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01. Febr.
2020
„Dahoam isch dahoam ...“ Blog-Post Bild

„Dahoam isch dahoam ...“

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Man nimmt vieles mit, wenn man reist und vieles nach Hause, wenn man zurückkommt: Eindrücke, Erlebnisse, Gefühle, kostbare Momente und vielleicht auch neue Ideen und Vorsätze

In unserem Sabbatical sind meine Frau und Ich in manchen Gemeinden gewesen und haben manches gesehen und gehört.

Was mir dabei als besonderes Anliegen geblieben ist, ist die Idee von Familie, von Familiensinn in der Gemeinde und im Netzwerk.

Familien haben ihre ganz eigene Kultur. Oft wird diese Kultur ja von der Herkunfts-Familie geprägt, die bestimmender auftritt.

So seid ihr nun nicht mehr Fremde und Nichtbürger, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.
(Eph 2:19)

Ich bin mit dem Wunsch nach Hause gekommen, dass wir eine Familienkultur pflegen, die diesen Namen verdient. Wo der Begriff Familie nicht nur ein nettes Werbe-etikett ist, das aber nicht wirklich hält, was es verspicht, sondern tatsächlich auch drin ist, was drauf steht.

Was meine ich damit?

In einer guten Familie, einer intakten Familie, gibt es gute und intakte Beziehungen. Beziehungen unter den Generationen; Beziehungen, in denen man in der Lage ist, sich alles zu sagen und das vertraulich zu behandeln;Beziehungen, die es aushalten, dass man mal unterschiedlicher Meinung ist;

Beziehungen, in denen es um das Wohl aller und das Fördern jedes Einzelnen geht.

Solche Familien sind in sich so stabil, dass sie ein Ort sind, an dem sich neue Familienmitglieder und auch Gäste aufgenommen und willkommen fühlen.

Und solche Familien haben auch das Potenzial ihre Kultur und ihre Werte weiterzugeben an neue entstehende Familien oder sogar an befreundete Familien.

Bei unseren Besuchen haben wir festgestellt, dass es manchen Gemeinden sehr gut gelungen ist, ihre „Familienkultur“ auch auf anderen Kontinenten zu reproduzieren. Bei anderen hatte man eine solche Kultur erwartet, aber nicht so vorgefunden.

Als Regiogemeinde Weil gehören wir zu Relational Mission und da ist ja der Begriff „Beziehung“ drin. Wir wollen also die Mission Jesu, die Er uns gegeben hat, auf der Grundlage von Beziehungen erfüllen.

Denn er ist unser Friede. Er hat aus beiden eins gemacht und die Zwischenwand der Umzäunung, die Feindschaft, in seinem Fleisch abgebrochen.

(Eph 2:14

Beziehung ist sicherlich immer eine zweiseitige Angelegenheit. Aber wenn man neu irgendwo ist, dann hofft man im Stillen doch, dass jemand auf einen zukommt und diese Beziehung zu bauen beginnt, denn man ist unsicher, wie Dinge an diesem neuen Ort gehandhabt werden und freut sich übe erste Schritte von Anderen.Mir wurde wichtig, diese Willkommenskultur, dieses „ein Zuhause anbieten“, und sei dies nur für ein paar Stunden zu einem Markenzeichen der Regiogemeinde zu machen.

Aber haben wir diese Kultur nicht schon?

Sie ist schon entwickelt, aber es gibt nichts, was nicht noch verbessert werden könnte.

Und es gibt nichts, was, wenn man nicht darauf achtet, vergessen werden kann.

Denn Beziehungen bauen ist letztlich ein Teil der Reichsgotteskultur. Deshalb sollte das den Jüngern Jesu wirklich möglich sein.

Beziehungen kapput zu machen ist das Markenzeichen des Reiches der Finsternis.

Wir haben die Möglichkeit, befreit von Sünde und Schuld, von Misstrauen, Argwohn, Neid, Missgunst aufeinander zuzugehen.

