Blog

Hier findest du alle wichtigen Neuigkeiten sowie Artikel zu aktuellen Themen.
01. Febr.
2019
"Erlöst wozu?" Blog-Post Bild

"Erlöst wozu?"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Das ist die Predigtserie, die uns in der nächsten Zeit beschäftigen wird. Als Älteste haben wir uns diese Frage gestellt. Und wir wollen sie uns allen stellen. Wozu hat uns Gott erlöst?

Mancher denkt sich, dass dahinter die Frage steckt, warum?

Aber nein!

Es geht nicht um das „Warum“. Denn das stellt die Frage nach der Erlösungsbedürftigkeit, und die ist über jeden Zweifel klar:

Wir müssen erlöst werden, weil wir gefangen und versklavt sind unter der Herrschaft der Sünde, weil wir eine gefallene Natur haben, die nicht wirklich zum Guten fähig ist.

Na na, ist das nicht sehr verurteilend und pauschalisierend?“ denkt da mancher.Denn das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus, hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.

(Rom 8:2)

Nun, die Tatsache, dass die Menschheit nichts lernt, sondern die Fehler und Sünden der Vergangenheit nur in unterschiedlichen Variationen wiederholt, ist beredtes Indiz für die Richtigkeit des obigen Statements.

Trachtet nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.

(Mat 6:33)

Wenden wir uns also dem Wozu der Erlösung zu.

Hat Gott Seinen Sohn für unsere Erlösung gegeben, damit wir unseren Egotrip fortsetzen, den wir in unserem unerlösten Zustand gefahren sind – nur halt jetzt ohne Fremdbestimmung?

Wer sich erlösen lässt, lässt sich befreien von der Herrschaft, der Unterdrückung durch die Sünde.

Die Deutschen haben erlebt, dass sie sich offensichtlich nicht selbst von der Tyrannei der Nazis befreien konnten. Die Alliierten mussten der Naziherrschaft ein Ende machen, damit das „befreite Deutschland“ den Weg in die Demokratie gehen konnte (das galt allerdings nur für den Westen).

Wir konnten uns auch nicht selbst befreien. Wir haben Jesus als unseren Befreier gebraucht. Die Alliierten sind im Großen und Ganzen abgezogen.

Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, daß ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht;

(1Pe 2:9)

Jesus kam in unser Leben, um zu bleiben - für immer. Wir sind für ein Leben unter seiner Führung befreit. Wir sind zu einem Leben in seiner Gegenwart befreit.

Die Frage ist, ob uns das, als wir Jesus als Herrn und Erlöser eingeladen haben, so bewusst war? Und es stellt sich die Frage, ob wir das so wollen?

Wenn wir Jesus wollen, dann ist das die Konsequenz! Er will unser Gott sein und wir sollen Sein Volk sein – nichts anderes.

Wir sind erlöst, um die großen Taten Gottes zu verkündigen.

Wenn man das 1.Kapitel des Epheserbriefes ernst nimmt, dann ist alles, was Gott getan hat, Sein ganzes Erlösungswerk „zum Preis Seiner Herrlichkeit“. (Eph. 1:6 + 12 + 14)

Wir sind erlöst zum Preis Seiner Herrlichkeit, Seine Herrlichkeit zu vergrößern, in dieser Welt und in der himmlischen Welt. Denn jedes Mal, wenn jemand gerettet wird, ist Freude im Himmel.

Wir sind erlöst, um der Tempel des Heiligen Geistes zu sein, durch den Jesus, das Licht Gottes, in die Welt hinein leuchten kann.

Natürlich hat die Erlösung für uns alle erdenkliche Vorteile. Aber das sind die Begleiterscheinungen, nicht das Ziel.

Ziel ist auch nicht, dass wir uns dieser Begleiterscheinungen erfreuen und den Befreier und Erlöser vergessen.

Unser Ziel hier soll sein, dass wir selbst das allergrößte Interesse daran haben, Gottes Ziel zu verfolgen.

Wir sind sowohl der Tempel Gottes als Einzelne als auch als Gemeinde. So wie Gott in uns, in unserem Herzen wohnen will, will Er auch in unserem Gemeindeherzen, in dem, was die Gemeinde ausmacht, was sie tut, wohnen.

