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01. Mai
2019
"Eine attraktive Botschaft" Blog-Post Bild

"Eine attraktive Botschaft"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Wenn wir vom Evangelium reden, dann sprechen wir wörtlich von der „guten Botschaft“. Aber was macht diese Botschaft gut?

Wir haben gerade Ostern hinter uns und haben da gefeiert, dass Jesus auferstanden ist. Das ist eine gute Botschaft, wenn wir sie glauben. Aber was bedeutet es denn, welche Konsequenzen hat es denn, dass Jesus nicht im Tod geblieben ist?

Paulus macht in 1.Kor. 15 deutlich, dass wir dann nicht mehr in unseren Sünden sind. Die gute Nachricht ist, dass die Sünde die Macht verloren hat.

 

In ihm (Jesus) haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade,

(Eph 1:7)

 

Wenn das Evangelium, eine gute Botschaft sein soll, dann muss es verkündigen: Du kannst von deiner Sünde und der Herrschaft der Sünde loskommen. Wie? Durch das stellvertretende Opfer Jesu an deiner Stelle und dadurch, dass du diesen Jesus als Herrn und Erlöser annimmst.

Das Erlösungswerk Jesu beinhaltet das und noch vieles mehr. Es gibt uns Anrecht daran. Neulich hat mir Jemand in einer Mail geschrieben, wozu seiner Meinung nach das Erlösungswerk „ein Recht gibt“. Nimmt man das wörtlich, gibt es nur eine Stelle die von Recht spricht.

Johannes spricht von dem Recht Kinder Gottes zu werden. Darunter kann man sich viel vorstellen. Aber manchmal geht unsere Vorstellung auch über das Ziel hinaus. Deshalb ist es gut, sich zu fragen: Was sagt denn die Bibel darüber? Was haben wir durch die Sohnschaft?

Die Bibel spricht erstaunlich viel davon, was wir durch Jesus haben.

Wir haben:

  • Frieden mit Gott (Römer 5:1)

  • Die Erlösung durch Sein Blut (Eph. 1:7; Kol. 1:14).

  • Die Vergebung unserer Vergehungen (Eph.1:7; Kol. 1:14)

  • Den Zugang zum Vater (Eph. 2:18).

  • Freimütigkeit und Zugang (Eph.3:12; 1.Joh.3:21).

  • Zuversicht (1.Joh. 5:14)

  • Einen festen Anker für unsere Seele (Hebr. 6:19)

  • Vertrauen zu Gott (2.Kor.3:4)

  • In Jesus einen Hohepriester (Hebr. 4:15; 8:1), einen Beistand (1.Joh.2:1)

  • Einen himmlischen Leib (2.Kor. 5:1) und deshalb hier keine bleibende Stadt (Hebr. 13:14)

  • Das prophetische Wort (2.Petr.1:19)

  • Das Doppelgebot der Liebe (1.Joh. 4:21)

In all diesen Stellen ist das griechische Verb ECHOMEN verwendet und es macht deutlich, was wir haben, was wir besitzten. Wenn wir also eine Aussage darüber machen wollen, was der Inhalt der Guten Botschaft und der Nutzen für uns ist, dann müssen wir zuallererst diese Stellen anschauen. Und auf diese Dinge haben wir ein Anrecht als Kinder Gottes, ja diese Dinge sollten sich in unserem Leben zeigen.

 

 

So schäme dich nun nicht des Zeugnisses unseres Herrn ..., sondern leide mit für das Evange-lium nach der Kraft Gottes!

(2.Ti. 1:8)

 

Wer die Liste aufmerksam liest, wird feststellen, dass es um eine Beziehung geht. Die Beziehung zum himmlischen Vater. Das ist die attraktive Botschaft, dass wir zu unserem himmlischen Vater, der tatsächlich da ist und für uns sorgen will und gesorgt hat, eine Beziehung haben können, die von Vertrauen, Zugänlichkeit, Nahbarkeit, Sicherheit geprägt ist.

