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28. Jun.
2020
"Social distancing?" Blog-Post Bild

"Social distancing?"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Man kann‘s schon lange nicht mehr hören. Und dennoch beschäftigt es uns weiterhin. Und es ist auch immer wieder Grund, dass es zu Meinungsverschiedenheiten kommt. Wir wollen uns nicht zu den Unterschiedlichkeiten der Betrachtungsweisen in dieser Situation äussern. Wir wollen mit euch einen Blick in die Vergangenheit wagen, denn das, was wir erleben, gab es immer wieder auch in der Zeit der noch relativ jungen christlichen Kirche.

Dionysius, Bischof von Alexandria, schreibt über die Zeit der Plage von 249-262:

"Die meisten unserer Mitchristen zeigten grenzenlose Liebe und Loyalität, verschonten sich nie und dachten nur aneinander. Unbekümmert um die Gefahr nahmen sie sich der Kranken an, kümmerten sich um alle ihre Nöte und dienten ihnen in Christus, und mit ihnen verließen sie dieses Leben in heiterem Glück; denn sie wurden von anderen mit der Krankheit angesteckt, zogen die Krankheit ihrer Nächsten auf sich und nahmen ihre Schmerzen freudig auf sich.

 

So, in Liebe zu euch hingezogen, waren wir willig, euch nicht allein das Evangelium Gottes, sondern auch unser eigenes Leben mitzuteilen, weil ihr uns lieb geworden wart. ( 1.Thess 2:8)

 

Viele, die andere pflegten und heilten, übertrugen ihren Tod auf sich selbst und starben an ihrer Stelle. Die besten unserer Brüder verloren auf diese Weise ihr Leben, eine Reihe von Presbytern, Diakonen und Laien errangen hohe Anerkennung, so dass der Tod in dieser Form, das Ergebnis großer Frömmigkeit und starken Glaubens, in jeder Hinsicht dem Martyrium gleichkommt".

Im Gegensatz dazu verglich er die Reaktion der Nichtchristen der damaligen Zeit und sagte

"Die Heiden verhielten sich genau umgekehrt. Beim ersten Ausbruch der Krankheit stießen sie die Betroffenen weg und flohen vor ihren Liebsten, warfen sie auf die Straße, bevor sie tot waren, und behandelten die nicht begrabenen Leichen wie Dreck, in der Hoffnung, dadurch die Ausbreitung und Ansteckung der tödlichen Krankheit zu verhindern...". 1

Im vierten Jahrhundert gab es wiederum eine Plage. Zu der ist zu lesen:

Was sich während der Epidemien abspielte, war nur eine Intensivierung dessen, was jeden Tag unter den Christen vor sich ging... In der Tat war die Wirkung der christlichen Barmherzigkeit so offensichtlich, dass der Kaiser Julian im vierten Jahrhundert, als er versuchte, das Heidentum wiederherzustellen, das heidnische Priestertum ermahnte, mit den christlichen Wohltätigkeitsorganisationen zu konkurrieren.

Laßt uns also nun, wie wir Gelegenheit haben, allen gegenüber das Gute wirken, am meisten aber gegenüber den Haus-genossen des Glaubens!
(Gal 6:10)

In einem Brief an den Hohepriester von Galatien drängte Julian2 auf die Verteilung von Getreide und Wein an die Armen und bemerkte, dass "die gottlosen Galiläer [Christen] zusätzlich zu ihren eigenen die unseren unterstützen, [und] es ist beschämend, dass unsere Armen unsere Hilfe nötig haben". Aber es gab wenig oder gar keine Reaktion auf Julians Vorschläge, weil es keine Lehren und keine traditionellen Praktiken gab, auf denen der heidnische Priester aufbauen konnte.... Die Christen glaubten an das ewige Leben. Heiden glaubten höchstens an ein unattraktives Leben in der Unterwelt. Es hätte daher für Galen weitaus mehr Mut erfordert,3 in Rom zu bleiben, um die Betroffenen während der ersten großen Pest zu behandeln, als für die christlichen Diakone und Presbyter, um dies zu tun. Der Glaube zählte.“4

 

führt euren Wandel unter den Nationen gut, damit sie, worin sie gegen euch als Übeltäter reden, aus den guten Werken, die sie anschauen, Gott verherrlichen am Tage der Heimsuchung!. (1Pe 2:11-12)

 

Kirchengeschichtler sind sich einig: Das Christentum erlebte, neben dem mutigen Bekenntnis mit der Bereitschaft zum Martyrium, gerade auch durch den praktisch gelebten Glauben besonders in diesen Zeiten der allgemeinen Not seine beispiellose Ausbreitung.

