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01. Dez.
2018
"Ein stummer Held" Blog-Post Bild

"Ein stummer Held"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Weihnachten steht vor der Tür und wir schauen, natürlich, auf die zentrale Person des Weihnachtsgeschehens, auf Jesus. Schließlich feiern wir da die Mensch-werdung des ewigen Sohnes Gottes. Das ist auch wichtig und richtig, denn wir glauben nicht, dass Jesus erst durch Seine Menschwerdung und dann durch die öffentliche Anerkennung bei Sei-ner Taufe zum Sohn Gottes wurde.

Jesus ist der Held Gottes, der in die Welt kommen sollte und kam.

Jesu Kommen zeigt uns noch andere Helden: Seine Mutter, die das unglaubliche annahm: Ein übernatürlich entstandenes Kind auszutragen und seine Mutter zu werden.

Aber da gibt es noch einen stummen Helden in der Weihnachtsgeschichte, und der ist nicht Zacharias, der Onkel Jesu. Es war Joseph, von dem wir kein einziges Wort hören.

Wir wissen, dass er sich überlegt, Maria zu entlassen, also die Verlobung aufzulösen.

Aber das ist alles. Ansonsten wissen wir nur, dass ein Engel ihm mehrfach erschien, um ihm Anweisungen in Bezug auf Maria und Jesus zu geben.

dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten. (Mat 6:4)

Er sollte Maria nicht entlassen, er sollte nach Ägypten fliehen und er sollte nach Israel zurückkehren, nachdem Herodes gestorben war.

 

Das waren alles lebensentscheidende Anweisungen und Josef tut sie, ohne nachzufragen, ohne aufzumucken, ohne irgendeine Äußerung.

 

Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden!  (Mat 6:10)

 

Wir wissen nicht, ob er es gerne tat, wir wissen nicht, ob er Spaß dabei hatte, wie er sich fühlte, was er dachte.

Gott spricht durch einen Engel zu ihm und er tut es einfach.

 

Das Neue Testament nennt ihn einen gerechten Mann und reiht ihn in die Liste der gerechten Männer ein, in denen der Prophet Simeon und Jesus stehen.

 

Paulus wird später das alttestamentliche Bibelwort zitieren: Der Gerechte wird aus Glauben leben. Und aus Glauben hat Josef mit Sicherheit gelebt. 

Er hat, obwohl ein gesetzestreuer Jude, eine Bereitschaft an den Tag gelegt, das „Gesetz Gesetz sein zu lassen“ und Gnade zu leben. Er hat sich entschieden, der Stimme Gottes mehr zu gehorchen als dem Gesetz. Er hat es ausgehalten, entgegen dem Gesetz zu leben und zu glauben, dass obwohl Gottes Gesetz gilt, es offensichtlich einen Weg Gottes gibt, der dem Gesetz Genüge tun würde.

Und diesem Weg, Jesus, war er nicht im Wege, sondern half Ihm, dass Er in die Welt kommen konnte.

Jesus hat auch für ihn dann die Schuld getragen.

Das wusste Josef nicht, denn es sieht so aus, als ob er nicht mehr gelebt hat, als Jesus öffentlich wirksam war.

Denn Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubt, der ist gerecht. (Röm 10:4)

 

Aber er muss lange genug gelebt haben, um Ihn das Handwerk des Zimmermanns zu lehren, lange genug, um Jesus mit ihm zu verbinden, Jesus zum Sohn Josefs, des Zimmermanns, zu machen.

 

Wenn wir diesen Mann anschauen, der zwischen den Testamenten gelebt hat, können wir ihn als ein Vorbild des Glaubens sehen, des Vertrauens, der die Zerrissenheit dieser Welt aushält, der nichts schön redet, aber dennoch im Glauben vorwärtsgeht.

 

Weihnachten wird von vielen als das Fest des Friedens gefeiert, der Familie und des Zusammenkommens. Wie bei kaum einem anderen Fest liegen hier Anspruch und Wirklichkeit so weit auseinander.

Wir Christen wissen, dass mit Jesu Kommen die Grundlage für die Versöhnung Gottes mit den Menschen gelegt wurde und sogar Versöhnung unter den Menschen möglich macht. Aber die Zerrissenheit in dieser Welt bleibt. Sie endet erst dann, wenn Jesus zum zweiten Mal kommt, um Sein Reich und Seine Herrschaft auf einer neuen Erde und in einem neuen Himmel aufzurichten und mit uns zu leben.