Aus dieser Beziehung heraus handelt dieser Vater zu unserem Guten. Aber die Liste enthält auch Hinweise auf unser altes Leben, das versöhnt werden muss, das Vergebung braucht, Vergebung für unsere Sünden, unsere Übertretungen, unseren Ungehorsam, unsere Rebellion.

 

Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verlorengehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.
(1.Kor 1:18)

 

Die gute Nachricht ist, dass keiner von uns etwas dafür tun muss, diese zu bekommen, dass wir sie Geschenkt bekommen, wenn wir sie haben wollen.

Wenn das keine attraktive Botschaft ist, weiß ich nicht was eine attraktive Botschaft sein könnte!

Was wir allerdings in dieser Botschaft, in dem was wir hier haben (ECHOMEN) nicht finden ist das Recht auf Reichtum, Wohlergehen, Unversehrtheit, Problemlosigkeit.

Wir haben (ECHOMEN) diesen Schatz des Evangeliums, was das Evangelium bedeutet, in einem irdenen Gefäß (2.Kor. 4:7). D.h. Gottes Reichtum für uns ist nicht immer so leicht für uns zu handhaben, denn wir sind begrenzt (irden).

Wir hätten alles gerne sehr klar und einfach. Aber das ist es manchmal nicht.

Aber wenn wir z.B. die Spannungen aushalten, dass wir sowohl von Gott gezeugt als auch adoptiert sind, dass wir sowohl vor Grundlegung der Welt erwählt sind und doch auch mit Glauben auf die Erwählung reagieren, wenn wir aushalten, dass Gott, ehe wir rufen, antwortet und dennoch will, dass wir ihn bitten, dann sind wir irdenen Gefäße bis an unsere Grenzen gegangen.

Jesus mutet uns das zu! Ja, er mutet uns zu, einander stehenzulassen, selbst wenn wir mal mehr zum einen und mal mehr zum anderen Spannungspol hingezogen sind.

Er will, dass wir den Reichtum und die Kanten des Evangeliums wertschätzen lernen und es nicht nach weltlichen Maßstäben glatt und attraktiv machen.

In diesem Sinne einen fröhlichen Umgang mit einer attraktiven Botschaft.

 

 

Eugen, Jürgen und Thomas

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01. Apr.
2019
"Ein attraktiver Gott" Blog-Post Bild

"Ein attraktiver Gott"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Was macht eine Person attraktiv? Machen die Bilder, die jemand von sich auf Instagram postet, diese Person attraktiv? Wie kann der Betrachter dieser Bil-der wissen, wie viele Filter über das ursprüngliche Bild dieser Person gegangen sind, um alle störenden Dinge zu entfernen: Falten, Sommersprossen, Pickel, Cellulite, überschüssige Pfunde?

Und selbst wenn wir das wirkliche Bild zu sehen bekämen, wüssten wir noch nicht, ob diese Person attraktiv und sympathisch ist.

Ein Bild, ein Portrait ist zweidimensional. Aber es fehlen so viele Dimensionen. Erst wenn man die Chance hat, diese Person persönlich kennenzulernen, wird man feststellen, ob sie wirklich sympathisch und attraktiv ist, ob man zu ihr hingezogen ist.

Denn Entsetzen hatte ihn erfasst und alle, die bei ihm waren,
(Luk 5:8-9)

Dasselbe gilt für Gott. Wir können versuchen ein noch so gutes attraktives Bild von Gott zu malen (was meist einseitig und subjektiv ist). Es wird der persönlich erlebbaren Beziehung niemals auch nur annähernd nahekommen.

Deshalb sagt Philippus zu seinem Freund Nathanael: „Komm und sieh. Komm und lerne Ihn kennen, er ist nahbar, er ist erfahr- und erlebbar.“

Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann aus Nazareth Gutes kommen! Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh es!

(Joh 1:46)

Deshalb sollen die Kinder zu Jesus kommen, entgegen dem Protest der Jünger. Sie sollen Ihn erleben, erleben, wie freundlich, gütig, nahbar und sie verstehend Er ist.

Wenn die Menschen zu Jesus kamen, dann fragte Er sie nicht: „Was willst du von Mir wissen, sondern was kann, was soll Ich für dich tun?“

Als aber Simon Petrus es sah, fiel er zu den Knien Jesu nieder und sprach: Geh von mir hinaus! Denn ich bin ein sündiger Mensch, Herr.

