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01. Apr.
2020
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GLAUBT NICHT JEDEM GEIST

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Was soll man noch glauben? Wem soll man noch glauben, wenn die Nachrichten in der Vergangenheit nachweislich falsch waren und von oberster Stelle dennoch als wahr hingestellt wurden?

Wem soll man heute dann noch glauben? Wem kann man noch vertrauen, wenn einen die Furcht beschleicht, dass das, was wir vordergründig erleben, möglicherweise für etwas anderes gebraucht und missbraucht wird?

Wie sollen wir Christen uns da verhalten?

Johannes sagt: „Glaubt nicht jedem Geist!“

Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinaus-gegangen.“
(1Joh. 4:1)

Glaubt nicht jedem, selbst wenn er sich fromm darstellen mag. Glaubt nicht jedem, selbst wenn manches von dem, was er sagt, wahr sein mag.

Glaubt nicht jedem, auch wenn das, was er sagt, rational sinnvoll zu sein scheint.

Die Bewohner der samaritanischen Stadt kamen zuerst zu Jesus heraus, weil sie von der Frau am Brunnen über Jesus gehört hatten. Sie wollten sehen, was an ihrem Gerede dran war. Aber sie kamen schnell selbst zu dem Schluss, dass das hier wahr war.

Warum?

Weil sie die Wahrheit sahen, Jesus die Wahrheit.

Johannes sagt: „Glaubt nicht jedem Geist.“

Wir leben heute in einer geistigen und geistlichen Realität, in der wir nicht immer wissen, was Wahrheit und was Verführung oder Manipulation ist.

Aber wir können, wenn wir uns danach ausstrecken, erkennen und uns geöffnete Augen schenken lassen, um die Wahrheit zu erkennen.

Jesus hat uns nicht umsonst die Person des Heiligen Geistes gesandt.

Er soll uns in alle Wahrheit leiten. Er wird uns in alle geistliche Wahrheit leiten und wird uns auch die Unterschiede aufzeigen, wenn wir Ihn darum bitten, ja Ihm erlauben uns zu lehren.

Wie wir uns in dieser Zeit verhalten, sollte nicht von äußeren Faktoren bestimmt sein, sondern vom Kompass, von der Leitung des Heiligen Geistes.

Warum folgen wir dem Versammlungsverbot?

Aus Angst vor Strafen?

Aus Gehorsam der Obrigkeit gegenüber?

Wir tun es, weil wir von Gottes Geist dazu geleitet werden.

Und warum leitet er uns dazu?

Weil Sein Wort uns sagt, dass wir uns der Obrigkeit unterordnen sollen (solange sie uns nicht dazu auffordert, das, was Gottes ist, dem Kaiser zu geben).

Weil Sein Geist uns selbst die Einsicht in die Notwendigkeit in dieser Situation gibt.

Jesus sagt Seinen Jüngern klar, wo die Grenzen des Gehorsams sind.

"Gebt daher dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!" (Luk 20:25 ELB)

"Gebt daher dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!". (Luk.. 20:25)

Die Grenze ist da wo die Obrigkeit sich in die Dinge Gottes einmischt. Wo sie uns zwingen will, das was Gott allein gehört, worüber Er bestimmen will, dem Kaiser zu geben und Ihm unterzuordnen.

Jetzt wissen wir: Es gibt physisch oder auch psychisch Schwache, um derentwillen wir die Freiheit, die wir selbst haben könnten, nicht ausleben.

Aber wir geben diese Freiheit in unserem Inneren nie auf.

Wir leben in der Hingabe und im Dienst an Gott und in diesem Dienst kann es sein, dass wir, weil wir in Seinem Auftrag den Menschen um uns herum dienen, auf das Ausleben der Freiheiten verzichten, die Freiheit nicht ausüben.

Dass wir uns als Gemeinde nicht versammeln können, ist ein immenser Verzicht, gerade im Angesicht der Ermahnung von Gottes Wort die Versammlungen nicht zu verlassen.