Wir haben die Möglichkeit, weil Jesus unsere Schuld getilgt hat und wir sie niemandem mehr zuschieben müssen.

Wir haben die Möglichkeit an andere zu denken und ihnen zu dienen, weil wir wissen, dass Jesus sich um uns kümmert und auf uns achtet.

Gastfrei zu sein, vergeßt nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.

(Heb 13:2)

Denn mich hungerte, und ihr gabt mir zu essen; mich dürstete, und ihr gabt mir zu trinken; ich war Fremdling, und ihr nahmt mich auf;
(Mat 25:35)

Wir haben die Möglichkeit, weil wir, wenn wir müde und matt sind, auf Jesus schauen dürfen und dann neue Kraft bekommen.

Wie wäre es, wenn in 10 Jahren in unserer Nähe und weiter weg Gemeinden entstünden, die dies als Teil ihrer Familienkultur haben, sodass man, wenn man zu Besuch ist, sich sofort zu Hause fühlt, sofort den „Stallgeruch“ wahr nimmt?

Wie wäre es, wenn Menschen von anderen Relational Mission Gemeinden zu uns kommend diese Erfahrung machen: „Hey ich bin zwar zum ersten Mal hier, aber ich bin hier zu Hause, das ist meine Familie!“?

Und wie wäre es, wenn das allen Altersgruppen so ginge? Wenn jeder ungeachtet seines Alters dieses Gefühl und dieses Wissen hätte: „Das ist meine Familie, die sind für mich, die interessieren sich für mich, da steh ich nicht rum wie das fünfte Rad am Wagen“?

Daher lasst uns nicht müde werden im Gutes Tun, zuallererst an des Glaubens Genossen.1.

 

Eugen, Jürgen und Thomas

 

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1. Gal. 6:9+10

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01. Jan.
2020
"Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Blog-Post Bild

"Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Das ist die Jahreslosung für 2020. Diese Jahreslosung hat die ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen ausgewählt. Man möchte mit aller Aufrichtigkeit glauben, dass das Gremium wirklich meint, was es tut.

Denn, noch nie war diese Bitte so dringend wie heute. Sie ist in einer Christenheit, die zu vergessen scheint, wer und was sie konstituiert, das Wesentliche. Denn sie muss wieder neu im Glauben erfassen, dass der, dem diese Bitte galt, der historische Jesus ist, obwohl dessen Historizität, so wie sie in der Bibel bezeugt ist, von den großen Kirchen inzwischen rundweg abgelehnt wird, und vieles mit Ihm.

Wie kann eine Glaubensgemeinschaft bestehen bleiben, wenn sie das Fundament, auf dem sie erbaut wurde, immer mehr verrät, das Kreuz versteckt, wenn es zu stören scheint?

Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurecht-weisung, zur Unterwei-sung in der Gerechtigkeit,

damit der Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet.
(2Ti 3:16-17)

Eine schwedische Bischöfin meinte bei einem Radiointerview: „Ich sage, manchmal habe ich mehr gemeinsam mit Muslimen, die ich treffe, als mit den rechten Christen“.

Nun, das wundert einen nicht, da für viele liberale Christen Jesus nicht wirklich der Sohn Gottes ist.

Der ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater.

(1.Joh. 2:22b-23)

Aber genau das ist der Kern des Christlichen Glaubens! Der Apostel Johannes sagt es unmissverständlich:

Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der leugnet, daß Jesus der Christus ist? Der ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater. (1.Joh 2:22-23)

Wenn wir an diesem Punkt nicht feststehen haben wir keinen Grund. „Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“ (1Co 3:11) Nun könnte man sagen: Was geht uns Schweden an? Wir sind in Deutschland. Dazu sei bemerkt: Die schwedische Bischöfin lebt in einer Beziehung mit ihrer Frau.

Es gibt inzwischen keine dt. Landeskirche mehr, in der die „Ehe für alle“ nicht Einzug genommen hätte.

