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27. Juni
2021
Lasten tragen!? Blog-Post Bild

Lasten tragen!?

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. Galater 6,2

Wenn man diesen Vers für sich liest, dann stellt man sich die Frage: Wie soll das passieren? Das ist doch unrealistisch.

Andere denken an die Last, die sie ohnehin tragen, und wenden sich ab. Sie haben mit der Last der Arbeit, der Erziehung, der Versorgung der Eltern, der Steuerlast, Sozialabgabenlast, etc. genug.

Lastentragen! Nein Danke!

Aber geht man zurück zum Text des Briefes an die Galater, dann stellt man fest: Es geht um etwas ganz Spezielles.

Der Abschnitt beginnt mit der Situation, dass ein Mitchrist sich schuldig macht, dass er gesündigt hat.

Brüder, wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt übereilt wird, so bringt ihr, die Geistlichen, einen solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht. (Gal.6:1)

Ihm soll geholfen werden, er soll in einer sanftmütigen Haltung wieder zurecht gebracht werden. Die Haltung ist wichtig, denn sie entscheidet darüber, ob wir selbst durch diese Situation schuldig werden oder nicht. Denn man kann sich schnell über jemanden erheben, oder wenn die Schuld einem selbst gegenüber geschehen ist, kann man in Zorn geraten und das geht selten ohne eigene Schuld ab.

In dieser Situation geht es darum die Last, die Schuldenlast des Anderen mitzutragen. Denn wenn wir ihm zurechthelfen müssen, ohne ihn zu richten und zu verurteilen, ohne ihm seine Schuld vorzuhalten, dann müssen wir die Last, seine Schuld, mittragen, je nachdem, wenn sie sich bei uns finanziell, materiell, oder emotional ausgewirkt hat.

Jesus hat unsere Last getragen, Er hat die Strafe für unsere Sünde und unsere Rebellion gegen Gott am Kreuz getragen.

Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen! Denn sie wissen nicht, was sie tun.
(Luke 23:34
)

Er ist uns darin vorangegangen und am Ende hat Er gesagt: „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

Wie wäre es, wenn wir immer und immer wieder bereit wären zu sagen: „Ich vergebe „soundso“, denn er wusste nicht, was er tat. Er wusste nicht, wie sehr mich das verletzt. Er wusste nicht, wie sehr mir das zu schaffen machen würde. Und wenn er es gewusst hätte, hätte er es möglicherweise dennoch getan, weil er nicht anders konnte.“

Ich vergebe dennoch, ich trage die Last dieses anderen und erfülle somit das Gesetz, das Gebot Christi, der uns beten lehrt: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldnern.“

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20. Juni
2021
Jesus sucht dich! Blog-Post Bild

Jesus sucht dich!

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Luk. 19,10

Wen oder was sucht Jesus, und durch wen sucht Er heute?

Es gibt drei Gleichnisse, in denen Jesus vom Verlorenen spricht: Es ist die verlorene Drachme, das verlorene Schaf und der verlorene Sohn.

Man könnte fast annehmen, dass Jesus diese Gleichnisse nicht nur wegen ihrer Alltagstauglichkeit gebraucht hat, sondern auch, weil Er damit Unterschiedliches veranschaulichen wollte.

Jedes Gleichnis illustriert ein anderes, unterschiedliches Bewusstseinsstadium.

Freut euch mit mir! Denn ich habe die Drachme gefunden, die ich verloren hatte. (Luk 15:9)

Die Drachme ist eine tote Materie, so wie der Mensch in seiner gefallenen Existenz geistlich tot, sich seiner selbst als von Jesus gesucht nicht bewusst ist.

Das Schaf ist lebendig und doch verloren, das realisiert, dass es die Herde verloren hat, aber nicht zurückfinden kann. Damit könnte der vom Heiligen Geist berührte Mensch gemeint sein, der sich seiner Verlorenheit bewusst wird, aber nicht weiß, wo Rettung zu finden ist. Das Schaf kann nur eines tun: seine Verlorenheit hinausschreien und hoffen, von der Herde oder dem Hirten gefunden zu werden.

Freut euch mit mir! Denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. (Luk.15:6)

Der verlorene Sohn ist derjenige, der schon mal Sohn war, sich seines „Sohnseins“ bewusst ist, aber willentlich die damit verbundene Bindung und Heimat verlassen hat.