...laßt uns aufeinander achthaben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken, und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen,
(Hebr. 10:24+25 )

Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat; 24 und lasst uns aufeinander achthaben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken, 25 und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das um so mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht.“ (Heb 10:23-25)

Wir mögen denken, dass Christsein ja auch ohne Gemeinde, ohne Versammlungen geht, denn der weltweite Leib Jesu existiert ja dennoch.

Wir haben nicht umsonst unlängst neue Gemeindeglieder bzw. an der Gemeinde Interessierte bei uns begrüßen dürfen, die versucht haben ohne Gemeinde und Gemeinschaft auszukommen und festgestellt haben, dass sie es so sehr vermissen.

Lasst uns von ihnen und dem Wort Gottes lernen und darum beten und ringen, dass wir bald wieder als Gemeinde zusammen kommen können.

Lasst uns in dieser Zeit aufeinander achthaben, die Gemeinschaft der Lehre, die wir jeden Sonntag haben und die Gemeinschaft der Vision und Werte, mit denen wir uns gegenwärtig befassen, nicht verlassen.

Damit wir dann, wenn wir wieder die Freiheit haben uns zu versammeln, uns mit den Menschen zu treffen gerüstet und geistlich fit sind. In diesem Sinne wünschen wir euch einen April mit dem Ohr am Puls Gottes.

Eugen, Jürgen und Thomas

 

 

 

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01. Mrz.
2020
„Lebe für …  (d)eine Vision“ Blog-Post Bild

„Lebe für … (d)eine Vision“

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

„Deutsche sind bereit, für Energiewende Opfer zu bringen“ Das war die Überschrift eines Artikels in der „Welt“ 2018

Dort heißt es: „Die Proteste gegen Windparks und Stromtrassen nehmen zu. Doch eine Umfrage zeigt, dass die Deutschen für mehr Klimaschutz große Einschnitte in ihrem Alltag in Kauf nehmen würden.“ Die Proteste neuerdings gegen die Abholzung eines großen Waldgebietes für die neuentstehende „Tesla-Gigafactory“ zeigen, dass nicht alle bereit sind, die Opfer zu bringen.

Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer, was euer vernünftiger Gottesdienst ist. (Röm• 12:1 )

Erstaunlicherweise werden in der Regel von einem Teil der Gesellschaft die Opfer gefordert, die der andere Teil dann bringen soll.

Aber die Frage ist ja sowieso: Wofür sind wir bereit Opfer zu bringen? Und wer ist bereit sie zu bringen und wer ist es der sie fordert?

Opfer wurden und werden gebracht, weil man entweder etwas Außergewöhnliches erreichen oder verhindern möchte. Weil man eine bessere Welt entstehen sehen und erleben oder eine schlechtere vermeiden möchte.

Und alle, die es gern und freiwillig gaben, kamen und brachten dem HERRN die Opfergabe zur Errichtung der Stiftshütte und für allen Dienst darin...
(2.Mose 35:21)

Schaut man sich die Geschichte an, dann lässt sich eines mit Sicherheit feststellen: Es ist nie etwas Großes erreicht worden ohne Opfer.

Eine Welt, die keine Opfer bringen will, muss zugrunde gehen. Das sehen wir bei der Frage der eigenen Nachkommenschaft ja überdeutlich.

Als Gemeinde haben wir eine Vision, über die wir seit einiger Zeit sprechen. Eine Vision die, wenn sie Wirklichkeit werden soll, auch bedeutet, dass wir Opfer bringen.

Nun ist die Frage: Wollen wir eine bessere Welt erreichen oder eine schlechtere verhindern?

Was ist überhaupt Ziel unseres Wirkens als Christen hier auf Erden?

Die Antwort ist klar und simpel:

Wir wollen, dass Jesus möglichst bald wieder kommt.“

Ja wirklich?

Stimmt das?

Stimmt das auch für dich?

