Blog

Hier findest du alle wichtigen Neuigkeiten sowie Artikel zu aktuellen Themen.
01. Nov.
2019
"Entspann dich" Blog-Post Bild

"Entspann dich"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

„Jetzt entspann dich“, ist ein viel gehörter Satz aus dem Mund von Menschen, die andere runter holen wollen. Die ihnen positiv oder negativ signalisieren wollen, dass jemand sich in was hineingesteigert, sich ereifert, sich geärgert hat und dies vielleicht übertreibt.

Entspann dich“ möchten wir dir ermutigend sagen. Nicht weil wir einen besonderen Grund sähen, sondern weil es grundsätzlich wichtig ist. Es ist insbesondere in dieser Zeit wichtig, weil der Vorweihnachtsstress noch kommt, dem sich nur wenige wirksam entziehen können.

Befiehl dem HERRN deinen Weg und vertraue auf ihn, so wird er handeln

und wird deine Gerechtigkeit aufgehen lassen wie das Licht und dein Recht wie den Mittag.
(Ps. 37:5-6)

Aber um dem mit einer gesunden Portion Vernunft begegnen zu können, bedarf es eines entspannten tiefen Durchatmens in diesem Monat. Denn du wirst schon noch außer Atem kommen, wenn du nicht aufpasst.

Es ist immer gut sich zu entspannen, wenn Dinge nicht so laufen, wie man das will, wenn man kritisiert wird, ob zu recht oder unrecht. Das lässt sich, in der Regel, in einem entspannten Zustand vernünftiger analysieren als in einem verkrampft angespannten.

Befiehl dem HERRN deinen Weg und vertraue auf ihn, so wird er handeln

Sei still dem HERRN und harre auf ihn!

(Psa 37:5+7 ELB)

Manchmal würde uns ein gelassener Schritt zurück wirklich besser tun. Wir würden die Situation mit größerem Abstand beurteilen können. Wir würden uns selber von der Sache innerlich etwas distanzieren und unterscheiden können, ob wir nur persönlich verletzt oder persönlich ertappt wurden oder ob da tatsächlich etwas Richtiges dran ist.

Wir haben uns im letzten Gemeindebrief mit dem Thema Einheit befasst. Der größte Feind der Einheit ist das Missverständnis. Danach kommt die persönliche Angreifbarkeit.

Beides gepaart ist ein todsicheres Rezept für Streit und Uneinigkeit.

Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben.
(Matt. 6:14 )

Dass Missverständnisse entstehen, kann man fast nicht vermeiden. Dass sie sich auswirken, schon. Denn ein Missverständnis kann man, wenn man denn will, aufklären. Dazu gehört Mut, Dinge klar fragend anzusprechen. Das hat allerdings die mögliche Konsequenz, dass man sich für etwas entschuldigen muss, für eine falsch gedeutete Wahrnehmung und eine daraus folgende falsche Annahme. Aber wenn wir das nicht wollen, dann öffnen wir dem Missverständnis Tür und Tor.

Als Christen sollte es uns eigentlich nicht schwer fallen, eine Entschuldigung bzw. eine Bitte um Verzeihung über die Lippen zu bringen. Wir beten ja im Vater unser: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben haben unseren Schuldigern.“

Die Realität sieht manchmal leider etwas anders aus.

Das liegt daran, dass wir uns so ernst und wichtig nehmen. Wir haben etwas gesehen. Wir haben vielleicht sogar ein „Wort der Erkenntnis“ oder einen „prophetischen Eindruck“. Und dann wird‘s komplett schräg. Wir vermischen bedingte Wahrnehmungen mit geistlichen Eindrücken und erheben sie zu Wahrheiten.

Das geht absolut nicht! Sind es Eindrücke oder Prophetien, müssen die sich prüfen lassen und, je nach dem, auch als nicht richtig auf die Seite legen lassen.

Also entspann dich, häng dich nicht an das, was du meinst gesehen, gehört oder empfunden zu haben.

Geh hin und überprüfe es bei einem entspannten Gespräch und nimm dich nicht so wichtig dabei.