Würde die Bibel wirklich wie in der Reformation allein gelten, als von Gott inspiriert und irrtumslos in all ihren Aussagen, dann gäbe es keinen Grund, die Schöpfungsordnung und die Heilsordnung außer Kraft zu setzen. Jesus und Seine Braut haben im irdisch Sichtbaren die bildliche Entsprechung von Mann und Frau (siehe Eph. 5:23-31). Gott hat den Menschen geschaffen als Mann und Frau. (Gen.1+2)

Eigentlich müsste man meinen, dass das selbstverständlich ist. Aber auch in Evangelikalen Kreisen wird über die Segnung von gleichgeschlechtlichen Ehen diskutiert.

Wir brauchen nicht nur den Glauben, dass Jesus der Sohn Gottes ist, dass Er für unsere Sünden gestorben ist, dass Er am dritten Tag auferstanden ist und nun nach Seiner Himmelfahrt zur Rechten Gottes sitzt bis zu Seiner Wiederkunft zum Gericht über diese Welt. Wir müssen auch wieder neu glauben, dass das, was uns in der Schrift überliefert ist, tatsächlich so geschrieben wurde, weil Gott es so gewollt hat und es unabhängig von Ort oder Zeit gültig ist. Wir müssen glauben, dass das Neue Testament das Alte erfüllt und erklärt, dass das im Neuen Testament geoffenbarte das Alte vollständig in seiner heilsankündigenden Botschaft erklärt.

Wir müssen glauben, dass mit dem Abschluss der Bibel das finale Wort Gottes, was die Heilsgeschichte und Art und Weise der Heilsaneignung angeht, gesprochen ist.

Wenn wir das nicht glauben, wie dies die ersten Christen taten, dann öffnen wir uns für jedwede Form des Unglaubens. Wir haben keinen Maßstab.

Wenn wir nicht glauben, dass Jesus den Vater offenbarte, indem Er als Sohn kam, dann öffnen wir uns für eine Verflüssigung des Gottesbildes a la „die Hütte“.

Unser Gebet muss tatsächlich wieder neu sein:

Herr hilf meinem Unglauben, denn ich werde immer und immer wieder damit berieselt, dass Dein Wort verfälscht wurde, dass es zeitgeschichtlich verstanden werden muss und jetzt so nicht mehr verstanden werden kann und darf.

Hilf mir, dass ich Dein Wort so verstehe, wie es in den Übersetzungen der Urschrift wiedergegeben ist.

Hilf mir fest zu stehen und an Jesus als den ewigen Gottessohn, der Mensch wurde, zu glauben, auch wenn ich von vielen dafür belächelt werde.

Hilf mir zu glauben, dass Du der Schöpfer des Himmels und der Erde bist und alles in Deiner Hand ist.

Hilf mir, dass ich auf den Tag von Jesu Wiederkunft wartend treu Deinen Willen tun kann.

Und: Zeige mir, wer Du bist.“

In diesem Sinne wünschen wir euch einen guten und gesegneten Start in ein glaubensvolles neues Jahr.

 

Eugen, Jürgen und Thomas

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01. Dez.
2019
"Der Kampf um Weihnachten" Blog-Post Bild

"Der Kampf um Weihnachten"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Die Atheisten würden es gern abschaffen, die Multikultis umfunktionieren und manche Christen sind sich ob des Datums nicht sicher, ob es wirklich richtig ist, es zu feiern. Und manch anderer findet: Das ist eh nur Geschäftemacherei.

Wir sind uns also einig, dass wir uns uneinig sind, so im Großen und Ganzen.

Aber um was geht es denn im Kern? Geht es wirklich um Weihnachtsmärkte, auf denen es hauptsächlich ums Essen, Trinken, und die je nach dem nützlichen oder weniger nützlichen Weihnachtsgeschenke geht? Geschenkt – braucht man nicht wirklich.

Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Wege und an die Zäune und nötige sie hereinzukom-men, dass mein Haus voll werde!
(Luk 14:23)

Geht es um die Weihnachtsmusik im öffentlichen Raum – oft ist das die Musik in den Kaufhäusern, die uns zum Einkaufen animieren soll? Und sie hat seltenst noch etwas mit der Weihnachtsbotschaft zu tun.