 

Bis dahin leben wir mit der Herausforderung, im Glauben das zu tun, was Gott uns aufträgt, auch wenn wir das, wonach wir streben und was wir erglauben, noch nicht gesehen haben.

Wir leben mit der Herausforderung, die auch Josef kannte: Der Herausforderung, widerspruchslos einfach zu tun, was Gott aufträgt. Es zu tun, auch wenn wir scheinbar stumm sind, man nichts von uns hört. Aber manchmal sind ja Taten lauter, als alle Reden. Und Josefs Taten waren laut! Sie werden bis heute erzählt.

Manches von dem, was wir in dieser vor uns liegenden Zeit tun, wird möglicherweise auch von niemandem gesehen, noch wird davon gehört werden. Aber Gott weiß alles, Er weiß, was wir im stillen Gehorsam Ihm gegenüber getan haben, was wir getan haben, weil es getan werden musste, getan haben, auch wenn es uns Überwindung gekostet hat, weil es unbequem war.

Denn manchmal tun wir etwas aus Gehorsam, leben wir unseren Glauben aus Disziplin, aus der Verbindlichkeit, zu der wir „ja“ gesagt haben und es fühlt sich nicht immer als „Hallelujamoment“ an.

Joseph konnte sicherlich ein Lied davon singen. Aber ohne seine stille Hingabe ist Weihnachten, schlichtweg nicht denkbar.

Du redest nicht viel, aber du lädst ein. Du bist nicht vorne, aber arbeitest im Stillen. Du machst eine ermutigende Bemerkung, ganz nebenbei, betest im Stillen, wenn du einen Konflikt siehst, weil der Geist Gottes dich drängt. Es braucht dich, wenn du ein Joseph bist, genauso, wie wenn du eine Maria bist, damit Jesus auch in dieser Zeit zu den Menschen kommen kann.

 

In diesem Sinne eine gesegnete Weihnachtszeit.

 

Eugen und Jürgen

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01. Nov.
2018
"Das große Sammeln" Blog-Post Bild

"Das große Sammeln"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Monatsspruch für den November steht in Offenbarung 21:2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.

Am Tag, an dem dieser Brief entstand, konnte man Zeuge eines wahrscheinlich jährlich stattfindenden Schauspiels werden: die Sammlung von Vögeln. Die Bäume und Hochspannungsmasten waren voll von ihnen und ihr Zwitschern war nicht zu überhören.

 

Und dann waren sie mehr oder weniger von einem Moment auf den anderen weg.

Es war ein Naturschauspiel, das einen in seinen Bann zieht, weil die Sammlung, das Zusammenkommen und wieder auseinander fliegen, bis man sich schlussendlich gesammelt hat, von außen nicht nachvollziehbar ist.

Wenn Jesus und Seine  Braut auf die neue Erde kommen wird, dann wird das ein Schauspiel sein, was alles bisher Dagewesene übertrifft.

… wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegebe, um sie zu heiligen.
(Epheser 5:25+26)

Bis es so weit ist, will Jesus noch Seine Gemeinde sammeln. Manches von dem, was sich in dieser Zeit abspielt, ist auch für uns nicht so ganz nachvollziehbar. Welchen Gesetzmäßigkeiten folgt Jesu Sammeln? Was sind Seine Absichten, wenn Er die Menschen des Westens dahin gibt in die Verdrehtheit ihres Sinnes? Warum lässt Er zu, dass die Christen in manchen Staaten Verfolgung erleiden, während sie in anderen relative Freiheit genießen?

Und ich werde euch aus den Nationen holen und euch aus allen Ländern sammeln und euch in euer Land bringen. (Hes 36:24) 

Dass Gott sammelt, dass Er hier in Weil am Rhein in der Regiogemeinde sammelt, das schien mir, wollte Gott durch dieses Bild der Vogelsammlung deutlich machen. Er sammelt, Er ruft zusammen, Er formt einen übergeordneten Leib.

Warum fliegen die Vögel in Schwärmen? Weil es leichter ist, weil man Windschattenfliegen kann, weil man sich ermutigen kann, weil die Vögel soziale Wesen sind, Gemeinschaft suchen.

Wenn Gott schon im Tierreich deutlich macht, wie sehr man einander braucht, wie viel mehr brauchen wir Christen einander und die Gemeinschaft miteinander.