Jesus sagt seinen Jüngern: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Denn darin besteht das Gesetz und die Propheten.“ (Mat 7:12)

Willst du, dass dir Menschen vertrauen, vertrau ihnen, vertraue darauf, dass sie dir Gutes wollen und nicht Böses.

Willst du, dass andere Gutes über dich denken, fang an über sie Gutes zu denken. Fang an sie zu segnen und fang an bei deinen Geschwistern in der Gemeinde.

Aber bilde dir nicht ein, dass du weißt, was in einem anderen Menschen vor sich geht. Wenn du das beherzigst, dann wirst du davor bewahrt falsch über ihn zu denken und noch vielmehr über ihn zu urteilen.

Du wirst viele Missverständnisse vermeiden.

Entspann dich, wenn du mal übersehen wirst und denk dran, wie Gott gerade in diesem Moment dein Herz sieht, wie du damit umgehst. Du kannst den Test bestehen, mit Seiner Hilfe.

Sei entspannt, wenn du nicht zu einer Party eingeladen bist, denn dann hast du wohl in diesem Moment für etwas anderes, mindestens genauso wichtiges, Zeit.

Sei entspannt, wenn du nicht befördert wirst, obwohl du so sehr darauf hingearbeitet hast. Dann bleibt dir womöglich dein nächster Schleudersitz erspart.

Der Psalmist sagt: „Befiehl dem HERRN deinen Weg und vertraue auf ihn, so wird er handeln...“ (Psa 37:5)

Wir wünschen dir in diesem Monat so viel Gelassenheit und Entspannung, wie du brauchst und noch etwas mehr .

 

Eugen, Jürgen und Thomas

Weiterlesen
01. Sept.
2019
"Er hat uns wieder!" Blog-Post Bild

"Er hat uns wieder!"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Der Alltag hat uns wieder. Mancher hat ihn gefürchtet und der andere hat ihn herbeigesehnt. Alltag ist alle Tage, ist das, was alle Tage passiert und was manchmal Grund für den einen oder anderen ist, mit diesem zu brechen, ja auszubrechen.

Manche Ehe zerbricht nicht daran, dass sie in eine Zerreißprobe kommt, sondern daran, dass der Alltag sie zermürbt hat, dass die immer selben Dinge nicht mehr genügten, das Leben darin zu erhalten.

Haltet es für lauter Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Versuchungen geratet, indem ihr erkennt, dass die Bewährung eures Glaubens Ausharren bewirkt. Das Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollendet seid und in nichts Mangel habt. (ELB)(Jak 1:2-4)

Die Urlaubszeit mit all ihren Unregelmäßigkeiten hat da das Potenzial, uns aus dem Alltag herauszuholen und uns einen Kontrast vor Augen zu halten.

Nun ist die Frage, wie wir damit umgehen. Was nehmen wir aus einer Auszeit vom Alltag mit, wie machen wir die gewonnen Einsichten für den Alltag nutzbar und nicht gegen ihn?

Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass,

seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.

(1Th 5:16-18 LUT)

Unser Leben besteht wahrscheinlich zum überwiegenden Teil aus Alltag, aus Regelmäßigkeiten, daraus, dass Dinge sich für uns verlässlich abspielen und wir für andere verlässlich Dinge tun.

Oft nennt man das Arbeit. Es hat uns also auch der Arbeitsalltag wieder.

Wie können wir die Freude am Alltäglichen, an der Routine erhalten? Wie können wir die Zufriedenheit am Leben erhalten?

Ein erster Anfang ist mit Sicherheit, auch das Alltägliche nicht für selbstverständlich zu erachten und deshalb dafür dankbar zu sein.

Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und «ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen»
(Mat 11:29)

Die gemachte Erfahrung im Urlaubsland, wo Dinge anders, vielleicht nicht so gut, vielleicht nicht so zuverlässig waren, kann da eine Hilfe sein.

Oder aber auch die Erfahrung, dass man nach 14 Tagen „All-inclusive“ sich wieder auf die Hausmannskost von Zuhause freut.

Nicht umsonst ermutigt uns Gott in Seinem Wort, Gott in allem für alles dankbar zu sein.