 

So sehr wir in der Regiogemeinde gute biblische Lehre schätzen, so sehr sind wir uns bewusst, dass keine noch so intensive Lehre die persönliche Erfahrung der Gnade und des Heils, der Vergebung, der Wiedergeburt, der Neuwerdung, der Innewohnung des Heiligen Geistes und der Begabung durch diesen ersetzen kann. Nichts und niemand, kein noch so schlüssiges theologische Lehrsystem kann die Stimme Gottes in uns ersetzen, die uns darin versichert, dass wir Sein Kind sind.

Gott ist ein Gott, der Gesetze gegeben hat, damit diese Welt existieren kann. Aber als Gesetzgeber ist Er Herr jedes existierenden Gesetzes und lässt sich daher niemals auf Seine Gesetze reduzieren oder durch sie beschränken.

Daher ist Er kein Kaugummiautomat, der der inneren Mechanik folgend das ausspuckt, wofür wir „bezahlt“ haben.

Bezahlen meint in diesem Kontext, wofür wir geglaubt, gebetet, gefastet, gearbeitet oder uns abgemüht haben.

Aus der erfahrbaren und gelebten Beziehung heraus kommt ein Dialog zustande, der es uns ermöglicht, zu hören und zu spüren, was Gott getan haben will, was Er geglaubt haben will, was Er gebetet haben will und woraufhin Er handeln will.

Sein Wort und damit Sein geoffenbarter Wille hilft uns dabei, uns nicht zu verirren.

Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe! Dieser ist doch nicht etwa der Christus?

(Joh 4:29)

Wir „machen Gott attraktiv“ wenn wir Ihn selbst erleben, selbst mit Ihm Gemeinschaft haben und aus dieser Gemeinschaft heraus das Erlebte in unsere Umwelt hinausströmt wie eine Quelle. (Die Quelle lebendigen Wassers, von der Jesus redet, erinnert daran.)

Erleben die Menschen um uns herum, dass dieser Gott real ist, haben sie zwei Möglichkeiten: Sie wollen diese Beziehung auch oder sie wenden sich von Jesus ab, dem sie durch uns begegnet sind.

Wenn wir wollen, dass Menschen Jesus kennenlernen, dann müssen wir Jesus mehr Raum in unserem Leben geben, damit der in uns lebende und durch uns handelnde Jesus für unsere Mitmenschen erlebbar wird, es zu einem ersten Kontakt kommt.

Was hindert Jesus, mehr Raum, Autorität, Handlungsspielraum in deinem Leben zu haben?

Als Jesus zum ersten Mal in das Boot von Petrus einstieg und in diesem Boot nicht nur zu reden, sondern auch zu handeln begann, war die Reaktion von Petrus: „Geh weg von mir, denn ich bin ein sündiger Mensch.“

Welche Sünde hindert dich, Jesus noch mehr Gestaltungsfreiheit in deinem Leben zu geben?

Wem willst oder kannst du nicht vergeben?

Wen willst oder kannst du nicht um Vergebung bitten?

Manche unserer Blockaden hängen mit den zwei letzten Fragen zusammen. Willst du weiter blockiert sein?

Jesus will so viel mehr tun, als du dir vorstellen kannst. Je schneller du Ihm jeden Bereich deines Lebens zugänglich machst, umso schneller kann Er diese Bereiche in Besitz nehmen und auch in ihnen und durch sie handeln und sich für dich und andere erfahrbar machen.

Gott möchte durch dich zu einem attraktiven Gott für viele werden, weil Er in dir und durch dich sichtbar und erfahrbar wird.

Ein von Jesus verheißener Weg ist der der gegenseitig gelebten Agape-Liebe.