Das neue Jerusalem wird die Wohnstadt der Christen sein. Es wird der Ort sein, wo Jesus jetzt schon dabei ist, uns Wohnungen zu machen.

Jetzt fällt uns Gemeinschaft vielleicht noch schwer, aber im neuen Jerusalem werden wir alle unsere Phobien abgelegt haben, unsere Verletzungen durch schief gelaufene Beziehungen werden geheilt sein.

Jetzt brauchen wir die Gemeinschaft, um uns gegenseitig zu helfen, einander Windschatten geben zu können, einander ermutigen zu können, einander Lasten abnehmen zu können.

Im neuen Jerusalem werden wir die Gemeinschaft leben, weil wir vollkommen das Bild Gottes sein werden, der ein Gott der Gemeinschaft ist.

Das neue Jerusalem ist einerseits die Wohnstadt der Heiligen, wo Gott in ihrer Mitte wohnt. Andererseits ist es auch aufgebaut aus den Heiligen. Denn sie sind die lebendigen Steine aus denen die Gemeinde, die Braut Jesu aufgebaut ist.

 

Deshalb ermahnt einander und erbaut einer den anderen, wie ihr auch tut! (1. Thes. 5:11)  

Das ist immer wieder etwas verwirrend.

 

Jesus will eine herrliche Braut und die bekommt Er auch.

Egal wie man die Offenbarung liest, egal ob man die Beschreibung vom neuen Jerusalem wörtlich oder bildlich nimmt: was bleibt, ist die Beschreibung von einem Gebilde, was unglaublich schön, unglaublich kostbar, unglaublich anders ist als alles, was wir kennen.

Und es ist aufgebaut aus allen durch Jesus lebendig Gemachten.

Christsein ist Gemeinschaft, Christsein hat eine ewige Bestimmung, und deshalb ist es wichtig, dass wir jetzt schon mit der kommenden Realität rechnen.

Die Regiogemeinde soll ein Ort sein, an dem Menschen auf ihre ewige Existenz in der Gemeinschaft mit ihrem Herrn hin leben.

Und wie tun sie das? Sie leben darauf hin, indem sie mit dabei sind, möglichst viele zu sammeln, möglichst viele dazu einzuladen, mit dabei zu sein.

Es gibt Leute, die sagen: „Gemeinde ist nicht so wichtig. Wichtig ist, dass die Menschen Jesus, Seine Liebe, Seine Vergebung und Seine Freundlichkeit kennenlernen, besonders dadurch, dass wir für sie beten, für Heilung etc.“

Wenn wir aber hier Gemeinde verachten, dann verachten wir das, was Jesus über alles liebt. Dann verachten wir das, wofür Er gekommen ist und sich selbst gegeben hat. Gemeinde ist Jesu Mittel und Sein Ziel. An Seiner Gemeinde will Er Seine Weisheit, Seinen Ratschluss, Seine Größe offenbaren.

Er hat in die Regiogemeinde einen großen Reichtum gelegt, den Er offenbaren möchte. Die verschiedenen Kleingruppen, die Gottesdienste bei Kindern und Erwachsenen und alles andere, was diese Gemeinde noch tun wird, macht eines deutlich: Gottes Auferstehungskraft bringt Versöhnung und bringt Menschen zusammen und lässt sie zusammenwachsen, sich zusammen freuen, zusammen Gott und dem Nächsten dienen. Manchmal kann es so aufgeregt wie bei den Vögeln auf dem Mast aussehen. Aber Gott weiß, was da abgeht und Er freut sich an diesem bunten Treiben. Sei mit dabei und lass dich einreihen in den Zug Ihm entgegen.

Eure Ältesten Eugen und Jürgen

 

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01. Okt.
2018
"Zusammenwachsen" Blog-Post Bild

"Zusammenwachsen"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Im letzten Leiter- und Mitarbeitertreffen war „Zusammenwachsen“ ein zentraler Begriff, als es darum ging: Wohin wollen wir als Gemeinde gehen. Was ist unsere Zukunftsvision?

Zusammenwachsen war dabei nicht die Vision, das mittel- bis langfristige Ziel. Aber ohne das Zusammenwachsen, so wurde uns schnell klar, werden wir nie irgendein Ziel erreichen. Zumindest nicht als Gemeinde.

Denn Gemeinde bedeutet, dass das, was in einzelnen Bereichen geschieht, sowohl die ganze Gemeinde angeht und tut, wie auch dem dienen muss, was die Gemeinde angeht und tut.