Wenn wir die Erlösungshoffnung des Evangeliums ernst nehmen, dann kann nur dies unser Ziel sein. Egal wie alt wir sind, ob wir gerade die Hochzeit planen, Kinder bekommen, hoffen zu bekommen, uns wünschen sie zu bekommen oder Enkel ersehnen.

Es kann für uns nichts Wichtigeres geben, als die Wiederkunft Jesu mit all unseren Kräften zu beschleunigen. Denn wenn Jesus wieder kommt, wird Er dem Leid, dem Elend, dem Tod, dem Schmerz, der Krankheit, der Sünde und der Gebundenheit ein Ende bereiten.

Deshalb lesen wir am Ende der Bibel auch diesen Satz:

Ja, ich komme bald. - Amen, ja, komm, Herr Jesus!“ (Off. 22:20)

Jesus will bald kommen und wir sollten auch wollen, dass Er bald kommt.

Wie können wir das?

Jesus wird wieder kommen, wenn die Vollzahl der Heiden und Juden in Sein Reich eingegangen sein wird.

Dies zu erreichen, muss Ziel jeder Gemeinde und jeder von der Gemeinde ausgehenden Aktivität sein.

Das ist das große, ja das größte Ziel, das es für uns als Christen geben kann.

Als Weg dahin bauen wir Gemeinde, ja viele Gemeinden, die nötig sind dieses Ziel zu erreichen.

Und für dieses größte Ziel werden wir, ja müssen wir Opfer bringen.

Gott selbst hat damit angefangen. Er hat Seinen Sohn als stellvertretendes Sündopfer für uns gegeben.

Er hat auf die Anwesenheit und die enge Gemeinschaft Seines Sohnes im Himmel verzichtet. Jesus hat auf die Herrlichkeit und die Annehmlichkeiten des Himmels verzichtet usw..

Sind wir in unserem Leben auch zum Verzicht bereit?

Auf was wollen wir verzichten. Und kommen wir uns nicht mit: „Ich verzichte auf die Schokolade in der Fastenzeit.“ Das ist Kindergarten.

Nein, welches substanzielle Opfer sind wir bereit zu bringen? Und was ist unsere Hoffnung darin?

Wenn man ja ein Opfer bringt, dann fehlt einem was, fehlt der Familie was, den Kindern etc.

Kann ich mir vorstellen, dass Gott den entstehenden Mangel ausfüllt?1

Kann ich mir vorstellen, dass die Familie, die Kinder nicht unter diesem Opfer leiden, sondern mitgesegnet werden?

Kann ich mir vorstellen, dass wenn ich Zeit, Kraft, Geld, Privatsphäre, Arbeitsplatz, Karriere, Wohnort, Freundeskreis usw. opfere, weil ich mich mehr in die Gemeinde investieren oder sogar eine Gemeinde mitgründen will, meine Familie, meine Kinder, meine Ehe von Gott gesegnet ist, sogar inmitten von geistlichen Kämpfen, Enttäuschungen, Krisen usw?

Wir wünschen uns allen diesen Glauben, dass Gott, wenn wir das, was wir haben, geben, uns überreichlich segnen wird, in diesem und im kommenden Leben2 und mit diesem Glauben die Vision ergreifen und sie leben.

 

Eugen, Jürgen und Thomas

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1 Math. 6:26-30; 2 Mark.10:29-30

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01. Febr.
2020
„Dahoam isch dahoam ...“ Blog-Post Bild

„Dahoam isch dahoam ...“

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Man nimmt vieles mit, wenn man reist und vieles nach Hause, wenn man zurückkommt: Eindrücke, Erlebnisse, Gefühle, kostbare Momente und vielleicht auch neue Ideen und Vorsätze

In unserem Sabbatical sind meine Frau und Ich in manchen Gemeinden gewesen und haben manches gesehen und gehört.

Was mir dabei als besonderes Anliegen geblieben ist, ist die Idee von Familie, von Familiensinn in der Gemeinde und im Netzwerk.

Familien haben ihre ganz eigene Kultur. Oft wird diese Kultur ja von der Herkunfts-Familie geprägt, die bestimmender auftritt.