Im Kontext, in dem Jesus dieses Gleichnis erzählt, sind damit zunächst die Juden gemeint, die durch ihre Zugehörigkeit zum Volk Gottes Seine Söhne sind, aber nicht mehr als Söhne leben, der Beziehung zu Gott den Rücken gekehrt haben.

Aber dieses Gleichnis gilt ebenso den verlorenen Söhnen und Töchtern unserer Zeit, die einmal Gott gekannt haben, die mit Ihm gelebt haben, aber dann meinten, ihr Leben eigenständig, ohne Gott, leben zu können, die ihre Beziehung zu Gott und ihren Glauben an Gott dekonstruiert haben.

Sie merken erst, was sie eigentlich hatten, wenn alles, was sie mitnahmen an Prägung, an Erfahrung und an Reichtum der Persönlichkeit aufgebraucht ist und sie nackt und mittellos am Ende der Fahnenstange der Selbstverwirklichung angekommen sind.

Allen wollte Jesus nachgehen und will Er bis zum heutigen Tag. Heute kann Er das und tut Er das auf zweierlei einander ergänzende Weisen. Einerseits durch den Heiligen Geist und andererseits durch uns, wenn wir uns vom Heiligen Geist gebrauchen lassen.

Die Frage ist, ob wir uns gebrauchen lassen, für Jesus die Suche fortzusetzen, um das Verlorene zu finden und zu Ihm zu bringen.

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13. Juni
2021
Ich habs so satt! Blog-Post Bild

Ich habs so satt!

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Matthäus 11,28

Während ich diese Zeilen schreibe, habe ich den Eindruck, dass kaum ein Tag vergeht, an dem ich nicht höre, wie sehr die Menschen die gegenwärtige Situation satt haben. Man kann bestimmte Dinge fast nicht mehr hören. Man ist gestresst und genervt. Zwar aus unterschiedlichen Gründen, doch alle haben mit der Situation zu tun.

Man ist mühselig und beladen und will seine Last abladen, los werden. Aber wie?

Man ist immer mehr geneigt anderen die Schuld an der gegenwärtigen Situation zu geben.

Aber ist das die Lösung?

Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und »ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen«; Math. 11:29

Jesus sagt kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid.

Mühselig sein bedeutet: müde oder erschöpft von der Arbeit sein, vor Müdigkeit ohnmächtig werden. Wir alle können uns an den gegenwärtigen Themen abarbeiten und uns auch die letzte Kraft rauben lassen.

Wir können aber auch zu Jesus gehen, dem König der Könige, der über allem herrscht und regiert. Wir können zu Ihm kommen und Ihm unser Abmühen überlassen. Jesus lädt auch die ein, zu Ihm zu kommen, die beladen sind mit Lasten, unter denen sie zusammenzubrechen drohen. Uns sind die Lasten auferlegt worden, für die Gesundheit anderer, uns Unbekannter, verantwortlich zu sein. Wenn diese ernsthaft krank sind oder sterben, sind wir alle schuld, die wir uns nicht bis zum äußersten penibel an alle Vorgaben gehalten haben.

Wen wundert’s, dass viele zusammenbrechen?

Jesus sagt. ich will euch erquicken. Das griech. Wort ANAPAUSO heißt so viel wie „ich will euch zur Ruhe bringen, besänftigen, erfrischen“.

... denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht. (Matt.. 11:30)

Wenn du aus dem Hamsterrad aussteigen willst, dann entscheide dich jetzt und geh zu Jesus, der dir deine Last nimmt, deine Erschöpfung, der dich zur Ruhe bringt, dir eine Pause gibt, dich erfrischt mit Seinem lebendigen Wasser, dem Heiligen Geist. Der kann in dir zu einer Quelle werden, wenn du Jesus dein Leben ganz anvertraust, Ihn zum Herrn deines Lebens machst.

Du hast die Wahl.

Du kannst dich weiterhin abplagen oder du kannst Ihn in dein Leben nehmen und dann wirst du erleben, welche Auswirkungen es hat, dass du dich nicht mehr alleine abschleppen musst. Du wirst den Frieden und die Zuversicht und die Kraft spüren, die in der Gemeinschaft mit Jesus, deinem Erlöser liegt.

