Blog

Hier findest du alle wichtigen Neuigkeiten sowie Artikel zu aktuellen Themen.
14. Apr.
2019
Die Schlangenplage und das Kreuz Blog-Post Bild

Die Schlangenplage und das Kreuz

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Der Menschensohn muß erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. Johannes 3,14b.15

Worum geht es?

Jesus kündigt Seine Kreuzigung an. Die Jünger hatten noch keine Idee, was da passieren würde. Deshalb sagt Er, dass Er wie die Schlange in der Wüste erhöht werden müsse.

Wenn Jesus davon spricht, dass etwas sein „muss“, dann gibt es da keine andere Option. Das griechische Wort wird in der überwiegenden Zahl der Vorkommen genau so verwendet, als eine Zwangsläufigkeit. Jesus war gezwungen, Er musste, es gab keinen anderen Ausweg, keine andere Lösung, als für unsere Schuld ans Kreuz gehängt zu werden.

Und der HERR sprach zu Mose: Mache dir eine Schlange und tu sie auf eine Stange! Und es wird geschehen, jeder, der gebissen ist und sie ansieht, der wird am Leben bleiben.
(4.Mose 21:8 )

Der Vergleich mit der Schlange war der, dass Gott in der Wüste wegen der Rebellion des Volkes Israel, eine Schlangenplage über sie hereinbrechen ließ. Wer von diesen Schlangen gebissen wurde, musste sterben, es sei denn, dass er auf die Schlange sah, die Mose im Auftrag Gottes aus Bronze machen ließ und die für alle sichtbar im Lager aufgehängt war.

Wir Menschen sind alle von einer Schlange gebissen, von der Schlange Satan, und von seinem Gift der Rebellion gegen Gott vergiftet. Und dieses Gift bringt uns den Tod, es sei denn, wir schauen auf Jesus, der für unsere Schuld, die Schuld dieser Rebellion, Sein Leben gegeben und Sein Blut vergossen hat.

..wer Gott naht, muß glauben, daß er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner sein wird.
( Hebr• 11:6)

Für Jesus gab es ein „Muss“: Das „Muss“, ans Kreuz zu gehen.

Manche Christen meinen, das Wort „muss“ würde zum Christsein nicht mehr passen. Aber es gibt auch für uns ein „Muss“: Das „Muss“, auf Jesus zu schauen, von Ihm Heil und Errettung zu erwarten, Ihm zu glauben, dass Sein Tod das Einzige ist, was uns retten was uns neues Leben geben kann, was wir schon hier empfangen und was bis in die Ewigkeit hinein reicht..

Und wir müssen als Konsequenz dieses Glaubens lernen, Ihm mit allem, was wir haben, zu vertrauen, im Gehorsam Ihm gegenüber zu leben, Ihm nachzufolgen, Ihm zu folgen. Folgen wird im Dialekt auch für gehorchen gebraucht. Christsein heißt Jesus gehorchen, also den eigenen Willen Ihm unterzuordnen. Wenn wir das tun, dann werden wir am Ende auch unseren Lohn empfangen. Ich lade dich ein, das Wörtchen „Muss“ wieder in deinem persönlichen Wortschatz zu beheimaten.

Eugen

Weiterlesen
07. Apr.
2019
Zuhause Blog-Post Bild

Zuhause

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Es sehnt sich, ja, es schmachtet meine Seele nach den Vorhöfen des HERRN, mein Herz und mein Leib, sie jauchzen dem lebendigen Gott entgegen. (Psa 84:3)

Der Verfasser des Psalms hat den alttestamentlichen Tempel vor Augen. Aber nicht der Tempel ist Gegenstand seiner Sehnsucht, auch wenn er von den Vorhöfen redet. Es ist Gott, der im Allerheiligsten des Tempels, wo außer dem Hohepriester niemand hinkam, Seine Herrlichkeit wohnen ließ. Der Normal-Gläubige war schon zufrieden, wenn er in den Vorhof kommen und hier seinem Gott nahe sein konnte.

Glücklich sind, die in deinem Haus wohnen. Stets werden sie dich loben.
(Psa 84:5 )

Hier ist beides ausgedrückt, das fast schon verzweifelte Verlangen der Seele Gott nahe zu sein und andererseits die jubelnde Freude, die Gott entgegen geht.

Manchmal erleben wir diese Spannung auch.

Was uns allerdings von den Gläubigen des alten Testaments unterscheidet, ist eine Tatsache, die so fundamental ist, dass der alttestamentliche Gläubige uns für verrückt gehalten hätte, hätten wir sie ihm erklärt.