So seid ihr nun nicht mehr Fremde und Nichtbürger, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.
(Eph 2:19)

Ich bin mit dem Wunsch nach Hause gekommen, dass wir eine Familienkultur pflegen, die diesen Namen verdient. Wo der Begriff Familie nicht nur ein nettes Werbe-etikett ist, das aber nicht wirklich hält, was es verspicht, sondern tatsächlich auch drin ist, was drauf steht.

Was meine ich damit?

In einer guten Familie, einer intakten Familie, gibt es gute und intakte Beziehungen. Beziehungen unter den Generationen; Beziehungen, in denen man in der Lage ist, sich alles zu sagen und das vertraulich zu behandeln;Beziehungen, die es aushalten, dass man mal unterschiedlicher Meinung ist;

Beziehungen, in denen es um das Wohl aller und das Fördern jedes Einzelnen geht.

Solche Familien sind in sich so stabil, dass sie ein Ort sind, an dem sich neue Familienmitglieder und auch Gäste aufgenommen und willkommen fühlen.

Und solche Familien haben auch das Potenzial ihre Kultur und ihre Werte weiterzugeben an neue entstehende Familien oder sogar an befreundete Familien.

Bei unseren Besuchen haben wir festgestellt, dass es manchen Gemeinden sehr gut gelungen ist, ihre „Familienkultur“ auch auf anderen Kontinenten zu reproduzieren. Bei anderen hatte man eine solche Kultur erwartet, aber nicht so vorgefunden.

Als Regiogemeinde Weil gehören wir zu Relational Mission und da ist ja der Begriff „Beziehung“ drin. Wir wollen also die Mission Jesu, die Er uns gegeben hat, auf der Grundlage von Beziehungen erfüllen.

Denn er ist unser Friede. Er hat aus beiden eins gemacht und die Zwischenwand der Umzäunung, die Feindschaft, in seinem Fleisch abgebrochen.

(Eph 2:14

Beziehung ist sicherlich immer eine zweiseitige Angelegenheit. Aber wenn man neu irgendwo ist, dann hofft man im Stillen doch, dass jemand auf einen zukommt und diese Beziehung zu bauen beginnt, denn man ist unsicher, wie Dinge an diesem neuen Ort gehandhabt werden und freut sich übe erste Schritte von Anderen.Mir wurde wichtig, diese Willkommenskultur, dieses „ein Zuhause anbieten“, und sei dies nur für ein paar Stunden zu einem Markenzeichen der Regiogemeinde zu machen.

Aber haben wir diese Kultur nicht schon?

Sie ist schon entwickelt, aber es gibt nichts, was nicht noch verbessert werden könnte.

Und es gibt nichts, was, wenn man nicht darauf achtet, vergessen werden kann.

Denn Beziehungen bauen ist letztlich ein Teil der Reichsgotteskultur. Deshalb sollte das den Jüngern Jesu wirklich möglich sein.

Beziehungen kapput zu machen ist das Markenzeichen des Reiches der Finsternis.

Wir haben die Möglichkeit, befreit von Sünde und Schuld, von Misstrauen, Argwohn, Neid, Missgunst aufeinander zuzugehen.

Wir haben die Möglichkeit, weil Jesus unsere Schuld getilgt hat und wir sie niemandem mehr zuschieben müssen.

Wir haben die Möglichkeit an andere zu denken und ihnen zu dienen, weil wir wissen, dass Jesus sich um uns kümmert und auf uns achtet.

Gastfrei zu sein, vergeßt nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.

(Heb 13:2)

Denn mich hungerte, und ihr gabt mir zu essen; mich dürstete, und ihr gabt mir zu trinken; ich war Fremdling, und ihr nahmt mich auf;
(Mat 25:35)

Wir haben die Möglichkeit, weil wir, wenn wir müde und matt sind, auf Jesus schauen dürfen und dann neue Kraft bekommen.