Geht es um die Weihnachtsbeleuchtung in der dunkelsten Jahreszeit? Es macht sie etwas erträglicher. Aber kann man das in Zeiten von Klimawandel und so noch vertreten?

Was tut's aber? Wenn nur Christus verkündigt wird auf jede Weise, es geschehe zum Vorwand oder in Wahrheit, so freue ich mich darüber.

(Phi 1:18)

Apropos Klimawandel und Feinstaubgefahr, da muss echt auch was an Silvester passieren. Ein generelles Feuerwerkverbot muss her 😉😉

Geht es bei Weihnachten um das „Fest der Liebe“, wie es so oft genannt wird?

Man könnte es so nennen, aber besser passen würde das zu Karfreitag. Denn da gab Gott dann ultimativ aus Liebe zur Welt seinen Sohn.

Ja an Weihnachten feiern wir die erste Ankunft des lange angekündigten Messiasses. Und an Weihnachten können wir all den Ignoranten erklären, dass Gott nicht mit Maria Sex hatte und daraus das Jesuskind wurde, sondern dass durch den Heiligen Geist der ewige Gottessohn in der Maria ins Fleisch kam und menschliche Gestalt annahm und dann wie ein normales menschliches Kind geboren wurde. Ob es aber tatsächlich das Datum unserer Weihnachten war, wissen wir nicht.

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
(Joh 1:14 )

Jesu Existenz, Seine Leidensfähigkeit und Seine Fähigkeit den physischen Tod zu erleiden bewies, dass Er tatsächlich eine menschliche Existenz hatte und nicht einfach eine „Scheinexistenz“, ein Geist in menschlicher Form.

Wir feiern die Menschwerdung Gottes, und das ist der Kern.

Das ist der Kern des Ärgernisses, denn für eine bestimmte Religion hat Gott definitiv keinen Sohn, weshalb man, in voreilendem Gehorsam um ihretwillen am liebsten das ganze Weihnachtsfest abschaffen wollte.

Nehmen wir Christen die Gelegenheit wahr, das Weihnachtsfest zu feiern, so lange es noch möglich ist.

Denn es ist immer noch ein Fest, an dem die Menschen in die Kirche gehen.

Es ist interessant, dass selbst in der Türkei die dortigen Gemeinden berichten, wie sie an Weihnachten und Ostern so viele Gäste haben wie sonst nie, insbesondere gemeindefremde Gäste.

Nutzen wir die Möglichkeit zu unserem Weihnachtsgottesdienst einzuladen und das Evangelium von der menschgewordenen Gnade Gottes den Leuten nahezubringen.

Nutzen wir diesen Tag, um das Evangelium so greifbar wie möglich zu machen.

Beten wir um Gäste, beten wir darum, dass unsere Einladungen auf offene Herzen treffen. Beten wir darum, wie wir diesen Abend noch mehr nutzen können. Vielleicht, in dem wir unsere Häuser nach dem Gottesdienst für Gäste öffnen. Die Familie mag uns wichtig sein. Aber wenn sie ebenfalls gläubig sind, werden sie verstehen, dass es wichtiger ist, diese Gelegenheit zu nutzen.

Es kann allerdings sein, dass auch sie das Evangelium brauchen. Dann sollten wir es ihnen auch sagen, dann sollten wir sie auch in den Gottesdienst einladen. Dann sollten wir an diesem Abend keinen faulen Kompromiss machen.

Es geht uns beileibe nicht darum Druck zu machen. Aber wir sind einander gegeben zur gegenseitigen Ermutigung, manchmal auch zur Ermahnung.