Eugen, Jürgen und Thomas

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01. Mrz.
2019
"Attraktive Gemeinde" Blog-Post Bild

"Attraktive Gemeinde"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Was macht eine Gemeinde attraktiv? Liest man sich im Internet die Überschriften und die ersten Abschnitte der Artikel durch, die sich mit diesem Thema befassen, dann gibt es viele Ideen, wie man Gemeinde / Kirche attraktiv machen will: Mehr Mitbestimmung der Frauen und oder der Jungen, kürzere Gottesdienste, andere Musik. In einem Beitrag wurde darüber berichtet, dass man sich überlegt auf eine Vorschlag einzugehen, einen Teil der Kirche als Yoga-Raum zu nutzen.

Macht all das die Gemeinde attraktiver? Und für wen würde eine solche Gemeinde attraktiver werden?

 

Was meint eigentlich attraktiv?

Eine Suche bei MR Google ergibt: „1. anziehend durch besondere Vorteile oder Gegebenheiten; einen Anreiz bietend; 2. anziehend aufgrund eines ansprechenden Äußeren; hübsch und voller Reiz.

»Womit soll ich mich dem HERRN nahen, mich beugen vor dem hohen Gott?

Denn damit wird das frühere Gebot aufgehoben …, und eingeführt wird eine bessere Hoffnung, durch die wir uns zu Gott nahen.
(Micha 6:6; Heb 7:18-19)

Der Begriff „anziehend“ wirft die Frage auf: Auf wen soll die Gemeinde anziehend wirken? Wer ist das Wichtigste für die Gemeinde?

Bei der Definition 2 geht es besonders um die Attraktivität der Frau für den Mann.

Wer ist der Mann der Gemeinde?

Jesus ist der Mann, der Bräutigam der Gemeinde. Jesus soll von der Gemeinde angezogen werden. Wird Jesus von der Gemeinde angezogen, wird das auch der Vater und der Heilige Geist.

Freuen, ja freuen will ich mich in dem HERRN! Jubeln soll meine Seele in meinem Gott! Denn er hat mich bekleidet mit Kleidern des Heils, den Mantel der Gerechtigkeit mir umgetan, wie der Bräutigam sich nach Priesterart mit dem Kopfschmuck und wie die Braut sich mit ihrem Geschmeide schmückt.

(Jes. 61:10)

In nebenstehendem Vers wird deutlich: Das, was Gott für die Gemeinde tut, ist ein Schmuck und macht sie hübsch, attraktiv und darüber freut sie sich und gibt ihren Dank und ihre Freude wieder an Gott zurück. Was ist attraktiver als eine freudige, fröhliche, jubelnde Braut.

Was ist attraktiver für Gott als diese Braut, die sich vor Verlangen nach ihrem Bräutigam verzehrt, sich für Ihn schmückt, sich für Ihn herrichtet und alles tut, um Ihm zu gefallen?

Als Gemeinde für Jesus attraktiv zu sein ist unsere vornehmste Aufgabe. Es gibt nichts Wichtigeres in dieser Welt.

Ja, aber haben wir nicht einen Missionsauftrag? Ist das nicht das Wichtigste?

Der Missionsauftrag kommt aus der Beziehung zu Jesus. Wenn wir die nicht haben, haben wir keinen Auftrag.

Jesus macht eines deutlich. Wirkliche Attraktivität kommt von Gott:

Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zieht;  (Joh 6:44)

Unser Wort attraktiv kommt vom lat. attrahere. Und das findet sich (in der Vulgata) genau hier in diesem Vers. Der Vater zieht Menschen zu Jesus. Der Vater zieht sie zur Gemeinde, wenn diese Gemeinde ein Ort ist, wo Jesus ist. Er zieht diejenigen zu Jesus die dieser auferweckt, lebendig macht, die auserwählt sind.

Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt, daß niemand zu mir kommen kann, es sei ihm denn von dem Vater gegeben.

(Joh 6:65

Ein attraktive Gemeinde ist nicht notwendigerweise eine Gemeinde, die groß ist, die viel Jugend hat, oder viele Gebildete, oder welche Gruppe man auch immer besonders gerne hat.

Eine attraktive Gemeinde ist eine Gemeinde, in der der Vater Menschen zu Jesus zieht und sie im Leib Jesu beheimatet.