Es ist die Tatsache, dass wir uns nicht mehr in Vorhöfen sehnsuchtsvoll nach Gott ausstrecken müssen, nur um zu realisieren, wir kommen nie ganz in die Nähe Gottes.

Wir sind durch das Versöhnungsopfer Jesu, durch Jesus zum Tempel des Heiligen Geistes geworden, sowohl als Einzelne wie auch als jeweilige Gemeinde.

Gott hat uns zu Seiner Wohnung gemacht Er ist uns so nahe, wie Er es hier auf dieser Welt nur sein kann.

Glücklich, den du erwählst und nahen läßt, daß er wohne in deinen Vorhöfen! Wir werden gesättigt werden mit dem Gut deines Hauses, dem Heiligen deines Tempels.
( Psa 65:4 )

Dennoch kann uns dieser Psalm ermutigen. Denn obwohl Jesus durch den Heiligen Geist in uns wohnt, hat er verheißen, dass wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind, Er mitten unter ihnen ist. Die Gemeindezusammenkunft ist die Ansammlung aller Tempel des Heiligen Geistes, ist die Versammlung aller Glieder Jesu, durch die Er jedem Einzelnen gegenübertreten will, ihm dienen will. Deshalb dürfen wir uns, wie dies der Psalmist im alten Testament tat, nun nach dem Haus Gottes, der Gemeinde sehnen, weil Er der Versammlung Seines Leibes eben besondere Verheißungen gegeben hat. Im selben Psalm spricht Er davon, dass die glücklich, glückselig sind, die in Gottes Haus wohnen dürfen. Glücklich, glückselig bist du, wenn du zum Haus Gottes, der Gemeinde gehörst.

Hast du schon ein solches festes Zuhause und lebst du darin in Dankbarkeit?

Eugen

Weiterlesen
01. Apr.
2019
"Ein attraktiver Gott" Blog-Post Bild

"Ein attraktiver Gott"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Was macht eine Person attraktiv? Machen die Bilder, die jemand von sich auf Instagram postet, diese Person attraktiv? Wie kann der Betrachter dieser Bil-der wissen, wie viele Filter über das ursprüngliche Bild dieser Person gegangen sind, um alle störenden Dinge zu entfernen: Falten, Sommersprossen, Pickel, Cellulite, überschüssige Pfunde?

Und selbst wenn wir das wirkliche Bild zu sehen bekämen, wüssten wir noch nicht, ob diese Person attraktiv und sympathisch ist.

Ein Bild, ein Portrait ist zweidimensional. Aber es fehlen so viele Dimensionen. Erst wenn man die Chance hat, diese Person persönlich kennenzulernen, wird man feststellen, ob sie wirklich sympathisch und attraktiv ist, ob man zu ihr hingezogen ist.

Denn Entsetzen hatte ihn erfasst und alle, die bei ihm waren,
(Luk 5:8-9)

Dasselbe gilt für Gott. Wir können versuchen ein noch so gutes attraktives Bild von Gott zu malen (was meist einseitig und subjektiv ist). Es wird der persönlich erlebbaren Beziehung niemals auch nur annähernd nahekommen.

Deshalb sagt Philippus zu seinem Freund Nathanael: „Komm und sieh. Komm und lerne Ihn kennen, er ist nahbar, er ist erfahr- und erlebbar.“

Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann aus Nazareth Gutes kommen! Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh es!

(Joh 1:46)

Deshalb sollen die Kinder zu Jesus kommen, entgegen dem Protest der Jünger. Sie sollen Ihn erleben, erleben, wie freundlich, gütig, nahbar und sie verstehend Er ist.

Wenn die Menschen zu Jesus kamen, dann fragte Er sie nicht: „Was willst du von Mir wissen, sondern was kann, was soll Ich für dich tun?“

Als aber Simon Petrus es sah, fiel er zu den Knien Jesu nieder und sprach: Geh von mir hinaus! Denn ich bin ein sündiger Mensch, Herr.

 

So sehr wir in der Regiogemeinde gute biblische Lehre schätzen, so sehr sind wir uns bewusst, dass keine noch so intensive Lehre die persönliche Erfahrung der Gnade und des Heils, der Vergebung, der Wiedergeburt, der Neuwerdung, der Innewohnung des Heiligen Geistes und der Begabung durch diesen ersetzen kann. Nichts und niemand, kein noch so schlüssiges theologische Lehrsystem kann die Stimme Gottes in uns ersetzen, die uns darin versichert, dass wir Sein Kind sind.