Wir grüßen euch mit 1.Petr. 2:11-12 Geliebte, wir ermahne euch als Beisassen und Fremdlinge, daß ihr euch der fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten, enthaltet, und führt euren Wandel unter den Nationen gut, damit sie, worin sie gegen euch als Übeltäter reden, aus den guten Werken, die sie anschauen, Gott verherrlichen am Tage der Heimsuchung!

 

 

Eure Eugen und Jürgen

 

 

 

1 “The Rise of Christianity” by Rodney Stark (p.76ff)

2Flavius Claudius Iulianus war von 360 bis 363 römischer Kaiser

3Ein bekannter römischer Arzt der damaligen Zeit

4The Triumph of Christianity: How the Jesus Movement Became the World’s Largest Religion, Rodney Stark

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01. Jun.
2020
Nutze die Gelegenheit! Blog-Post Bild

Nutze die Gelegenheit!

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Mit den Lockerungen der Re-striktionen stellen sich viele die Frage: „Was darf ich schon und was noch nicht?“ „Was ist mir erlaubt, was entspricht den Regularien?“

Seit ich mich erinnern kann habe ich noch nie so was erlebt! Dass die ganze Gesellschaft so in Folgsamkeit erstarrt ist. Eine Erstarrung, die die Lockerungen noch nicht mal so richtig wahrnimmt.

Es stellt sich effektiv die Frage: „Wie kommen wir aus dieser Erstarrung wieder heraus? Wie lernen wir wieder zu leben?“

Wandelt in Weisheit gegenüber denen, die draußen sind, kauft die gelegene Zeit aus!
(Kol. 4:5)

Im Nachdenken über dieses und andere Themen bin ich auf einen Bibeltext gestoßen, die uns helfen kann: „Seht nun genau zu, wie ihr wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise! Kauft die rechte Zeit aus! Denn die Tage sind böse. Darum seid nicht töricht, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist!“ (Eph. 5:15-17)

Seid weise!

Wie können wir weise sein? Wie können wir wissen, was weise ist?

Die Bibel sagt: „Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang; und Erkenntnis des allein Heiligen ist Einsicht.“ (Spr. 9:10)

Wir werden nur Weisheit und Einsicht erlangen, wenn wir uns in echter Gottesfurcht unserem Gott anvertrauen und auf Ihn schauen.

In unseren Begriffen bedeutet das: Jesus kennen und Ihm folgen. Sein Jünger sein.

Nutzt die Gelegenheit

Das sagt dieses “Kauft die rechte Zeit aus“ Kauft den Kairos aus, nutzt den Kairos! Sucht den größten Nutzen in dieser Situation.

Was der größte Nutzen ist hängt von unseren Zielen und Werten ab: Wofür wir leben, wofür wir arbeiten, welcher Bestimmung unser Leben dient.

Deshalb ist der dritte Punkt genau so wichtig.

Der Wille Gottes

Paulus ermuntert uns, zu verstehen, was der Wille Gottes ist, was Er in jeder Situation unter allen Umständen von uns will.

Was ist Gottes Wille?

Gottes Wille ist, dass wir ganz Sein sind, und ganz für Ihn leben.

Denn dies ist Gottes Wille: eure Heiligung,“ (1Th 4:3)

...der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“ (Röm 12:2)

Sagt in allem Dank! Denn dies ist der Wille Gottes ...“ (1Th 5:18)

Aber Er hat auch einen über unser eigenes Leben hinaus gehenden Willen: „...welcher will, daß allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ (1Tim. 2:4 LUT)

Predige das Wort, stehe bereit zu gelegener und ungelegener Zeit;
(2.Ti 4:2)

Wir sollen also in Weisheit bei jeder Gelegenheit Seinen Willen tun, der auch darin besteht, dass Menschen geholfen wird und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, der Wahrheit in Jesus Christus.

Wenn man so will, sollte das immer unsere 1. Maxime sein.

Der Missionsbefehl gilt zu jeder Zeit, unter allen Umständen, bei jeder sich bietenden Gelegenheit.