Wie wäre es, wenn in 10 Jahren in unserer Nähe und weiter weg Gemeinden entstünden, die dies als Teil ihrer Familienkultur haben, sodass man, wenn man zu Besuch ist, sich sofort zu Hause fühlt, sofort den „Stallgeruch“ wahr nimmt?

Wie wäre es, wenn Menschen von anderen Relational Mission Gemeinden zu uns kommend diese Erfahrung machen: „Hey ich bin zwar zum ersten Mal hier, aber ich bin hier zu Hause, das ist meine Familie!“?

Und wie wäre es, wenn das allen Altersgruppen so ginge? Wenn jeder ungeachtet seines Alters dieses Gefühl und dieses Wissen hätte: „Das ist meine Familie, die sind für mich, die interessieren sich für mich, da steh ich nicht rum wie das fünfte Rad am Wagen“?

Daher lasst uns nicht müde werden im Gutes Tun, zuallererst an des Glaubens Genossen.1.

 

Eugen, Jürgen und Thomas

 

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1. Gal. 6:9+10

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01. Jan.
2020
"Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Blog-Post Bild

"Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Das ist die Jahreslosung für 2020. Diese Jahreslosung hat die ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen ausgewählt. Man möchte mit aller Aufrichtigkeit glauben, dass das Gremium wirklich meint, was es tut.

Denn, noch nie war diese Bitte so dringend wie heute. Sie ist in einer Christenheit, die zu vergessen scheint, wer und was sie konstituiert, das Wesentliche. Denn sie muss wieder neu im Glauben erfassen, dass der, dem diese Bitte galt, der historische Jesus ist, obwohl dessen Historizität, so wie sie in der Bibel bezeugt ist, von den großen Kirchen inzwischen rundweg abgelehnt wird, und vieles mit Ihm.

Wie kann eine Glaubensgemeinschaft bestehen bleiben, wenn sie das Fundament, auf dem sie erbaut wurde, immer mehr verrät, das Kreuz versteckt, wenn es zu stören scheint?

Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurecht-weisung, zur Unterwei-sung in der Gerechtigkeit,

damit der Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet.
(2Ti 3:16-17)

Eine schwedische Bischöfin meinte bei einem Radiointerview: „Ich sage, manchmal habe ich mehr gemeinsam mit Muslimen, die ich treffe, als mit den rechten Christen“.

Nun, das wundert einen nicht, da für viele liberale Christen Jesus nicht wirklich der Sohn Gottes ist.

Der ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater.

(1.Joh. 2:22b-23)

Aber genau das ist der Kern des Christlichen Glaubens! Der Apostel Johannes sagt es unmissverständlich:

Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der leugnet, daß Jesus der Christus ist? Der ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater. (1.Joh 2:22-23)

Wenn wir an diesem Punkt nicht feststehen haben wir keinen Grund. „Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“ (1Co 3:11) Nun könnte man sagen: Was geht uns Schweden an? Wir sind in Deutschland. Dazu sei bemerkt: Die schwedische Bischöfin lebt in einer Beziehung mit ihrer Frau.

Es gibt inzwischen keine dt. Landeskirche mehr, in der die „Ehe für alle“ nicht Einzug genommen hätte.

Würde die Bibel wirklich wie in der Reformation allein gelten, als von Gott inspiriert und irrtumslos in all ihren Aussagen, dann gäbe es keinen Grund, die Schöpfungsordnung und die Heilsordnung außer Kraft zu setzen. Jesus und Seine Braut haben im irdisch Sichtbaren die bildliche Entsprechung von Mann und Frau (siehe Eph. 5:23-31). Gott hat den Menschen geschaffen als Mann und Frau. (Gen.1+2)

Eigentlich müsste man meinen, dass das selbstverständlich ist. Aber auch in Evangelikalen Kreisen wird über die Segnung von gleichgeschlechtlichen Ehen diskutiert.