Gott ist ein Gott, der Gesetze gegeben hat, damit diese Welt existieren kann. Aber als Gesetzgeber ist Er Herr jedes existierenden Gesetzes und lässt sich daher niemals auf Seine Gesetze reduzieren oder durch sie beschränken.

Daher ist Er kein Kaugummiautomat, der der inneren Mechanik folgend das ausspuckt, wofür wir „bezahlt“ haben.

Bezahlen meint in diesem Kontext, wofür wir geglaubt, gebetet, gefastet, gearbeitet oder uns abgemüht haben.

Aus der erfahrbaren und gelebten Beziehung heraus kommt ein Dialog zustande, der es uns ermöglicht, zu hören und zu spüren, was Gott getan haben will, was Er geglaubt haben will, was Er gebetet haben will und woraufhin Er handeln will.

Sein Wort und damit Sein geoffenbarter Wille hilft uns dabei, uns nicht zu verirren.

Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe! Dieser ist doch nicht etwa der Christus?

(Joh 4:29)

Wir „machen Gott attraktiv“ wenn wir Ihn selbst erleben, selbst mit Ihm Gemeinschaft haben und aus dieser Gemeinschaft heraus das Erlebte in unsere Umwelt hinausströmt wie eine Quelle. (Die Quelle lebendigen Wassers, von der Jesus redet, erinnert daran.)

Erleben die Menschen um uns herum, dass dieser Gott real ist, haben sie zwei Möglichkeiten: Sie wollen diese Beziehung auch oder sie wenden sich von Jesus ab, dem sie durch uns begegnet sind.

Wenn wir wollen, dass Menschen Jesus kennenlernen, dann müssen wir Jesus mehr Raum in unserem Leben geben, damit der in uns lebende und durch uns handelnde Jesus für unsere Mitmenschen erlebbar wird, es zu einem ersten Kontakt kommt.

Was hindert Jesus, mehr Raum, Autorität, Handlungsspielraum in deinem Leben zu haben?

Als Jesus zum ersten Mal in das Boot von Petrus einstieg und in diesem Boot nicht nur zu reden, sondern auch zu handeln begann, war die Reaktion von Petrus: „Geh weg von mir, denn ich bin ein sündiger Mensch.“

Welche Sünde hindert dich, Jesus noch mehr Gestaltungsfreiheit in deinem Leben zu geben?

Wem willst oder kannst du nicht vergeben?

Wen willst oder kannst du nicht um Vergebung bitten?

Manche unserer Blockaden hängen mit den zwei letzten Fragen zusammen. Willst du weiter blockiert sein?

Jesus will so viel mehr tun, als du dir vorstellen kannst. Je schneller du Ihm jeden Bereich deines Lebens zugänglich machst, umso schneller kann Er diese Bereiche in Besitz nehmen und auch in ihnen und durch sie handeln und sich für dich und andere erfahrbar machen.

Gott möchte durch dich zu einem attraktiven Gott für viele werden, weil Er in dir und durch dich sichtbar und erfahrbar wird.

Ein von Jesus verheißener Weg ist der der gegenseitig gelebten Agape-Liebe.

Eugen, Jürgen und Thomas

Weiterlesen
31. Mrz.
2019
Überwinden Blog-Post Bild

Überwinden

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. Johannes 12,24

Dies sagt Jesus in dem Bewusstsein, dass Seine finale Leidenszeit bevorsteht. Er ist das Weizenkorn, das Gott in den Boden dieser Welt, in den Dreck senkt und das sterben muss. Aber das ist nicht das Ende. Er stirbt, um viele Söhne zur Herrlichkeit zu führen.

Brüder, ich denke von mir selbst nicht, es ergriffen zu haben; eines aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist,
(Phi 3:13 )

Jesu Leiden und Sterben ist der Weg, auf dem wir zu Söhnen Gottes werden. Es gibt keinen anderen Weg: Sein Leben für unseres, Sein Leiden für unseren Straferlass, Seine Gerechtigkeit für unsere Ungerechtigkeit, Seine Heiligkeit für unsere Sündhaftigkeit.

Aber damit endet der Text nicht. Jesus deutet an, dass Er uns darin, Sein Leben zu geben, voran gegangen ist.

Dass wir genauso bereit sein sollen, unser Leben in die Erde fallen zu lassen, es zu geben für ein höheres Ziel.

Was ist die Grundvoraussetzung für ein solches Verhalten?

Und anderes fiel in die gute Erde und ging auf und brachte hundertfache Frucht. Als er dies sagte, rief er aus: Wer Ohren hat zu hören, der höre!
( Luk 8:8)

Grundvoraussetzung ist Selbstverleugnung und Selbstlosigkeit.