Unser Text sagt: „denn die Tage sind böse“.

Man könnte sagen „die Zeit ist böse“, oder „das Gesamtklima in der Gesellschaft ist böse, ist schlecht“. Man könnte auch sagen: „Die Zeit, die Umstände sind schlecht“.

Das würde aber bedeuten, dass gerade in unpassenden, schlechten Umständen, da, wo wir denken: „Jetzt geht‘s grad nicht, jetzt ist es unpassend“, möglicherweise gerade der Kairos ist.

Was wäre die Konsequenz?

Konsequenzen

Wir haben den Fokus immer auf dem Anderen, dem, der Jesus noch nicht kennt, oder dem, von dem wir nicht wissen, ob er Ihn kennt.

Was würde sich dadurch ändern?

Wir würden neue Leute in unseren Freundeskreis integrieren, statt sie allein zu lassen.

Unser Freundeskreis würde wachsen. Die Chancen stiegen, dass neue Leute auch die Freunde meiner Freunde würden.

Und wir müssten lernen zu teilen oder sogar loszulassen, wenn sich stärkere neue Freundschaften bilden würden.

Seid aber jederzeit bereit zur Verantwortung jedem gegenüber, der Rechen-schaft von euch über die Hoffnung in euch fordert,

(1Pe 3:15 )

Wir würden unsere traute Zweisamkeit als junges Ehepaar oder frischgebackene Eltern für Singles öffnen und ihnen ein Zuhause, einen Familienanschluss, eine Patenrolle anbieten.

Wir würden auf dem Spielplatz, beim Einkaufen, beim Spaziergang mit dem Hund, beim Warten auf den Bus, beim Anstehen in der Schlange die Gelegenheit suchen und nutzen und das trotz „social distancing“.

Ein freundlicher Blick oder ein fröhliches Augenzwinkern über die Gesichtsmaske hinweg, ein ermutigendes Wort zu den Ungeduldigen, ein tröstendes an die Verzweifelnden wäre möglicherweise der Anfang.

Manche von uns beten um Gelegenheiten über Jesus zu reden. Ich glaube die meisten von uns brauchen eher Jesu leichten Tritt in unseren Hintern, wenn Er uns Gelegenheiten gibt.

Und wir brauchen wahrscheinlich noch mehr Liebe und Erbarmen für diejenigen, die Ihn noch nicht kennen und ohne Ihn, Seine Vergebung, Seine Liebe, Seine Freundschaft und ohne das neue Leben, das Er ihnen schenken möchte, ihr Leben führen müssen.

Und vielleicht brauchen wir auch wieder die Gemeinschaft der Gemeinde, durch die wir inspiriert, ermutigt, angeregt und für Jesu tolle Berufung begeistert werden. - - Don‘t miss it!

 

 

Eugen, Jürgen,Thomas

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01. Mai
2020
VEREINT IN DER ZerSTrEuUnG Blog-Post Bild

VEREINT IN DER ZerSTrEuUnG

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Jakobus schreibt in seinem Brief: „Jako-bus, Knecht Gottes und des Herrn Jesus Christus, den zwölf Stämmen, die in der Zerstreuung sind, seinen Gruß! (Jak 1:1

Die Gemeinde in Jerusalem war durch eine schlimme Zeit der Verfolgung gegangen, die sich in der Zerstreuung des Großteils der Gemeinde auswirkte. Jakobus (der Bruder Jesu und Hauptleiter in Jerusalem) weiß, dass sie auch weiterhin Hilfe und Richtungsweisung auf ihrem Weg in der Zerstreuung brauchen, weshalb er ihnen diesen Brief schreibt.

Wie jeder eine Gnadengabe empfangen hat, so dient damit einander als gute Verwalter der verschiedenartigen Gnade Gottes!
(1Pe 4:10 )

 

Wir, die Regiogemeinde Weil sind wie alle Gemeinden für eine relativ kurze Zeit in gewisser Weise zerstreut, reduziert auf unsere Wohnungen, ohne Möglichkeit sich zu sehen und sich gegenseitig zu ermutigen, zu helfen, zu dienen und Gemeinschaft zu haben, denn selbst die Medien, mit denen wir uns auszuhelfen versuchen, können die Nähe und Wärme eines tatsächlichen Gegenübers nicht ersetzen.