Er will unser ganzes Tun neu mit Seiner Gegenwart erfüllen.

Was wird geschehen, wenn wir ohne Zweifel, Seinem Wort vertrauend, es glaubend tun?

Was glauben wir, wird geschehen, wenn Gott in dieser Gemeinde, in jedem Einzelnen und in allem, was wir tun, den ersten Platz bekommt?

Was glaubst du, wird geschehen, wenn du zuallererst nach Gottes Reich, nach Seinem Willen, nach Seiner Ehre, nach Seiner Verherrlichung trachtest?

Was wird Gott tun?

Meinst du nicht, dass Er wie der wartende Vater uns mit ausgebreiteten Armen entgegeneilt und uns alles andere geben wird, was wir brauchen, wo wir Mangel haben?

Meinst du nicht, dass unsere Haltung und unser Handeln Ausdruck davon ist, dass wir uns Gott nahen?

Und wenn es das ist, meinst du nicht, dass Gott sich dann uns naht, sich uns in besonderer Weise zuwendet, uns in besonderer Weise Seine Gegenwart erleben lässt?

Wenn wir die Wirkungen des Reiches Gottes haben wollen, dann werden wir das am wahrscheinlichsten haben, wenn der Herr dieses Reiches da ist.

Lasst uns Ihn suchen von ganzem Herzen, uns Ihm nahen mit zerbrochenem Geist, in Demut und Er wird sich von uns finden lassen.

Eugen und Jürgen

Weiterlesen
01. Jan.
2019
"Jagt dem Frieden nach!" Blog-Post Bild

"Jagt dem Frieden nach!"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Die Jahreslosung für 2019 ist aus Ps. 34:15: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ Dass wir in Westeuropa seit 1945, also über 73 Jahre Jahre, Frieden haben, ist eine der erstaunlichsten Tatsachen, wenn man die Zeit davor anschaut. Dieser Friede entstand, nachdem ein tyrannisches Regime besiegt worden war, das Europa und Nordafrika mit Krieg und Vernichtung überzogen hatte. Er entstand dadurch, dass Deutschland bedingungslos kapitulierte.

Unser Text der Jahreslosung steht genauso wenig im luftleeren Raum wie der Friede Europas. Das Böse, das Europa überzogen hatte, musste erst zugrunde gehen, damit Frieden und Freiheit einziehen konnten.

Der ganze Vers 15 lautet:

Laß ab vom Bösen und tu Gutes; suche Frieden und jage ihm nach!

Frieden in einer bösen Welt hat keinen Bestand. Einer Welt, die das Leben ab der Zeugung nicht achtet, die bedingungslose Freiheit des Andersdenkenden beschneidet, die Wahrheit zu einer Frage der Deutungshoheit macht, die das Böse gut und das Gute böse nennt, kann keinen dauerhaften Frieden erleben.

Wünschen wir uns dauerhaften Frieden?

Selbstverständlich!

Ist uns hier dauerhafter Frieden biblisch verheißen?

Dauerhaften Frieden gibt es nur im neuen Himmel und auf der neuen Erde, die von Gott geschaffen werden.

Ist es dann müßig, sich um Frieden zu bemühen?

Für uns Christen nicht!

Aber um welchen Preis sollen wir Frieden halten? Wie lange sollen wir die rechte Wange hinhalten?

Wie viele Freiheiten sollen wir uns rauben lassen?

Jesus sagt zu seinen Jüngern:

Mat 10:34 Meint nicht, daß ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

Das sagt Er in dem Zusammenhang, wo es darum geht, dass Er zum Zankapfel werden würde, dass sich Menschen entscheiden werden müssen, wen sie mehr lieben: Jesus oder die Menschen um sie herum.

Wen liebst du mehr?

Wenn du die Entscheidung treffen musst: Jesus oder …: Wofür entscheidest du dich.

Wenn du die Entscheidung treffen musst: Das Wort Gottes oder …

Die biblischen Werte oder…

Die Glaubensgeschwister oder…

Ist dir der Friede mit den Menschen um dich herum mehr wert als deine Nachfolge, deine Hingabe an und deine Liebe zu Jesus.

