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01. Dez.
2022
"Ein Ort, an dem man sich wärmen kann“ Blog-Post Bild

"Ein Ort, an dem man sich wärmen kann“

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

In einer Zeit des Gebets kam mir der Gedanke, was diese Welt braucht. Und in der Vorbereitung auf den Winter beschäftigte viele Politiker das Anliegen, für die Notleidenden Orte einzurichten, an denen sie sich aufwärmen können, Hallen, die beheizt werden, wo sie, wenn nötig auch die Nacht verbringen können, um nicht in ihren ungeheizten Wohnungen zu erfrieren.

Menschliche Wärme

An Weihnachten kommt normalerweise die Familie zusammen und man genießt es, die menschliche Nähe und Wärme zu erleben.
Wir haben in der Corona-Zeit erlebt, wie das Klima zwischen den Menschen frostig bis bitter kalt geworden ist, und das leider auch zwischen Christen. Fast jede Gemeinde hat dies erlebt, zu unser aller Erschrecken.
Nun ist es so, dass in Krisenzeiten viel geleistet wird, man aber selten alles richtig macht.
Der frühere Gesundheitsminister Spahn sagte im Frühsommer 2020, dass eine Zeit kommen wird, wo wir uns vieles zu verzeihen haben werden. Inzwischen, so scheint es, haben wir wieder einen gewissen Grad der Normalität erreicht, sodass das Nachdenken darüber, was wir uns zu verzeihen haben, beginnen könnte. Aber mancher tut sich schwer dabei.
Und so bleibt eine Restkälte, die nicht mehr weggehen wird. Und sollte es, was Gott verhüten möge, zu Gas- und Stromknappheit kommen, wird mit Sicherheit die Kälte nicht nur in den Wohnungen, sondern auch in den Herzen zunehmen.
Gemeinde könnte, ja sollte ein Ort sein, an dem von menschlicher Kälte nichts zu spüren ist, wo doch die Liebe Gottes durch den heiligen Geist in unsere Herzen ausgegossen ist.
Kälte zieht ein, wo nicht vergeben wird, man den Anderen nicht höher achtet als sich selbst und ihn nicht annimmt, wie er ist. Wo das Ich wichtiger ist als das Wir.

Ein Ort der Wärme

Jesus, dessen Geburtstag wir bald wieder feiern, kam um in einer dunklen, kalten, herzlosen Welt ein Licht und ein Feuer anzuzünden. Und Er wurde angekündigt als der, der mit Feuer und mit dem Hl. Geist taufen würde.

Wenn wir Jesus als Herrn haben und die Taufe mit dem hl. Geist erlebt haben, dann sollten, ja müssen wir in der Lage sein, gemeinsam als Regiogemeinde Weil einen Ort zu schaffen, an dem Menschen nicht nur einen warmen Ort, sondern einen Ort der menschlichen Wärme vorfinden, einen Ort finden, der zu ihrer Heimat, zu ihrer Familie werden kann.

Die kommende Kälte

Denn sind wir realistisch: Das Klima in der Welt mag wärmer werden, aber das Klima in den Menschen und zwischen den Menschen wird mit Sicherheit nicht wärmer, wenn die Mittel, die Ressourcen und die Räume, in denen man leben kann, immer knapper werden.

Bin ich ein Pessimist, wenn ich das so schreibe?

Nein, denn das ist es, was Jesus über die Zeit, die vor den Jüngern lag, sagte, dass die Liebe in vielen erkalten würde, es also zwischen den Menschen frostiger würde.

Jesus sagt dies im Zusammenhang mit Seiner Endzeitrede und Er sagt: „ ...und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe der meisten erkalten;“ (Math. 24:12)

Nun könnte man sagen: Aber wir leben doch nicht in einer Gesetzlosigkeit. Wenn Gott von Gesetztlosigkeit redet, dann meint Er ein Situation, in der das Gesetz, das Er in die Herzen der Menschen geschrieben hat, und das Er im Detail dann Seinem Volk gab, keine Gültigkeit haben wird.

Es geht also nicht um irgendein Gesetz, sondern um Sein Gesetz, Sein universal geltendes Gesetz.

Die Liebe sei ungeheuchelt! Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten!“ (Röm. 12:9)

Es ist nicht zu übersehen, dass die biblische Werte und Ordnungen so wie sie über Jahrtausende unsere Kultur und Lebensweise geprägt haben, binnen weniger Jahrzehnte verschwunden sein werden.

Der Wert des Lebens, die Keimzelle der Gesellschaft, die Familie mit Mann und Frau als sich entsprechende Garanten der menschlichen Fortexistenz, wird mit allen Mitteln bekämpft. Durch den Verlusst des absoluten Wahrheitsbegriffes ist es möglich beliebige menschliche Lebensentwürfe zu leben und nicht nur Toleranz sondern Akzeptanz einzufordern.

Die Konsequenz all dessen werden nicht glücklichere, sondern kaputtere Menschen sein, die als Opfer einer wie ein eisiger Orkan über sie hinwegfegenden Kulturrevolution verweist zurückbleiben werden.