Und da stehen wir in derselben Situation wie die zerstreute Gemeinde.  Ihnen schreibt Jakobus dann weiter.

V 2 Haltet es für lauter Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Versuchungen geratet,

In der Zerstreuung liegen Gefahren. Eine der Gefahren ist, dass man in der Zerstreuung bleibt. So wie es Sach. 13:7 heißt: „Schlage den Hirten, daß die Schafe sich zerstreuen!“

Glückselig der Mann, der die Versuchung erduldet! Denn nachdem er bewährt ist, wird er den Siegeskranz des Lebens empfangen, den der Herr denen verheißen hat, die ihn lieben. “
 
(Jak 1:12)

 

Wenn du in der Versuchung stehst, dass du in der Zerstreuung bleibst, dann erkenne, was da abgeht. Erkenne, dass die Gedanken „Niemand interessiert sich für mich, niemand fragt nach mir, niemand ruft mich an, besucht mich“ jeder haben kann, wenn jeder darauf wartet, dass andere aktiv werden während man selber passiv bleibt. Und dann erkenne, dass es ein Grund zur Freude ist und ein Grund zum Widerstand gegen solche Gedanken. Es sind nicht die Gedanken Gottes, es sind die Gedanken des Teufels und deines eigenen Fleisches.

Gleichzeitig kann man sich an den Zustand der Zerstreuung auch gewöhnen und kann sich denken, dass Gemeinde, Gemeinschaft, Gottesdienst wohl doch nicht so wichtig sind. Man ernährt sich, kann sich auch übers Internet ernähren, findet überall genügend Predigten.

Und man wird der eigenen Gemeinde entwöhnt.

Aber es ist eine gefährliche Entwöhnung. Und auch eine ungesunde Ernährung. Denn es geht uns wie mit dem natürlichen Körper. Wenn wir nicht raus können und uns bewegen können werden wir fett, übergewichtig und unbeweglich. 

Wir brauchen für eine gesunde geistliche Verdauung auch die Möglichkeit es praktisch auszuleben und dazu gehört nun mal besonders auch die Gemeinde.

Dazu kommt, dass wir uns möglicherweise auch einseitig ernähren, weil wir „unser Steckenpferd“ verfolgen können. Immer nur Pommes ist halt auch ungesund.

Jakobus spricht auch vom Erkennen:

V 3 indem ihr erkennt, daß die Bewährung eures Glaubens Ausharren bewirkt.

Dein und unser Glaube wird in dieser Zeit bewährt. Du wirst herausgefordert deinen Glauben auch in schwierigen Situationen, wie der gegenwärtigen Vereinzelung und der damit einhergehenden Einsamkeit zu lebe. Dieser Glaube, dass Jesus trotzdem da ist, dich liebt, auch in den und durch die anderen liebt, wird geprüft.

So lange man nicht das Ende der Versuchung, der Prüfung sieht, scheint alles sinnlos und mühselig.

Deshalb schreibt Jakobus auch vom Ziel der Versuchung und des damit verbundenen Ausharrens, des Aushaltens, der Ausdauerübung.

V4 Das Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollendet seid und in nichts Mangel habt.“

Am Ende aller Prüfung steht nach biblischen Maßstäben nicht ein Blatt Papier, sondern eine Befähigung, eine Ausstattung mit etwas, was wir vorher nicht hatten.

Prüfungen, Versuchungen, haben keinen Sinn in sich. Sie haben zum Ziel uns vollkommen zu machen, das Werk Gottes, was mit der Erlösung und Wiedergeburt begonnen hat, zur Vollendung zu bringen. Wir sollen so weit wachsen, dass an unserem neuen Menschen, der in Christus geschaffen ist, nichts mehr fehlt, dass er vollständig ist. Alle Gliedmaßen ausgebildet sind und alle ihre Fähigkeiten erlernt sind und alle damit verbundenen Möglichkeiten erforscht und erprobt wurden.

Das Gleichnis von den anvertrauten Pfunden macht deutlich, dass nach dem Spiel vor dem Spiel ist.

Die Knechte wurden in ihrem Leben geprüft, um danach richtig viel Verantwortung zu bekommen.

Und das geschieht auch mit uns. Wir werden hier auf dieser Welt nicht fürs Sanatorium vorbereitet, sondern für Gottes neue Aufgaben im neuen Himmel und auf der neuen Erde.