Ein zweiter Punkt ist: Der Alltag kann dadurch bereichert werden, wenn man ihn mit anderen teilt. Sich immer wieder unterschiedliche Leute einlädt, unterschiedlichen Alters z.B. Was könnte man einander erzählen und einander Einblick in den jeweiligen Alltag geben, und schon würde man neue Einsichten bekommen?

Ein dritter Punkt ist, dass wir an der Seite von Jesus eigentlich immer auf Überraschungen gefasst sein sollten. Wenn wir mit Ihm unterwegs sind und uns von Ihm leiten lassen, dann kann es nicht ausbleiben, dass Er uns in Situationen führt, die nicht alltäglich sind.

Wenn dein Leben dich langweilt, dann bitte Jesus, dass Er dich leitet. In Seinem Wort sagt bekennt der Psalmist: „Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich!“ (Ps. 16:11)

Viertens: Manchmal sind wir nicht so sehr mit unseren Beziehungen unzufrieden sondern mit uns selbst und unserem Leben. Wir tragen aber die Unzufriedenheit in diese hinein.

Werde zufrieden in deinem Leben, lass dich von Jesus zum Frieden führen, lass Ihn deine Prioritäten ordnen und lebe in dankbarer Abhängigkeit von Ihm, und du wirst Frieden finden.

Fünftens: Jeder von uns will eigentlich ein Leben, das etwas bringt, das etwas hinterlässt, ein Leben, das sinnvoll ist.

Mancher kennt das Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld. Drei Teile, die besät werden, bringen aus unterschiedlichen Gründen keine Frucht. Nur eines bringt bleibende Frucht:

Das in der guten Erde aber sind die, welche in einem redlichen und guten Herzen das Wort, nachdem sie es gehört haben, bewahren und Frucht bringen mit Ausharren.“(Luk. 8:15) 32 mal kommt das Wort „Ausharren“ im neuen Testament vor. Es scheint Gott ein wichtiger Begriff zu sein. „Ausharren“, darunter bleiben, in der Situation bleiben“, dran bleiben, nicht aufgeben, wird am Ende eine bleibende Frucht hervorbringen, eine bleibende Frucht deiner Ehe, deiner Arbeit, deines Engagements in der Gemeinde, deines dich Kümmern um deine Freunde. Ausharren hat viel damit zu tun, dass wir den Alltag, der uns wieder hat, nicht ablehnen, sondern ihn annehmen und das Beste darin anstreben. Jesus kann und will uns darin helfen. Ja, Er hat uns schon geholfen dadurch, dass Er uns, die wir an Ihn als unseren Herrn und Erlöser glauben, neu gemacht hat.

Er wird dir immer wieder neu helfen, das was du nicht ändern kannst, anzunehmen und Er wird dir dabei Mut und Kraft geben, das zu ändern, was du ändern kannst, wo du zu einer Verbesserung der Verhältnisse, der Abläufe, der Zustände beitragen kannst.

Wir wünschen dir einen guten Wiedereinstieg in den Alltag, der dich wieder hat.

Eugen, Jürgen und Thomas

Weiterlesen
01. Jul.
2019
"Der Friede Gottes " Blog-Post Bild

"Der Friede Gottes "

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenig lernfähig wir Menschen sind. Es ist auch erstaunlich, wie leicht wir Deutschen manipuliert werden können. Da kommt jemand und hat die Bot-schaft „Ich will, dass ihr in Panik geratet!“ und wir lassen uns in Panik versetzen.

Die Europawahl, das politische Beben danach und die Panik in den etablierten Parteien machen das Bild komplett.

Da wäre ein gutes Maß an Vernunft dringend erforderlich. Und die ist nicht vorhanden. Es scheint, als ob sich diese in Zeiten der politischen Korrektheit geradezu verbietet. Man verschließt sich rationalen Argumenten und nennt jeden der sich gegen den Trend stellt ...-phob.

Und der Friede des Christus regiere in euren Herzen, zu dem ihr auch berufen worden seid in einem Leib! Und seid dankbar!“
(Kol. 3:15)

In einer solchen Situation fragt man sich, was wir Christen denn machen können und sollen?