Wir brauchen nicht nur den Glauben, dass Jesus der Sohn Gottes ist, dass Er für unsere Sünden gestorben ist, dass Er am dritten Tag auferstanden ist und nun nach Seiner Himmelfahrt zur Rechten Gottes sitzt bis zu Seiner Wiederkunft zum Gericht über diese Welt. Wir müssen auch wieder neu glauben, dass das, was uns in der Schrift überliefert ist, tatsächlich so geschrieben wurde, weil Gott es so gewollt hat und es unabhängig von Ort oder Zeit gültig ist. Wir müssen glauben, dass das Neue Testament das Alte erfüllt und erklärt, dass das im Neuen Testament geoffenbarte das Alte vollständig in seiner heilsankündigenden Botschaft erklärt.

Wir müssen glauben, dass mit dem Abschluss der Bibel das finale Wort Gottes, was die Heilsgeschichte und Art und Weise der Heilsaneignung angeht, gesprochen ist.

Wenn wir das nicht glauben, wie dies die ersten Christen taten, dann öffnen wir uns für jedwede Form des Unglaubens. Wir haben keinen Maßstab.

Wenn wir nicht glauben, dass Jesus den Vater offenbarte, indem Er als Sohn kam, dann öffnen wir uns für eine Verflüssigung des Gottesbildes a la „die Hütte“.

Unser Gebet muss tatsächlich wieder neu sein:

Herr hilf meinem Unglauben, denn ich werde immer und immer wieder damit berieselt, dass Dein Wort verfälscht wurde, dass es zeitgeschichtlich verstanden werden muss und jetzt so nicht mehr verstanden werden kann und darf.

Hilf mir, dass ich Dein Wort so verstehe, wie es in den Übersetzungen der Urschrift wiedergegeben ist.

Hilf mir fest zu stehen und an Jesus als den ewigen Gottessohn, der Mensch wurde, zu glauben, auch wenn ich von vielen dafür belächelt werde.

Hilf mir zu glauben, dass Du der Schöpfer des Himmels und der Erde bist und alles in Deiner Hand ist.

Hilf mir, dass ich auf den Tag von Jesu Wiederkunft wartend treu Deinen Willen tun kann.

Und: Zeige mir, wer Du bist.“

In diesem Sinne wünschen wir euch einen guten und gesegneten Start in ein glaubensvolles neues Jahr.

 

Eugen, Jürgen und Thomas

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01. Dez.
2019
"Der Kampf um Weihnachten" Blog-Post Bild

"Der Kampf um Weihnachten"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Die Atheisten würden es gern abschaffen, die Multikultis umfunktionieren und manche Christen sind sich ob des Datums nicht sicher, ob es wirklich richtig ist, es zu feiern. Und manch anderer findet: Das ist eh nur Geschäftemacherei.

Wir sind uns also einig, dass wir uns uneinig sind, so im Großen und Ganzen.

Aber um was geht es denn im Kern? Geht es wirklich um Weihnachtsmärkte, auf denen es hauptsächlich ums Essen, Trinken, und die je nach dem nützlichen oder weniger nützlichen Weihnachtsgeschenke geht? Geschenkt – braucht man nicht wirklich.

Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Wege und an die Zäune und nötige sie hereinzukom-men, dass mein Haus voll werde!
(Luk 14:23)

Geht es um die Weihnachtsmusik im öffentlichen Raum – oft ist das die Musik in den Kaufhäusern, die uns zum Einkaufen animieren soll? Und sie hat seltenst noch etwas mit der Weihnachtsbotschaft zu tun.

Geht es um die Weihnachtsbeleuchtung in der dunkelsten Jahreszeit? Es macht sie etwas erträglicher. Aber kann man das in Zeiten von Klimawandel und so noch vertreten?

Was tut's aber? Wenn nur Christus verkündigt wird auf jede Weise, es geschehe zum Vorwand oder in Wahrheit, so freue ich mich darüber.

(Phi 1:18)

Apropos Klimawandel und Feinstaubgefahr, da muss echt auch was an Silvester passieren. Ein generelles Feuerwerkverbot muss her 😉😉

Geht es bei Weihnachten um das „Fest der Liebe“, wie es so oft genannt wird?

