird feststellen, dass sie uns unter die Haut gehen, denn es geht gegen unseren Stolz, gegen unsere Sehnsucht, auch Jemand sein zu wollen, auch eine Bedeutung haben zu wollen und es tut weh, diese Entscheidung zu treffen.

Die Bedingung

Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.
(Gal 2:20)

Deshalb sagt Jesus seinen Zuhörern:

Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“7

Mit jeder einzelnen Entscheidung um Jesu willen zu leben, zu handeln, zu reden und zu schweigen, sich die Maske umzubinden, sie abzunehmen, das Haus zu verlassen, die Gemeinschaft aufzusuchen, zu vergeben und Vergebung zu suchen, die Wahrheit in Liebe zu sagen und sie nicht um der Menschen willen zu verschweigen und vielen weiteren Entscheidungen, die sich nach diesem Satz richten, alles für Jesus und um Jesu willen zu tun, bedeutet ein weiteres Sterben des alten Menschen in uns.

Die Neuzeit hat in ihrer schonungslosen Abkehr vom Glauben an Gott die Konsequenz gezogen und das, was der unerlöste Mensch schon immer wollte und auch tat, in Worte gefasst, die uns heute wie selbstverständlich über die Lippen gehen. Wir reden von „Selbstverwirklichung“. Und dieses „Konzept für ein Leben ohne Gott“ hat auch in den Gemeinden Eingang gefunden.

Aber es ist nicht biblisch. Jesus sagt es: Wer mir nachfolgen will, der verleugne sein Selbst. Selbstverwirklichung und Selbstverleugnung sind absolut inkompatibel.

Es mag für den einen oder anderen nun eine grundsätzliche Entscheidung fällig sein. Und wir bitten dich diese Entscheidung gut zu überlegen und dann zügig zu treffen.

Wir wünschen uns, dass du dich mit uns entscheidest, alles was wir tun mit Worten oder mit Werken, im Namen Jesu und um Jesu willen zu tun und nicht für uns oder für Menschen.

Wenn wir das tun, brauchen wir uns um die Menschen, um die wir uns sorgen würden, nicht mehr sorgen, denn Jesu Willen und Wollen schließen sie mit ein.

Wenn wir alles, was wir tun, um Jesu willen tun und in Seinem Auftrag, also Seinen Auftrag immer im Blick haben, dann wird Jesus durch uns Sich auch um die Menschen kümmern, die uns am Herzen liegen.

____________________

1Röm 2:24 Denn »euretwegen wird Gottes Name gelästert unter den Völkern«, wie geschrieben steht (Jesaja 52,5).

2Matthäus 28:19+20

3Phil 2:3

4Phil. 4:8

5Math. 7:12

6Vom Impfen möchte ich hier nicht schreiben, da es dafür noch keine allgemeine Pflicht gibt.

7 Markus 8:34

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01. Mai
2021
Römer 13 Blog-Post Bild

Römer 13

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Kaum eine Stelle der Bibel wird in der letzten Zeit mehr zitiert und betrachtet als Römer 13. Und wie soll Römer 13 verstanden werden? Wie sollen wir Christen uns zu den gewaltigen Veränderungen die die Corona-Situation mit sich brachte stellen. Gibt Römer 13 da eine Antwort?

Jede Seele unterwerfe sich den übergeordneten ‹staatlichen› Mächten! Denn es ist keine ‹staatliche› Macht außer von Gott, und die bestehenden sind von Gott verordnet. (Röm 13:1)

Zuerst spricht diese Stelle sicherlich unmittelbar in die Situation der Gemeinde von Rom und den Gemeinden der Zeit der Abfassung. Aber jeder, der den Brief liest, muss auch erkennen dass er nicht zeitgeschichtlich gebunden ist und auch Römer 13 nicht alleine zeitgeschichtlich zu verstehen ist.

Zunächst einmal ist zu bemerken, dass Römer 13 von Autoritäten und Regenten spricht. Wie man in unserem V1 sieht, ist „staatliche“ in Klammern, weil es im griechischen Text nicht steht. Es geht also um gewisse Ordnungen, Regierungen. Regierungen, die nicht durch Wahl oder Übereinkunft sondern in der Regel durch das Schwert an die Macht gekommen sind.

Zu diesen Machthabern sagt Paulus: Sie sind letztlich durch Gott, Seine Zulassung oder auch Seinen Plan an die Stelle gekommen, an der sie sind. Sie sind in der Hand des allmächtigen Gottes. Und das ist für alle, die sich diesen Mächten hilflos ausgeliefert sehen, ein Trost.

Aber es ist auch eine Ermahnung an alle Gläubigen ihr Leben so zu leben, dass sie nicht in Konflikt geraten durch böses Tun.

Nun ist die Frage, was der Maßstab hier ist. Ist Böses tun das, was die Regierenden böse nennen?