1. Wir schauen auf unseren Gott: Er ist der HERR, der ist, der war und der sein wird. Er hat alles in Seiner Hand.

2. Wir lassen uns nicht verführen: In Matt. 24:4 sagt Jesus: „Seht zu, dass euch nicht jemand verführe.

Wenn uns jemand sagt: „Ich will, dass ihr in Panik geratet“, dann ist höchste Alarmstufe. Denn dann sollen wir verführt werden, unser Urteilsvermögen soll ausgeschaltet werden.  Was hat die Panik bei der Loveparade in Duisburg 2010 bewirkt? 19 Tote und viele Verletzte.

3. Wir sorgen uns um nichts: Wenn uns Sorgen überwältigen, dann geraten wir in Panik und machen irgendetwas – aber nichts Sinnvolles.

4. Wir bringen die realen Probleme mit Danksagung vor Gott. Es nützt nichts, vor den realen Problemen davon zu laufen oder den Kopf in den Sand zu stecken.

Aber Gott ist für uns Christen die erste Adresse, wenn wir in Schwierigkeiten stecken.

Gibt es einen Klimawandel? Möglicherweise! Den gab es schon immer. Ist er menschengemacht? Wahrscheinlich nicht, sonst hätten wir die Wärmeperioden vor der Industrialisierung nicht gehabt!

Welche Rolle spielt Gott in dem Ganzen?

Dürre in einem Land, so kann man es in der Bibel lesen, war immer ein Teil des Gerichtshandelns Gottes.

Länder, die den Götzen huldigten, wurden von Gott der Dürre und Verödung preisgegeben, was ein interessanter Aspekt in der ganzen panischen Situation wäre.

5. Wir brauchen von Nüchternheit geleitete Ruhe:

Elf Mal ermutigt uns das Wort Gottes nüchtern zu sein.

In 1.Petr. 1:13 sagt es: „Deshalb umgürtet die Lenden eurer Gesinnung, seid nüchtern und hofft völlig auf die Gnade, die euch gebracht wird in der Offenbarung Jesu Christi!“

Man könnte auch übersetzen „umgürtet die Lenden eurer Gesinnung in dem ihr nüchtern seid“. Nüchternheit ist ein Gürtel für unser Denken, dass wir nicht völlig die Übersicht, die Beherrschung, den Verstand verlieren. Wenn uns jemand sagt: „Ich will, dass ihr in Panik geratet“, dann will er genau das nicht, dass wir nüchtern sind, die Beherrschung, den Verstand behalten. Dann will er all das umgehen.

Und dann sind wir verführbar!

Wir brauchen aber noch mehr.

6. Wir brauchen den Frieden Gottes!

Von dem sagt Paulus, dass er höher ist als alle Vernunft. Höher selbst als die von Nüchternheit umgürtete Vernunft.

Der allein kann unser Herz bewahren, das leicht erschrickt, das leicht in Panik geraten kann, das sich leicht verführen lassen kann, was dazu führt, dass unser Sinn, unser Verstand, unser Denken umgangen wird.

Dieser Friede kann und soll uns bewahren.

7. Lass Jesus in dir regieren:

Im Kolosserbrief lesen wir: „Und der Friede des Christus regiere in euren Herzen, zu dem ihr auch berufen worden seid in einem Leib! Und seid dankbar!“ (Kol. 3:15) Jesu Friede regiert in uns, wenn Jesus regiert. Wenn Er unser Denken und Handeln bestimmt.

Unsere einzig reale Hoffnung in einer panischen, verrückten Zeit ist Jesus Christus, und Er allein.

Ihn mit anderen zu teilen, von Ihm zu reden, von Ihm und Seinem Handeln, von Seinem Frieden, von Seiner Ruhe zu berichten, ist unsere Aufgabe, damit wir unsere Umwelt in unseren Frieden mit hineinnehmen können.

Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen laßt eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden!

(Phi 4:62

 Nur wenn wir diesen Frieden haben und leben, können wir den Apfelbaum pflanzen, damit wir morgen Äpfel zu essen haben.

 

Dann können wir Familien gründen und Kinder zeugen, damit diese Welt auch in Zukunft vielleicht noch von vernünftigen, nüchternen Menschen  bewohnt wird, die von dem Grund allen Friedens Zeugnis ablegen können.