Immer wieder hört man bei uns Christen Stimmen, die davon sprechen, dass wir aus unserer frommen Blase heraus müssen, wenn wir die Welt für Jesus erreichen wollen. Und wahrscheinlich trifft das auch immer wieder zu.

Aber interessanterweise sagte Jesus:

Liebe Kinder, ich bin noch eine kleine Weile bei euch. ... Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. Daran wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. (Joh 13:33-35)

Das neue Jahr wird viele Herausforderungen haben. Eine davon wird sein, den Frieden untereinander zu bewahren. Dieser Friede ist dann erhaltbar, wenn wir einander lieben, wenn wir dem Feind nicht erlauben, Streit und Zwietracht unter uns zu säen. Wenn wir ihm nicht erlauben, Misstrauen anzufachen.

Wenn wir unser Leben als Regiogemeinde so gestalten, dass wir möglichst viele Menschen daran teilhaben lassen, kann man bei uns sehen, wie wir uns lieben.

Wenn wir Menschen, die Jesus noch nicht kennen, in das, was wir miteinander tun, ganz selbstverständlich mit hinein nehmen, können sie sehen, wie wir einander mit Achtung und Wertschätzung begegnen.

Von Jesus heißt es im Hebräerbrief (Kap. 2:11), dass Er sich nicht schämte, uns seine Brüder zu nennen.

Er schämte und schämt sich nicht, obwohl Er weiß, wer wir sind, was wir sind, wie wir uns verhalten und wie wir drauf sind.

Wenn Jesus sich unser nicht schämt, dann müssen wir uns einander auch nicht schämen, auch wenn wir persönlich Dinge anders machen, sagen, ausdrücken oder angehen würden.

Und sollte etwas wirklich mal ganz daneben sein, dann decken wir mit unserer Liebe das zu.

Als Noah, betrunken auf dem Boden lag, hatten zwei seiner drei Söhne die Liebe und die Achtung, den entblößten Noah zu bedecken.

Es kann durchaus sein, dass dem Frieden nachjagen bedeutet, da wo sich jemand eine Blöße gegeben hat, diese zu bedecken, wo jemand schuldig geworden ist zu vergeben, wo jemand in Anfechtung gefallen ist in Fürbitte einzutreten. 

Wir wünschen uns allen, dass der Friede Gottes, der Höher ist als alle unsere Vernunft, uns leitet, regiert und zur Ruhe führt, damit wir im Jahr 2019 in Frieden leben können.

Eugen und Jürgen

Weiterlesen
01. Dez.
2018
"Ein stummer Held" Blog-Post Bild

"Ein stummer Held"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Weihnachten steht vor der Tür und wir schauen, natürlich, auf die zentrale Person des Weihnachtsgeschehens, auf Jesus. Schließlich feiern wir da die Mensch-werdung des ewigen Sohnes Gottes. Das ist auch wichtig und richtig, denn wir glauben nicht, dass Jesus erst durch Seine Menschwerdung und dann durch die öffentliche Anerkennung bei Sei-ner Taufe zum Sohn Gottes wurde.

Jesus ist der Held Gottes, der in die Welt kommen sollte und kam.

Jesu Kommen zeigt uns noch andere Helden: Seine Mutter, die das unglaubliche annahm: Ein übernatürlich entstandenes Kind auszutragen und seine Mutter zu werden.

Aber da gibt es noch einen stummen Helden in der Weihnachtsgeschichte, und der ist nicht Zacharias, der Onkel Jesu. Es war Joseph, von dem wir kein einziges Wort hören.

Wir wissen, dass er sich überlegt, Maria zu entlassen, also die Verlobung aufzulösen.

Aber das ist alles. Ansonsten wissen wir nur, dass ein Engel ihm mehrfach erschien, um ihm Anweisungen in Bezug auf Maria und Jesus zu geben.

dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten. (Mat 6:4)

Er sollte Maria nicht entlassen, er sollte nach Ägypten fliehen und er sollte nach Israel zurückkehren, nachdem Herodes gestorben war.

 

Das waren alles lebensentscheidende Anweisungen und Josef tut sie, ohne nachzufragen, ohne aufzumucken, ohne irgendeine Äußerung.

 

Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden!  (Mat 6:10)

 

Wir wissen nicht, ob er es gerne tat, wir wissen nicht, ob er Spaß dabei hatte, wie er sich fühlte, was er dachte.