Beides beginnt damit, dass wir unser Selbst anschauen und es für weniger achten als das erstrebte Ziel.

Wenn wir das nicht tun, dann werden wir das Ziel nie erreichen. Das weiß jeder Sportler. Der Weg auf das Siegerpodest ist die konstante Verleugnung des Selbst, das sich letztlich nicht über die Komfortzone, die Schmerz-, die Müdigkeits- oder die Erschöpfungsgrenze hinaus schinden will. Aber nur wenn der Sportler diese Grenzen beständig erweitert, in dem er sie überwindet, wird er seine Leistungen steigern.

Wenn schon der natürliche Mensch das weiß, wie viel mehr müssen wir Christen wissen, dass wir nur geistliche Ziele erreichen werden, wenn wir dem geistlichen Menschen wachsen helfen, indem wir dem natürlichen Menschen, dem selbst, dem Ego, die Macht nehmen. Es kann nur einer in unserem Leben herrschen, der geistliche Mensch, der von neuem geborene Mensch.

Deshalb muss der natürliche Mensch, das Ego, das Selbst mit Jesus ans Kreuz.

Erst dann können wir selbstlos dem höheren Ziel, der Verherrlichung Jesu, zu Seiner Ehre, zur Verbreitung Seines Evangeliums und damit Seines Namens leben.

Nun ist die Frage, ob du dazu bereit bist?

Denn das macht den Unterschied aus zwischen einem Jünger Jesu und einem Sympathisanten Jesu.

Eugen

Weiterlesen
24. Mrz.
2019
Vom Pflügen Blog-Post Bild

Vom Pflügen

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. Lukas 9,62

Wer noch nie gepflügt hat, dem sagt dieser Spruch Jesu wohl wenig. Was Er hier sagen will, ist dies: Wenn du mir nachfolgen willst, aber nicht von deiner Vergangenheit lassen willst, dann bist du nicht geeignet für das Reich Gottes. Und das meint letztlich jedwede Vergangenheit, sei sie sündig oder wohlanständig.

Einer sündigen Vergangenheit „lebe wohl“ zu sagen, kann uns leichter fallen als einer wohlanständigen.

Brüder, ich denke von mir selbst nicht, es ergriffen zu haben; eines aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist,
(Phi 3:13 )

Aber beides kann uns hindern, uns ganz auf Jesus, ganz auf ein Leben mit Ihm einzulassen.

Das Bild vom Pflug kann man allerdings trotzdem auch heute noch verstehen. Der Pflug ist ein Ackergerät, das den Boden aufbrechen und die untere Bodenschicht nach oben kehren soll. So bekommt die obere Schicht Ruhe und die erholte und nährstoffreichere ehemals untere Schicht wird dann zum Saatgrund, der schön locker ist, in dem die Saat schnell austreiben kann.

Und anderes fiel in die gute Erde und ging auf und brachte hundertfache Frucht. Als er dies sagte, rief er aus: Wer Ohren hat zu hören, der höre!
( Luk 8:8)

Wenn wir Jesus nachfolgen, will Er, dass wir ein aufgebrochenes, fruchtbares Saatbeet sind, zubereitet für Sein Wort. Nur so kann dann dieses Saatbeet die hundertfältige Frucht tragen, die Jesus uns schenken will.

Willst du Jesus nachfolgen, dann hänge dich also nicht an die Vergangenheit, was du alles aufgeben musst, sondern strecke dich aus nach der Zukunft mit Jesus, der dein Leben absolut fruchtbar machen will.

Beim Pflügen wird oft auch Dünger und die Wurzeln der Vorbepflanzung untergepflügt und letztere werden so auch noch Dünger. Manchmal kann aus dem, was wir begraben müssen, was wir loslassen müssen, der Dünger werden, auf dem Neues wächst. Auch im Loslassen, im Hintersichlassen kann ein fruchtbares Geschehen liegen. Es befreit und macht uns fähig Neues zu denken und Neues zu tun.

Wenn wir z. B. die Idee begraben, uns durch unsere Anstrengung die Erlösung erarbeiten zu können, dann haben wir keine Erlösungshoffnung und sind bereit für die von Gott geschenkte Erlösung. Es ist wie bei dem Affen an der Affenfalle. Wir werden nicht frei für Neues, wenn wir das Alte nicht loslassen. Und dazu wünsche ich dir von Herzen Gottes Segen und Seine Kraft.

Eugen

Weiterlesen