Wenn wir Weihnachten, diese spezielle Zeit, in der die Menschen auf wundersame Weise offener sind als sonst, nutzen, das Evangelium teilen und tatsächlich Menschen ihr Leben für Jesus öffnen, dann hat dieses Weihnachten, so umstritten es sein mag seinen Zweck erfüllt. Dann ist Jesus wieder in einem Menschen geboren worden, ist das Licht der Welt in einen Teil der Welt gekommen, hat sein Licht angezündet.

Und wenn wir schon dabei sind, dann können wir die Menschen auch noch gleich zu unserer Silvesterfeier einladen. Sie sollen das Jahr nicht alleine beschließen oder an einem Ort, der ihnen nicht gut tut.

Wir feiern gerne und wollen diese Feierfreude mit ihnen teilen, wollen sie wiederum in unsere Familie, die erweiterte, hinein nehmen.

In diesem Sinn wünschen wir euch einen intensiven Dezember.

Eugen, Jürgen und Thomas

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01. Nov.
2019
"Entspann dich" Blog-Post Bild

"Entspann dich"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

„Jetzt entspann dich“, ist ein viel gehörter Satz aus dem Mund von Menschen, die andere runter holen wollen. Die ihnen positiv oder negativ signalisieren wollen, dass jemand sich in was hineingesteigert, sich ereifert, sich geärgert hat und dies vielleicht übertreibt.

Entspann dich“ möchten wir dir ermutigend sagen. Nicht weil wir einen besonderen Grund sähen, sondern weil es grundsätzlich wichtig ist. Es ist insbesondere in dieser Zeit wichtig, weil der Vorweihnachtsstress noch kommt, dem sich nur wenige wirksam entziehen können.

Befiehl dem HERRN deinen Weg und vertraue auf ihn, so wird er handeln

und wird deine Gerechtigkeit aufgehen lassen wie das Licht und dein Recht wie den Mittag.
(Ps. 37:5-6)

Aber um dem mit einer gesunden Portion Vernunft begegnen zu können, bedarf es eines entspannten tiefen Durchatmens in diesem Monat. Denn du wirst schon noch außer Atem kommen, wenn du nicht aufpasst.

Es ist immer gut sich zu entspannen, wenn Dinge nicht so laufen, wie man das will, wenn man kritisiert wird, ob zu recht oder unrecht. Das lässt sich, in der Regel, in einem entspannten Zustand vernünftiger analysieren als in einem verkrampft angespannten.

Befiehl dem HERRN deinen Weg und vertraue auf ihn, so wird er handeln

Sei still dem HERRN und harre auf ihn!

(Psa 37:5+7 ELB)

Manchmal würde uns ein gelassener Schritt zurück wirklich besser tun. Wir würden die Situation mit größerem Abstand beurteilen können. Wir würden uns selber von der Sache innerlich etwas distanzieren und unterscheiden können, ob wir nur persönlich verletzt oder persönlich ertappt wurden oder ob da tatsächlich etwas Richtiges dran ist.

Wir haben uns im letzten Gemeindebrief mit dem Thema Einheit befasst. Der größte Feind der Einheit ist das Missverständnis. Danach kommt die persönliche Angreifbarkeit.

Beides gepaart ist ein todsicheres Rezept für Streit und Uneinigkeit.

Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben.
(Matt. 6:14 )

Dass Missverständnisse entstehen, kann man fast nicht vermeiden. Dass sie sich auswirken, schon. Denn ein Missverständnis kann man, wenn man denn will, aufklären. Dazu gehört Mut, Dinge klar fragend anzusprechen. Das hat allerdings die mögliche Konsequenz, dass man sich für etwas entschuldigen muss, für eine falsch gedeutete Wahrnehmung und eine daraus folgende falsche Annahme. Aber wenn wir das nicht wollen, dann öffnen wir dem Missverständnis Tür und Tor.

Als Christen sollte es uns eigentlich nicht schwer fallen, eine Entschuldigung bzw. eine Bitte um Verzeihung über die Lippen zu bringen. Wir beten ja im Vater unser: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben haben unseren Schuldigern.“

Die Realität sieht manchmal leider etwas anders aus.

