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01. Jul.
2019
"Der Friede Gottes " Blog-Post Bild

"Der Friede Gottes "

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenig lernfähig wir Menschen sind. Es ist auch erstaunlich, wie leicht wir Deutschen manipuliert werden können. Da kommt jemand und hat die Bot-schaft „Ich will, dass ihr in Panik geratet!“ und wir lassen uns in Panik versetzen.

Die Europawahl, das politische Beben danach und die Panik in den etablierten Parteien machen das Bild komplett.

Da wäre ein gutes Maß an Vernunft dringend erforderlich. Und die ist nicht vorhanden. Es scheint, als ob sich diese in Zeiten der politischen Korrektheit geradezu verbietet. Man verschließt sich rationalen Argumenten und nennt jeden der sich gegen den Trend stellt ...-phob.

Und der Friede des Christus regiere in euren Herzen, zu dem ihr auch berufen worden seid in einem Leib! Und seid dankbar!“
(Kol. 3:15)

In einer solchen Situation fragt man sich, was wir Christen denn machen können und sollen?

1. Wir schauen auf unseren Gott: Er ist der HERR, der ist, der war und der sein wird. Er hat alles in Seiner Hand.

2. Wir lassen uns nicht verführen: In Matt. 24:4 sagt Jesus: „Seht zu, dass euch nicht jemand verführe.

Wenn uns jemand sagt: „Ich will, dass ihr in Panik geratet“, dann ist höchste Alarmstufe. Denn dann sollen wir verführt werden, unser Urteilsvermögen soll ausgeschaltet werden.  Was hat die Panik bei der Loveparade in Duisburg 2010 bewirkt? 19 Tote und viele Verletzte.

3. Wir sorgen uns um nichts: Wenn uns Sorgen überwältigen, dann geraten wir in Panik und machen irgendetwas – aber nichts Sinnvolles.

4. Wir bringen die realen Probleme mit Danksagung vor Gott. Es nützt nichts, vor den realen Problemen davon zu laufen oder den Kopf in den Sand zu stecken.

Aber Gott ist für uns Christen die erste Adresse, wenn wir in Schwierigkeiten stecken.

Gibt es einen Klimawandel? Möglicherweise! Den gab es schon immer. Ist er menschengemacht? Wahrscheinlich nicht, sonst hätten wir die Wärmeperioden vor der Industrialisierung nicht gehabt!

Welche Rolle spielt Gott in dem Ganzen?

Dürre in einem Land, so kann man es in der Bibel lesen, war immer ein Teil des Gerichtshandelns Gottes.

Länder, die den Götzen huldigten, wurden von Gott der Dürre und Verödung preisgegeben, was ein interessanter Aspekt in der ganzen panischen Situation wäre.

5. Wir brauchen von Nüchternheit geleitete Ruhe:

Elf Mal ermutigt uns das Wort Gottes nüchtern zu sein.

In 1.Petr. 1:13 sagt es: „Deshalb umgürtet die Lenden eurer Gesinnung, seid nüchtern und hofft völlig auf die Gnade, die euch gebracht wird in der Offenbarung Jesu Christi!“

Man könnte auch übersetzen „umgürtet die Lenden eurer Gesinnung in dem ihr nüchtern seid“. Nüchternheit ist ein Gürtel für unser Denken, dass wir nicht völlig die Übersicht, die Beherrschung, den Verstand verlieren. Wenn uns jemand sagt: „Ich will, dass ihr in Panik geratet“, dann will er genau das nicht, dass wir nüchtern sind, die Beherrschung, den Verstand behalten. Dann will er all das umgehen.

Und dann sind wir verführbar!

Wir brauchen aber noch mehr.

6. Wir brauchen den Frieden Gottes!

Von dem sagt Paulus, dass er höher ist als alle Vernunft. Höher selbst als die von Nüchternheit umgürtete Vernunft.

Der allein kann unser Herz bewahren, das leicht erschrickt, das leicht in Panik geraten kann, das sich leicht verführen lassen kann, was dazu führt, dass unser Sinn, unser Verstand, unser Denken umgangen wird.

Dieser Friede kann und soll uns bewahren.