Unsere Berufung

Die mit Weihnachten gefeierte Ankunft des Messias sollte, wollte und muss diesem Elend begegnen. Wir sind der Leib dieses Messias, dieses von Gott mit dem Heiligen Geist getauften und mit Heiligem Geist taufenden HERRN Jesus Christus.

In der Bruderliebe seid herzlich zueinander, in Ehrerbietung einer dem anderen vorangehend; im Fleiß nicht säumig, brennend im Geist; dem Herrn dienend.“
(Röm. 12:10-11)

Wir sind berufen, das Feuer des Heiligen Geistes, das reinigt, aber auch wärmt, mit uns in unsere Umwelt zu tragen.

Wir sind berufen, in einer uns selbst hingebenden Weise, Gottes Liebe, die er so verschwenderisch in unser Leben ausgegossen hat, in das Leben unserer Mitmenschen fließen zu lassen. Denn das ist die einzige Realität, die die Finsternis und die Kälte dieser Welt überwinden kann, weil sie diese in Jesus Christus schon überwunden hat.

Wenn es irgend möglich ist, dann lasst uns Weihnachten 2022 zum Anlass nehmen, unsere Wohnungen und Häuser für einander, für unsere Bekannten, auch die schrägen, die schwierigen, die anspruchsvollen oder die die es nicht erwidern können zu öffnen.

Lasst uns die Liebe Gottes anfangen zu praktizieren, indem wir alles, was wir zu verzeihen haben, verzeihen, dass keine bittere Wurzel aufwächst und uns unfähig zum Lieben macht.

Lasst uns, wo wir effektiv schuldig geworden sind, um Verzeihung bitten und Versöhnung suchen.

Lasst uns dem Anderen Gutes tun, ohne es zurückzuerwarten (wenn das alle tun, dann wird jeder beschenkt).

Wenn es uns als Gemeinde braucht, dann jetzt umso mehr, umso stärker, umso leidenschaftlicher, umso brennender im Geist.

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01. Okt.
2022
"Feststehen“ Blog-Post Bild

"Feststehen“

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Am 31.10. wollen wir uns gemeinsam wieder mal an eine der wesentlichen Errungenschaften für uns evangelische Christen erinnern – an die Reformation vor 505 Jahren. Einer der Kernwerte der Reformation war und ist das „sola scriptura – allein die Schrift“. Damit war gemeint, dass allein die Schrift für Glauben und Leben als Maßstab gelten sollte im Unterschied zu allen anderen menschlichen Meinungen, Konzil- und Papstbeschlüssen. Heute müsste man hinzufügen „im Unterschied zu allen Äußerungen des Zeitgeistes und der dadurch angestoßenen kulturellen und gesellschaftlichen Veränderungen.“

Neulich hatten wir als Leiter der Relatinalmissiongemeinden in Deutschland ein Treffen mit Maurice, in dem er uns allen anhand von Epheser 6:10+11 ans Herz legte festzustehen. Er sagte uns, dass wir fest stehen sollten auf dem Wort Gottes und den Bekenntnissen der alten Kirche.

Er erinnerte daran, dass die Waffenrüstung Gottes mit ihren sechs Teilen nur eine (Verteidigungs-) Waffe hat: das Schwert des Geistes, das Wort Gottes. Wenn wir erlauben, dass diese Waffe stumpf wird, dann geben wir unsere Fähigkeit auf uns zu verteidigen. Nun stellt sich die Frage: Ist diese Waffe in unseren Händen scharf oder stumpf?

Wie sehr beschäftigen wir uns selbst mit dem Wort Gottes, dessen Verfügbarmachung für alle Menschen eine direkte Auswirkung der Reformation war?

Denn in der Reformation wurden auch Anstrengungen unternommen, dass Schulen eingerichtet wurden, damit die Menschen lesen und schreiben lernen konnten, um das alles entscheidende Wort Gottes selbst lesen und hören zu können.
Wenn Maurice uns auffordert im Wort und in den Bekenntnissen fest zu stehen, was bedeutet das für uns als Regiogemeinde?
Wie viel Zeit geben wir dem Wort Gottes, Glauben und Leben zu bestimmen?
Wir haben im Gottesdienst vom 04.09. über Jüngerschaft gesprochen und darüber, dass es Aufgabe der Jünger ist, alles, was Jesus uns anvertraut hat in Seinem Wort, zu bewahren, in dem Sinne, dass wir es in seiner gesamthaften Gültigkeit bewahren.

Jeder von uns hat täglich 24 Stunden zur Verfügung. Wie viel dieser Zeit verbringen wir im Wort Gottes?

Wie viel davon lassen wir uns durch Internet, Rundfunk, Fernsehen, Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Arbeit, Schule, Studium, Freunde, Familie prägen? Denn alles, was wir aufnehmen, prägt uns in der einen oder anderen Weise.

Wenn wir über Jüngerschaft reden, dann reden wir zunächst einmal über Jüngerschaft in der Gemeinde. Wem hören wir in der Gemeinde zu?

Oder hören wir überhaupt in der Gemeinde jemandem zu? Sind wir vielleicht nur noch in den youtubechanneln aller möglichen Lehrer unterwegs?