Das liegt daran, dass wir uns so ernst und wichtig nehmen. Wir haben etwas gesehen. Wir haben vielleicht sogar ein „Wort der Erkenntnis“ oder einen „prophetischen Eindruck“. Und dann wird‘s komplett schräg. Wir vermischen bedingte Wahrnehmungen mit geistlichen Eindrücken und erheben sie zu Wahrheiten.

Das geht absolut nicht! Sind es Eindrücke oder Prophetien, müssen die sich prüfen lassen und, je nach dem, auch als nicht richtig auf die Seite legen lassen.

Also entspann dich, häng dich nicht an das, was du meinst gesehen, gehört oder empfunden zu haben.

Geh hin und überprüfe es bei einem entspannten Gespräch und nimm dich nicht so wichtig dabei.

Jesus sagt seinen Jüngern: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Denn darin besteht das Gesetz und die Propheten.“ (Mat 7:12)

Willst du, dass dir Menschen vertrauen, vertrau ihnen, vertraue darauf, dass sie dir Gutes wollen und nicht Böses.

Willst du, dass andere Gutes über dich denken, fang an über sie Gutes zu denken. Fang an sie zu segnen und fang an bei deinen Geschwistern in der Gemeinde.

Aber bilde dir nicht ein, dass du weißt, was in einem anderen Menschen vor sich geht. Wenn du das beherzigst, dann wirst du davor bewahrt falsch über ihn zu denken und noch vielmehr über ihn zu urteilen.

Du wirst viele Missverständnisse vermeiden.

Entspann dich, wenn du mal übersehen wirst und denk dran, wie Gott gerade in diesem Moment dein Herz sieht, wie du damit umgehst. Du kannst den Test bestehen, mit Seiner Hilfe.

Sei entspannt, wenn du nicht zu einer Party eingeladen bist, denn dann hast du wohl in diesem Moment für etwas anderes, mindestens genauso wichtiges, Zeit.

Sei entspannt, wenn du nicht befördert wirst, obwohl du so sehr darauf hingearbeitet hast. Dann bleibt dir womöglich dein nächster Schleudersitz erspart.

Der Psalmist sagt: „Befiehl dem HERRN deinen Weg und vertraue auf ihn, so wird er handeln...“ (Psa 37:5)

Wir wünschen dir in diesem Monat so viel Gelassenheit und Entspannung, wie du brauchst und noch etwas mehr .

 

Eugen, Jürgen und Thomas

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01. Sept.
2019
"Er hat uns wieder!" Blog-Post Bild

"Er hat uns wieder!"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Der Alltag hat uns wieder. Mancher hat ihn gefürchtet und der andere hat ihn herbeigesehnt. Alltag ist alle Tage, ist das, was alle Tage passiert und was manchmal Grund für den einen oder anderen ist, mit diesem zu brechen, ja auszubrechen.

Manche Ehe zerbricht nicht daran, dass sie in eine Zerreißprobe kommt, sondern daran, dass der Alltag sie zermürbt hat, dass die immer selben Dinge nicht mehr genügten, das Leben darin zu erhalten.

Haltet es für lauter Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Versuchungen geratet, indem ihr erkennt, dass die Bewährung eures Glaubens Ausharren bewirkt. Das Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollendet seid und in nichts Mangel habt. (ELB)(Jak 1:2-4)

Die Urlaubszeit mit all ihren Unregelmäßigkeiten hat da das Potenzial, uns aus dem Alltag herauszuholen und uns einen Kontrast vor Augen zu halten.

Nun ist die Frage, wie wir damit umgehen. Was nehmen wir aus einer Auszeit vom Alltag mit, wie machen wir die gewonnen Einsichten für den Alltag nutzbar und nicht gegen ihn?

Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass,

seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.

(1Th 5:16-18 LUT)

Unser Leben besteht wahrscheinlich zum überwiegenden Teil aus Alltag, aus Regelmäßigkeiten, daraus, dass Dinge sich für uns verlässlich abspielen und wir für andere verlässlich Dinge tun.