Deshalb brauchen wir eine gemeinsame Sicht, ein gemeinsames Anliegen und dann auch ein gemeinsames Handeln. Das nennt man Zusammenwachsen.

Zusammenwachsen kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Am effektivsten ist es, wenn man möglichst da mit dabei ist, wo die Gemeinde sich als verbindliches Ganzes trifft, wie bei den Sonntagsgottesdiensten, den Family-Meetings und, so man verantwortlich mitarbeitet, auch bei den Leiter-/ Mitarbeitertreffen.

Denn Zusammenwachsen geschieht durch Gemeinschaft und Teilhabe. Teilhabe entsteht da, wo man über dieselben Informationen verfügt, wo man in Entscheidungsprozesse eingebunden und in Planungsprozessen mitbeteiligt ist.

Komm nun mit uns, … denn der HERR hat Israel Gutes zugesagt.
(Num 10:29)

Denn dann haben wir das gemeinsam besprochen, gemeinsam überlegt, gemeinsam Glauben dafür entwickelt, gemeinsam entschieden und es letztlich gemeinsam in unterschiedlichen Bereichen und auf unterschiedlichen Ebenen umgesetzt.

Euch aber lasse der Herr wachsen und immer reicher werden in der Liebe untereinander
(1Th 3:12)

Das war der Fall, als wir uns daran machten, der Gemeinde ein Zuhause zu schaffen.

 

Wir haben es zusammen entschieden, wir haben es letztlich zusammen in den unterschiedlichen Gremien geplant und dann immer wieder mit vereinten Kräften umgesetzt. Niemals wären wir so weit gekommen, wäre es [Unbekannt1] nicht eine gemeinschaftliche Anstrengung gewesen.

Nun hat die Gemeinde ein Zuhause. Aber ist das alles? Nein.

Gott hatte Seinem Volk Israel den „ungünstigsten Platz“ im ganzen Orient gegeben. Die Nahtstelle zwischen Afrika und Asien. Zwischen den Reichen am Nil und denen am Euphrat. Sie waren wie zwischen 2 Mühlsteinen. Und ihre Existenz in Freiheit und Unabhängigkeit würde allein durch ihre absolute Abhängigkeit von ihrem Gott garantiert.

Das war ihr prophetischer Auftrag. Gott wollte sich an einem kleinen Volk in seiner Schlüsselposition allen großen Völkern gegenüber als der allmächtige Gott ausweisen, damit alle an Ihn glauben.

Wozu hat uns Gott unser Land gegeben, was ist unser spezifischer Auftrag, was ist das, wozu wir als Gemeinde in dieser Welt sind? Unstrittig ist, dass uns unser Zuhause in sich selbst einen prophetischen Auftrag gegeben hat. Wir sind die Gemeinde auf dem Bauhof.

Die Antwort auf die Frage, wozu wir hier sind, kann also nur von diesem prophetischen Ort kommen und wir können sie nur gemeinsam beantworten. Wenn wir „beantworten“ schreiben, dann meinen wir, mit unseren Taten beantworten.

Um zu Taten zu kommen, müssen wir deshalb zu einer gemeinsamen Überzeugung zusammenwachsen. Und wenn wir diese errungen haben, dann werden wir auch an der Aufgabe und in der Aufgabe zusammen wachsen.

Laßt uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus, (Eph 4:15)

Gott will, dass wir zu Jesus, dem Haupt der Gemeinde hinwachsen.

 

Das Schöne dabei ist: Je mehr wir zum Haupt hinwachsen, umso näher kommen wir einander und wachsen so zusammen.

Am schmerzlich-sten vermisst man die, mit denen man hart und lange zusammen gearbeitet hat, mit denen man die Kälte und die Hitze, den Schweiß und den Erfolg geteilt hat. Man ist zusammengeschweißt worden, ist zusammengewachsen.

Gott hat uns diesen Platz gegeben, weil Er aus uns Baukolonnen formen will. Baukolonnen, die an Seinem Reich bauen, die Sein Reich ausbreiten, die, wo immer Er uns hinschickt, bereit sind, neue Außenposten Seines Reiches zu bauen, Seine lokalen Gemeinden.

Haben wir darin Erfahrung? In gewisser Weise ja, denn die Regio-Gemeinde Weil war in sich eine Neugründung. Macht uns das sicher? Nein, denn wir sind in allem abhängig von dem Herrn der Gemeinde.