10 Schließlich: Werdet stark im Herrn und in der Macht seiner Stärke! 11 Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Listen des Teufels bestehen könnt!“
(Eph. 10+11)

Als Älteste dieser Gemeinde wollen wir sowohl den Auftrag Jesu, den Er uns im Missionsbefehl gegeben hat, als auch die Ermahnung von Maurice, den uns Jesus als apostolischen Leiter gegeben hat, ernst nehmen.

Wir wollen, soweit es an uns liegt, sicher stellen, dass wir alle gemeinsam feststehen auf dem Wort Gottes.

Wie können wir das besser tun in einer Zeit, in der wir als örtliche Leiter in einem immer größer werdenden Konkurrenzkampf mit den lauten Stimmen des Internets stehen?

Wie können wir das tun in einer Zeit, in der wir scheinbar mit einer immer kürzer werdenden Aufmerksamkeitsspanne der Zuhörer in den Gottesdiensten kämpfen und in der wir gegen die spezialeffektüberladene Unterhaltungsindustrie antreten?

Wie können wir das, wenn allerorten die biblischen Werte aufgegeben oder aber so verfremdet werden, dass sie kaum noch als solche erkannt werden können?

Wie können wir feststehen, selbst wenn wir zunehmend in den öffentlichen Blickpunkt geraten, wenn wir an den biblischen Werten festhalten entgegen dem Zeitgeist und den von ihm beeinflussten Gesetzen?

Da gab ich sie dahin in die Verstocktheit ihres Herzens. Sie wandelten nach ihren Ratschlägen.“
(Ps 81:13)

Psalm 81 ist ein Psalm, den der Lobpreisleiter Asaph geschrieben hat. Asaph wurde von David eingesetzt und hat sehr wahrscheinlich auch noch in der Zeit seines Sohnes Salomo gedient.

Salomos Regierungszeit war gekennzeichnet von einem unglaublichen Aufstieg, einer Ausdehnung des Reiches Israel über seine Grenzen hinaus, mit vielen Vasallen und Bündnissen in die ganze damalige Welt. Das Ergebnis: Es wurde zur Handelsdrehscheibe im Nahen Osten und unermesslicher Reichtum häufte sich an. Dies war der menschlich klugen Politik Salomos geschuldet. Aber diese Politik führte zum Niedergang dieses lokalen Großreiches nach Salomos Tod. Was war die Ursache? Salomos unglaubliche Vielweiberei und die damit verbundene Vielgötterei. Denn jede seiner Frauen, durch die er sich mit ausländischen Herrschern verband, brachte ihren Gott mit, dem auch Salomo diente.

Salomos Bündnis- und Multikultipolitik machte sein Reich groß - und brachte es auch zu Fall. Denn der Gott Israels, der Gott der Bibel, ließ es Salomo nicht durchgehen, dass dieser durch sein Verhalten das Volk zum Götzendienst verführte und Gottes universalen Anspruch auf Sein Volk und die Welt negiert wurde.

Asaphs Psalm hat 4 Teile:

V2-8: Die Aufforderung Gott zu loben und anzubeten, und warum man dies tun soll.

V.9-11: Ermahnung bei Ihm, dem Gott ihrer Befreiung und ihres Heils zu bleiben.

V.12-13: Die Feststellung, dass das Volk sich nicht ermahnen ließ und Gott sie dahin gegeben hat in ihre eigene Entscheidung. [vgl. Römer 1)

V.14-17: Gottes Sehnsucht danach, dass es umkehrte und Er es mit Seinem ganzen ewigen Reichtum segnen könnte.

Gott hatte sie also in die Verstocktheit ihres Herzens dahingegeben und sie mussten nach ihrem eigenen Rat leben und die Konsequenzen kamen dann über alle - auch über die Frommen.

Asaph verfasst den Psalm möglicherweise in dieser Zeit und lässt ihn im Gottesdienst singen, um das Volk, das noch in den Gottesdienst geht, an Gottes Anspruch und Absicht zu erinnern.

Asaph bleibt standhaft bei seinem Gott und dessen Wort, auch wenn der Mainstream sich davon abgewandt hat, auch wenn die dunklen Wolken am geistlichen Horizont schon heraufziehen.

Wer die Entwicklungen der letzten Jahre anschaut, der stellt fest, wie sich das "Dahingegebensein in den eigenen Rat" auch bei uns immer katastrophaler auswirkt.

Die Situation, in der sich die westliche Welt befindet, ist nicht durch den Ukraine-Krieg entstanden. Der Ukraine-Krieg hat das Fass, das sich gefüllt hatte, nur zum Überlaufen gebracht.

Was ist die Antwort auf diese Krise, in der sich unsere Welt befindet?

Es ist dieselbe wie die, die wir auch in unserem Psalm sehen und die sich in der Geschichte Israels immer wieder findet.

Umkehr zum Gott der Bibel!

Unterordnung unter Seinen Anspruch, der allein wahre und lebendige Gott zu sein und unter Seinen Willen, der sich in Seiner Selbstoffenbarung als einzig wahren Erlöser zeigt.

Maurice verglich in seiner Botschaft die Situation der westlichen Welt mit dem Verhalten des jüngeren Bruders im Gleichnis vom verlorenen Sohn. Die westliche Welt hat Gott für tot erklärt und sich von Ihm abgewandt. Der Westen wird lernen, was es heißt, den Gott der Bibel zu verlassen und im Elend zu landen.