Gott spricht durch einen Engel zu ihm und er tut es einfach.

 

Das Neue Testament nennt ihn einen gerechten Mann und reiht ihn in die Liste der gerechten Männer ein, in denen der Prophet Simeon und Jesus stehen.

 

Paulus wird später das alttestamentliche Bibelwort zitieren: Der Gerechte wird aus Glauben leben. Und aus Glauben hat Josef mit Sicherheit gelebt. 

Er hat, obwohl ein gesetzestreuer Jude, eine Bereitschaft an den Tag gelegt, das „Gesetz Gesetz sein zu lassen“ und Gnade zu leben. Er hat sich entschieden, der Stimme Gottes mehr zu gehorchen als dem Gesetz. Er hat es ausgehalten, entgegen dem Gesetz zu leben und zu glauben, dass obwohl Gottes Gesetz gilt, es offensichtlich einen Weg Gottes gibt, der dem Gesetz Genüge tun würde.

Und diesem Weg, Jesus, war er nicht im Wege, sondern half Ihm, dass Er in die Welt kommen konnte.

Jesus hat auch für ihn dann die Schuld getragen.

Das wusste Josef nicht, denn es sieht so aus, als ob er nicht mehr gelebt hat, als Jesus öffentlich wirksam war.

Denn Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubt, der ist gerecht. (Röm 10:4)

 

Aber er muss lange genug gelebt haben, um Ihn das Handwerk des Zimmermanns zu lehren, lange genug, um Jesus mit ihm zu verbinden, Jesus zum Sohn Josefs, des Zimmermanns, zu machen.

 

Wenn wir diesen Mann anschauen, der zwischen den Testamenten gelebt hat, können wir ihn als ein Vorbild des Glaubens sehen, des Vertrauens, der die Zerrissenheit dieser Welt aushält, der nichts schön redet, aber dennoch im Glauben vorwärtsgeht.

 

Weihnachten wird von vielen als das Fest des Friedens gefeiert, der Familie und des Zusammenkommens. Wie bei kaum einem anderen Fest liegen hier Anspruch und Wirklichkeit so weit auseinander.

Wir Christen wissen, dass mit Jesu Kommen die Grundlage für die Versöhnung Gottes mit den Menschen gelegt wurde und sogar Versöhnung unter den Menschen möglich macht. Aber die Zerrissenheit in dieser Welt bleibt. Sie endet erst dann, wenn Jesus zum zweiten Mal kommt, um Sein Reich und Seine Herrschaft auf einer neuen Erde und in einem neuen Himmel aufzurichten und mit uns zu leben.

 

Bis dahin leben wir mit der Herausforderung, im Glauben das zu tun, was Gott uns aufträgt, auch wenn wir das, wonach wir streben und was wir erglauben, noch nicht gesehen haben.

Wir leben mit der Herausforderung, die auch Josef kannte: Der Herausforderung, widerspruchslos einfach zu tun, was Gott aufträgt. Es zu tun, auch wenn wir scheinbar stumm sind, man nichts von uns hört. Aber manchmal sind ja Taten lauter, als alle Reden. Und Josefs Taten waren laut! Sie werden bis heute erzählt.

Manches von dem, was wir in dieser vor uns liegenden Zeit tun, wird möglicherweise auch von niemandem gesehen, noch wird davon gehört werden. Aber Gott weiß alles, Er weiß, was wir im stillen Gehorsam Ihm gegenüber getan haben, was wir getan haben, weil es getan werden musste, getan haben, auch wenn es uns Überwindung gekostet hat, weil es unbequem war.

Denn manchmal tun wir etwas aus Gehorsam, leben wir unseren Glauben aus Disziplin, aus der Verbindlichkeit, zu der wir „ja“ gesagt haben und es fühlt sich nicht immer als „Hallelujamoment“ an.

Joseph konnte sicherlich ein Lied davon singen. Aber ohne seine stille Hingabe ist Weihnachten, schlichtweg nicht denkbar.