Es mag sein, dass dir dieser Gedanke noch etwas fremd ist. Aber lass dich darauf ein, und du wirst mit uns auf unsere neue abenteuerliche Reise gehen.

Du wirst dich ermutigen lassen, Dinge zu lernen, Schritte zu gehen, die du dir bis dahin noch nicht vorstellen konntest. Und du wirst erleben, dass du mit jedem neuen Wagnis mutiger wirst, weil du entdeckst, dass Jesus mit dir auf dem Wasser geht.

Wir laden dich ein, ganz neu eine Entscheidung für diese Gemeinde zu treffen und mit uns zusammen vorwärts zu gehen, das Ziel in Angriff zu nehmen, eine gemeindegründende Gemeinde zu werden.

Können wir das denn?

Konnte sich Israel gegen das ägyptische oder das assyrische Weltreich behaupten?

Nur dann, wenn sie zusammen auf ihren Gott schauten und Ihm ganz zur Verfügung standen. Komm mit uns mit!

        Eure Eugen und Jürgen

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01. Aug.
2018
"Einladend" Blog-Post Bild

"Einladend"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Neulich machte jemand mit der Bundesbahn wieder eine Erfahrung: Es ging um eine Fahrplanauskunft am Schalter. Dabei wurde sie gefragt, wo sie die Karten holt. „Am Automaten“ war ihre Antwort. „Dann müssen sie sich dort auch die Auskunft holen!“ war die Entgegnung der Bahnangestellten.

Was sagt uns das? Vieles – über „die Kundenfreundlichkeit“ der Bahn. Aber was machen 2 € Schalteraufschlag, der mir durch die Lappen geht, wenn ich einen fröhlichen, zufriedenen Kunden gewinnen kann?

Die Bahnangestellte hatte vergessen, dass sie für dieselbe Bahn arbeitet, die die Automaten aufstellt und die die Beförderungsdienstleistung anbietet.

Oft sehen wir nur uns, unsere Arbeit, unseren Teil und alles andere nicht, oder wenn, dann eher als Konkurrenz.

Und dieses „menschliche Verhalten“ kriecht manchmal auch in die Gemeinde. Wir sehen nicht, oder vergessen, dass wir zu einer Gemeinde gehören. Wir sind hauptsächlich in einer Gruppe, die manchmal unsere einzige Verbindung ist.

Vom Ihr zum Wir

Geh hinaus auf die Wege und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, daß mein Haus voll werde! (Luk 14:23)

Unsere innovative Kleingruppenstruktur, die ja durch die sich verändernden Angebote immer wieder neu entsteht, ist einerseits eine große Möglichkeit, neue Leute zu interessanten Thema einzuladen. Aber sie ist auch eine echte Herausforderung sich dabei mit der Gesamtgemeinde zu identifizieren.

Wandelt in Weisheit gegenüber denen, die draußen sind, kauft die gelegene Zeit aus!
(Kol 4:5 )

Wir laden möglicherweise zu einer Gruppe ein. Aber wir vergessen, dass diese Gruppe ein Teil der Gemeinde ist, die noch mehr anzubieten hat, wie z.B. besondere Events (Sommerfest, Kinderwoche etc., zu denen man Einladungen weitergeben könnte) oder Regelmäßiges, wie Gottesdienste, Mosaik, Gebetsabende etc.

Das Einfache einfach nutzen

Sicherlich ist nicht alles für jeden interessant. Aber wenn wir uns als Gemeinde fühlen, laden wir, so gut es geht, zu allem ein, was die Gemeinde tut, denn dann haben wir die Chance, das mit Jesus Erlebte bzw. das Erleben mit Jesus mit den Menschen zu teilen.

Da dürfen wir durchaus noch mehr wachsen!

Zugehen auf Neue

Immer wieder wird uns gesagt, dass die Gottesdienste, wie auch das Davor und Danach einem schnell das Gefühl geben: Hier ist man willkommen. Und das ist ein gutes Kompliment, das sollte uns alle ermutigen. Wir sind schon viel besser darin geworden, auf Neue zuzugehen.