7. Lass Jesus in dir regieren:

Im Kolosserbrief lesen wir: „Und der Friede des Christus regiere in euren Herzen, zu dem ihr auch berufen worden seid in einem Leib! Und seid dankbar!“ (Kol. 3:15) Jesu Friede regiert in uns, wenn Jesus regiert. Wenn Er unser Denken und Handeln bestimmt.

Unsere einzig reale Hoffnung in einer panischen, verrückten Zeit ist Jesus Christus, und Er allein.

Ihn mit anderen zu teilen, von Ihm zu reden, von Ihm und Seinem Handeln, von Seinem Frieden, von Seiner Ruhe zu berichten, ist unsere Aufgabe, damit wir unsere Umwelt in unseren Frieden mit hineinnehmen können.

Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen laßt eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden!

(Phi 4:62

 Nur wenn wir diesen Frieden haben und leben, können wir den Apfelbaum pflanzen, damit wir morgen Äpfel zu essen haben.

 

Dann können wir Familien gründen und Kinder zeugen, damit diese Welt auch in Zukunft vielleicht noch von vernünftigen, nüchternen Menschen  bewohnt wird, die von dem Grund allen Friedens Zeugnis ablegen können.

Sei du ein solcher Mensch, in dem der Friede des Christus jeden Tag deutlich sichtbar regiert und lass dich nicht in eine Panik versetzen, die dich verführbar macht. In diesem Sinne einen friedvollen Juli mit hoffentlich sommerlichem Wetter.

 

Eugen, Jürgen und Thomas

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01. Jun.
2019
"Erweisung der Kraft" Blog-Post Bild

"Erweisung der Kraft"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen. Das ist immer wieder wahr. Eine Reise nach Serbien öffnete den Blick für ein Land, das man von uns aus als ein westliches betrachten würde. Aber weit gefehlt!

Zwar liegt es auf dem Balkan, aber ist letztlich ein östliches, ein orientalisches Land. Nicht so sehr was das äußere Erscheinungsbild angeht.  Es sind die kulturellen Prägungen eines Landes, die den Unterschied machen. Wir  waren in Nis, einer der größeren Städte des Landes, das eine lange römische Vergangenheit hatte, mit vielen späteren römischen Kaisern, die dort geboren wurden.

und meine Rede und meine Predigt bestand nicht in überredenden Worten der Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft beruhe.
(1.Kor 2:4-5)

 

Aber viele Jahrhunderte der türkischen Herrschaft haben aus diesem Land ein in seiner Mentalität orientalisches Land gemacht.

Das ist ein Blick in die Vergangenheit, der auch ein Blick in die Zukunft sein kann - in unsere Zukunft.

Wie wird sich Europa verändern, Deutschland? Wie wird sich unsere Mentalität verändern? Wie wird sich auch das schwindende Christentum verändern?

Demnächst feiern wir Pfingsten. Das war das alttestamentliche Fest der Erstlingsfrüchte und ist dies auch neutestamentlich gesehen. An diesem Tag wurden die ersten Neubekehrten zur Gemeinde hinzugetan.

Denn ich nahm mir vor, nichts anderes unter euch zu wissen, als nur Jesus Christus, und ihn als gekreuzigt.

(1.Kor. 2:2

 

Der Gemeinde, die aus der Jüngerschar hervorgegangen war, die von Jesus den Auftrag bekam, in Jerusalem zu warten, bis sie angetan würden mit der Kraft aus der Höhe.

Mit der Ausgießung des Heiligen Geistes begann die Ausbreitung des christlichen Glaubens, der Gemeinde Jesu.

Die Kraft des Heiligen Geistes ließ die Jünger unerschrocken von ihrem Herrn Jesus, dem Sohn Gottes, dem Erlöser der Welt reden und sie fürchteten sich nicht.

Und wenn sie eingeschüchtert wurden, dann beteten sie um Freimut und sie wurden wieder mit dem Heiligen Geist erfüllt. In einer Zeit, in der wir mit 1000 sozialen Konstrukten, Wahrheiten, Lebensentwürfen konfrontiert sind, brauchen wir wieder neu die Kraft des Heiligen Geistes, um als Zeugen der einen Wahrheit fest stehen zu können.

