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05. Jul.
2020
Lasten tragen Blog-Post Bild

Lasten tragen

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Einer trage des anderen Lasten, und so werdet ihr das Gesetz des Christus erfüllen. Gal. 6:2

Zur Bewältigung der finanziellen Folgen der Coronakrise ist das Instrument des Lastenausgleiches im Gespräch. Historisch wurde dieses Instrument zum Wiederaufbau in der BRD nach dem 2. Weltkrieg eingeführt.

Es sollte dem Staat die Möglichkeit geben, denen, die durch den Krieg alles verloren hatten, wieder auf die Beine zu helfen.

Ist das gemeint mit dem obigen Vers?

Es wäre eine zwar etwas verzerrte aber dennoch praktische Umsetzung des Verses.

Schaut man sich den Kontext des Verses an, wird schnell deutlich, dass das nicht gemeint ist. Es geht hier um den Kontext von Sünde, von Schuld. Es geht um die Auswirkungen von Sünde.

Denn unser Bürgerrecht ist in den Himmeln, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus als Retter erwarten, (Phi 3:20 )

Wenn ein Mitchrist sich in Sünde verstrickt und umkehren will, dann soll ihm die Gemeinde helfen. Sie soll mit ihm die Auswirkungen seiner Sünde, so weit dies geht, mittragen.

Denn so sagt Paulus im Vers zuvor, sie sollen darauf achten, dass ihnen nicht dasselbe passiert. Und indem er diesen Hinweis einfügt, macht er deutlich, dass wir alle, solange wir noch in dieser Welt sind, sündigen können, es aller Wahrscheinlichkeit nach früher oder später auch tun und dann ebenso auf das Mittragen unserer Last angewiesen sind.

4 Ein jeder aber prüfe sein eigenes Werk, … 5 denn jeder wird seine eigene Bürde tragen.
(Gal 6:4-5 )

Einmal bringen vier Freunde ihren Freund auf einer Trage zu Jesus. Sie tragen buchstäblich seine Last. Und wie es so ist: Jesus sagt dem Mann, bevor Er ihn heilt: „Deine Sünden sind dir vergeben.“ Aus irgendeinem Grund scheint es für Jesus wichtig zu sein, auch wenn wir nicht wissen, ob sein Zustand etwas mit seiner Sünde zu tun hat.

Es bleibt aber, dass diese Freunde diesen Sünder mit seiner Sünde zu Jesus getragen haben. Sie haben seinen Körper und sein Leben zu Jesus getragen und Jesus hat sich über diesen Mann erbarmt. Was wäre die Konsequenz. Er würde wiederum auf seine Weise die Last anderer tragen, wenn er wirklich verstanden hat, wie viel seine Freunde und letztendlich später Jesus getragen hat. Denn Jesus konnte ihm nur deshalb die Sünden vergeben, weil Er wusste, dass Er für eben diese Sünden sterben würde.

Einander die Lasten zu tragen hat also viel mit unserer Dankbarkeit für die selber empfangene Vergebung und Erlösung von unserer eigenen Sündenlast zu tun. Daher lasst uns das beherzt an einander tun, wie Gott uns dies durch Paulus gebietet.

Dein Eugen

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28. Jun.
2020
"Social distancing?" Blog-Post Bild

"Social distancing?"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Man kann‘s schon lange nicht mehr hören. Und dennoch beschäftigt es uns weiterhin. Und es ist auch immer wieder Grund, dass es zu Meinungsverschiedenheiten kommt. Wir wollen uns nicht zu den Unterschiedlichkeiten der Betrachtungsweisen in dieser Situation äussern. Wir wollen mit euch einen Blick in die Vergangenheit wagen, denn das, was wir erleben, gab es immer wieder auch in der Zeit der noch relativ jungen christlichen Kirche.

Dionysius, Bischof von Alexandria, schreibt über die Zeit der Plage von 249-262:

"Die meisten unserer Mitchristen zeigten grenzenlose Liebe und Loyalität, verschonten sich nie und dachten nur aneinander. Unbekümmert um die Gefahr nahmen sie sich der Kranken an, kümmerten sich um alle ihre Nöte und dienten ihnen in Christus, und mit ihnen verließen sie dieses Leben in heiterem Glück; denn sie wurden von anderen mit der Krankheit angesteckt, zogen die Krankheit ihrer Nächsten auf sich und nahmen ihre Schmerzen freudig auf sich.