Nein, mitnichten! Paulus sagt den Römern in V8, dass sie niemandem etwas schuldig sein sollen als nur zu lieben, und dass das Gebot der Liebe zu tun, das Gesetz (die 10 Gebote, V9) erfüllt. Das Gute tun ist also Gottes Gebote zu halten.

Und wenn wir diese Gebote halten, dann brauchen wir weder ein schlechtes Gewissen zu haben noch uns zu fürchten.

Dennoch gerieten die Christen, früher als ihnen lieb war, in Konflikt mit genau diesem römischen Staat, den Machthabern, denen, die in Autorität waren. Diese verlangten von ihnen, dem Kaiser zu opfern; sie verlangten von ihnen, ihren Glauben zu verleugnen. Ein direkter Konflikt mit dem 1. und 2. Gebot. Das göttliche Gute war das menschliche Böse geworden. Die Christen wurden gehasst und verfolgt.

Jesus selbst hatte seine Jünger unterwiesen:

"Er aber sprach zu ihnen: Gebt daher dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!" (Luk. 20:25)

Was war das, was der Kaiser verlangen konnte? Die Steuern. Das ist es auch, was Paulus den Römern sagt:

"Gebt allen, was ihnen gebührt: die Steuer, dem die Steuer, den Zoll, dem der Zoll, die Furcht, dem die Furcht, die Ehre, dem die Ehre!" Röm. 13:7

Was bedeutet dies nun für uns?

Wir geben also dem Staat die Steuern, den Zoll, die Furcht und die Ehre, jeweils demjenigen dem diese gebührt.

Bedeutet das, dass wir die Regierung also nicht kritisieren sollen? Bedeutet es, dass wir alles unwidersprochen hinnehmen sollen?

Selbst Paulus damals ließ nicht alles mit sich machen: Er bestand darauf, dass er als römischer Bürger behandelt wurde, der besondere Rechte hatte (Apg.22:25ff). Er ließ sich nicht von den Juden aburteilen, obwohl diese auch Autorität hatten, schließlich waren sie die Obersten des jüdischen Volkes und damit auch seine Obersten, sondern berief sich auf den Kaiser (Apg.25:11). Er kannte seine Rechte und er nutzte sie.

Es ist also wichtig für uns zu wissen, was unsere Rechte sind.

Was sind die Rechte der Bundesbürger?

Und welche Rolle spielt die Regierung darin?

Artikel 20 GG

(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.“

Der Souverän, der Regierende ist also das Volk, du und ich und viele andere wahlberechtigte Bürger.

In Artikel 1 heißt es, dass alle staatliche Gewalt dazu dienen muss, die Würde des Menschen zu schützen.

Staatliche Gewalt ist also nicht Herrschaft, sondern Dienst. Staatliche Gewalt dient dem Souverän, dem Volk.

Wenn man so will, ist das Grundgesetz und dort vor allem die Artikel 1-17 die oberste Autorität, denn darin werden die Rechte des Souveräns beschrieben, dem die staatliche Gewalt dienen soll.

Ja, der Souverän, das Volk, hat nach Artikel 17 das Recht sich durch Petitionen mit „Bitten und Beschwerden“ „an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden.“

Wenn Petitionen in der Gemeinde kursieren, dann sind sie ein legitimes Mittel der politischen, bürgerlichen Teilhabe und grundgesetzlich vorgesehen.

Und in Artikel 20 Absatz 4 heißt es sogar:

(„4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung* zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“

(*gemeint ist die Grundordnung des Grundgesetzes)

Nun ist es natürlich Ermessenssache, wer oder was die Grundordnung bedroht.

Für manchen ist der unverhältnismäßige Entzug der Grundrechte wie die Artikel 2:2 (körperliche Unversehrtheit), Artikel 3 (Gleichheit vor dem Gesetz), Artikel 4:2 (Religionsausübung), Artikel 8:1 (Versammlung), Artikel 11:2 (Freizügigkeit), Artikel 12:2 (Berufswahl / Ausübung), Artikel 13:1 (Wohnung) bedrohlich und sie möchten es nicht unwidersprochen hinnehmen. Sie leisten Widerstand oder praktizieren den zivilen Ungehorsam.

Andere sehen sich dadurch nicht eingeschränkt, weil sie das damit verbundene Ziel der Pandemieeindämmung als höheres Gut erachten.

Auch das ist Ermessenssache.

Wer verhält sich nun richtig?

Beide, denn beide folgen ihrem Gewissen und ihrer Überzeugung, die das Grundgesetz schützt.

Dem Kaiser zu geben, was des Kaisers ist, kann eben neben dem Unterworfensein unter die grundgesetzlichen Ordnungen auch das Ausnützen dieser grundgesetzlichen Ordnungen bedeuten. Wer sich für den Erhalt und Einhaltung dieser Ordnungen einsetzt, dient diesen genauso wie der, der sie durchsetzt.