Und ich war bei euch in Schwachheit und mit Furcht und in vielem Zittern;

(1.Kor.2:3)

 

Gute Lehre, viel Bibelwissen, zündende Ideen, wie man die Botschaft weiter geben kann, sind wertvoll. Aber sie helfen alle nichts, wenn wir nicht mehr den Mut haben, unerschrocken und deutlich von der Wahrheit des Evangeliums zu sprechen.

Sie helfen nichts, wenn dem gesprochenen Wort die innewohnende Kraft Gottes fehlt, weil wir es abgemildert und politisch korrekt angepasst haben.

Sie helfen nichts, wenn wir nicht davon überzeugt sind, dass der Geist Gottes heute genau so handelt, wie Er dies an Pfingsten und danach getan hat.

Wenn wir nicht überzeugt sind, dass Jesus immer noch der Christus ist, der mit dem Heiligen Geist und mit Feuer tauft und auch heute noch Zeichen und Wunder zur Beglaubigung Seiner Botschaft denen folgen lässt, die an Ihn glauben.

Paulus spricht davon, dass seine Rede „nicht in überredenden Worten der Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft“ bestand.

Es ist diese Kraft, die bei den Christen zu aller Zeit zu finden sein sollte. Die Kraft, die es uns möglich macht für Kranke zu beten und Dämonen auszutreiben.

An dem Sonntag, als ich in Izmir war, kam eine moslemische Familie aus einer eine Stunde entfernten Stadt zur Gemeinde. Sie hatten von der Gemeinde in Karshiaka gehört, dass dort für Dämonenaustreibung gebetet wird.

Selbst die Moslems in der Türkei wissen, dass diese Kraft nur bei den Christen zu finden ist.

Christliche Feste dienen einerseits, sich an Gewesenes zu erinnern. Aber das ist längst nicht alles. Sie sollen uns z.B. an die für uns heute gültige Realität erinnern, dass wir uns, wie die ersten Christen, genauso nach dieser Kraft aus der Höhe, der Kraft des Heiligen Geistes ausstrecken dürfen und sollen.

Wenn dir der Mut fehlt, ein Zeuge für Jesus zu sein, wenn dir der Mut fehlt deinem Nachbarn, Arbeitskollegen, deiner Verwandtschaft, deinen Freunden von Jesus zu erzählen, für sie zu beten, ihnen Gebet um Heilung anzubieten, dann bitte um Freimut, um die Kraftausrüstung des Heiligen Geistes.

Dann bitte, flehe, ringe darum und warte darauf. Jakob, der einer für ihn unlösbaren Aufgabe gegenüberstand, rang in der Nacht davor mit Gott. Er brauchte Gott, er brauchte Seinen Segen, was in etwa dasselbe ist, wie die Kraftausrüstung. Und er hängte sich an Gott und sagte: „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.“

„Ich gebe nicht auf bis ich habe, was ich brauche. Ich will diese Krauftausrüstung zu einem vollmächtigen Zeugnis haben, das sich in Erweisung der Kraft zeigt.“

Hast du das jemals gebetet?

Wenn nicht, dann beginne jetzt und höre nicht auf, bis du sie hast.

In diesem Sinne eine erwartungsvolle vor- und nach-pfingstliche Zeit.

Eugen, Jürgen und Thomas

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01. Mai
2019
"Eine attraktive Botschaft" Blog-Post Bild

"Eine attraktive Botschaft"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Wenn wir vom Evangelium reden, dann sprechen wir wörtlich von der „guten Botschaft“. Aber was macht diese Botschaft gut?

Wir haben gerade Ostern hinter uns und haben da gefeiert, dass Jesus auferstanden ist. Das ist eine gute Botschaft, wenn wir sie glauben. Aber was bedeutet es denn, welche Konsequenzen hat es denn, dass Jesus nicht im Tod geblieben ist?

Paulus macht in 1.Kor. 15 deutlich, dass wir dann nicht mehr in unseren Sünden sind. Die gute Nachricht ist, dass die Sünde die Macht verloren hat.

 

In ihm (Jesus) haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade,

(Eph 1:7)

 

Wenn das Evangelium, eine gute Botschaft sein soll, dann muss es verkündigen: Du kannst von deiner Sünde und der Herrschaft der Sünde loskommen. Wie? Durch das stellvertretende Opfer Jesu an deiner Stelle und dadurch, dass du diesen Jesus als Herrn und Erlöser annimmst.