Man könnte es so nennen, aber besser passen würde das zu Karfreitag. Denn da gab Gott dann ultimativ aus Liebe zur Welt seinen Sohn.

Ja an Weihnachten feiern wir die erste Ankunft des lange angekündigten Messiasses. Und an Weihnachten können wir all den Ignoranten erklären, dass Gott nicht mit Maria Sex hatte und daraus das Jesuskind wurde, sondern dass durch den Heiligen Geist der ewige Gottessohn in der Maria ins Fleisch kam und menschliche Gestalt annahm und dann wie ein normales menschliches Kind geboren wurde. Ob es aber tatsächlich das Datum unserer Weihnachten war, wissen wir nicht.

Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
(Joh 1:14 )

Jesu Existenz, Seine Leidensfähigkeit und Seine Fähigkeit den physischen Tod zu erleiden bewies, dass Er tatsächlich eine menschliche Existenz hatte und nicht einfach eine „Scheinexistenz“, ein Geist in menschlicher Form.

Wir feiern die Menschwerdung Gottes, und das ist der Kern.

Das ist der Kern des Ärgernisses, denn für eine bestimmte Religion hat Gott definitiv keinen Sohn, weshalb man, in voreilendem Gehorsam um ihretwillen am liebsten das ganze Weihnachtsfest abschaffen wollte.

Nehmen wir Christen die Gelegenheit wahr, das Weihnachtsfest zu feiern, so lange es noch möglich ist.

Denn es ist immer noch ein Fest, an dem die Menschen in die Kirche gehen.

Es ist interessant, dass selbst in der Türkei die dortigen Gemeinden berichten, wie sie an Weihnachten und Ostern so viele Gäste haben wie sonst nie, insbesondere gemeindefremde Gäste.

Nutzen wir die Möglichkeit zu unserem Weihnachtsgottesdienst einzuladen und das Evangelium von der menschgewordenen Gnade Gottes den Leuten nahezubringen.

Nutzen wir diesen Tag, um das Evangelium so greifbar wie möglich zu machen.

Beten wir um Gäste, beten wir darum, dass unsere Einladungen auf offene Herzen treffen. Beten wir darum, wie wir diesen Abend noch mehr nutzen können. Vielleicht, in dem wir unsere Häuser nach dem Gottesdienst für Gäste öffnen. Die Familie mag uns wichtig sein. Aber wenn sie ebenfalls gläubig sind, werden sie verstehen, dass es wichtiger ist, diese Gelegenheit zu nutzen.

Es kann allerdings sein, dass auch sie das Evangelium brauchen. Dann sollten wir es ihnen auch sagen, dann sollten wir sie auch in den Gottesdienst einladen. Dann sollten wir an diesem Abend keinen faulen Kompromiss machen.

Es geht uns beileibe nicht darum Druck zu machen. Aber wir sind einander gegeben zur gegenseitigen Ermutigung, manchmal auch zur Ermahnung.

Wenn wir Weihnachten, diese spezielle Zeit, in der die Menschen auf wundersame Weise offener sind als sonst, nutzen, das Evangelium teilen und tatsächlich Menschen ihr Leben für Jesus öffnen, dann hat dieses Weihnachten, so umstritten es sein mag seinen Zweck erfüllt. Dann ist Jesus wieder in einem Menschen geboren worden, ist das Licht der Welt in einen Teil der Welt gekommen, hat sein Licht angezündet.

Und wenn wir schon dabei sind, dann können wir die Menschen auch noch gleich zu unserer Silvesterfeier einladen. Sie sollen das Jahr nicht alleine beschließen oder an einem Ort, der ihnen nicht gut tut.

Wir feiern gerne und wollen diese Feierfreude mit ihnen teilen, wollen sie wiederum in unsere Familie, die erweiterte, hinein nehmen.

In diesem Sinn wünschen wir euch einen intensiven Dezember.

Eugen, Jürgen und Thomas

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