Was ist die Aufgabe von uns Christen?

Maurice sagte, dass wir die Rolle des Vaters haben, der da, wo ihn der Sohn verlassen hatte, wartete bis der Sohn zurückkam. Wenn wir den Platz verlassen und dem Sohn hinterherlaufen, dann wird er keinen Ort haben, wohin er zurückkommen kann. Unsere Aufgabe ist es also festzustehen auf dem Wort Gottes und den Bekenntnissen der alten Kirche und nicht dem Zeitgeist hinterherzulaufen, dem Mainstream, der Versuchung zu sein wie alle anderen.

 
Foto von life._.kor: https://www.pexels.com/de-de/foto/mann-strand-wald-see-13504670/

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01. Sep.
2022
Jüngerschaft Blog-Post Bild

Jüngerschaft

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Wir haben festgestellt, dass das Thema Jüngerschaft in der Regiogemeinde Weil über eine gewisse Zeit in Vergessenheit geraten ist und daher wollen wir uns damit in der nächsten Zeit befassen.

Warum ist Jüngerschaft so wichtig?

Thomas schreibt dazu:

Als ich frisch zum Glauben gekommen bin, hatte ich jemanden, mit dem ich mich über alles austauschen konnte.
Ich überflutete ihn mit Fragen. Ich vertraute ihm, dass er es für sich behält und dass es keine dummen Fragen gab.
Er konnte mir aus seinem Erfahrungsschatz mitteilen, passende Bibelstellen sagen oder Bücher empfehlen.
Mit der Zeit lernte er auch mich immer besser kennen und konnte mich auf Dinge aufmerksam machen. Sicher auch mit Unterstützung des Heiligen Geistes. Er forderte mich auf, Geistesgaben auszuprobieren und zeigte mir, wie man betet.

Er war wie ein großer Bruder für mich.
Und wurde wie ein Teil seiner Familie. Dort durfte ich miterleben, wie ein christliches Ehepaar miteinander umgeht und Kinder erzieht.“

Wie sah das bei Eugen aus?

Ich  war knapp 15, als mich Jesus rettete und mein Leben mit ihm begann. Auf einer Freizeit, die der Pfarrervertreter (Jugendreferent) unseres Dorfes mitorganisiert hatte, war das geschehen. Nun nahm er mich zu allen möglichen Schulungen, Wochenenden etc. mit um mich mit anderen Christen meines Alters und darüber zusammenzubringen. Er startete mit seiner Frau, mir und einer anderen jungen Frau, einen Hauskreis und so wuchs ich in die neue Gemeinschaft hinein, die bald, obwohl in der Landeskirche angesiedelt, als Sekte verschrieen war.

Und als er die Volksmenge samt seinen Jüngern herzugerufen hatte, sprach er zu ihnen: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach!“
(Mark 8:34)

Aber ich lernte hier, was es heißt, Christ zu sein, täglich in der Bibel zu lesen, „Stille Zeit“ zu machen und zu beten. Bald wurde ich mit Aufgaben im Kindergottesdienst betraut, sollte eine Jungschar beginnen und später einen Jugendkreis leiten. Ich lernte durch das, was ich bei dem Jugendreferenten sah, Verantwortung zu übernehmen, zu organisieren und Hand anzulegen, wenn es z. B. darum ging Bezirksjugendtreffen zu organisieren. Es fühlte sich gut an, dass jemand einem etwas zutraute und auch sein Leben mit einem teilte, selbst wenn dieser andere deutlich älter war als man selbst.“

 

Jürgen schrieb zum Thema Jüngerschaft:

Wenn ich an Jüngerschaft denke, dann fallen mir zuerst die 12 Jünger ein, mit denen Jesus ganz direkt und viel unterwegs war. Natürlich waren da auch die weiteren Nachfolger, die er hatte, aber eben – an diese denke ich zuerst. Jesus lud sie einfach ein, mit ihm mitzulaufen – nicht als Mitläufer, sondern um von ihm zu lernen und es nachzumachen, was er ihnen vormacht. Das war eine Lebensgemeinschaft über ein paar Jahre. Jesus war mit ihnen völlig transparent. Als ich als Teenager zum ersten Mal von Jüngerschaft hörte, da ging es um das gemeinsame Durcharbeiten eines Heftes, in dem ich als junger Christ lernte, was es heißt, als Christ zu leben. Das war auch gut, aber heute sehe ich das eher als Teil einer Jüngerschaftsbeziehung, wenn auch einen wichtigen. Aber eigentlich wünsche ich mir Jüngerschaftsbeziehungen, in denen wir von anderen Gemeindegeschwistern lernen, indem wir ihnen in ihren Lebenssituationen über die Schulter blicken dürfen und so von ihrer Lebenserfahrung, ihrer geistlichen Reife, ihrer Weisheit profitieren. Jüngerschaft als „Mitlaufen“ in diesem Sinne. Und umgekehrt gibt uns Jesus klar den Auftrag, Jünger zu machen. Dass er das tut, zeigt mir auch, dass er das jedem von uns Jüngern zutraut. Wir haben alle etwas weiterzugeben. Wir fühlen uns nicht immer so, aber als Jünger Jesu haben wir seinen Geist in uns und wir wachsen seit unserer Bekehrung unaufhaltsam und sein Geist macht uns immer Jesus-ähnlicher. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir alle vieles weiterzugeben haben und dass wir selbst viel Segen erleben, wenn wir anfangen, das auch zu tun. Wir entdecken plötzlich viel klarer, was Jesus alles schon in uns getan hat und das ermutigt nicht nur die, die uns nachfolgen, sondern auch uns selbst.