Das Erlösungswerk Jesu beinhaltet das und noch vieles mehr. Es gibt uns Anrecht daran. Neulich hat mir Jemand in einer Mail geschrieben, wozu seiner Meinung nach das Erlösungswerk „ein Recht gibt“. Nimmt man das wörtlich, gibt es nur eine Stelle die von Recht spricht.

Johannes spricht von dem Recht Kinder Gottes zu werden. Darunter kann man sich viel vorstellen. Aber manchmal geht unsere Vorstellung auch über das Ziel hinaus. Deshalb ist es gut, sich zu fragen: Was sagt denn die Bibel darüber? Was haben wir durch die Sohnschaft?

Die Bibel spricht erstaunlich viel davon, was wir durch Jesus haben.

Wir haben:

  • Frieden mit Gott (Römer 5:1)

  • Die Erlösung durch Sein Blut (Eph. 1:7; Kol. 1:14).

  • Die Vergebung unserer Vergehungen (Eph.1:7; Kol. 1:14)

  • Den Zugang zum Vater (Eph. 2:18).

  • Freimütigkeit und Zugang (Eph.3:12; 1.Joh.3:21).

  • Zuversicht (1.Joh. 5:14)

  • Einen festen Anker für unsere Seele (Hebr. 6:19)

  • Vertrauen zu Gott (2.Kor.3:4)

  • In Jesus einen Hohepriester (Hebr. 4:15; 8:1), einen Beistand (1.Joh.2:1)

  • Einen himmlischen Leib (2.Kor. 5:1) und deshalb hier keine bleibende Stadt (Hebr. 13:14)

  • Das prophetische Wort (2.Petr.1:19)

  • Das Doppelgebot der Liebe (1.Joh. 4:21)

In all diesen Stellen ist das griechische Verb ECHOMEN verwendet und es macht deutlich, was wir haben, was wir besitzten. Wenn wir also eine Aussage darüber machen wollen, was der Inhalt der Guten Botschaft und der Nutzen für uns ist, dann müssen wir zuallererst diese Stellen anschauen. Und auf diese Dinge haben wir ein Anrecht als Kinder Gottes, ja diese Dinge sollten sich in unserem Leben zeigen.

 

 

So schäme dich nun nicht des Zeugnisses unseres Herrn ..., sondern leide mit für das Evange-lium nach der Kraft Gottes!

(2.Ti. 1:8)

 

Wer die Liste aufmerksam liest, wird feststellen, dass es um eine Beziehung geht. Die Beziehung zum himmlischen Vater. Das ist die attraktive Botschaft, dass wir zu unserem himmlischen Vater, der tatsächlich da ist und für uns sorgen will und gesorgt hat, eine Beziehung haben können, die von Vertrauen, Zugänlichkeit, Nahbarkeit, Sicherheit geprägt ist.

Aus dieser Beziehung heraus handelt dieser Vater zu unserem Guten. Aber die Liste enthält auch Hinweise auf unser altes Leben, das versöhnt werden muss, das Vergebung braucht, Vergebung für unsere Sünden, unsere Übertretungen, unseren Ungehorsam, unsere Rebellion.

 

Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verlorengehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.
(1.Kor 1:18)

 

Die gute Nachricht ist, dass keiner von uns etwas dafür tun muss, diese zu bekommen, dass wir sie Geschenkt bekommen, wenn wir sie haben wollen.

Wenn das keine attraktive Botschaft ist, weiß ich nicht was eine attraktive Botschaft sein könnte!

Was wir allerdings in dieser Botschaft, in dem was wir hier haben (ECHOMEN) nicht finden ist das Recht auf Reichtum, Wohlergehen, Unversehrtheit, Problemlosigkeit.

Wir haben (ECHOMEN) diesen Schatz des Evangeliums, was das Evangelium bedeutet, in einem irdenen Gefäß (2.Kor. 4:7). D.h. Gottes Reichtum für uns ist nicht immer so leicht für uns zu handhaben, denn wir sind begrenzt (irden).

Wir hätten alles gerne sehr klar und einfach. Aber das ist es manchmal nicht.

