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01. Okt.
2018
"Zusammenwachsen" Blog-Post Bild

"Zusammenwachsen"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Im letzten Leiter- und Mitarbeitertreffen war „Zusammenwachsen“ ein zentraler Begriff, als es darum ging: Wohin wollen wir als Gemeinde gehen. Was ist unsere Zukunftsvision?

Zusammenwachsen war dabei nicht die Vision, das mittel- bis langfristige Ziel. Aber ohne das Zusammenwachsen, so wurde uns schnell klar, werden wir nie irgendein Ziel erreichen. Zumindest nicht als Gemeinde.

Denn Gemeinde bedeutet, dass das, was in einzelnen Bereichen geschieht, sowohl die ganze Gemeinde angeht und tut, wie auch dem dienen muss, was die Gemeinde angeht und tut.

Deshalb brauchen wir eine gemeinsame Sicht, ein gemeinsames Anliegen und dann auch ein gemeinsames Handeln. Das nennt man Zusammenwachsen.

Zusammenwachsen kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Am effektivsten ist es, wenn man möglichst da mit dabei ist, wo die Gemeinde sich als verbindliches Ganzes trifft, wie bei den Sonntagsgottesdiensten, den Family-Meetings und, so man verantwortlich mitarbeitet, auch bei den Leiter-/ Mitarbeitertreffen.

Denn Zusammenwachsen geschieht durch Gemeinschaft und Teilhabe. Teilhabe entsteht da, wo man über dieselben Informationen verfügt, wo man in Entscheidungsprozesse eingebunden und in Planungsprozessen mitbeteiligt ist.

Komm nun mit uns, … denn der HERR hat Israel Gutes zugesagt.
(Num 10:29)

Denn dann haben wir das gemeinsam besprochen, gemeinsam überlegt, gemeinsam Glauben dafür entwickelt, gemeinsam entschieden und es letztlich gemeinsam in unterschiedlichen Bereichen und auf unterschiedlichen Ebenen umgesetzt.

Euch aber lasse der Herr wachsen und immer reicher werden in der Liebe untereinander
(1Th 3:12)

Das war der Fall, als wir uns daran machten, der Gemeinde ein Zuhause zu schaffen.

 

Wir haben es zusammen entschieden, wir haben es letztlich zusammen in den unterschiedlichen Gremien geplant und dann immer wieder mit vereinten Kräften umgesetzt. Niemals wären wir so weit gekommen, wäre es [Unbekannt1] nicht eine gemeinschaftliche Anstrengung gewesen.

Nun hat die Gemeinde ein Zuhause. Aber ist das alles? Nein.

Gott hatte Seinem Volk Israel den „ungünstigsten Platz“ im ganzen Orient gegeben. Die Nahtstelle zwischen Afrika und Asien. Zwischen den Reichen am Nil und denen am Euphrat. Sie waren wie zwischen 2 Mühlsteinen. Und ihre Existenz in Freiheit und Unabhängigkeit würde allein durch ihre absolute Abhängigkeit von ihrem Gott garantiert.

Das war ihr prophetischer Auftrag. Gott wollte sich an einem kleinen Volk in seiner Schlüsselposition allen großen Völkern gegenüber als der allmächtige Gott ausweisen, damit alle an Ihn glauben.

Wozu hat uns Gott unser Land gegeben, was ist unser spezifischer Auftrag, was ist das, wozu wir als Gemeinde in dieser Welt sind? Unstrittig ist, dass uns unser Zuhause in sich selbst einen prophetischen Auftrag gegeben hat. Wir sind die Gemeinde auf dem Bauhof.

Die Antwort auf die Frage, wozu wir hier sind, kann also nur von diesem prophetischen Ort kommen und wir können sie nur gemeinsam beantworten. Wenn wir „beantworten“ schreiben, dann meinen wir, mit unseren Taten beantworten.

Um zu Taten zu kommen, müssen wir deshalb zu einer gemeinsamen Überzeugung zusammenwachsen. Und wenn wir diese errungen haben, dann werden wir auch an der Aufgabe und in der Aufgabe zusammen wachsen.

Laßt uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus, (Eph 4:15)

Gott will, dass wir zu Jesus, dem Haupt der Gemeinde hinwachsen.

 

Das Schöne dabei ist: Je mehr wir zum Haupt hinwachsen, umso näher kommen wir einander und wachsen so zusammen.