... wir sind Glieder seines Leibes.
(Eph 5:30)

Inzwischen feiern viele von uns ihre Feste mit der Gemeinde und Freunden, Arbeitskollegen, Familie, Nachbarn. Und das ist eine tolle Sache, weil sie diese Lebensbereiche zusammen bringen. Als Gemeinde sind wir auch die Familie des Feiernden, also sind wir in gewisser Weise auch mit ihm Gastgeber. Das vergessen wir manchmal. Da fällt es uns noch schwer, auf die uns weniger Bekannten aus der Festgesellschaft zuzugehen. Obwohl es eigentlich jedes mal eine gute Gelegenheit ist, jemanden kennenzulernen und ihn an unserem Erleben teil haben zu lassen.

Wir möchten uns alle ermutigen diese Gelegenheiten doch zuversichtlicher zu ergreifen.

Vorbilder

Wenn jeder sich dessen bewusst ist und entsprechend handelt, können wir einander auf einfache Weise zu Vorbildern werden. Einander dazu anreizen, einander anleiten, auch bei diesen Gelegenheiten einladend zu sein,  indem wir dem anderen Zeigen, du bist hier willkommen, ich bin Teil von XY‘s erweiterter Familie.

Einladend auch in dem Sinne, dass wir wiederum die Gelegenheit ergreifen, unkompliziert zu Angeboten der Gemeinde einzuladen.

Oder, wenn es sich ergibt, mit den Menschen über Jesus zu reden und wenn sie offen sind, sie zu einem Leben mit Jesus einzuladen.

Wir können ja niemanden zu irgend etwas überreden. Das sollen wir auch nicht. Aber wir können unsere Scheu und auch unsere manchmal hinderlich Bequemlichkeit ablegen und einfach einen Schritt auf die Menschen zu tun, wenn sie schon hier sind.

Die KiwoH ist wieder eine Gelegenheit, wo sicherlich viele Eltern beim Hinbringen und Abholen mit ihren Kindern mitkommen. Wenn du nicht mitarbeitest kannst du dennoch da sein und in diesen Zeiten mit den Eltern reden.

Beim KiwoH-Abschlussfest kann man wiederum mit den Eltern (um die wir beten müssen) reden.

Das ist das nächste Gemeinde-Event. Dann kommt der „Familiengottesdienst“ am 9.9. zu dem man einladen kann.

Später am 31.10 wird wieder ein Gemeindefest sein. Das sind alles niederschwellige Angebote. Wenn wir die im Auge haben und nutzen, werden wir noch einladender.

Dass unser Einladen, unser auf die Menschen Zugehen zum Ziel führt, braucht immer wieder auch unser Gebet. Denn Gott muss uns zu den offenen Herzen führen bzw. sie für uns und Ihn öffnen. Und dazu laden wir Euch alle ein.

        Eure Eugen und Jürgen

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01. Jun.
2018
"Courage" Blog-Post Bild

"Courage"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Ein paar von uns werden bei der Leiterkonferenz von Relational Mission mit dabei sein. Der Titel der Konferenz ist Courage, Mut, Beherztheit.

 

Ich weiß nicht, was uns dort erwarten wird, aber ich weiß, dass es eigentlich ein Thema ist, das uns alle angeht.

 

Denn viele von uns wünschten sich genau das: Mut. Mut, Dinge anzugehen die schon lange anstehen; Mut, in einer kleineren oder größeren Gruppe den Mund aufzumachen. Mut, die eigenen Gaben zum Wohle anderer einzusetzen.

 

Und es scheint fast unmöglich, den Schritt zu tun. Zu groß ist die zu überwindende Hürde oder zu gering der Mut.

 

Die Auswirkung von Pfingsten war bei den Aposteln, dass aus den verschreckten, in einem Hinterzimmer verkrochenen Jesusnachfolgern eine Gemeinschaft wurde, die weder Tod noch Teufel fürchtete.

 

PARÄSIA

 

Die Kraft Gottes, die auf sie, über sie und in sie kam, gab ihnen Mut, Freimut, PARÄSIA.

 

PARÄSIA ist ein Begriff, der mit der Traute zu tun hat, vor Gott zu kommen und ebenso mit dem Mut in der Öffentlichkeit in aller Offenheit zu reden.

 

Die Bibel sagt, dass wir in Jesus Christus diesen Freimut, diese PARÄSIA bekommen haben und sie sagt uns, dass wir diese PARÄSIA nicht wegwerfen sollen.

 

Was ist die Grundlage dieses Freimutes? Grundlage ist:

 

Dass uns Jesus Christus von aller Schuld rein gewaschen hat und dass Er uns zu Kindern des Vaters gemacht hat. Deshalb kann uns nichts hindern, in die Gegenwart Gottes zu treten.