Du redest nicht viel, aber du lädst ein. Du bist nicht vorne, aber arbeitest im Stillen. Du machst eine ermutigende Bemerkung, ganz nebenbei, betest im Stillen, wenn du einen Konflikt siehst, weil der Geist Gottes dich drängt. Es braucht dich, wenn du ein Joseph bist, genauso, wie wenn du eine Maria bist, damit Jesus auch in dieser Zeit zu den Menschen kommen kann.

 

In diesem Sinne eine gesegnete Weihnachtszeit.

 

Eugen und Jürgen

Weiterlesen
01. Nov.
2018
"Das große Sammeln" Blog-Post Bild

"Das große Sammeln"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Monatsspruch für den November steht in Offenbarung 21:2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.

Am Tag, an dem dieser Brief entstand, konnte man Zeuge eines wahrscheinlich jährlich stattfindenden Schauspiels werden: die Sammlung von Vögeln. Die Bäume und Hochspannungsmasten waren voll von ihnen und ihr Zwitschern war nicht zu überhören.

 

Und dann waren sie mehr oder weniger von einem Moment auf den anderen weg.

Es war ein Naturschauspiel, das einen in seinen Bann zieht, weil die Sammlung, das Zusammenkommen und wieder auseinander fliegen, bis man sich schlussendlich gesammelt hat, von außen nicht nachvollziehbar ist.

Wenn Jesus und Seine  Braut auf die neue Erde kommen wird, dann wird das ein Schauspiel sein, was alles bisher Dagewesene übertrifft.

… wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegebe, um sie zu heiligen.
(Epheser 5:25+26)

Bis es so weit ist, will Jesus noch Seine Gemeinde sammeln. Manches von dem, was sich in dieser Zeit abspielt, ist auch für uns nicht so ganz nachvollziehbar. Welchen Gesetzmäßigkeiten folgt Jesu Sammeln? Was sind Seine Absichten, wenn Er die Menschen des Westens dahin gibt in die Verdrehtheit ihres Sinnes? Warum lässt Er zu, dass die Christen in manchen Staaten Verfolgung erleiden, während sie in anderen relative Freiheit genießen?

Und ich werde euch aus den Nationen holen und euch aus allen Ländern sammeln und euch in euer Land bringen. (Hes 36:24) 

Dass Gott sammelt, dass Er hier in Weil am Rhein in der Regiogemeinde sammelt, das schien mir, wollte Gott durch dieses Bild der Vogelsammlung deutlich machen. Er sammelt, Er ruft zusammen, Er formt einen übergeordneten Leib.

Warum fliegen die Vögel in Schwärmen? Weil es leichter ist, weil man Windschattenfliegen kann, weil man sich ermutigen kann, weil die Vögel soziale Wesen sind, Gemeinschaft suchen.

Wenn Gott schon im Tierreich deutlich macht, wie sehr man einander braucht, wie viel mehr brauchen wir Christen einander und die Gemeinschaft miteinander.

Das neue Jerusalem wird die Wohnstadt der Christen sein. Es wird der Ort sein, wo Jesus jetzt schon dabei ist, uns Wohnungen zu machen.

Jetzt fällt uns Gemeinschaft vielleicht noch schwer, aber im neuen Jerusalem werden wir alle unsere Phobien abgelegt haben, unsere Verletzungen durch schief gelaufene Beziehungen werden geheilt sein.

Jetzt brauchen wir die Gemeinschaft, um uns gegenseitig zu helfen, einander Windschatten geben zu können, einander ermutigen zu können, einander Lasten abnehmen zu können.

Im neuen Jerusalem werden wir die Gemeinschaft leben, weil wir vollkommen das Bild Gottes sein werden, der ein Gott der Gemeinschaft ist.

Das neue Jerusalem ist einerseits die Wohnstadt der Heiligen, wo Gott in ihrer Mitte wohnt. Andererseits ist es auch aufgebaut aus den Heiligen. Denn sie sind die lebendigen Steine aus denen die Gemeinde, die Braut Jesu aufgebaut ist.

 

Deshalb ermahnt einander und erbaut einer den anderen, wie ihr auch tut! (1. Thes. 5:11)  

Das ist immer wieder etwas verwirrend.

 

Jesus will eine herrliche Braut und die bekommt Er auch.

Egal wie man die Offenbarung liest, egal ob man die Beschreibung vom neuen Jerusalem wörtlich oder bildlich nimmt: was bleibt, ist die Beschreibung von einem Gebilde, was unglaublich schön, unglaublich kostbar, unglaublich anders ist als alles, was wir kennen.