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06. Juni
2021
Gesandte Blog-Post Bild

Gesandte

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Wer euch hört, hört mich; und wer euch verwirft, verwirft mich; wer aber mich verwirft, verwirft den, der mich gesandt hat. Lukas 10,16

Dies sagte Jesus den siebzig Jüngern, die er aussandte um die „Gute Nachricht“ vom nahe gekommenen Reich Gottes zu verbreiten.

Er macht ihnen ihre Stellung klar: Sie sind Seine Boten. Hinter ihnen steht Jesus und hinter Jesus steht der himmlische Vater.

Gilt das heute auch noch?

Ihn verkündigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen in aller Weisheit lehren, ...
(Col 1:28a)

Jesus hatte vor Seiner Himmelfahrt den Jüngern gesagt, welche Stellung Er hat („Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben“), und welche Stellung sie haben („Darum geht hin in alle Welt und macht zu Jüngern alle Völker.“) Diese würden dann nicht ihre, sondern Jesu Jünger sein.

Ganz im Sinne obigen Verses: „Wer Euch hört, hört mich. Ich rede durch euch, Ich ziehe Menschen in Meine Nachfolge, Ich will, dass sie an Mich glauben. Wenn sie euch nicht hören, wenn sie eurem Zeugnis nicht glauben, dann verwerfen sie nicht euch, sondern Mich, sie wollen Mich nicht hören und sie wollen damit den Dreieinigen Gott nicht hören.

Also seid unbekümmert: Es geht nicht um euch. Es geht um Mich und ich werde zur gegebenen Zeit mit denen umgehen, die mich und damit den dreieinigen Gott nicht haben wollten.“

Natürlich freuen wir uns, wenn Menschen zuhören, wenn wir von unserem Glauben erzählen. Es macht uns vielleicht auch etwas stolz, dass wir erzählt haben und wenn wir dann gehört werden, dann noch etwas mehr. Aber Jesus sagt: „Wenn sie euch gehört haben, dann haben sie mich gehört.“

um jeden Menschen vollkommen in Christus darzustellen;
(Col 1:28b)

Wenn die Menschen die Augen verdrehen, uns den Vogel zeigen und sich genervt oder empört abwenden, dann trifft uns das auch. Wir fühlen uns schlecht und als Versager, weil wir es nicht besser hinbekommen haben. Sowohl der Stolz als auch das Sich-schlecht-fühlen steht uns gar nicht zu. Wir sind nur die Überbringer der Nachricht. Wir können einen Schritt zurück machen und Gott damit umgehen lassen. Er kann damit umgehen, abgelehnt zu werden, denn am Ende bleibt Er, wenn die Menschen schon lange nicht mehr sind. Je weniger wir uns angegriffen fühlen, umso leichter fällt es uns, den Auftrag Jesu auszuführen. Lassen wir uns ermutigen durch diese Zeilen und sprechen wir furchtlos von der Hoffnung, die in uns ist, in der Hoffnung und Erwartung, dass Seine Schafe Seine Stimme hören werden, auch wenn wir sie noch nicht als solche erkannt haben.

 

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01. Juni
2021
"Wozu, für Wen?" Blog-Post Bild

"Wozu, für Wen?"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Bei all dem, was Menschen tun, stellt sich immer wieder die eine entscheidende Frage: Was ist die Motivation dahinter? Was treibt die einzelnen Menschen an, und den Menschen grundsätzlich?

Neulich sah ich ein Interview mit Michael Collins, den 3. Mann der Apollo 11 Mission, der die Kommandokapsel steuerte, während seine zwei Mitastronauten Armstrong und Aldrin auf dem Mond waren. In diesem Interview sprach er auch von der nächsten Etappe, dem Mars, dass dieser angeflogen werden wird. Gefragt, ob das notwendig sei, meinte er nein. Aber die Menschen würden es dennoch tun, weil sie neugierig seien. Neugierde, Forscherdrang, Abenteuerlust, all das sind unter anderen Gründe, weshalb man etwas tun kann.

Gräbt man tiefer unter diese Motivation, dann hat es etwas mit dem Menschen selbst zu tun. Es hat in vielen Fällen damit zu tun, dass wir uns unserer selbst in gewisser Weise vergewissern wollen, dass wir sind, dass wir eine Spur hinterlassen, dass wir ein Andenken hinterlassen, also jemand sind. Entsprechend dem, was die Menschen beim Turmbau zu Babel taten. Wir tun es für uns selbst – unsere Unsterblichkeit.