Sei du ein solcher Mensch, in dem der Friede des Christus jeden Tag deutlich sichtbar regiert und lass dich nicht in eine Panik versetzen, die dich verführbar macht. In diesem Sinne einen friedvollen Juli mit hoffentlich sommerlichem Wetter.

 

Eugen, Jürgen und Thomas

Weiterlesen
01. Jun.
2019
"Erweisung der Kraft" Blog-Post Bild

"Erweisung der Kraft"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen. Das ist immer wieder wahr. Eine Reise nach Serbien öffnete den Blick für ein Land, das man von uns aus als ein westliches betrachten würde. Aber weit gefehlt!

Zwar liegt es auf dem Balkan, aber ist letztlich ein östliches, ein orientalisches Land. Nicht so sehr was das äußere Erscheinungsbild angeht.  Es sind die kulturellen Prägungen eines Landes, die den Unterschied machen. Wir  waren in Nis, einer der größeren Städte des Landes, das eine lange römische Vergangenheit hatte, mit vielen späteren römischen Kaisern, die dort geboren wurden.

und meine Rede und meine Predigt bestand nicht in überredenden Worten der Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft beruhe.
(1.Kor 2:4-5)

 

Aber viele Jahrhunderte der türkischen Herrschaft haben aus diesem Land ein in seiner Mentalität orientalisches Land gemacht.

Das ist ein Blick in die Vergangenheit, der auch ein Blick in die Zukunft sein kann - in unsere Zukunft.

Wie wird sich Europa verändern, Deutschland? Wie wird sich unsere Mentalität verändern? Wie wird sich auch das schwindende Christentum verändern?

Demnächst feiern wir Pfingsten. Das war das alttestamentliche Fest der Erstlingsfrüchte und ist dies auch neutestamentlich gesehen. An diesem Tag wurden die ersten Neubekehrten zur Gemeinde hinzugetan.

Denn ich nahm mir vor, nichts anderes unter euch zu wissen, als nur Jesus Christus, und ihn als gekreuzigt.

(1.Kor. 2:2

 

Der Gemeinde, die aus der Jüngerschar hervorgegangen war, die von Jesus den Auftrag bekam, in Jerusalem zu warten, bis sie angetan würden mit der Kraft aus der Höhe.

Mit der Ausgießung des Heiligen Geistes begann die Ausbreitung des christlichen Glaubens, der Gemeinde Jesu.

Die Kraft des Heiligen Geistes ließ die Jünger unerschrocken von ihrem Herrn Jesus, dem Sohn Gottes, dem Erlöser der Welt reden und sie fürchteten sich nicht.

Und wenn sie eingeschüchtert wurden, dann beteten sie um Freimut und sie wurden wieder mit dem Heiligen Geist erfüllt. In einer Zeit, in der wir mit 1000 sozialen Konstrukten, Wahrheiten, Lebensentwürfen konfrontiert sind, brauchen wir wieder neu die Kraft des Heiligen Geistes, um als Zeugen der einen Wahrheit fest stehen zu können.

Und ich war bei euch in Schwachheit und mit Furcht und in vielem Zittern;

(1.Kor.2:3)

 

Gute Lehre, viel Bibelwissen, zündende Ideen, wie man die Botschaft weiter geben kann, sind wertvoll. Aber sie helfen alle nichts, wenn wir nicht mehr den Mut haben, unerschrocken und deutlich von der Wahrheit des Evangeliums zu sprechen.

Sie helfen nichts, wenn dem gesprochenen Wort die innewohnende Kraft Gottes fehlt, weil wir es abgemildert und politisch korrekt angepasst haben.

Sie helfen nichts, wenn wir nicht davon überzeugt sind, dass der Geist Gottes heute genau so handelt, wie Er dies an Pfingsten und danach getan hat.

Wenn wir nicht überzeugt sind, dass Jesus immer noch der Christus ist, der mit dem Heiligen Geist und mit Feuer tauft und auch heute noch Zeichen und Wunder zur Beglaubigung Seiner Botschaft denen folgen lässt, die an Ihn glauben.

Paulus spricht davon, dass seine Rede „nicht in überredenden Worten der Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft“ bestand.