Am schmerzlich-sten vermisst man die, mit denen man hart und lange zusammen gearbeitet hat, mit denen man die Kälte und die Hitze, den Schweiß und den Erfolg geteilt hat. Man ist zusammengeschweißt worden, ist zusammengewachsen.

Gott hat uns diesen Platz gegeben, weil Er aus uns Baukolonnen formen will. Baukolonnen, die an Seinem Reich bauen, die Sein Reich ausbreiten, die, wo immer Er uns hinschickt, bereit sind, neue Außenposten Seines Reiches zu bauen, Seine lokalen Gemeinden.

Haben wir darin Erfahrung? In gewisser Weise ja, denn die Regio-Gemeinde Weil war in sich eine Neugründung. Macht uns das sicher? Nein, denn wir sind in allem abhängig von dem Herrn der Gemeinde.

Es mag sein, dass dir dieser Gedanke noch etwas fremd ist. Aber lass dich darauf ein, und du wirst mit uns auf unsere neue abenteuerliche Reise gehen.

Du wirst dich ermutigen lassen, Dinge zu lernen, Schritte zu gehen, die du dir bis dahin noch nicht vorstellen konntest. Und du wirst erleben, dass du mit jedem neuen Wagnis mutiger wirst, weil du entdeckst, dass Jesus mit dir auf dem Wasser geht.

Wir laden dich ein, ganz neu eine Entscheidung für diese Gemeinde zu treffen und mit uns zusammen vorwärts zu gehen, das Ziel in Angriff zu nehmen, eine gemeindegründende Gemeinde zu werden.

Können wir das denn?

Konnte sich Israel gegen das ägyptische oder das assyrische Weltreich behaupten?

Nur dann, wenn sie zusammen auf ihren Gott schauten und Ihm ganz zur Verfügung standen. Komm mit uns mit!

        Eure Eugen und Jürgen

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01. Aug.
2018
"Einladend" Blog-Post Bild

"Einladend"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Neulich machte jemand mit der Bundesbahn wieder eine Erfahrung: Es ging um eine Fahrplanauskunft am Schalter. Dabei wurde sie gefragt, wo sie die Karten holt. „Am Automaten“ war ihre Antwort. „Dann müssen sie sich dort auch die Auskunft holen!“ war die Entgegnung der Bahnangestellten.

Was sagt uns das? Vieles – über „die Kundenfreundlichkeit“ der Bahn. Aber was machen 2 € Schalteraufschlag, der mir durch die Lappen geht, wenn ich einen fröhlichen, zufriedenen Kunden gewinnen kann?

Die Bahnangestellte hatte vergessen, dass sie für dieselbe Bahn arbeitet, die die Automaten aufstellt und die die Beförderungsdienstleistung anbietet.

Oft sehen wir nur uns, unsere Arbeit, unseren Teil und alles andere nicht, oder wenn, dann eher als Konkurrenz.

Und dieses „menschliche Verhalten“ kriecht manchmal auch in die Gemeinde. Wir sehen nicht, oder vergessen, dass wir zu einer Gemeinde gehören. Wir sind hauptsächlich in einer Gruppe, die manchmal unsere einzige Verbindung ist.

Vom Ihr zum Wir

Geh hinaus auf die Wege und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, daß mein Haus voll werde! (Luk 14:23)

Unsere innovative Kleingruppenstruktur, die ja durch die sich verändernden Angebote immer wieder neu entsteht, ist einerseits eine große Möglichkeit, neue Leute zu interessanten Thema einzuladen. Aber sie ist auch eine echte Herausforderung sich dabei mit der Gesamtgemeinde zu identifizieren.

Wandelt in Weisheit gegenüber denen, die draußen sind, kauft die gelegene Zeit aus!
(Kol 4:5 )

Wir laden möglicherweise zu einer Gruppe ein. Aber wir vergessen, dass diese Gruppe ein Teil der Gemeinde ist, die noch mehr anzubieten hat, wie z.B. besondere Events (Sommerfest, Kinderwoche etc., zu denen man Einladungen weitergeben könnte) oder Regelmäßiges, wie Gottesdienste, Mosaik, Gebetsabende etc.

Das Einfache einfach nutzen

Sicherlich ist nicht alles für jeden interessant. Aber wenn wir uns als Gemeinde fühlen, laden wir, so gut es geht, zu allem ein, was die Gemeinde tut, denn dann haben wir die Chance, das mit Jesus Erlebte bzw. das Erleben mit Jesus mit den Menschen zu teilen.