 

So, in Liebe zu euch hingezogen, waren wir willig, euch nicht allein das Evangelium Gottes, sondern auch unser eigenes Leben mitzuteilen, weil ihr uns lieb geworden wart. ( 1.Thess 2:8)

 

Viele, die andere pflegten und heilten, übertrugen ihren Tod auf sich selbst und starben an ihrer Stelle. Die besten unserer Brüder verloren auf diese Weise ihr Leben, eine Reihe von Presbytern, Diakonen und Laien errangen hohe Anerkennung, so dass der Tod in dieser Form, das Ergebnis großer Frömmigkeit und starken Glaubens, in jeder Hinsicht dem Martyrium gleichkommt".

Im Gegensatz dazu verglich er die Reaktion der Nichtchristen der damaligen Zeit und sagte

"Die Heiden verhielten sich genau umgekehrt. Beim ersten Ausbruch der Krankheit stießen sie die Betroffenen weg und flohen vor ihren Liebsten, warfen sie auf die Straße, bevor sie tot waren, und behandelten die nicht begrabenen Leichen wie Dreck, in der Hoffnung, dadurch die Ausbreitung und Ansteckung der tödlichen Krankheit zu verhindern...". 1

Im vierten Jahrhundert gab es wiederum eine Plage. Zu der ist zu lesen:

Was sich während der Epidemien abspielte, war nur eine Intensivierung dessen, was jeden Tag unter den Christen vor sich ging... In der Tat war die Wirkung der christlichen Barmherzigkeit so offensichtlich, dass der Kaiser Julian im vierten Jahrhundert, als er versuchte, das Heidentum wiederherzustellen, das heidnische Priestertum ermahnte, mit den christlichen Wohltätigkeitsorganisationen zu konkurrieren.

Laßt uns also nun, wie wir Gelegenheit haben, allen gegenüber das Gute wirken, am meisten aber gegenüber den Haus-genossen des Glaubens!
(Gal 6:10)

In einem Brief an den Hohepriester von Galatien drängte Julian2 auf die Verteilung von Getreide und Wein an die Armen und bemerkte, dass "die gottlosen Galiläer [Christen] zusätzlich zu ihren eigenen die unseren unterstützen, [und] es ist beschämend, dass unsere Armen unsere Hilfe nötig haben". Aber es gab wenig oder gar keine Reaktion auf Julians Vorschläge, weil es keine Lehren und keine traditionellen Praktiken gab, auf denen der heidnische Priester aufbauen konnte.... Die Christen glaubten an das ewige Leben. Heiden glaubten höchstens an ein unattraktives Leben in der Unterwelt. Es hätte daher für Galen weitaus mehr Mut erfordert,3 in Rom zu bleiben, um die Betroffenen während der ersten großen Pest zu behandeln, als für die christlichen Diakone und Presbyter, um dies zu tun. Der Glaube zählte.“4

 

führt euren Wandel unter den Nationen gut, damit sie, worin sie gegen euch als Übeltäter reden, aus den guten Werken, die sie anschauen, Gott verherrlichen am Tage der Heimsuchung!. (1Pe 2:11-12)

 

Kirchengeschichtler sind sich einig: Das Christentum erlebte, neben dem mutigen Bekenntnis mit der Bereitschaft zum Martyrium, gerade auch durch den praktisch gelebten Glauben besonders in diesen Zeiten der allgemeinen Not seine beispiellose Ausbreitung.

Wir grüßen euch mit 1.Petr. 2:11-12 Geliebte, wir ermahne euch als Beisassen und Fremdlinge, daß ihr euch der fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten, enthaltet, und führt euren Wandel unter den Nationen gut, damit sie, worin sie gegen euch als Übeltäter reden, aus den guten Werken, die sie anschauen, Gott verherrlichen am Tage der Heimsuchung!

 

 

Eure Eugen und Jürgen

 

 

 

1 “The Rise of Christianity” by Rodney Stark (p.76ff)

2Flavius Claudius Iulianus war von 360 bis 363 römischer Kaiser

3Ein bekannter römischer Arzt der damaligen Zeit

4The Triumph of Christianity: How the Jesus Movement Became the World’s Largest Religion, Rodney Stark

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28. Jun.
2020
Vorwärts Blog-Post Bild

Vorwärts

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. Lukas 9,62

Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“ Das hört sich doch ziemlich ähnlich an! Oder?