Aber wenn wir z.B. die Spannungen aushalten, dass wir sowohl von Gott gezeugt als auch adoptiert sind, dass wir sowohl vor Grundlegung der Welt erwählt sind und doch auch mit Glauben auf die Erwählung reagieren, wenn wir aushalten, dass Gott, ehe wir rufen, antwortet und dennoch will, dass wir ihn bitten, dann sind wir irdenen Gefäße bis an unsere Grenzen gegangen.

Jesus mutet uns das zu! Ja, er mutet uns zu, einander stehenzulassen, selbst wenn wir mal mehr zum einen und mal mehr zum anderen Spannungspol hingezogen sind.

Er will, dass wir den Reichtum und die Kanten des Evangeliums wertschätzen lernen und es nicht nach weltlichen Maßstäben glatt und attraktiv machen.

In diesem Sinne einen fröhlichen Umgang mit einer attraktiven Botschaft.

 

 

Eugen, Jürgen und Thomas

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01. Apr.
2019
"Ein attraktiver Gott" Blog-Post Bild

"Ein attraktiver Gott"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Was macht eine Person attraktiv? Machen die Bilder, die jemand von sich auf Instagram postet, diese Person attraktiv? Wie kann der Betrachter dieser Bil-der wissen, wie viele Filter über das ursprüngliche Bild dieser Person gegangen sind, um alle störenden Dinge zu entfernen: Falten, Sommersprossen, Pickel, Cellulite, überschüssige Pfunde?

Und selbst wenn wir das wirkliche Bild zu sehen bekämen, wüssten wir noch nicht, ob diese Person attraktiv und sympathisch ist.

Ein Bild, ein Portrait ist zweidimensional. Aber es fehlen so viele Dimensionen. Erst wenn man die Chance hat, diese Person persönlich kennenzulernen, wird man feststellen, ob sie wirklich sympathisch und attraktiv ist, ob man zu ihr hingezogen ist.

Denn Entsetzen hatte ihn erfasst und alle, die bei ihm waren,
(Luk 5:8-9)

Dasselbe gilt für Gott. Wir können versuchen ein noch so gutes attraktives Bild von Gott zu malen (was meist einseitig und subjektiv ist). Es wird der persönlich erlebbaren Beziehung niemals auch nur annähernd nahekommen.

Deshalb sagt Philippus zu seinem Freund Nathanael: „Komm und sieh. Komm und lerne Ihn kennen, er ist nahbar, er ist erfahr- und erlebbar.“

Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann aus Nazareth Gutes kommen! Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh es!

(Joh 1:46)

Deshalb sollen die Kinder zu Jesus kommen, entgegen dem Protest der Jünger. Sie sollen Ihn erleben, erleben, wie freundlich, gütig, nahbar und sie verstehend Er ist.

Wenn die Menschen zu Jesus kamen, dann fragte Er sie nicht: „Was willst du von Mir wissen, sondern was kann, was soll Ich für dich tun?“

Als aber Simon Petrus es sah, fiel er zu den Knien Jesu nieder und sprach: Geh von mir hinaus! Denn ich bin ein sündiger Mensch, Herr.

 

So sehr wir in der Regiogemeinde gute biblische Lehre schätzen, so sehr sind wir uns bewusst, dass keine noch so intensive Lehre die persönliche Erfahrung der Gnade und des Heils, der Vergebung, der Wiedergeburt, der Neuwerdung, der Innewohnung des Heiligen Geistes und der Begabung durch diesen ersetzen kann. Nichts und niemand, kein noch so schlüssiges theologische Lehrsystem kann die Stimme Gottes in uns ersetzen, die uns darin versichert, dass wir Sein Kind sind.

Gott ist ein Gott, der Gesetze gegeben hat, damit diese Welt existieren kann. Aber als Gesetzgeber ist Er Herr jedes existierenden Gesetzes und lässt sich daher niemals auf Seine Gesetze reduzieren oder durch sie beschränken.

Daher ist Er kein Kaugummiautomat, der der inneren Mechanik folgend das ausspuckt, wofür wir „bezahlt“ haben.

Bezahlen meint in diesem Kontext, wofür wir geglaubt, gebetet, gefastet, gearbeitet oder uns abgemüht haben.