Nun, da mögen wir immer noch einen Weg zu gehen haben. Wir wünschen uns, dass mehr Menschen bei uns zum Glauben an Jesus kommen, dass mehr Menschen zum ersten Mal dem Leib Jesu hinzugefügt werden.

Aber der Weg dahin ist nur der, dass wir zuallererst für Jesus noch attraktiver werden, der Heilige Geist, der Vater sich bei uns so wohl, so willkommen fühlen, dass Sie gerne Menschen zu Sich ziehen. Deshalb wollen wir dem Heiligen Geist, der den Sohn und den Vater verherrlichen will, so viel Raum geben wie nur möglich. Deshalb haben wir dieses Wochenende vom 4.-7. April geplant.

Jakobus sagt im Auftrag Gottes: Naht euch Gott! Und er wird sich euch nahen.

Eine für Gott attraktive Gemeinde ist eine Gemeinde, die Ihn sucht, im Gebet, im Gespräch mit Ihm, im Hören auf Seine Stimme und im Tun Seines Willens und dies in dieser Reihenfolge.

Dazu gehört dann auch, dass wir tun, was im zweiten Teil des Verses steht: „Säubert die Hände, ihr Sünder, und reinigt die Herzen, ihr Wankelmütigen!“ (Jak 4:8)

Attraktive Gemeinde, wie werden wir das?

Wir werden nicht attraktive Gemeinde, wenn wir den dreieinigen Gott beschneiden und in Seinem Wirken einschränken.

Wir werden attraktive Gemeinde, indem wir ein Ort werden, an dem der dreieinige Gott wohnt, gerne ist und wo der Vater gerne Menschen hinzieht.

 

Eugen und Jürgen

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01. Febr.
2019
"Erlöst wozu?" Blog-Post Bild

"Erlöst wozu?"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Das ist die Predigtserie, die uns in der nächsten Zeit beschäftigen wird. Als Älteste haben wir uns diese Frage gestellt. Und wir wollen sie uns allen stellen. Wozu hat uns Gott erlöst?

Mancher denkt sich, dass dahinter die Frage steckt, warum?

Aber nein!

Es geht nicht um das „Warum“. Denn das stellt die Frage nach der Erlösungsbedürftigkeit, und die ist über jeden Zweifel klar:

Wir müssen erlöst werden, weil wir gefangen und versklavt sind unter der Herrschaft der Sünde, weil wir eine gefallene Natur haben, die nicht wirklich zum Guten fähig ist.

Na na, ist das nicht sehr verurteilend und pauschalisierend?“ denkt da mancher.Denn das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus, hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.

(Rom 8:2)

Nun, die Tatsache, dass die Menschheit nichts lernt, sondern die Fehler und Sünden der Vergangenheit nur in unterschiedlichen Variationen wiederholt, ist beredtes Indiz für die Richtigkeit des obigen Statements.

Trachtet nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.

(Mat 6:33)

Wenden wir uns also dem Wozu der Erlösung zu.

Hat Gott Seinen Sohn für unsere Erlösung gegeben, damit wir unseren Egotrip fortsetzen, den wir in unserem unerlösten Zustand gefahren sind – nur halt jetzt ohne Fremdbestimmung?

Wer sich erlösen lässt, lässt sich befreien von der Herrschaft, der Unterdrückung durch die Sünde.

Die Deutschen haben erlebt, dass sie sich offensichtlich nicht selbst von der Tyrannei der Nazis befreien konnten. Die Alliierten mussten der Naziherrschaft ein Ende machen, damit das „befreite Deutschland“ den Weg in die Demokratie gehen konnte (das galt allerdings nur für den Westen).

Wir konnten uns auch nicht selbst befreien. Wir haben Jesus als unseren Befreier gebraucht. Die Alliierten sind im Großen und Ganzen abgezogen.

Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, daß ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht;

(1Pe 2:9)

Jesus kam in unser Leben, um zu bleiben - für immer. Wir sind für ein Leben unter seiner Führung befreit. Wir sind zu einem Leben in seiner Gegenwart befreit.

Die Frage ist, ob uns das, als wir Jesus als Herrn und Erlöser eingeladen haben, so bewusst war? Und es stellt sich die Frage, ob wir das so wollen?