Es zeugt von der Überzeugung, dass in der Zukunft die beste aller möglichen Welten liegt.

Wie sich aber die Zukunft gestaltet, hängt sehr stark von den Entscheidungen der Gegenwart ab.

Spricht unser obiger Vers von einem Brechen mit der Vergangenheit, fördert er die Geschichtsvergessenheit, die heute so gefördert wird, wo die Bilder gestürmt und die Denkmäler gestürzt werden, wenn auch nur ein Hauch heutiger politischer Unkorrektheit diesen geschichtlichen Persönlichkeiten nachgesagt werden kann?

Brüder, ich denke von mir selbst nicht, es ergriffen zu haben; eines aber tue ich:...

Jesus, von dem obiger Vers stammt, sagt diesen, als Er zur Nachfolge in Sein Reich einlud.

Er wollte Menschen, die von ganzem Herzen Ihm nachfolgten, Menschen die sich durch nichts zurück halten ließen.

Die Zukunft, zu der Er Seine Jünger einlud, war geprägt von einem schon von Ewigkeit her bestehenden Heilsplan. Jesus war nicht geschichtsvergessen. Nein! Er war der Geschichte Gottes absolut verpflichtet. Nur sie zählte.

Honecker, von dem der andere Spruch ist, war auch einer Idee verpflichtet: der Idee des Sozialismus, einer Utopie, die im vergangen Jahrhundert Millionen an Opfern sowohl durch braune als auch durch rote Sozialisten gekostet hat. Aber die waren ja notwendig, um das Paradies auf Erden zu schaffen. Nach dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums wurde das ganze Ausmaß des Bankrotts dieser Utopie deutlich. Das hält heutige Neosozialisten aber nicht davon ab, diesen Traum neu zu träumen. Wer die Geschichte vergisst, ist gezwungen, die schon gemachten Fehler wieder neu zu machen.

Ich vergesse, was dahinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist,
(Phi 3:13 )

Wir folgen nicht einer Idee, wir folgen einer Person, der Person des auferstandenen Jesus Christus, des Sohnes Gottes, der uns nicht nur voraus gegangen ist, sondern der auch heute durch den Heiligen Geist bei jedem sein will, der Ihm nachfolgt. Deshalb folgen wir nicht einer ungewissen Utopie, sondern dem Herrn der Herren, König der Könige, dem Erlöser und Vollender der Welt. Dem der von sich sagt, dass Er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Er weiß nicht nur den Weg, Er ist der Weg. Er kennt nicht nur die Wahrheit, Er ist die Wahrheit. Er weiß nicht nur, was Leben ist, Er ist das Leben. Das gibt absolute Gewissheit, mit Ihm in eine herrliche Zukunft zu gehen.

Schau nicht zurück, folge Jesus nach!

Dein Eugen

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21. Jun.
2020
Verantwortung und Vergebung Blog-Post Bild

Verantwortung und Vergebung

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Der Gott der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, wie es Christus Jesus entspricht, damit ihr einmütig mit einem Munde Gott lobt, den Vater unseres Herrn Jesus Christus. Römer 15,5-6

Die Unruhen in Amerika durch den Tod eines Afroamerikaners bewegen uns bis nach Deutschland. Ist der Tod dieses Mannes verurteilenswert? Selbstverständlich! Wie auch all die Tode, der Leute, die sich als Folge der Ausschreitungen danach ereigneten. Werden sie zum Anlass einer neuen Bewegung gegen gewaltsame Verwüstungen? Wohl kaum.

 Warum ist das so?

 Weil der eine Tod sich als politisches Instrument eignet und die anderen nicht. Das System sei kaputt, deshalb brauche es einen „Systemchange“. Wenn aber das System schuld ist, dann ist ja der Mörder von Georg Floyd fein raus. Er ist ja auch nur ein Opfer des Systems.

 Was hat das mit unserem Vers zu tun? Vieles!

 

er wird sagen: Hier bin ich! Wenn du aus deiner Mitte fortschaffst das Joch, das Fingerausstrecken und böses Reden.. (Jes 58:9)

 So lange wir nicht die Verantwortung für unser Tun übernehmen, sind es immer die anderen. So lange wir nicht erkennen, dass wir Sünder sind, dass uns eine gerechte Strafe erwartet und wir Vergebung brauchen, sind es immer die anderen.