Da dürfen wir durchaus noch mehr wachsen!

Zugehen auf Neue

Immer wieder wird uns gesagt, dass die Gottesdienste, wie auch das Davor und Danach einem schnell das Gefühl geben: Hier ist man willkommen. Und das ist ein gutes Kompliment, das sollte uns alle ermutigen. Wir sind schon viel besser darin geworden, auf Neue zuzugehen.

... wir sind Glieder seines Leibes.
(Eph 5:30)

Inzwischen feiern viele von uns ihre Feste mit der Gemeinde und Freunden, Arbeitskollegen, Familie, Nachbarn. Und das ist eine tolle Sache, weil sie diese Lebensbereiche zusammen bringen. Als Gemeinde sind wir auch die Familie des Feiernden, also sind wir in gewisser Weise auch mit ihm Gastgeber. Das vergessen wir manchmal. Da fällt es uns noch schwer, auf die uns weniger Bekannten aus der Festgesellschaft zuzugehen. Obwohl es eigentlich jedes mal eine gute Gelegenheit ist, jemanden kennenzulernen und ihn an unserem Erleben teil haben zu lassen.

Wir möchten uns alle ermutigen diese Gelegenheiten doch zuversichtlicher zu ergreifen.

Vorbilder

Wenn jeder sich dessen bewusst ist und entsprechend handelt, können wir einander auf einfache Weise zu Vorbildern werden. Einander dazu anreizen, einander anleiten, auch bei diesen Gelegenheiten einladend zu sein,  indem wir dem anderen Zeigen, du bist hier willkommen, ich bin Teil von XY‘s erweiterter Familie.

Einladend auch in dem Sinne, dass wir wiederum die Gelegenheit ergreifen, unkompliziert zu Angeboten der Gemeinde einzuladen.

Oder, wenn es sich ergibt, mit den Menschen über Jesus zu reden und wenn sie offen sind, sie zu einem Leben mit Jesus einzuladen.

Wir können ja niemanden zu irgend etwas überreden. Das sollen wir auch nicht. Aber wir können unsere Scheu und auch unsere manchmal hinderlich Bequemlichkeit ablegen und einfach einen Schritt auf die Menschen zu tun, wenn sie schon hier sind.

Die KiwoH ist wieder eine Gelegenheit, wo sicherlich viele Eltern beim Hinbringen und Abholen mit ihren Kindern mitkommen. Wenn du nicht mitarbeitest kannst du dennoch da sein und in diesen Zeiten mit den Eltern reden.

Beim KiwoH-Abschlussfest kann man wiederum mit den Eltern (um die wir beten müssen) reden.

Das ist das nächste Gemeinde-Event. Dann kommt der „Familiengottesdienst“ am 9.9. zu dem man einladen kann.

Später am 31.10 wird wieder ein Gemeindefest sein. Das sind alles niederschwellige Angebote. Wenn wir die im Auge haben und nutzen, werden wir noch einladender.

Dass unser Einladen, unser auf die Menschen Zugehen zum Ziel führt, braucht immer wieder auch unser Gebet. Denn Gott muss uns zu den offenen Herzen führen bzw. sie für uns und Ihn öffnen. Und dazu laden wir Euch alle ein.

        Eure Eugen und Jürgen

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01. Jun.
2018
"Courage" Blog-Post Bild

"Courage"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Ein paar von uns werden bei der Leiterkonferenz von Relational Mission mit dabei sein. Der Titel der Konferenz ist Courage, Mut, Beherztheit.

 

Ich weiß nicht, was uns dort erwarten wird, aber ich weiß, dass es eigentlich ein Thema ist, das uns alle angeht.

 

Denn viele von uns wünschten sich genau das: Mut. Mut, Dinge anzugehen die schon lange anstehen; Mut, in einer kleineren oder größeren Gruppe den Mund aufzumachen. Mut, die eigenen Gaben zum Wohle anderer einzusetzen.

 

Und es scheint fast unmöglich, den Schritt zu tun. Zu groß ist die zu überwindende Hürde oder zu gering der Mut.

 

Die Auswirkung von Pfingsten war bei den Aposteln, dass aus den verschreckten, in einem Hinterzimmer verkrochenen Jesusnachfolgern eine Gemeinschaft wurde, die weder Tod noch Teufel fürchtete.