 

Ich ermahne nun vor allen Dingen, dass Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, 2 für Könige und alle, die in Hoheit sind, …
(2.Tim 2:1+2a)

Fest steht, dass in früheren Jahrhunderten die Menschen ihr Leben dafür gegeben haben, dass obige Grundrechte in Verfassungen Eingang gefunden haben. Wir sollten diese gerade in Zeiten der Krisen nicht so leicht aufgeben. Sie dienen allen und wir sollten gemeinsam für die Aufhebung der Aussetzung dieser Grundrechte beten, damit auch in Zukunft Frieden in unserem Land herrscht.

Nun ist es sehr wahrscheinlich, dass unser Grundgesetz demnächst eine Veränderung erfahren wird. Kinderrechte werden hinein kommen, was dann die Elternrechte aushebelt.

Abtreibung wird zum allgemeinen Menschenrecht (Bemühungen der EU sind wieder im Gange), welches dann dem Grundrecht übergeordnet Geltung haben wird.

 

damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottselig-keit und Ehrbarkeit.

(2.Tim.2:2)

In der Konsequenz werden wir uns in einer Position finden, in der wir auch die Frage stellen müssen: Was ist das, was Gottes ist? Was sind wir Ihm schuldig?

Das biblische Menschen- und Familienbild wird mit den Kinderrechten kollidieren.

Das Recht auf Abtreibung als Menschenrecht wird uns mit dem 6. Gebot „Du sollst nicht töten“ in Konflikt bringen. Wann immer wir eine Frau ermutigen ein Kind auszutragen, verstoßen wir dann gegen dieses Menschenrecht und damit gegen das Grundgesetz.

Covid 19 wird irgendwann Geschichte sein. Der zunehmende Verlust an Einfluss der christlichen Kirchen, nicht zuletzt durch die jüngere moralische Krise und die schon lange anhaltende Glaubenskrise, die die Kirchenflucht befeuern, wird uns Christen immer mehr in eine Außenseiterrolle stellen. Der Bundespräsident entschied z.B., am 500. Jahrestag des denkwürdigen Auftritts Luthers auf dem Reichstag zu Worms einen Nationalen Gedenktag der Coronaopfer einrichten zu müssen. 1

Das bedeutet in der Konsequenz, dass wir immer mehr in einer Gesellschaft leben werden, die uns fremd wird und in der wir Fremdkörper sind. So wie dies bei Daniel, Hananja, Mishael und Asarja ca 600 v.Chr in Babylon war.

Diese Männer mussten lernen, in aller Ehrerbietung den zivilen Ungehorsam zu leben, wollten sie nicht ihren Glauben, Ihre Identität und ihre Beziehung zu Gott zu verlieren.

Sie beugten ihre Knie nicht vor der Kultur noch vor den Göttern oder Götzen noch vor den Machthabern, wenn diese von ihnen etwas verlangten, was gegen ihre Glaubensüberzeugungen ging.

In Dan. 3:17-18 lesen wir:

„Ob unser Gott, dem wir dienen, uns erretten kann - sowohl aus dem brennenden Feuerofen als auch aus deiner Hand, o König, wird er erretten - oder ob nicht: es sei dir kund, o König, daß wir deinen Göttern nicht dienen und uns vor dem goldenen Bild, das du aufgestellt hast, nicht niederwerfen werden.“

Sie taten das, was Petrus in Apostelgeschichte 5 mutig ausspricht:

„Man muss Gott mehr gehorchen als Menschen.“ (V.29)

Welche goldenen Bilder werden in Zukunft unsere Entscheidung verlangen?

  • Das goldene Bild der LGBTQ-Gesellschaft?
  • Das goldene Bild des verstaatlichten Kindeswohls?
  • Das goldene Bild des (wohlmeinenden) uns in alles hinein überwachenden (und anleitenden) Staates?

Es war für König Darius verlockend ein Herrscher zu sein, an den allein Bitten geäußert werden durften. Es ist heute verlockend der rundumsorgende Staat sein zu können. Dieser Verlockung sind z.B. bis heute die kommunistischen Staaten erlegen.

Nebukadnezars goldenes Bild war ein „Gegenentwurf“ gegen das Bild, das er in seinem Traum sah, das besagte, dass alle Reiche vergänglich sind. Er wollte ein unvergängliches Reich.

Gottes Wort spricht von der Vergänglichkeit dieser Welt. Die Menschheit in ihrer Gottesabkehr will das nicht hören und tut alles um diese vergängliche Welt zu retten. Das gegenwärtige Ignorieren des Sterbens im Alter als zum Leben dazugehörend ist nur ein Ausdruck dieser Haltung.

Gott allein hat Unsterblichkeit und Er hat durch die Auferstehung Jesu Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht und auf Ihn allein wollen wir durch ihn vereint schauen und vertrauen, egal wohin sich unsere Gesellschaft entwickeln mag.

1 08.02.2021 — Der Bedeutungsverlust der Kirchen in Deutschland zeigt sich am Gedenktag für die Corona-Opfer. (https://www.tagesspiegel.de/politik/political-animal-sind-die-kirchen-nicht-gefragt/26895068.html)

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