Und es ist aufgebaut aus allen durch Jesus lebendig Gemachten.

Christsein ist Gemeinschaft, Christsein hat eine ewige Bestimmung, und deshalb ist es wichtig, dass wir jetzt schon mit der kommenden Realität rechnen.

Die Regiogemeinde soll ein Ort sein, an dem Menschen auf ihre ewige Existenz in der Gemeinschaft mit ihrem Herrn hin leben.

Und wie tun sie das? Sie leben darauf hin, indem sie mit dabei sind, möglichst viele zu sammeln, möglichst viele dazu einzuladen, mit dabei zu sein.

Es gibt Leute, die sagen: „Gemeinde ist nicht so wichtig. Wichtig ist, dass die Menschen Jesus, Seine Liebe, Seine Vergebung und Seine Freundlichkeit kennenlernen, besonders dadurch, dass wir für sie beten, für Heilung etc.“

Wenn wir aber hier Gemeinde verachten, dann verachten wir das, was Jesus über alles liebt. Dann verachten wir das, wofür Er gekommen ist und sich selbst gegeben hat. Gemeinde ist Jesu Mittel und Sein Ziel. An Seiner Gemeinde will Er Seine Weisheit, Seinen Ratschluss, Seine Größe offenbaren.

Er hat in die Regiogemeinde einen großen Reichtum gelegt, den Er offenbaren möchte. Die verschiedenen Kleingruppen, die Gottesdienste bei Kindern und Erwachsenen und alles andere, was diese Gemeinde noch tun wird, macht eines deutlich: Gottes Auferstehungskraft bringt Versöhnung und bringt Menschen zusammen und lässt sie zusammenwachsen, sich zusammen freuen, zusammen Gott und dem Nächsten dienen. Manchmal kann es so aufgeregt wie bei den Vögeln auf dem Mast aussehen. Aber Gott weiß, was da abgeht und Er freut sich an diesem bunten Treiben. Sei mit dabei und lass dich einreihen in den Zug Ihm entgegen.

Eure Ältesten Eugen und Jürgen

 

Weiterlesen
01. Okt.
2018
"Zusammenwachsen" Blog-Post Bild

"Zusammenwachsen"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Im letzten Leiter- und Mitarbeitertreffen war „Zusammenwachsen“ ein zentraler Begriff, als es darum ging: Wohin wollen wir als Gemeinde gehen. Was ist unsere Zukunftsvision?

Zusammenwachsen war dabei nicht die Vision, das mittel- bis langfristige Ziel. Aber ohne das Zusammenwachsen, so wurde uns schnell klar, werden wir nie irgendein Ziel erreichen. Zumindest nicht als Gemeinde.

Denn Gemeinde bedeutet, dass das, was in einzelnen Bereichen geschieht, sowohl die ganze Gemeinde angeht und tut, wie auch dem dienen muss, was die Gemeinde angeht und tut.

Deshalb brauchen wir eine gemeinsame Sicht, ein gemeinsames Anliegen und dann auch ein gemeinsames Handeln. Das nennt man Zusammenwachsen.

Zusammenwachsen kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Am effektivsten ist es, wenn man möglichst da mit dabei ist, wo die Gemeinde sich als verbindliches Ganzes trifft, wie bei den Sonntagsgottesdiensten, den Family-Meetings und, so man verantwortlich mitarbeitet, auch bei den Leiter-/ Mitarbeitertreffen.

Denn Zusammenwachsen geschieht durch Gemeinschaft und Teilhabe. Teilhabe entsteht da, wo man über dieselben Informationen verfügt, wo man in Entscheidungsprozesse eingebunden und in Planungsprozessen mitbeteiligt ist.

Komm nun mit uns, … denn der HERR hat Israel Gutes zugesagt.
(Num 10:29)

Denn dann haben wir das gemeinsam besprochen, gemeinsam überlegt, gemeinsam Glauben dafür entwickelt, gemeinsam entschieden und es letztlich gemeinsam in unterschiedlichen Bereichen und auf unterschiedlichen Ebenen umgesetzt.