Wenn wir Jesus wollen, dann ist das die Konsequenz! Er will unser Gott sein und wir sollen Sein Volk sein – nichts anderes.

Wir sind erlöst, um die großen Taten Gottes zu verkündigen.

Wenn man das 1.Kapitel des Epheserbriefes ernst nimmt, dann ist alles, was Gott getan hat, Sein ganzes Erlösungswerk „zum Preis Seiner Herrlichkeit“. (Eph. 1:6 + 12 + 14)

Wir sind erlöst zum Preis Seiner Herrlichkeit, Seine Herrlichkeit zu vergrößern, in dieser Welt und in der himmlischen Welt. Denn jedes Mal, wenn jemand gerettet wird, ist Freude im Himmel.

Wir sind erlöst, um der Tempel des Heiligen Geistes zu sein, durch den Jesus, das Licht Gottes, in die Welt hinein leuchten kann.

Natürlich hat die Erlösung für uns alle erdenkliche Vorteile. Aber das sind die Begleiterscheinungen, nicht das Ziel.

Ziel ist auch nicht, dass wir uns dieser Begleiterscheinungen erfreuen und den Befreier und Erlöser vergessen.

Unser Ziel hier soll sein, dass wir selbst das allergrößte Interesse daran haben, Gottes Ziel zu verfolgen.

Wir sind sowohl der Tempel Gottes als Einzelne als auch als Gemeinde. So wie Gott in uns, in unserem Herzen wohnen will, will Er auch in unserem Gemeindeherzen, in dem, was die Gemeinde ausmacht, was sie tut, wohnen.

Er will unser ganzes Tun neu mit Seiner Gegenwart erfüllen.

Was wird geschehen, wenn wir ohne Zweifel, Seinem Wort vertrauend, es glaubend tun?

Was glauben wir, wird geschehen, wenn Gott in dieser Gemeinde, in jedem Einzelnen und in allem, was wir tun, den ersten Platz bekommt?

Was glaubst du, wird geschehen, wenn du zuallererst nach Gottes Reich, nach Seinem Willen, nach Seiner Ehre, nach Seiner Verherrlichung trachtest?

Was wird Gott tun?

Meinst du nicht, dass Er wie der wartende Vater uns mit ausgebreiteten Armen entgegeneilt und uns alles andere geben wird, was wir brauchen, wo wir Mangel haben?

Meinst du nicht, dass unsere Haltung und unser Handeln Ausdruck davon ist, dass wir uns Gott nahen?

Und wenn es das ist, meinst du nicht, dass Gott sich dann uns naht, sich uns in besonderer Weise zuwendet, uns in besonderer Weise Seine Gegenwart erleben lässt?

Wenn wir die Wirkungen des Reiches Gottes haben wollen, dann werden wir das am wahrscheinlichsten haben, wenn der Herr dieses Reiches da ist.

Lasst uns Ihn suchen von ganzem Herzen, uns Ihm nahen mit zerbrochenem Geist, in Demut und Er wird sich von uns finden lassen.

Eugen und Jürgen

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01. Jan.
2019
"Jagt dem Frieden nach!" Blog-Post Bild

"Jagt dem Frieden nach!"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Die Jahreslosung für 2019 ist aus Ps. 34:15: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ Dass wir in Westeuropa seit 1945, also über 73 Jahre Jahre, Frieden haben, ist eine der erstaunlichsten Tatsachen, wenn man die Zeit davor anschaut. Dieser Friede entstand, nachdem ein tyrannisches Regime besiegt worden war, das Europa und Nordafrika mit Krieg und Vernichtung überzogen hatte. Er entstand dadurch, dass Deutschland bedingungslos kapitulierte.

Unser Text der Jahreslosung steht genauso wenig im luftleeren Raum wie der Friede Europas. Das Böse, das Europa überzogen hatte, musste erst zugrunde gehen, damit Frieden und Freiheit einziehen konnten.

Der ganze Vers 15 lautet:

Laß ab vom Bösen und tu Gutes; suche Frieden und jage ihm nach!