Das möchte ich für mich und für uns alle sehen und erleben.“

 

David hätte gerne etwas dazu geschrieben, aber er war mit der KiwoH und der nächsten Predigt beschäftigt, wird sich aber in der Predigt am 4.9. noch dazu äußern.

Wie soll Jüngerschaft also aussehen?

In unseren Beiträgen haben wir schon etwas von dem angedeutet, was Jüngerschaft bedeutet. Jesus hatte etwas, was er seinen Jüngern weiter geben wollte. Er teilte es ihnen dadurch mit, dass Er Sein Leben und Seine Gedanken und Handeln mit ihnen teilte, sie mit hineinnahm.

Denn ich habe euch ein Beispiel gegeben, dass auch ihr tut, wie ich euch getan habe.“
(John 13:15)

Jemandes Jünger sein bedeutet also von jemandem, der erfahrener ist, mehr weiß, mehr kennt und versteht, als man selbst, lernt durch Zusehen, Zuhören und dann Praktizieren des Gelernten.

Manchmal geschieht das unwillkürlich. Spätestens dann wird uns dies klar, wenn wir in einer Situation sind, in der wir uns überlegen: „Wie hätte wohl „Soundso“ das gemacht?“ Und dann erinnert man sich an die Worte und die Art und Weise wie „Soundso“ es machte und weil man eine Hilfe, eine Anleitung braucht, macht man es so wie „Soundso“ es machte und macht seine eigenen Erfahrungen damit.

Manches können wir übernehmen und manches nicht.

Warum?

Weil wir unterschiedlich sind in unserem Charakter und unserer Begabung. Es so wie „Soundso“ zu machen, würde uns nicht entsprechen, es würde nicht zu uns passen und da müssen wir das Prinzip verstehen und nicht einfach kopieren. Das ist dann die angewandte Lehre.

Mir ist das sehr oft so am Anfang meines Dienstes in der Regiogemeinde mit meinem Vorgänger ergangen. Bis ich dann meinen eigenen Weg fand, Dinge zu tun und anzugehen.

Wie Jürgen es schon erwähnt hat, haben wir alle etwas an andere weiterzugeben. Besonders dann, wenn wir es mit Menschen zu tun haben, die noch nicht so lange im Glauben sind, oder gerade an der Schwelle, sich für den Glauben zu öffnen. Wir können sie anleiten, ihnen vorangehen.

Wenn wir also andere zu Jünger machen, wie Jesus uns das aufträgt, dann beginnen wir mit denen, die Jesus noch nicht kennen. Wir nehmen sie in ein Leben des Glaubens hinein und wenn sie Schritte des Glaubens tun und ihr Leben für Jesus öffnen, dann leiten wir sie in diesem neuen Leben weiter. Denn wir haben schon manches gelernt, was sie noch nicht wissen.

Das ist nicht arrogant oder besserwisserisch, es ist biblisch.

Und wenn wir schon Christen sind, dann gibt es möglicherweise Dinge, die wir noch nicht wissen, die wir lernen möchten, worin wir wachsen möchten, und wir bitte Menschen, die uns voraus sind, uns mitzunehmen und lernen von ihnen.

Wir haben beide Arten, wie es zur Jüngerschaft im Leben Jesu kam. Da waren die Jünger, die Jesus berief und da waren die, die zu Ihm kamen und Ihn baten Teil Seines Lebens werden zu dürfen.

Das bedeutete für Jesus, was Jürgen schon ansprach, dass Er Sein Leben völlig transparent vor Seinen Jüngern lebte und das würde es auch in der Gemeinde bedeuten.

Wir würden unser Leben, unsere Familien, unsere Häuser / Wohnungen füreinander öffnen und unser Leben, unseren Dienst, unser Arbeiten miteinander teilen.

Dazu möchten wir euch einladen.

Wenn ihr denkt, dass ihr jemandem etwas weiter geben könnt dann ruft ihn in die Jüngerschaft. Wenn ihr denkt, dass ihr in einem Bereich von jemandem etwas lernen wollt, dann fragt ihn: Darf ich bei dir lernen. Und dann lasst uns auf die Reise gehen und Jünger Jesu werden, die Jünger machen, die Jünger machen, die Jünger machen, die …

 

Foto von freebibleimages.org

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01. Aug.
2022
"Treue-Verbindlichkeit“ Blog-Post Bild

"Treue-Verbindlichkeit“

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Im Januar 2014 starb der Japaner Onada im Alter von 91 Jahren. Was war an ihm so besonders?