Euch aber lasse der Herr wachsen und immer reicher werden in der Liebe untereinander
(1Th 3:12)

Das war der Fall, als wir uns daran machten, der Gemeinde ein Zuhause zu schaffen.

 

Wir haben es zusammen entschieden, wir haben es letztlich zusammen in den unterschiedlichen Gremien geplant und dann immer wieder mit vereinten Kräften umgesetzt. Niemals wären wir so weit gekommen, wäre es [Unbekannt1] nicht eine gemeinschaftliche Anstrengung gewesen.

Nun hat die Gemeinde ein Zuhause. Aber ist das alles? Nein.

Gott hatte Seinem Volk Israel den „ungünstigsten Platz“ im ganzen Orient gegeben. Die Nahtstelle zwischen Afrika und Asien. Zwischen den Reichen am Nil und denen am Euphrat. Sie waren wie zwischen 2 Mühlsteinen. Und ihre Existenz in Freiheit und Unabhängigkeit würde allein durch ihre absolute Abhängigkeit von ihrem Gott garantiert.

Das war ihr prophetischer Auftrag. Gott wollte sich an einem kleinen Volk in seiner Schlüsselposition allen großen Völkern gegenüber als der allmächtige Gott ausweisen, damit alle an Ihn glauben.

Wozu hat uns Gott unser Land gegeben, was ist unser spezifischer Auftrag, was ist das, wozu wir als Gemeinde in dieser Welt sind? Unstrittig ist, dass uns unser Zuhause in sich selbst einen prophetischen Auftrag gegeben hat. Wir sind die Gemeinde auf dem Bauhof.

Die Antwort auf die Frage, wozu wir hier sind, kann also nur von diesem prophetischen Ort kommen und wir können sie nur gemeinsam beantworten. Wenn wir „beantworten“ schreiben, dann meinen wir, mit unseren Taten beantworten.

Um zu Taten zu kommen, müssen wir deshalb zu einer gemeinsamen Überzeugung zusammenwachsen. Und wenn wir diese errungen haben, dann werden wir auch an der Aufgabe und in der Aufgabe zusammen wachsen.

Laßt uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus, (Eph 4:15)

Gott will, dass wir zu Jesus, dem Haupt der Gemeinde hinwachsen.

 

Das Schöne dabei ist: Je mehr wir zum Haupt hinwachsen, umso näher kommen wir einander und wachsen so zusammen.

Am schmerzlich-sten vermisst man die, mit denen man hart und lange zusammen gearbeitet hat, mit denen man die Kälte und die Hitze, den Schweiß und den Erfolg geteilt hat. Man ist zusammengeschweißt worden, ist zusammengewachsen.

Gott hat uns diesen Platz gegeben, weil Er aus uns Baukolonnen formen will. Baukolonnen, die an Seinem Reich bauen, die Sein Reich ausbreiten, die, wo immer Er uns hinschickt, bereit sind, neue Außenposten Seines Reiches zu bauen, Seine lokalen Gemeinden.

Haben wir darin Erfahrung? In gewisser Weise ja, denn die Regio-Gemeinde Weil war in sich eine Neugründung. Macht uns das sicher? Nein, denn wir sind in allem abhängig von dem Herrn der Gemeinde.

Es mag sein, dass dir dieser Gedanke noch etwas fremd ist. Aber lass dich darauf ein, und du wirst mit uns auf unsere neue abenteuerliche Reise gehen.

Du wirst dich ermutigen lassen, Dinge zu lernen, Schritte zu gehen, die du dir bis dahin noch nicht vorstellen konntest. Und du wirst erleben, dass du mit jedem neuen Wagnis mutiger wirst, weil du entdeckst, dass Jesus mit dir auf dem Wasser geht.

Wir laden dich ein, ganz neu eine Entscheidung für diese Gemeinde zu treffen und mit uns zusammen vorwärts zu gehen, das Ziel in Angriff zu nehmen, eine gemeindegründende Gemeinde zu werden.

Können wir das denn?

Konnte sich Israel gegen das ägyptische oder das assyrische Weltreich behaupten?

Nur dann, wenn sie zusammen auf ihren Gott schauten und Ihm ganz zur Verfügung standen. Komm mit uns mit!

        Eure Eugen und Jürgen

Weiterlesen