 

PARÄSIA

 

Die Kraft Gottes, die auf sie, über sie und in sie kam, gab ihnen Mut, Freimut, PARÄSIA.

 

PARÄSIA ist ein Begriff, der mit der Traute zu tun hat, vor Gott zu kommen und ebenso mit dem Mut in der Öffentlichkeit in aller Offenheit zu reden.

 

Die Bibel sagt, dass wir in Jesus Christus diesen Freimut, diese PARÄSIA bekommen haben und sie sagt uns, dass wir diese PARÄSIA nicht wegwerfen sollen.

 

Was ist die Grundlage dieses Freimutes? Grundlage ist:

 

Dass uns Jesus Christus von aller Schuld rein gewaschen hat und dass Er uns zu Kindern des Vaters gemacht hat. Deshalb kann uns nichts hindern, in die Gegenwart Gottes zu treten.

 

 

In ihm haben wir Freimütigkeit und Zugang in Zuversicht durch den Glauben an ihn.

 

(Eph. 3:12)

 

Aber aus dem selben Grund gibt es auch nichts, was uns hindern kann, von Ihm in aller Offenheit in der Öffentlichkeit zu reden.

 

Furchtlosigkeit

 

Gott will auch uns, unsere Generation, zu einer Gemeinde machen, die weder Tod noch Teufel fürchtet. Die weder Hohes noch Tiefes fürchtet und keiner Aufgabe oder Herausforderung aus dem Weg geht.

 

Gottes Geist will uns zu solchen machen, die keine Furcht kennen, verletzt zu werden, auch nicht an unserer Seele.

 

Denn wer sich als Christ exponiert, wird beides erleben: Menschen, die offen sind und auf das Evangelium von Jesus Christus reagieren, und Menschen, die absolut nichts davon wissen wollen, und er wird beide Menschengruppen in unmittelbarer Nähe erleben, immer da, wo er seinen Mund mutig aufmachen wird.

 

Was uns abhält

 

Der Grund, warum wir oft nicht reden, warum wir oft nicht Gebet anbieten, warum wir oft nicht ein tröstendes, ermutigendes oder auch ermahnendes Wort von Gott weiter geben, ist, dass wir uns vor den Konsequenzen fürchten. Es ist die Furcht, dass man sich über uns lustig macht, dass man uns nicht mehr ernst nimmt, dass man uns meidet, sich von uns abwendet. Und das alles ist verletzend.

 

 

Da wir nun eine solche Hoffnung haben, so gehen wir mit großer Freimütigkeit vor.

 

(2.Kor. 3:12)

 

Der Heilige Geist ist von Jesus aus genau diesem Grund gesandt worden. Damit wir in Seiner Gegenwart und unter Seiner Leitung, diese Furcht ablegen.

 

Wir brauchen einander

 

Obwohl Paulus im Epheserbrief davon spricht, dass wir in Jesus Freimütigkeit haben, bittet er im selben Brief die dortige Gemeinde darum, dass sie in Fürbitte eintritt, damit er auch weiterhin diese Freimütigkeit hat.

 

Deshalb ist Gemeinde so wichtig! Wir brauchen einander! Wir brauchen es, dass wir einander ermutigen, dass wir im Gebet einander tragen, für einander eintreten, wenn wir selbst mal nicht den Mut oder die Kraft haben.

 

Dazu braucht es auch die Offenheit, zu bekennen, dass wir es nicht immer drauf haben, dass wir die Hilfe anderer brauchen. Damit macht man sich verletzlich, man gibt sich eine Blöße. Aber in einer guten Gemeinde, in der man den anderen höher achtet als sich selbst, sollte das nicht wirklich ein Problem sein.

 

Gebet um Freimut

 

Neulich hatten wir unser „Freitagsgebet“ und ich wurde innerlich von Gottes Reden in dieser Zeit so bewegt, dass ich wieder mutiger wurde, im Gebet das auszusprechen, was Gott uns verheißen hatte.

 

In der Gemeinschaft schenkte der Heilige Geist neu Freimut, Mut, frei das zu beten, wofür das „zynische Herz“ nicht mehr beten konnte oder wollte, denn auf einmal war der Zynismus weg.

 

 

Werft nun euren Freimut nicht weg, der eine große Belohnung hat.