Oft nennt man das Arbeit. Es hat uns also auch der Arbeitsalltag wieder.

Wie können wir die Freude am Alltäglichen, an der Routine erhalten? Wie können wir die Zufriedenheit am Leben erhalten?

Ein erster Anfang ist mit Sicherheit, auch das Alltägliche nicht für selbstverständlich zu erachten und deshalb dafür dankbar zu sein.

Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und «ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen»
(Mat 11:29)

Die gemachte Erfahrung im Urlaubsland, wo Dinge anders, vielleicht nicht so gut, vielleicht nicht so zuverlässig waren, kann da eine Hilfe sein.

Oder aber auch die Erfahrung, dass man nach 14 Tagen „All-inclusive“ sich wieder auf die Hausmannskost von Zuhause freut.

Nicht umsonst ermutigt uns Gott in Seinem Wort, Gott in allem für alles dankbar zu sein.

Ein zweiter Punkt ist: Der Alltag kann dadurch bereichert werden, wenn man ihn mit anderen teilt. Sich immer wieder unterschiedliche Leute einlädt, unterschiedlichen Alters z.B. Was könnte man einander erzählen und einander Einblick in den jeweiligen Alltag geben, und schon würde man neue Einsichten bekommen?

Ein dritter Punkt ist, dass wir an der Seite von Jesus eigentlich immer auf Überraschungen gefasst sein sollten. Wenn wir mit Ihm unterwegs sind und uns von Ihm leiten lassen, dann kann es nicht ausbleiben, dass Er uns in Situationen führt, die nicht alltäglich sind.

Wenn dein Leben dich langweilt, dann bitte Jesus, dass Er dich leitet. In Seinem Wort sagt bekennt der Psalmist: „Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich!“ (Ps. 16:11)

Viertens: Manchmal sind wir nicht so sehr mit unseren Beziehungen unzufrieden sondern mit uns selbst und unserem Leben. Wir tragen aber die Unzufriedenheit in diese hinein.

Werde zufrieden in deinem Leben, lass dich von Jesus zum Frieden führen, lass Ihn deine Prioritäten ordnen und lebe in dankbarer Abhängigkeit von Ihm, und du wirst Frieden finden.

Fünftens: Jeder von uns will eigentlich ein Leben, das etwas bringt, das etwas hinterlässt, ein Leben, das sinnvoll ist.

Mancher kennt das Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld. Drei Teile, die besät werden, bringen aus unterschiedlichen Gründen keine Frucht. Nur eines bringt bleibende Frucht:

Das in der guten Erde aber sind die, welche in einem redlichen und guten Herzen das Wort, nachdem sie es gehört haben, bewahren und Frucht bringen mit Ausharren.“(Luk. 8:15) 32 mal kommt das Wort „Ausharren“ im neuen Testament vor. Es scheint Gott ein wichtiger Begriff zu sein. „Ausharren“, darunter bleiben, in der Situation bleiben“, dran bleiben, nicht aufgeben, wird am Ende eine bleibende Frucht hervorbringen, eine bleibende Frucht deiner Ehe, deiner Arbeit, deines Engagements in der Gemeinde, deines dich Kümmern um deine Freunde. Ausharren hat viel damit zu tun, dass wir den Alltag, der uns wieder hat, nicht ablehnen, sondern ihn annehmen und das Beste darin anstreben. Jesus kann und will uns darin helfen. Ja, Er hat uns schon geholfen dadurch, dass Er uns, die wir an Ihn als unseren Herrn und Erlöser glauben, neu gemacht hat.

Er wird dir immer wieder neu helfen, das was du nicht ändern kannst, anzunehmen und Er wird dir dabei Mut und Kraft geben, das zu ändern, was du ändern kannst, wo du zu einer Verbesserung der Verhältnisse, der Abläufe, der Zustände beitragen kannst.

Wir wünschen dir einen guten Wiedereinstieg in den Alltag, der dich wieder hat.

Eugen, Jürgen und Thomas

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