Aus der erfahrbaren und gelebten Beziehung heraus kommt ein Dialog zustande, der es uns ermöglicht, zu hören und zu spüren, was Gott getan haben will, was Er geglaubt haben will, was Er gebetet haben will und woraufhin Er handeln will.

Sein Wort und damit Sein geoffenbarter Wille hilft uns dabei, uns nicht zu verirren.

Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe! Dieser ist doch nicht etwa der Christus?

(Joh 4:29)

Wir „machen Gott attraktiv“ wenn wir Ihn selbst erleben, selbst mit Ihm Gemeinschaft haben und aus dieser Gemeinschaft heraus das Erlebte in unsere Umwelt hinausströmt wie eine Quelle. (Die Quelle lebendigen Wassers, von der Jesus redet, erinnert daran.)

Erleben die Menschen um uns herum, dass dieser Gott real ist, haben sie zwei Möglichkeiten: Sie wollen diese Beziehung auch oder sie wenden sich von Jesus ab, dem sie durch uns begegnet sind.

Wenn wir wollen, dass Menschen Jesus kennenlernen, dann müssen wir Jesus mehr Raum in unserem Leben geben, damit der in uns lebende und durch uns handelnde Jesus für unsere Mitmenschen erlebbar wird, es zu einem ersten Kontakt kommt.

Was hindert Jesus, mehr Raum, Autorität, Handlungsspielraum in deinem Leben zu haben?

Als Jesus zum ersten Mal in das Boot von Petrus einstieg und in diesem Boot nicht nur zu reden, sondern auch zu handeln begann, war die Reaktion von Petrus: „Geh weg von mir, denn ich bin ein sündiger Mensch.“

Welche Sünde hindert dich, Jesus noch mehr Gestaltungsfreiheit in deinem Leben zu geben?

Wem willst oder kannst du nicht vergeben?

Wen willst oder kannst du nicht um Vergebung bitten?

Manche unserer Blockaden hängen mit den zwei letzten Fragen zusammen. Willst du weiter blockiert sein?

Jesus will so viel mehr tun, als du dir vorstellen kannst. Je schneller du Ihm jeden Bereich deines Lebens zugänglich machst, umso schneller kann Er diese Bereiche in Besitz nehmen und auch in ihnen und durch sie handeln und sich für dich und andere erfahrbar machen.

Gott möchte durch dich zu einem attraktiven Gott für viele werden, weil Er in dir und durch dich sichtbar und erfahrbar wird.

Ein von Jesus verheißener Weg ist der der gegenseitig gelebten Agape-Liebe.

Eugen, Jürgen und Thomas

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01. Mrz.
2019
"Attraktive Gemeinde" Blog-Post Bild

"Attraktive Gemeinde"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Was macht eine Gemeinde attraktiv? Liest man sich im Internet die Überschriften und die ersten Abschnitte der Artikel durch, die sich mit diesem Thema befassen, dann gibt es viele Ideen, wie man Gemeinde / Kirche attraktiv machen will: Mehr Mitbestimmung der Frauen und oder der Jungen, kürzere Gottesdienste, andere Musik. In einem Beitrag wurde darüber berichtet, dass man sich überlegt auf eine Vorschlag einzugehen, einen Teil der Kirche als Yoga-Raum zu nutzen.

Macht all das die Gemeinde attraktiver? Und für wen würde eine solche Gemeinde attraktiver werden?

 

Was meint eigentlich attraktiv?

Eine Suche bei MR Google ergibt: „1. anziehend durch besondere Vorteile oder Gegebenheiten; einen Anreiz bietend; 2. anziehend aufgrund eines ansprechenden Äußeren; hübsch und voller Reiz.

»Womit soll ich mich dem HERRN nahen, mich beugen vor dem hohen Gott?

Denn damit wird das frühere Gebot aufgehoben …, und eingeführt wird eine bessere Hoffnung, durch die wir uns zu Gott nahen.
(Micha 6:6; Heb 7:18-19)

Der Begriff „anziehend“ wirft die Frage auf: Auf wen soll die Gemeinde anziehend wirken? Wer ist das Wichtigste für die Gemeinde?

Bei der Definition 2 geht es besonders um die Attraktivität der Frau für den Mann.

Wer ist der Mann der Gemeinde?