Wir tun es mit sterblichen Mitteln und erreichen eine sterbliche Unsterblichkeit, also eine zeitlich begrenzte Erinnerung über unseren Tod hinaus.

Aber, warum tun wir Christen, was wir tun?

Was motiviert uns zu unserem Tun, zu unserem Eifern, und manchmal auch zu unserem Streiten? Worum geht es uns da?

Paulus sagt im Brief an die Kolosser im Kapitel 3 Vers 17 + 23

Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn. … 23 Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen."

In Paulus Aussagen geht es zweimal um Jesus. Wir sollen alles im Namen, in Seinem Auftrag tun und dann in V. 23 sollen wir es um Seinetwillen, also für Ihn tun.

Im ersten Fall fällt alles, was wir tun, auf unseren Auftraggeber, unseren Herrn zurück, in dessen Namen wir es tun, Er ist der Verantwortliche.

Wenn wir als Christen unser Leben in dieser Haltung führen, dann stellt sich immer die Frage: Welches Licht wirft mein Handeln auf meinen Herrn, auf Jesus? Wie steht Er da in der Öffentlichkeit, bei den Menschen?

Wenn ich esse, trinke, rede, handle, Posts in Facebook, Twitter, Whatsapp oder sonst wo absetze, Auto fahre, mich über andere ärgere, schlecht über andere rede, oder Dinge verdreht weiter gebe und damit Unfrieden säe, welches Licht wirft das auf Jesus?

Im Alten Testament sagt Gott zu seinem Volk sinngemäß: „Wegen euch, wegen eures Verhaltens wird mein Name in der ganzen Welt verlästert1.

Jesus vor Augen

Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; er steht mir zur Rechten, so wanke ich nicht.
(Ps 16:8)

Deshalb sagt Paulus, sollen wir Jesus bei allem, was wir tun, vor Augen haben. Sodass unser Bemühen stets ist, dass wir das, was wir tun nicht für uns, unser Wohlbefinden (wir werden z. B. von anderen nicht blöd angemacht) für unser Ansehen (die Menschen loben uns) für unsere Karriere (damit wir uns einen Namen machen), unseren Wohlstand (wir haben ausgesorgt) tun, sondern für Jesus, dem wir Ehre machen wollen, damit sein Name groß wird.

Wenn wir so, in unserem Beruf, der Familie und Gemeinde leben würden, dann sind wir davon überzeugt, dass wir ein Klima der Wertschätzung, der Dankbarkeit, der Freude am Erreichten, am Erfolg Anderer hätten, in dem man einander durch Ermutigung und freundliche konstruktive Kritik zu noch besseren Ergebnissen unterstützt.

Es ist ja nicht so, dass wir schon perfekt sind, obwohl wir uns danach ausstrecken sollen vollkommen zu werden.

Deshalb ist bei uns allen noch viel Luft nach oben, das, was wir tun, wie wir leben, immer mehr nach Gottes Willen zu tun.

Die wichtigste Willensäußerung Jesu an seine Jünger ist der Missionsauftrag. „Geht hin, macht zu Jüngern alle Völker, in dem ihr sie tauft und lehrt alles zu beachten, was ich euch befohlen habe.2

Alle anderen Aussagen, Jesu, wie ein Christ, ein Jesus-Nachfolger leben und handeln soll, sind Beschreibungen darüber, wie der Missionsauftrag, in welcher Haltung, unter welchen Umständen, mit welcher Hilfe ausgeführt werden soll. Beispiele hiervon sind:

  • Einer achte den Anderen höher als sich selbst.3
  • Was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was einen guten Ruf hat, sei es eine Tugend, sei es ein Lob – darauf seid bedacht!4
  • Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch!5

Für die ersten Christen war dieser Auftrag zunächst auch nicht so zu fassen, weil sie erst aus ihrer kulturellen und auch religiösen Beschränkung herauskommen mussten.

Der Auftrag

Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.(Rom 14:8)

Die einsetzende Christenverfolgung durch die jüdischen Führer, zwang sie, sich von ihrem alten Leben und den damit verbundenen Vorstellungen und Konzepten zu lösen. In der Zerstreuung lernten sie den zentralen Auftrag zu leben und um dessentwillen zu leben.