 

 

In ihm haben wir Freimütigkeit und Zugang in Zuversicht durch den Glauben an ihn.

 

(Eph. 3:12)

 

Aber aus dem selben Grund gibt es auch nichts, was uns hindern kann, von Ihm in aller Offenheit in der Öffentlichkeit zu reden.

 

Furchtlosigkeit

 

Gott will auch uns, unsere Generation, zu einer Gemeinde machen, die weder Tod noch Teufel fürchtet. Die weder Hohes noch Tiefes fürchtet und keiner Aufgabe oder Herausforderung aus dem Weg geht.

 

Gottes Geist will uns zu solchen machen, die keine Furcht kennen, verletzt zu werden, auch nicht an unserer Seele.

 

Denn wer sich als Christ exponiert, wird beides erleben: Menschen, die offen sind und auf das Evangelium von Jesus Christus reagieren, und Menschen, die absolut nichts davon wissen wollen, und er wird beide Menschengruppen in unmittelbarer Nähe erleben, immer da, wo er seinen Mund mutig aufmachen wird.

 

Was uns abhält

 

Der Grund, warum wir oft nicht reden, warum wir oft nicht Gebet anbieten, warum wir oft nicht ein tröstendes, ermutigendes oder auch ermahnendes Wort von Gott weiter geben, ist, dass wir uns vor den Konsequenzen fürchten. Es ist die Furcht, dass man sich über uns lustig macht, dass man uns nicht mehr ernst nimmt, dass man uns meidet, sich von uns abwendet. Und das alles ist verletzend.

 

 

Da wir nun eine solche Hoffnung haben, so gehen wir mit großer Freimütigkeit vor.

 

(2.Kor. 3:12)

 

Der Heilige Geist ist von Jesus aus genau diesem Grund gesandt worden. Damit wir in Seiner Gegenwart und unter Seiner Leitung, diese Furcht ablegen.

 

Wir brauchen einander

 

Obwohl Paulus im Epheserbrief davon spricht, dass wir in Jesus Freimütigkeit haben, bittet er im selben Brief die dortige Gemeinde darum, dass sie in Fürbitte eintritt, damit er auch weiterhin diese Freimütigkeit hat.

 

Deshalb ist Gemeinde so wichtig! Wir brauchen einander! Wir brauchen es, dass wir einander ermutigen, dass wir im Gebet einander tragen, für einander eintreten, wenn wir selbst mal nicht den Mut oder die Kraft haben.

 

Dazu braucht es auch die Offenheit, zu bekennen, dass wir es nicht immer drauf haben, dass wir die Hilfe anderer brauchen. Damit macht man sich verletzlich, man gibt sich eine Blöße. Aber in einer guten Gemeinde, in der man den anderen höher achtet als sich selbst, sollte das nicht wirklich ein Problem sein.

 

Gebet um Freimut

 

Neulich hatten wir unser „Freitagsgebet“ und ich wurde innerlich von Gottes Reden in dieser Zeit so bewegt, dass ich wieder mutiger wurde, im Gebet das auszusprechen, was Gott uns verheißen hatte.

 

In der Gemeinschaft schenkte der Heilige Geist neu Freimut, Mut, frei das zu beten, wofür das „zynische Herz“ nicht mehr beten konnte oder wollte, denn auf einmal war der Zynismus weg.

 

 

Werft nun euren Freimut nicht weg, der eine große Belohnung hat.

 

(Hebr. 10:35)

 

Beten wir füreinander, dass wir alle Angst, allen Zynismus, alle Verzagtheit ablegen können und mit Freimut all das ins Dasein beten, was Gott uns zugesagt hat. Lasst uns dann auch um Mut und Freimut bitten, dass wir in der Lage sind unseren Mund vor unseren Freunden Bekannten, Arbeitskollegen und Familienangehörigen aufzumachen. Und beten wir füreinander, dass wir auch auf uns noch nicht so vertraute Menschen mutig zugehen. Gerade letzteres braucht Mut und Überwindung! Auch um unsere Bequemlichkeit zu überwinden, im vertrauten Rahmen zu bleiben.

 

Wir wünschen Euch im Juni neu den Mut, Altes zu überwinden und Neues zu wagen.

 

Eure Eugen und Jürgen

 

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