Erst 29 Jahre nach Weltkriegsende legte er seine Waffen im Philippinischen Dschungel nieder. Er war dem Befehl gefolgt „sich niemals zu ergeben und bis zum Eintreffen von Verstärkung die Stellung zu halten.“ Auf Flugblätter, auf denen das Kriegsende verkündet wurde, reagierte er nicht. Erst 1974 als ihm sein Vorgesetzter befahl, die Waffen niederzulegen ergab sich Onoda.

War das Sturheit, Fanatismus, oder Gehorsam dem Befehl gegenüber? Man kann’s letztlich nicht sagen.

Aber es ist auf alle Fälle ein Bild dafür, was es heißt, an etwas dran zu bleiben und nicht aufzugeben.

Er glaubte nicht den Flugblättern, denn die konnten ein Trick des Feindes sein. Er vertraute letztlich nur seinem Vorgesetzten.

Und auch das kann eine Illustration für uns sein. Denn der Feind, unser Feind, will uns ständig klar machen, dass es nichts bringt Gottes Befehl treu zu sein, dass sich Seine Befehle und Ansichten inzwischen geändert haben und wir den Kampf aufgeben sollen.

Ist Kampf überhaupt ein christlicher Wert?

Neununddreißig mal spricht die Luther-Übersetzung allein im Neuen Testament von Kampf oder Kämpfen. Dabei werden Boxkampf, Ringkampf, Krieg, Kampf mit einem Gegner, strategisch Krieg führen als griechische Begriffe verwendet.

Das überwältigende Bild ist, dass das Christenleben wie ein Kampf, ein Kampf in einer Rennbahn ist und oft die Mitkämpfenden oder gegen uns Kämpfenden geistliche Wesen sind, nicht Menschen, dass wir also nicht gegen Menschen (die Bibel spricht da von „Fleisch und Blut“) kämpfen. Manchmal ist es auch ein Kampf gegen uns selbst, gegen den alten Menschen in uns, der uns zur Sünde verleiten will und oft ist es auch direkt ein Kampf gegen die Sünde. In Heb 12:4 lesen wir:

Ihr habt im Kampf gegen die Sünde noch nicht bis aufs Blut widerstanden.“
(Hebr. 12:4)

Jeder, der bei einem Wettkampf antreten will, weiß, dass ohne Training, Selbstüberwindung und Selbstverleugnung kein Sieg zu erringen ist.

Wenn also unser geistliches Leben im Sieg enden soll, dann gehört genau das dazu.

Der japanische Soldat sah nicht den Sieg seines Landes. Wir haben den Sieg schon vor Augen, bevor wir anfangen zu kämpfen. Denn den eigentlichen Sieg, den hat Jesus errungen. Und Er hilft uns, in diesem Sieg auch unseren persönlichen Sieg zu erleben.

Was es braucht, ist unsere Treue Ihm und Seinem Befehl gegenüber. Über die Treue haben wir uns auch in der vergangenen Predigtserie Gedanken gemacht.

Es ist natürlich, dass wir bei Treue zuallererst an die Beziehung von Mann und Frau denken. Aber Treue meint viel mehr. Treue soll zuallererst die Beziehung zu unserem Gott kennzeichnen, denn Er ist treu uns gegenüber.

Zum Thema Treue gehört das Thema Verbindlichkeit.

Die Treue bindet uns, macht uns verbindlich. In der Beziehung bei Mann und Frau mündet diese Verbindlichkeit in die Ehe.

In Bezug auf Jesus und Seine Gemeinde verbindet uns Jesus mit sich, mit Seinem Leib. Nicht umsonst ist das Bild der Ehe in Epheser gedeutet als ein Bild für Jesus und die Gemeinde.

In der Ehe sind wir in Tat und Wahrheit einander treu in guten wie in schlechten Zeiten. Wir halten zueinander, wenn es Krisen gibt, wenn Missverständnisse sich eingeschlichen haben, wenn unser Zusammenleben Alltag geworden ist, das Prickeln mal nicht da ist und die alltäglichen Aufgaben die Romantik in den Hintergrund drängen.

Wir sind für den Anderen verlässlich, halten uns an Abmachungen und Verabredungen.

Aber wir arbeiten auch an der Beziehung, sodass die Freude und die Liebe, so sie etwas weniger geworden sind, wieder entfacht werden.

In der Ehe lernen wir tagtäglich uns selbst zu verleugnen und für den Anderen zu leben, ebenso soll es auch in unserer Beziehung zu Jesus und Seiner Gemeinde sein.

Einer der Werte der Regiogemeinde ist Verbindlichkeit: wir sind verbindlich in dem, was uns als Gemeinde wichtig ist. Die gemeinsamen Gottesdienste, die Zugehörigkeit zu einer Kleingruppe, die Verbindlichkeit in unseren Diensten. Das macht Gemeindeleben lebbar und lebendig.

Über die erste Gemeinde lesen wir in Apg 2:42

Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten.“
(Apg 2:42)

Und weiter heißt es V46+47 „Täglich verharrten sie einmütig im Tempel und brachen zu Hause das Brot, nahmen Speise mit Jubel und Schlichtheit des Herzens, lobten Gott ...“ Die Konsequenz war„ … und hatten Gunst beim ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich hinzu, die gerettet werden sollten.“

Diese Verbindlichkeit hatte Auswirkungen auf die Gemeinde und auf ihr Umfeld.