Wenn wir diesen zentralen Auftrag wieder im Auge haben, und danach alles andere ausrichten, dann sollte jeder für sich Antworten finden auf die praktischen Fragen des Lebens in der Welt und in der Gemeinde.

Kann ich, um des Auftrags willen eine Atemschutzmaske tragen, wenn ich dadurch meinen Auftrag erfüllen kann und Gott vertrauen, dass ich, obwohl es sich nicht gesund anfühlt, doch keinen Schaden davon tragen werde?6

Kann ich, um des Auftrags willen meine Angst, mich anzustecken, überwinden und mein Haus verlassen und Gott vertrauen, dass er mich schützt?

Kann ich, um des Auftrags willen meine persönlichen Ambitionen auf die Seite legen und ohne Eifersucht diejenigen unterstützen, die Gott für eine Sache besonders berufen oder begabt hat?

Kann ich, um des Auftrags willen, wenn Jesus dies von mir verlangt, in die 2 Reihe treten, um jemanden anderen, der für die Erfüllung des Auftrags besser geeignet ist, die Verantwortung übernehmen lassen?

Kann ich mich, um des Auftrags willen in Verantwortung rufen lassen und mein Lebenskonzept oder Lebensplan überdenken?

Kann ich, um des Auftrags willen meine Verletzungen und Enttäuschungen loslassen, denen Vergeben, die mir das angetan haben und auf Vorhaltungen und Unversöhnlichkeit verzichten und die Einheit und Gemeinschaft wieder suchen?

Die Reihe dieser Fragen ließe sich beliebig fortsetzen.

Jeder von euch, der diese Frage aufmerksam liest, wird feststellen, dass sie uns unter die Haut gehen, denn es geht gegen unseren Stolz, gegen unsere Sehnsucht, auch Jemand sein zu wollen, auch eine Bedeutung haben zu wollen und es tut weh, diese Entscheidung zu treffen.

Die Bedingung

Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.
(Gal 2:20)

Deshalb sagt Jesus seinen Zuhörern:

Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“7

Mit jeder einzelnen Entscheidung um Jesu willen zu leben, zu handeln, zu reden und zu schweigen, sich die Maske umzubinden, sie abzunehmen, das Haus zu verlassen, die Gemeinschaft aufzusuchen, zu vergeben und Vergebung zu suchen, die Wahrheit in Liebe zu sagen und sie nicht um der Menschen willen zu verschweigen und vielen weiteren Entscheidungen, die sich nach diesem Satz richten, alles für Jesus und um Jesu willen zu tun, bedeutet ein weiteres Sterben des alten Menschen in uns.

Die Neuzeit hat in ihrer schonungslosen Abkehr vom Glauben an Gott die Konsequenz gezogen und das, was der unerlöste Mensch schon immer wollte und auch tat, in Worte gefasst, die uns heute wie selbstverständlich über die Lippen gehen. Wir reden von „Selbstverwirklichung“. Und dieses „Konzept für ein Leben ohne Gott“ hat auch in den Gemeinden Eingang gefunden.

Aber es ist nicht biblisch. Jesus sagt es: Wer mir nachfolgen will, der verleugne sein Selbst. Selbstverwirklichung und Selbstverleugnung sind absolut inkompatibel.

Es mag für den einen oder anderen nun eine grundsätzliche Entscheidung fällig sein. Und wir bitten dich diese Entscheidung gut zu überlegen und dann zügig zu treffen.

Wir wünschen uns, dass du dich mit uns entscheidest, alles was wir tun mit Worten oder mit Werken, im Namen Jesu und um Jesu willen zu tun und nicht für uns oder für Menschen.

Wenn wir das tun, brauchen wir uns um die Menschen, um die wir uns sorgen würden, nicht mehr sorgen, denn Jesu Willen und Wollen schließen sie mit ein.

Wenn wir alles, was wir tun, um Jesu willen tun und in Seinem Auftrag, also Seinen Auftrag immer im Blick haben, dann wird Jesus durch uns Sich auch um die Menschen kümmern, die uns am Herzen liegen.

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1Röm 2:24 Denn »euretwegen wird Gottes Name gelästert unter den Völkern«, wie geschrieben steht (Jesaja 52,5).

2Matthäus 28:19+20

3Phil 2:3

4Phil. 4:8

5Math. 7:12

6Vom Impfen möchte ich hier nicht schreiben, da es dafür noch keine allgemeine Pflicht gibt.

7 Markus 8:34

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