Nun scheint es so, dass wir, unter gewissen Einschränkungen, bald wieder Gottesdienst feiern können. Hat sich das Thema damit erübrigt?

Nein, denn es kann sehr leicht sein, dass diese Situation sich schnell wieder verändert oder durch einen anderen Auslöser wiederholt.

Deshalb ist es wichtig welche Lehren für die Zukunft wir für uns selbst und als Gemeinde aus den vergangenen Wochen ziehen, wie wir daraus gestärkt, gewachsen, ausgestattet mit Neuem hervorgehen.

Wir werden uns bemühen auch weiter die Gottesdienste zu streamen.

Warum?

Weil wir dadurch mehr Menschen erreichen als mit den Gottesdiensten allein.

Kannst du dann zuhause bleiben? Im Grunde schon – aber dann beraubst du dich selbst der Gemeinschaft des Leibes Jesu und des Segens, den dieser für dich bereithält.

Wird dir das gut tun? Sicherlich nicht! Du würdest damit ausdrücken, dass Du den Leib Jesu geringschätzt und letztlich Jesus nicht glaubst, dass Seine Gemeinde für dich wichtig ist. Jesus will dir doch durch die Vielfalt in Seinem Leib auf vielfache Weise dienen, dich zum Wachstum bringen.

Dass wir einander brauchen und einander fehlen, haben wir sicherlich alle zur Genüge gemerkt. Deshalb freuen wir uns euch wieder zu sehen, mit euch wieder Gemeinschaft zu haben und Gott von ganzem Herzen, ganzer Seele, mit ganzem Gemüt und ganzer Kraft anzubeten.

 Eugen, Jürgen,Thomas

 

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01. Apr.
2020
GLAUBT NICHT JEDEM GEIST Blog-Post Bild

GLAUBT NICHT JEDEM GEIST

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Was soll man noch glauben? Wem soll man noch glauben, wenn die Nachrichten in der Vergangenheit nachweislich falsch waren und von oberster Stelle dennoch als wahr hingestellt wurden?

Wem soll man heute dann noch glauben? Wem kann man noch vertrauen, wenn einen die Furcht beschleicht, dass das, was wir vordergründig erleben, möglicherweise für etwas anderes gebraucht und missbraucht wird?

Wie sollen wir Christen uns da verhalten?

Johannes sagt: „Glaubt nicht jedem Geist!“

Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinaus-gegangen.“
(1Joh. 4:1)

Glaubt nicht jedem, selbst wenn er sich fromm darstellen mag. Glaubt nicht jedem, selbst wenn manches von dem, was er sagt, wahr sein mag.

Glaubt nicht jedem, auch wenn das, was er sagt, rational sinnvoll zu sein scheint.

Die Bewohner der samaritanischen Stadt kamen zuerst zu Jesus heraus, weil sie von der Frau am Brunnen über Jesus gehört hatten. Sie wollten sehen, was an ihrem Gerede dran war. Aber sie kamen schnell selbst zu dem Schluss, dass das hier wahr war.

Warum?

Weil sie die Wahrheit sahen, Jesus die Wahrheit.

Johannes sagt: „Glaubt nicht jedem Geist.“

Wir leben heute in einer geistigen und geistlichen Realität, in der wir nicht immer wissen, was Wahrheit und was Verführung oder Manipulation ist.

Aber wir können, wenn wir uns danach ausstrecken, erkennen und uns geöffnete Augen schenken lassen, um die Wahrheit zu erkennen.

Jesus hat uns nicht umsonst die Person des Heiligen Geistes gesandt.

Er soll uns in alle Wahrheit leiten. Er wird uns in alle geistliche Wahrheit leiten und wird uns auch die Unterschiede aufzeigen, wenn wir Ihn darum bitten, ja Ihm erlauben uns zu lehren.

Wie wir uns in dieser Zeit verhalten, sollte nicht von äußeren Faktoren bestimmt sein, sondern vom Kompass, von der Leitung des Heiligen Geistes.

Warum folgen wir dem Versammlungsverbot?

Aus Angst vor Strafen?

Aus Gehorsam der Obrigkeit gegenüber?

Wir tun es, weil wir von Gottes Geist dazu geleitet werden.

Und warum leitet er uns dazu?