Jesus ist der Mann, der Bräutigam der Gemeinde. Jesus soll von der Gemeinde angezogen werden. Wird Jesus von der Gemeinde angezogen, wird das auch der Vater und der Heilige Geist.

Freuen, ja freuen will ich mich in dem HERRN! Jubeln soll meine Seele in meinem Gott! Denn er hat mich bekleidet mit Kleidern des Heils, den Mantel der Gerechtigkeit mir umgetan, wie der Bräutigam sich nach Priesterart mit dem Kopfschmuck und wie die Braut sich mit ihrem Geschmeide schmückt.

(Jes. 61:10)

In nebenstehendem Vers wird deutlich: Das, was Gott für die Gemeinde tut, ist ein Schmuck und macht sie hübsch, attraktiv und darüber freut sie sich und gibt ihren Dank und ihre Freude wieder an Gott zurück. Was ist attraktiver als eine freudige, fröhliche, jubelnde Braut.

Was ist attraktiver für Gott als diese Braut, die sich vor Verlangen nach ihrem Bräutigam verzehrt, sich für Ihn schmückt, sich für Ihn herrichtet und alles tut, um Ihm zu gefallen?

Als Gemeinde für Jesus attraktiv zu sein ist unsere vornehmste Aufgabe. Es gibt nichts Wichtigeres in dieser Welt.

Ja, aber haben wir nicht einen Missionsauftrag? Ist das nicht das Wichtigste?

Der Missionsauftrag kommt aus der Beziehung zu Jesus. Wenn wir die nicht haben, haben wir keinen Auftrag.

Jesus macht eines deutlich. Wirkliche Attraktivität kommt von Gott:

Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zieht;  (Joh 6:44)

Unser Wort attraktiv kommt vom lat. attrahere. Und das findet sich (in der Vulgata) genau hier in diesem Vers. Der Vater zieht Menschen zu Jesus. Der Vater zieht sie zur Gemeinde, wenn diese Gemeinde ein Ort ist, wo Jesus ist. Er zieht diejenigen zu Jesus die dieser auferweckt, lebendig macht, die auserwählt sind.

Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt, daß niemand zu mir kommen kann, es sei ihm denn von dem Vater gegeben.

(Joh 6:65

Ein attraktive Gemeinde ist nicht notwendigerweise eine Gemeinde, die groß ist, die viel Jugend hat, oder viele Gebildete, oder welche Gruppe man auch immer besonders gerne hat.

Eine attraktive Gemeinde ist eine Gemeinde, in der der Vater Menschen zu Jesus zieht und sie im Leib Jesu beheimatet.

Nun, da mögen wir immer noch einen Weg zu gehen haben. Wir wünschen uns, dass mehr Menschen bei uns zum Glauben an Jesus kommen, dass mehr Menschen zum ersten Mal dem Leib Jesu hinzugefügt werden.

Aber der Weg dahin ist nur der, dass wir zuallererst für Jesus noch attraktiver werden, der Heilige Geist, der Vater sich bei uns so wohl, so willkommen fühlen, dass Sie gerne Menschen zu Sich ziehen. Deshalb wollen wir dem Heiligen Geist, der den Sohn und den Vater verherrlichen will, so viel Raum geben wie nur möglich. Deshalb haben wir dieses Wochenende vom 4.-7. April geplant.

Jakobus sagt im Auftrag Gottes: Naht euch Gott! Und er wird sich euch nahen.

Eine für Gott attraktive Gemeinde ist eine Gemeinde, die Ihn sucht, im Gebet, im Gespräch mit Ihm, im Hören auf Seine Stimme und im Tun Seines Willens und dies in dieser Reihenfolge.

Dazu gehört dann auch, dass wir tun, was im zweiten Teil des Verses steht: „Säubert die Hände, ihr Sünder, und reinigt die Herzen, ihr Wankelmütigen!“ (Jak 4:8)

Attraktive Gemeinde, wie werden wir das?

Wir werden nicht attraktive Gemeinde, wenn wir den dreieinigen Gott beschneiden und in Seinem Wirken einschränken.

Wir werden attraktive Gemeinde, indem wir ein Ort werden, an dem der dreieinige Gott wohnt, gerne ist und wo der Vater gerne Menschen hinzieht.

 

Eugen und Jürgen

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