 

(Hebr. 10:35)

 

Beten wir füreinander, dass wir alle Angst, allen Zynismus, alle Verzagtheit ablegen können und mit Freimut all das ins Dasein beten, was Gott uns zugesagt hat. Lasst uns dann auch um Mut und Freimut bitten, dass wir in der Lage sind unseren Mund vor unseren Freunden Bekannten, Arbeitskollegen und Familienangehörigen aufzumachen. Und beten wir füreinander, dass wir auch auf uns noch nicht so vertraute Menschen mutig zugehen. Gerade letzteres braucht Mut und Überwindung! Auch um unsere Bequemlichkeit zu überwinden, im vertrauten Rahmen zu bleiben.

 

Wir wünschen Euch im Juni neu den Mut, Altes zu überwinden und Neues zu wagen.

 

Eure Eugen und Jürgen

 

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01. Mai
2018
"Da muss ich dabei sein!" Blog-Post Bild

"Da muss ich dabei sein!"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

„Bist du im Willen Gottes?“ Das war das Thema, über das Maurice Nightingale am Sonntag des Leiter-, Mitarbeiterwochenendes gesprochen hatte.

 

Dieses Wochenende hat uns wie wahrscheinlich wenige davor angestoßen.

 

Die Frage: "Wohin gehen wir nun von hier?" bewegte wahrscheinlich uns alle und wird uns auch weiterhin bewegen. Das Thema des Wochenendes war: „Die wachsende Rolle der Regiogemeinde“. Dabei ging es darum, dass wir von Gott an diesen strategischen Ort mit der Absicht gesetzt wurden, die Regio Brasiliensis, mit dem Evangelium, zu erreichen, indem wir in den nächsten Jahrzehnten mindestens 10 bzw. 20 Gemeinden reproduzieren "nach unserer Art".

 

Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen, ... nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können

 

(Gen. 11:6)

 

 

 

Wenn dies also unsere Mission wird, was muss sich im Leben des Einzelnen und in unserem gemeinsamen als Gemeinde ändern?

 

Wie können wir die Ziele erreichen, die wir vor uns sehen?

 

Denn unstrittig ist, dass Jesus uns in diese Gegend gesetzt hat, weil wir für Ihn wirksam sein sollen.

 

Wirksamkeit hat etwas mit Konzentration zu tun. Wer zu viele Ziele, zu viele Interessen verfolgt wird keines erreichen.

 

Was also sind unsere persönlichen Ziele?

 

Als Älteste sind wir davon überzeugt, dass Gott jeden einzelnen der Gemeinde ganz bewusst in diese Gemeinde gesetzt hat, weil Er uns alle in diesem sichtbaren Leib gemeinsam gebrauchen und in Dienst nehmen will.

 

Eine banale Feststellung

 

Das ist eine banale Feststellung, aber sie hat gewaltige Konsequenzen.

 

Denn wenn sie stimmt, dann bedeutet das, dass unser Christsein seinen individualistischen Charakter verliert.

 

Unser Leben, unser Beruf, unsere Ehe, unsere Familie, sie alle dienen einem gemeinsamen Ziel, der gemeinsamen Vision / Mission.

 

Die Einladung ist also an uns alle: "Lass dich in diese Mission einbauen. Sei kein Beobachter, der am Spielfeldrand steht. Sei kein Zuschauer. Sei kein "passiver Experte", der das "Spielgeschehen kommentiert. Sei ein aktiver Teamplayer, der sich da einsetzen lässt, wo es am besten nutzt.

 

Gemeinsam im Heiligen Geist

 

Pfingsten wird oft als die Geburtsstunde der Gemeinde betrachtet, weil die Gemeinde da, ausgestattet mit der Kraft des Hl. Geistes, zum ersten Mal in die Öffentlichkeit trat.

 

Aber Jesus hatte die Jünger schon vor Pfingsten und der Himmelfahrt angehaucht und gesagt:“... empfangt heiligen Geist!“

 

Allein der hl. Geist befähigte sie in der Folgezeit, beieinander zu bleiben, gemeinsam Entscheidungen zu treffen und das in einer Harmonie, die für die Jünger, die jahrelang immer wieder darüber stritten, wer der Größte sei, unbekannt war. Der Heilige Geist ist der Geist der Gemeinschaft, Er ist für unsere Gemeinschaft zuständig.