Manchmal wollen wir etwas kopieren, um dieselben Resultate zu bekommen, so als ob es ein mechanisches Prinzip wäre.

Aber das Verhalten der Gemeinde in Jerusalem war all das, was dem Willen Gottes entsprach, war das normale Gemeindeleben. Hier ist kein spezieller Trick oder besonderes Geheimnis dahinter.

Eine Gemeinde, die verbindlich lebt und handelt, wird die Frucht hervorbringen, die eine gesunde Gemeinde hat.

Verbindlichkeit bedeutete und bedeutet bis heute, dass man Prioritäten setzt. Was sind die wichtigsten Dinge im Leben eines Christen?

Wir priorisieren in unserem Zeitmanagement die Dinge die uns am wichtigsten sind.

Wenn wir die Zeit, die wir haben, als einen Eimer betrachten, der für alle gleich groß ist, dann hat dieser Eimer ein bestimmtes Volumen. Wenn wir die wichtigsten Dinge, die großen Brocken zuerst hineinlegen, dann sind die schon mal im Eimer. Aber dann ist zwischen den Brocken noch Raum und da legen wir die Dinge hinein, die kleiner sind, nicht die erste Priorität haben und danach kommen die noch kleineren etc.

Wie der Sand, der zwischen große Steine rieselt, finden auch die anderen, geringer wichtigen Dinge noch Platz. Und am Ende hat viel mehr in unserem Leben Platz als wir dachten.

Was also würdest du zuerst in den Eimer packen? Wo liegt deine Verbindlichkeit?

Jesus sagt in Math 6:33 „Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit! Und dies alles wird euch hinzugefügt werden.“ Mit „dies“ ist Essen, Trinken, Kleidung, also die notwendigen Dinge des täglichen Lebens gemeint (vgl. V.31)

Das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit kommen also zuerst in den Eimer, alles was das Reich Gottes umfasst, was immer das auch in unserer jeweiligen Situation sein mag.

Verbindlichkeit beginnt also in der Planung, in der Entscheidungsfindung und wirkt sich dann im Alltag aus.

Immer wieder stellen wir fest, dass uns Termine durch die Lappen gehen, die dann ausfallen und Dinge nicht geschehen, nicht gelernt werden, nicht angesprochen werden, die notwendig gewesen wären, und die dann das Vorwärtsgehen bremsen.

Wir möchten uns alle mit diesem Artikel erinnern, dass wir gemeinsam unterwegs sind, und nur, wenn wir auch gemeinsam verbindlich sind, also miteinander verbunden sind, dann können wir auch gemeinsam vorwärtsgehen, was wir ja alle wollen. Wir wollen wachsen in Qualität und Quantität, wir wollen zu Jesus hinwachsen und wollen auch zur vollen Statur, zur Vollzahl, wachsen.

Wir wollen miteinander Jesus erleben und teilen“, das ist ja unser Vision-Statement. Das wird nur mit hingebungsvoller Verbindlichkeit möglich sein, wozu wir uns alle neu einladen möchten, gerade auch in die Ferienzeit hinein und darüber hinaus.

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01. Juni
2022
"Welche Werte gelten noch?“ Blog-Post Bild

"Welche Werte gelten noch?“

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Wenn der Krieg in der Ukraine eines deutlich machte, dann die Tatsache, dass Werte wieder neu überdacht werden müssen. Manche Utopie hat sich in den letzten Monaten und Jahren in nichts aufgelöst. Die Utopie vom globalen Dorf entschwindet und die des sich immer höher entwickelnden Menschen zu immer edleren Idealen und daraus resultierenden Handlungen ebenso.

Es ist, als ob wir aus einem allzu schönen Traum aufgewacht sind.

Dabei fragt man sich, wie es kommt dass z.B. unsere grünen Minister deutlich entschiedener sich für schnelle militärisch materielle Hilfe für die Ukraine ausgesprochen haben als ihre sozialdemokratischen Regierungspartner.

Wer sich an die rotgrüne Regierung unter Kanzler Schröder erinnert kann sich auch noch erinnern, dass es der damalige Außenminister Joschka Fischer war, der „den ersten deutschen Kriegseinsatz nach dem Zweiten Weltkrieg,“1 rechtfertigte „als sich deutsche Truppen am Einsatz der NATO im Kosovokrieg beteiligten“2.

Was waren die Gründe? Seine Werte!

In seiner Rede vor dem Sonderparteitag der Grünen am 13.5.99 sagte er: „Auschwitz ist unvergleichbar. Aber ich stehe auf zwei Grundsätzen, nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus. Beides gehört bei mir zusammen.“3

Diese hier zitierten Werte hatten Konsequenzen und haben wohl auch in der Ukraine ihre Auswirkungen, wenn auch die Akteure nun andere sind.

Werte haben immer Auswirkungen, ob wir uns ihrer bewusst sind oder nicht. Daher ist es umso wichtiger uns ihrer bewusst zu werden. Das heißt, uns bewusst zu werden, welche Werte wir haben, ob wir sie haben wollen, und wenn nein, durch welche wir sie dann ersetzen wollen?

Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, ...
(Röm.12:2a)

Paulus sagt in Römer 12:2, dass wir verändert werden sollen durch die Erneuerung unseres Sinnes, unseres „Nous“. „Nous“ kann „der Verstand, Intellekt, Verständnis, Verstandesvermögen, Urteil, Meinung, Gefühl, Gedanke, Vorstellung, ständiger Geisteszustand, Gemütsverfassung“ bedeuten. Wir sollen also in unserem inneren Wesen, was letztlich verantwortlich für unser Handeln ist, erneuert werden.

Wie passiert das? Wie bekommen wir ein erneuertes inneres, eine erneuerte Gedanken- und Gefühlswelt?

Paulus spricht im Galaterbrief von einem Vorher und Nachher. Von einem Leben aus dem nicht erneuerten Menschen und einem Leben aus dem erneuerten.

In Galater 5:19-21 lesen wir: „19 Offenbar aber sind die Werke des Fleisches; es sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, 20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Zornausbrüche, Selbstsüchteleien, Zwistigkeiten, Parteiungen, 21 Neidereien, Trinkgelage, Völlereien und dergleichen.“

Wenn man sich unsere Welt anschaut, dann wird man genau diese Lebensäußerungen erleben. Paulus sagt dann, dass wer so lebt, wer sein Leben auf diese Weise führt, Gottes Reich nicht erben wird, keinen Zutritt haben wird.

Dagegen stellt er dann etwas anderes: „22 Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, 23 Sanftmut, Enthaltsamkeit.“

Paulus meint hier aber nicht die Anstrengungen unseres menschlichen Geistes, sondern die Auswirkung des Geistes Gottes in uns und des geistlichen Menschen in uns, der unter der Anleitung des Heiligen Geistes diese Frucht in uns hervorbringt.

In unserer nächsten Predigtserie wollen wir uns intensiv mit diesen unterschiedlichen Aspekten des Lebens im Geist und durch den Geist befassen, weil wir als Älteste denken, dass wir wieder neu über diese „Werte“ in unserem Leben nachdenken sollen. Sie sind ja grundlegend für unser Denken und Handeln.

dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
(Röm 12:2b)

Wir möchten Euch einladen, mit uns diese Themen gründlich anzuschauen in den Gottesdiensten, die sich vom 5.6-17.7 in der Themenreihe „Der heilige Geist und seine Frucht“ damit befassen.

Wenn du dich aber fragst, wie du denn vom „Vorher zum Nachher“ kommst, möchte ich dir kurz erklären wie, man ein neues Leben bekommt.

Jeder von uns ist nicht nur zur Sünde fähig, sondern muss sündigen, weil er nicht anders kann. Z.B. muss man keinen Menschen das Lügen lehren. Das kann jeder. Warum? Weil wir eine durch die Sünde verdorbene Natur haben. Jesus Christus, der ewige Sohn Gottes kam, um uns von dieser Natur zu erlösen. Er hat unsere Sünde auf sich selbst geladen und ist für uns, also an unserer Stelle gestorben.

Weil Er nicht im Tod festgehalten werden konnte, denn Er hatte selbst keine Sünde getan, stand Er von den Toten auf und ist in den Himmel gefahren. Dort hat Er sich zur rechten Seite des himmlischen Vaters gesetzt und Dieser hat Ihm die Macht gegeben über alles zu herrschen. Und Jesus tut das und hat uns und unser Wohl immer im Blick.

Wenn du Jesus erlaubst, dass Er dir deine Sünde abnimmt, und du Ihm im Gegenzug dein Leben übergibst, dann bekommst du ein neues Leben, ein Leben das nicht mehr sterben kann, weil es dir von Gott geschenkt ist.

Dieses neue Leben erlaubt dir Dinge zu tun, die du vorher nicht konntest. Du musst z.B. nicht mehr lügen, neiden, habgierig sein, alles ausleben, wonach du Lust hast, selbst wenn es dich kaputt macht.

Du kannst zu all dem, was wir in Galater 5:19-21 gelesen haben, nein sagen. Und weil du mit dem neuen Leben eine neue Natur bekommen hast, kannst du all das, was in Galater 5:22+23 steht, ausleben.

Ist das nicht ein Tausch, den niemand verpassen sollte?

Wir laden dich ein, diesen Tausch zu vollziehen und zu erleben wie du ein neuer Mensch wirst.

Wir laden dich ein, wenn du dazu Fragen hast, dich bei uns zu melden, vorbeizukommen und deine Fragen zu stellen.

Wir und die ganze Regiogemeinde sind bereit, dir so gut wir können auf deine Fragen Antworten zu geben und dir zu helfen zu dem Menschen zu werden, der du nach Gottes Willen sein sollst.

1 https://de.wikipedia.org/wiki/Rede_Joschka_Fischers_zum_NATO-Einsatz_im_Kosovo

2 https://de.wikipedia.org/wiki/Rede_Joschka_Fischers_zum_NATO-Einsatz_im_Kosovo

3 https://de.wikipedia.org/wiki/Rede_Joschka_Fischers_zum_NATO-Einsatz_im_Kosovo

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