 Jesus ist gekommen, damit dieses Fingerstrecken, die Schuldzuweisung, die Selbstrechtfertigung aufhören. Jesus ist gekommen, um uns unsere Schuld abzunehmen, die wir nicht tragen konnten, und uns zu einem neuen Leben in einer neuen Natur zu befreien.

 Nicht veränderte Umstände befreien uns, sondern Vergebung, Versöhnung und eine neue Natur.

 

 

Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes,
(Röm 12:2 )

 Das befähigt uns obigen Vers zu leben, ihn zu einem integralen Bestandteil unseres Lebens zu machen und die von Gott geschenkte Bestimmung zu leben, nicht mehr zur Selbstverwirklichung, Selbstrechtfertigung und Selbstglorifizierung, sondern zur demütigen Verherrlichung unseres Gottes, der uns verspricht: wenn wir uns vor ihm demütigen, dass Er uns zu Seiner Zeit erhöhen wird.

 Wenn wir uns vor Gott demütigen und Ihm recht geben, dann können wir das auch voreinander. Das wird uns zur Einheit befähigen. Wenn wir den anderen höher achten als uns selbst, dann können wir uns entschuldigen, dann können wir um Verzeihung bitten und können verzeihen, was diese obige Einmütigkeit fundamental fördert.

Euer Eugen

 

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14. Jun.
2020
Das mächtigste Wesen Blog-Post Bild

Das mächtigste Wesen

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Christus spricht: Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich. Lukas 10,16a

Wenn man diesen Vers richtig wirken lässt, dann stellt sich die Frage: „Welche Auswirkung könnte dieser Vers im Leben eines Christen haben?“

Die Antwort hängt sehr stark davon ab, welches Bild, welches Verständnis wir von Jesu Christus haben.

Wenn Er nur ein missverstandener Lehrer war, der nie und nimmer für Sich in Anspruch nahm, dass Er der Sohn Gottes ist, dann bedeutet es nicht wirklich viel. Wir würden einen missverstandenen und fehlinterpretierten Mann repräsentieren, von dem man noch nicht mal genau weiß, wer Er war, was Er wirklich wollte und tatsächlich sagte. Das ist das Bild, das die moderne Theologie von Jesus malt, basierend auf ihrer Ansicht, dass die Bibel nicht Gottes Wort, sondern der schriftgewordene Glaube sich selbst betrügender Jünger ist.

Aber!

Deshalb nun, wer dies verwirft, verwirft nicht einen Menschen, sondern Gott, der auch seinen Heiligen Geist in euch gibt.
(1.Thess. 4:8 )

Wenn die Bibel Gottes inspiriertes Wort ist, welches akkurat das wieder gibt, was Jesus gesagt und getan hat, und das darin aufgezeigte Selbstverständnis Jesu wahr ist, dann ist er der Sohn Gottes, des Schöpfers von Himmel und Erde, des Mikro- und des Makrokosmos. Dann ist alles, was ist, durch die Kraft des Wortes, des Logos, des Sohnes Gottes, des Christus gemacht.

Das ist dann derjenige der sagt: „Wer euch hört hört mich und wer euch verachtet der verachtet mich.“

Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden.
(Mat 28:18 )

Wenn du einen Christen verachtest, weil er Christ ist, dann verachtest du Christus! Wenn du das Evangelium von Christus verachtest, dann verachtest du Christus. Die Person, die von Sich sagt: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“ Du legst dich mit dem mächtigsten Wesen an, das es gibt. Bist du dir darüber im Klaren? Sind wir Christen uns darüber im Klaren? Wir treten mit einer Autorität auf die furchteinflößend ist. Wir haben diese Autorität, wenn wir mit Jesus als Seine Botschafter in enger Verbindung leben. Egal, wie man uns behandeln mag, die Antwort unseres Dienstherrn wird nicht ausbleiben. Er wird diejenigen, die uns gut oder schlecht behandeln, entsprechend entlohnen. Das Gericht Gottes wird kommen. Aber Er wird auch diejenigen, die uns hören, die unseren Worten folgen belohnen, sie werden es nicht bereuen. Das ist das ermutigende. Daher sei mutig darin, ein Repräsentant Jesu zu sein.

Dein Eugen

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