 

Ihn brauchen wir, je mehr wir uns daran machen, uns in den Willen Gottes einzureihen, den Er für uns und unsere Gemeinde hat.

 

Der Heilige Geist ist der, der uns einbindet in und verbindet mit dem Leib, mit der Gemeinde und miteinander. Und Er leitet uns an unseren Platz, zeigt uns, welche Gaben Er uns gegeben hat, bzw. noch geben will.

 

Und da die Gaben ja keine Spiel- sondern Werkzeuge sind, zeigt Er uns auch schon in etwa an, wo Er uns einsetzen will.

 

Kennst du also deine Gaben? Weißt du, wo dein Platz ist, deine Aufgabe?

 

Äusserschte Konzentration“

 

ist der vom derzeitigen Fußball-Bundestrainer bekannte Spruch.

 

Jesus sagte Seinen Jüngern und den Umstehenden einmal, dass niemand zwei Herren dienen kann. Man braucht ein ungeteiltes Herz, um sich auf ein Ziel konzentrieren zu können.

 

Man kann auch letztlich nicht unterschiedlichen Visionen / Missionen dienen.

 

Wenn zwei unter euch eins werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel.“

 

(Matth. 18:19

 

 

 

Wo stehst du mit deinem Herzen?

 

Wenn wir konzentriert auf unser vor uns liegendes Ziel hinarbeiten wollen, um es in einer für uns noch erlebbaren Zeit zu sehen, dann brauchen wir ein ungeteiltes Herz, eine ungeteilte Vision / Mission und die Bereitschaft, dieser Priorität zu geben.

 

Gott hat uns im Bau der Räume gelehrt, dass egal wie klein der gefühlte Fortschritt sein mag, wir uns dem Ziel mit jedem Schritt, jedem Arbeitseinsatz nähern. Das war noch einfach, weil wir wenigstens meistens etwas davon sahen.

 

Beim geistlichen Bau ist das nicht immer so. Und dennoch ist es für jeden Christen wichtig, im Glauben vorwärts zu gehen, manchmal eben auch ohne etwas zu sehen.

 

Fangen wir wieder an, Gott und Seiner Berufung und Verheißung zu glauben, dass Er uns gebrauchen will in dieser Region! Und dass Er von dieser Region aus, ein Licht, ein Feuer anzuzünden möchte in vielen sichtbaren „Städten auf dem Berg“.

 

Jesus kam, „um ein Feuer anzuzünden“. Wirst du Sein Feuerholz sein, das Ihm dienend, für Ihn brennend, diese Feuer hilft auszubreiten, von dieser Gemeinde aus?

 

Eure Eugen und Jürgen

 

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01. Apr.
2018
"Nicht wie ich will..." Blog-Post Bild

"Nicht wie ich will..."

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Wäre dieser Satz nicht gefallen, wäre die Weltgeschichte völlig anders verlaufen. Eine Welt wie die heutige gäbe es nicht.

 Warum?

 

Jesus hätte dann Seinen eigenen Willen getan - wie dies die meisten Menschen tun, oft auch die Christen.

 

Was wären die Folgen gewesen?

 

Unvorstellbar!

 

Warum?

 

Weil wir uns eine Welt ohne Gott nicht vorstellen können.

 

Jesu „Eigenwillen" und Seinen damit verbundenen Ungehorsam gegen den gemeinsam beschlossenen Erlösungsplan hätte eben nicht nur die Erlösung gekostet.

 

Es wäre das Ende gewesen.

 

Jesu Gehorsam war sowohl für uns absolut notwendig als auch für Jesus und die Trinität.

 

Als Adam seinen eigenen Willen tat, hatte das Auswirkungen auf die ganze Schöpfung.

 

Was wäre gewesen, hätte ein Teil der Trinität "seinen eigenen Willen" getan? Es wäre das Ende derselben gewesen!

 

"… sondern wie du willst"

 

Jesus sei Dank, sagte Er „Nein“ zu Seinem eigenen menschlichen Willen, nein zu einem Ausweg, der keiner war, und "Ja" zu dem Willen des Vaters.

 

Gott sei Dank ist Er uns damit zum Urheber unseres Heils geworden.

 

Siehe, ich komme; in der Rolle des Buches steht über mich geschrieben. Dein Wohlgefallen zu tun, mein Gott, liebe ich

 

(Ps. 40:8-9)

 

Aber was ist die Konsequenz davon?