Weil Sein Wort uns sagt, dass wir uns der Obrigkeit unterordnen sollen (solange sie uns nicht dazu auffordert, das, was Gottes ist, dem Kaiser zu geben).

Weil Sein Geist uns selbst die Einsicht in die Notwendigkeit in dieser Situation gibt.

Jesus sagt Seinen Jüngern klar, wo die Grenzen des Gehorsams sind.

"Gebt daher dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!" (Luk 20:25 ELB)

"Gebt daher dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!". (Luk.. 20:25)

Die Grenze ist da wo die Obrigkeit sich in die Dinge Gottes einmischt. Wo sie uns zwingen will, das was Gott allein gehört, worüber Er bestimmen will, dem Kaiser zu geben und Ihm unterzuordnen.

Jetzt wissen wir: Es gibt physisch oder auch psychisch Schwache, um derentwillen wir die Freiheit, die wir selbst haben könnten, nicht ausleben.

Aber wir geben diese Freiheit in unserem Inneren nie auf.

Wir leben in der Hingabe und im Dienst an Gott und in diesem Dienst kann es sein, dass wir, weil wir in Seinem Auftrag den Menschen um uns herum dienen, auf das Ausleben der Freiheiten verzichten, die Freiheit nicht ausüben.

Dass wir uns als Gemeinde nicht versammeln können, ist ein immenser Verzicht, gerade im Angesicht der Ermahnung von Gottes Wort die Versammlungen nicht zu verlassen.

...laßt uns aufeinander achthaben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken, und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen,
(Hebr. 10:24+25 )

Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat; 24 und lasst uns aufeinander achthaben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken, 25 und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das um so mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht.“ (Heb 10:23-25)

Wir mögen denken, dass Christsein ja auch ohne Gemeinde, ohne Versammlungen geht, denn der weltweite Leib Jesu existiert ja dennoch.

Wir haben nicht umsonst unlängst neue Gemeindeglieder bzw. an der Gemeinde Interessierte bei uns begrüßen dürfen, die versucht haben ohne Gemeinde und Gemeinschaft auszukommen und festgestellt haben, dass sie es so sehr vermissen.

Lasst uns von ihnen und dem Wort Gottes lernen und darum beten und ringen, dass wir bald wieder als Gemeinde zusammen kommen können.

Lasst uns in dieser Zeit aufeinander achthaben, die Gemeinschaft der Lehre, die wir jeden Sonntag haben und die Gemeinschaft der Vision und Werte, mit denen wir uns gegenwärtig befassen, nicht verlassen.

Damit wir dann, wenn wir wieder die Freiheit haben uns zu versammeln, uns mit den Menschen zu treffen gerüstet und geistlich fit sind. In diesem Sinne wünschen wir euch einen April mit dem Ohr am Puls Gottes.

Eugen, Jürgen und Thomas

 

 

 

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01. Mrz.
2020
„Lebe für …  (d)eine Vision“ Blog-Post Bild

„Lebe für … (d)eine Vision“

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

„Deutsche sind bereit, für Energiewende Opfer zu bringen“ Das war die Überschrift eines Artikels in der „Welt“ 2018

Dort heißt es: „Die Proteste gegen Windparks und Stromtrassen nehmen zu. Doch eine Umfrage zeigt, dass die Deutschen für mehr Klimaschutz große Einschnitte in ihrem Alltag in Kauf nehmen würden.“ Die Proteste neuerdings gegen die Abholzung eines großen Waldgebietes für die neuentstehende „Tesla-Gigafactory“ zeigen, dass nicht alle bereit sind, die Opfer zu bringen.

Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer, was euer vernünftiger Gottesdienst ist. (Röm• 12:1 )

Erstaunlicherweise werden in der Regel von einem Teil der Gesellschaft die Opfer gefordert, die der andere Teil dann bringen soll.

Aber die Frage ist ja sowieso: Wofür sind wir bereit Opfer zu bringen? Und wer ist bereit sie zu bringen und wer ist es der sie fordert?

Opfer wurden und werden gebracht, weil man entweder etwas Außergewöhnliches erreichen oder verhindern möchte. Weil man eine bessere Welt entstehen sehen und erleben oder eine schlechtere vermeiden möchte.