Es ist diese Kraft, die bei den Christen zu aller Zeit zu finden sein sollte. Die Kraft, die es uns möglich macht für Kranke zu beten und Dämonen auszutreiben.

An dem Sonntag, als ich in Izmir war, kam eine moslemische Familie aus einer eine Stunde entfernten Stadt zur Gemeinde. Sie hatten von der Gemeinde in Karshiaka gehört, dass dort für Dämonenaustreibung gebetet wird.

Selbst die Moslems in der Türkei wissen, dass diese Kraft nur bei den Christen zu finden ist.

Christliche Feste dienen einerseits, sich an Gewesenes zu erinnern. Aber das ist längst nicht alles. Sie sollen uns z.B. an die für uns heute gültige Realität erinnern, dass wir uns, wie die ersten Christen, genauso nach dieser Kraft aus der Höhe, der Kraft des Heiligen Geistes ausstrecken dürfen und sollen.

Wenn dir der Mut fehlt, ein Zeuge für Jesus zu sein, wenn dir der Mut fehlt deinem Nachbarn, Arbeitskollegen, deiner Verwandtschaft, deinen Freunden von Jesus zu erzählen, für sie zu beten, ihnen Gebet um Heilung anzubieten, dann bitte um Freimut, um die Kraftausrüstung des Heiligen Geistes.

Dann bitte, flehe, ringe darum und warte darauf. Jakob, der einer für ihn unlösbaren Aufgabe gegenüberstand, rang in der Nacht davor mit Gott. Er brauchte Gott, er brauchte Seinen Segen, was in etwa dasselbe ist, wie die Kraftausrüstung. Und er hängte sich an Gott und sagte: „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.“

„Ich gebe nicht auf bis ich habe, was ich brauche. Ich will diese Krauftausrüstung zu einem vollmächtigen Zeugnis haben, das sich in Erweisung der Kraft zeigt.“

Hast du das jemals gebetet?

Wenn nicht, dann beginne jetzt und höre nicht auf, bis du sie hast.

In diesem Sinne eine erwartungsvolle vor- und nach-pfingstliche Zeit.

Eugen, Jürgen und Thomas

Weiterlesen
01. Mai
2019
"Eine attraktive Botschaft" Blog-Post Bild

"Eine attraktive Botschaft"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Wenn wir vom Evangelium reden, dann sprechen wir wörtlich von der „guten Botschaft“. Aber was macht diese Botschaft gut?

Wir haben gerade Ostern hinter uns und haben da gefeiert, dass Jesus auferstanden ist. Das ist eine gute Botschaft, wenn wir sie glauben. Aber was bedeutet es denn, welche Konsequenzen hat es denn, dass Jesus nicht im Tod geblieben ist?

Paulus macht in 1.Kor. 15 deutlich, dass wir dann nicht mehr in unseren Sünden sind. Die gute Nachricht ist, dass die Sünde die Macht verloren hat.

 

In ihm (Jesus) haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade,

(Eph 1:7)

 

Wenn das Evangelium, eine gute Botschaft sein soll, dann muss es verkündigen: Du kannst von deiner Sünde und der Herrschaft der Sünde loskommen. Wie? Durch das stellvertretende Opfer Jesu an deiner Stelle und dadurch, dass du diesen Jesus als Herrn und Erlöser annimmst.

Das Erlösungswerk Jesu beinhaltet das und noch vieles mehr. Es gibt uns Anrecht daran. Neulich hat mir Jemand in einer Mail geschrieben, wozu seiner Meinung nach das Erlösungswerk „ein Recht gibt“. Nimmt man das wörtlich, gibt es nur eine Stelle die von Recht spricht.

Johannes spricht von dem Recht Kinder Gottes zu werden. Darunter kann man sich viel vorstellen. Aber manchmal geht unsere Vorstellung auch über das Ziel hinaus. Deshalb ist es gut, sich zu fragen: Was sagt denn die Bibel darüber? Was haben wir durch die Sohnschaft?

Die Bibel spricht erstaunlich viel davon, was wir durch Jesus haben.

Wir haben:

  • Frieden mit Gott (Römer 5:1)

  • Die Erlösung durch Sein Blut (Eph. 1:7; Kol. 1:14).