 

Was ist die Konsequenz aus dieser so grundlegenden Tatsache?

 

Paulus formuliert es in Philipper 2:5-10: Wir sollen (Imperativ!) dieselbe Gesinnung, dasselbe Denken, dieselbe Haltung und dieselbe Praxis haben wie Jesus.

 

... nicht mein Wille geschehe sondern Dein Wille."

 

Wenn wir das so sagen können und wollen, dann sind wir wirklich Christen. Dann haben wir unser Leben tatsächlich Jesus als dem HERRN unseres Lebens untergeordnet.

 

Wenn wir unseren Willen entmachten, dann entmachten wir den Willen des Fleisches. Jesus ließ es zu, dass Sein Leib, Sein Fleisch gekreuzigt wurde. Das tat Er für uns!

 

Deshalb haben wir die Möglichkeit zu sagen: Mein Fleisch und sein Wille ist am Krenz getötet wordenmit Jesus.

 

Deshalb ermahnt einander und erbaut einer den anderen, wie ihr auch tut!

 

(1 Thess. 5:11)

 

Es hat nichts mehr zu sagen.

 

Ich lebe nicht mehr nach den Wünschen meines Fleisches. Ich lebe nach dem Willen des Geistes, den er in mich hinein gelegt hat.

 

Viele kontroverse Fragen in der Christenheit der Gegenwart würden sich erübrigen, würde dieses"... nicht mein Wille geschehe, sondern dein Wille" gelebt.

 

Im März-Brief war das Thema Buße. Dort haben wir davon gesprochen, dass sie niemand gerne hat, aber sie notwendig ist. Und wir haben davon gesprochen, dass es ein Gnadengeschenk ist.

 

Dieses Geschenk muss ausgelebt werden in der bisher beschriebenen Haltung. Das nennt die Bibel Heiligung. Es ist die beständige Übereignung und immer wieder neu im Alltag praktizierte Haltung: „Nicht wie ich will, sondern wie du willst.“

 

Erinnerung und Ermutigung

 

Damit wir in dieser Haltung leben, brauchen wir die Erinnerung des Wortes Gottes, die wir haben, wenn wir es täglich lesen.

 

Diese haben wir auch, wenn wir durch seine Auslegungen im Gottesdienst damit konfrontiert werden. Und wir haben sie, wenn wir in Gemeinschaft einander ermutigen, es zu leben.

 

... ermuntert einander jeden Tag, solange es «heute» heißt, damit niemand von euch verhärtet werde durch Betrug der Sünde!“

 

(Heb 3:13)

 

Die neuen Kleingruppen sind mehr als nur „Fungruppen“. Es sollen „thematisch geprägte Gruppen“ sein, an denen wir das, was in normalen „Hauskreisen“ geschieht, ebenso erleben. Wir haben Gemeinschaft und darin erleben wir Jesus und teilen miteinander, was wir mit Jesus erleben. Sie sind also auch Gruppen, in die man dem Glauben noch Fernstehende einladen kann, so dass sie von dem „miteinander teilen“ etwas mitbekommen.

 

Vertrauensvoll

 

Dadurch, dass wir uns in der Gemeinschaft wahrnehmen, sind wir in der Lage, einander ins Leben hinein zu sprechen. Wir können unsere Beobachtungen teilen. Wir können auch einander bitten, uns Feedback zu geben.

 

Wie erlebst du mich?

 

Erlebst du mich als einen Menschen, der Jesus von Herzen nachfolgt?

 

Was fällt dir an mir auf, wo hast du Zweifel an meinem Handeln oder Verhalten?

 

Vertrauensvolle Beziehungen sind dazu in der Lage, hier bereichernd zu wirken.

 

Die erste vertrauensvolle Beziehung ist die in Jesus. Wenn wir in Ihn vertrauen, an Ihn glauben als dem Herrn unseres Lebens und Herrn aller Herren, dann wissen wir, dass wir in Seiner Hand sicher sind und Sein Wille das Beste ist, was uns begegnen konnte. Sein Wille ist es, uns durch und durch vollkommen zu machen, vollkommen in Sein Bild zu verwandeln, vollkommen uns zu Söhnen des himmlischen Vaters zu machen.

 

Da ist das einzig richtige zu sagen: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel, ebenso auch auf Erden.“

 

Eure Eugen und Jürgen

 

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