Frieden in einer bösen Welt hat keinen Bestand. Einer Welt, die das Leben ab der Zeugung nicht achtet, die bedingungslose Freiheit des Andersdenkenden beschneidet, die Wahrheit zu einer Frage der Deutungshoheit macht, die das Böse gut und das Gute böse nennt, kann keinen dauerhaften Frieden erleben.

Wünschen wir uns dauerhaften Frieden?

Selbstverständlich!

Ist uns hier dauerhafter Frieden biblisch verheißen?

Dauerhaften Frieden gibt es nur im neuen Himmel und auf der neuen Erde, die von Gott geschaffen werden.

Ist es dann müßig, sich um Frieden zu bemühen?

Für uns Christen nicht!

Aber um welchen Preis sollen wir Frieden halten? Wie lange sollen wir die rechte Wange hinhalten?

Wie viele Freiheiten sollen wir uns rauben lassen?

Jesus sagt zu seinen Jüngern:

Mat 10:34 Meint nicht, daß ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

Das sagt Er in dem Zusammenhang, wo es darum geht, dass Er zum Zankapfel werden würde, dass sich Menschen entscheiden werden müssen, wen sie mehr lieben: Jesus oder die Menschen um sie herum.

Wen liebst du mehr?

Wenn du die Entscheidung treffen musst: Jesus oder …: Wofür entscheidest du dich.

Wenn du die Entscheidung treffen musst: Das Wort Gottes oder …

Die biblischen Werte oder…

Die Glaubensgeschwister oder…

Ist dir der Friede mit den Menschen um dich herum mehr wert als deine Nachfolge, deine Hingabe an und deine Liebe zu Jesus.

Immer wieder hört man bei uns Christen Stimmen, die davon sprechen, dass wir aus unserer frommen Blase heraus müssen, wenn wir die Welt für Jesus erreichen wollen. Und wahrscheinlich trifft das auch immer wieder zu.

Aber interessanterweise sagte Jesus:

Liebe Kinder, ich bin noch eine kleine Weile bei euch. ... Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. Daran wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. (Joh 13:33-35)

Das neue Jahr wird viele Herausforderungen haben. Eine davon wird sein, den Frieden untereinander zu bewahren. Dieser Friede ist dann erhaltbar, wenn wir einander lieben, wenn wir dem Feind nicht erlauben, Streit und Zwietracht unter uns zu säen. Wenn wir ihm nicht erlauben, Misstrauen anzufachen.

Wenn wir unser Leben als Regiogemeinde so gestalten, dass wir möglichst viele Menschen daran teilhaben lassen, kann man bei uns sehen, wie wir uns lieben.

Wenn wir Menschen, die Jesus noch nicht kennen, in das, was wir miteinander tun, ganz selbstverständlich mit hinein nehmen, können sie sehen, wie wir einander mit Achtung und Wertschätzung begegnen.

Von Jesus heißt es im Hebräerbrief (Kap. 2:11), dass Er sich nicht schämte, uns seine Brüder zu nennen.

Er schämte und schämt sich nicht, obwohl Er weiß, wer wir sind, was wir sind, wie wir uns verhalten und wie wir drauf sind.

Wenn Jesus sich unser nicht schämt, dann müssen wir uns einander auch nicht schämen, auch wenn wir persönlich Dinge anders machen, sagen, ausdrücken oder angehen würden.

Und sollte etwas wirklich mal ganz daneben sein, dann decken wir mit unserer Liebe das zu.

Als Noah, betrunken auf dem Boden lag, hatten zwei seiner drei Söhne die Liebe und die Achtung, den entblößten Noah zu bedecken.

Es kann durchaus sein, dass dem Frieden nachjagen bedeutet, da wo sich jemand eine Blöße gegeben hat, diese zu bedecken, wo jemand schuldig geworden ist zu vergeben, wo jemand in Anfechtung gefallen ist in Fürbitte einzutreten. 

Wir wünschen uns allen, dass der Friede Gottes, der Höher ist als alle unsere Vernunft, uns leitet, regiert und zur Ruhe führt, damit wir im Jahr 2019 in Frieden leben können.

Eugen und Jürgen

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