Und alle, die es gern und freiwillig gaben, kamen und brachten dem HERRN die Opfergabe zur Errichtung der Stiftshütte und für allen Dienst darin...
(2.Mose 35:21)

Schaut man sich die Geschichte an, dann lässt sich eines mit Sicherheit feststellen: Es ist nie etwas Großes erreicht worden ohne Opfer.

Eine Welt, die keine Opfer bringen will, muss zugrunde gehen. Das sehen wir bei der Frage der eigenen Nachkommenschaft ja überdeutlich.

Als Gemeinde haben wir eine Vision, über die wir seit einiger Zeit sprechen. Eine Vision die, wenn sie Wirklichkeit werden soll, auch bedeutet, dass wir Opfer bringen.

Nun ist die Frage: Wollen wir eine bessere Welt erreichen oder eine schlechtere verhindern?

Was ist überhaupt Ziel unseres Wirkens als Christen hier auf Erden?

Die Antwort ist klar und simpel:

Wir wollen, dass Jesus möglichst bald wieder kommt.“

Ja wirklich?

Stimmt das?

Stimmt das auch für dich?

Wenn wir die Erlösungshoffnung des Evangeliums ernst nehmen, dann kann nur dies unser Ziel sein. Egal wie alt wir sind, ob wir gerade die Hochzeit planen, Kinder bekommen, hoffen zu bekommen, uns wünschen sie zu bekommen oder Enkel ersehnen.

Es kann für uns nichts Wichtigeres geben, als die Wiederkunft Jesu mit all unseren Kräften zu beschleunigen. Denn wenn Jesus wieder kommt, wird Er dem Leid, dem Elend, dem Tod, dem Schmerz, der Krankheit, der Sünde und der Gebundenheit ein Ende bereiten.

Deshalb lesen wir am Ende der Bibel auch diesen Satz:

Ja, ich komme bald. - Amen, ja, komm, Herr Jesus!“ (Off. 22:20)

Jesus will bald kommen und wir sollten auch wollen, dass Er bald kommt.

Wie können wir das?

Jesus wird wieder kommen, wenn die Vollzahl der Heiden und Juden in Sein Reich eingegangen sein wird.

Dies zu erreichen, muss Ziel jeder Gemeinde und jeder von der Gemeinde ausgehenden Aktivität sein.

Das ist das große, ja das größte Ziel, das es für uns als Christen geben kann.

Als Weg dahin bauen wir Gemeinde, ja viele Gemeinden, die nötig sind dieses Ziel zu erreichen.

Und für dieses größte Ziel werden wir, ja müssen wir Opfer bringen.

Gott selbst hat damit angefangen. Er hat Seinen Sohn als stellvertretendes Sündopfer für uns gegeben.

Er hat auf die Anwesenheit und die enge Gemeinschaft Seines Sohnes im Himmel verzichtet. Jesus hat auf die Herrlichkeit und die Annehmlichkeiten des Himmels verzichtet usw..

Sind wir in unserem Leben auch zum Verzicht bereit?

Auf was wollen wir verzichten. Und kommen wir uns nicht mit: „Ich verzichte auf die Schokolade in der Fastenzeit.“ Das ist Kindergarten.

Nein, welches substanzielle Opfer sind wir bereit zu bringen? Und was ist unsere Hoffnung darin?

Wenn man ja ein Opfer bringt, dann fehlt einem was, fehlt der Familie was, den Kindern etc.

Kann ich mir vorstellen, dass Gott den entstehenden Mangel ausfüllt?1

Kann ich mir vorstellen, dass die Familie, die Kinder nicht unter diesem Opfer leiden, sondern mitgesegnet werden?

Kann ich mir vorstellen, dass wenn ich Zeit, Kraft, Geld, Privatsphäre, Arbeitsplatz, Karriere, Wohnort, Freundeskreis usw. opfere, weil ich mich mehr in die Gemeinde investieren oder sogar eine Gemeinde mitgründen will, meine Familie, meine Kinder, meine Ehe von Gott gesegnet ist, sogar inmitten von geistlichen Kämpfen, Enttäuschungen, Krisen usw?

Wir wünschen uns allen diesen Glauben, dass Gott, wenn wir das, was wir haben, geben, uns überreichlich segnen wird, in diesem und im kommenden Leben2 und mit diesem Glauben die Vision ergreifen und sie leben.

 

Eugen, Jürgen und Thomas

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1 Math. 6:26-30; 2 Mark.10:29-30

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