  • Die Vergebung unserer Vergehungen (Eph.1:7; Kol. 1:14)

  • Den Zugang zum Vater (Eph. 2:18).

  • Freimütigkeit und Zugang (Eph.3:12; 1.Joh.3:21).

  • Zuversicht (1.Joh. 5:14)

  • Einen festen Anker für unsere Seele (Hebr. 6:19)

  • Vertrauen zu Gott (2.Kor.3:4)

  • In Jesus einen Hohepriester (Hebr. 4:15; 8:1), einen Beistand (1.Joh.2:1)

  • Einen himmlischen Leib (2.Kor. 5:1) und deshalb hier keine bleibende Stadt (Hebr. 13:14)

  • Das prophetische Wort (2.Petr.1:19)

  • Das Doppelgebot der Liebe (1.Joh. 4:21)

In all diesen Stellen ist das griechische Verb ECHOMEN verwendet und es macht deutlich, was wir haben, was wir besitzten. Wenn wir also eine Aussage darüber machen wollen, was der Inhalt der Guten Botschaft und der Nutzen für uns ist, dann müssen wir zuallererst diese Stellen anschauen. Und auf diese Dinge haben wir ein Anrecht als Kinder Gottes, ja diese Dinge sollten sich in unserem Leben zeigen.

 

 

So schäme dich nun nicht des Zeugnisses unseres Herrn ..., sondern leide mit für das Evange-lium nach der Kraft Gottes!

(2.Ti. 1:8)

 

Wer die Liste aufmerksam liest, wird feststellen, dass es um eine Beziehung geht. Die Beziehung zum himmlischen Vater. Das ist die attraktive Botschaft, dass wir zu unserem himmlischen Vater, der tatsächlich da ist und für uns sorgen will und gesorgt hat, eine Beziehung haben können, die von Vertrauen, Zugänlichkeit, Nahbarkeit, Sicherheit geprägt ist.

Aus dieser Beziehung heraus handelt dieser Vater zu unserem Guten. Aber die Liste enthält auch Hinweise auf unser altes Leben, das versöhnt werden muss, das Vergebung braucht, Vergebung für unsere Sünden, unsere Übertretungen, unseren Ungehorsam, unsere Rebellion.

 

Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verlorengehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.
(1.Kor 1:18)

 

Die gute Nachricht ist, dass keiner von uns etwas dafür tun muss, diese zu bekommen, dass wir sie Geschenkt bekommen, wenn wir sie haben wollen.

Wenn das keine attraktive Botschaft ist, weiß ich nicht was eine attraktive Botschaft sein könnte!

Was wir allerdings in dieser Botschaft, in dem was wir hier haben (ECHOMEN) nicht finden ist das Recht auf Reichtum, Wohlergehen, Unversehrtheit, Problemlosigkeit.

Wir haben (ECHOMEN) diesen Schatz des Evangeliums, was das Evangelium bedeutet, in einem irdenen Gefäß (2.Kor. 4:7). D.h. Gottes Reichtum für uns ist nicht immer so leicht für uns zu handhaben, denn wir sind begrenzt (irden).

Wir hätten alles gerne sehr klar und einfach. Aber das ist es manchmal nicht.

Aber wenn wir z.B. die Spannungen aushalten, dass wir sowohl von Gott gezeugt als auch adoptiert sind, dass wir sowohl vor Grundlegung der Welt erwählt sind und doch auch mit Glauben auf die Erwählung reagieren, wenn wir aushalten, dass Gott, ehe wir rufen, antwortet und dennoch will, dass wir ihn bitten, dann sind wir irdenen Gefäße bis an unsere Grenzen gegangen.

Jesus mutet uns das zu! Ja, er mutet uns zu, einander stehenzulassen, selbst wenn wir mal mehr zum einen und mal mehr zum anderen Spannungspol hingezogen sind.

Er will, dass wir den Reichtum und die Kanten des Evangeliums wertschätzen lernen und es nicht nach weltlichen Maßstäben glatt und attraktiv machen.

In diesem Sinne einen fröhlichen Umgang mit einer attraktiven Botschaft.

 

 

Eugen, Jürgen und Thomas

Weiterlesen