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01. Aug.
2018
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"Einladend"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Neulich machte jemand mit der Bundesbahn wieder eine Erfahrung: Es ging um eine Fahrplanauskunft am Schalter. Dabei wurde sie gefragt, wo sie die Karten holt. „Am Automaten“ war ihre Antwort. „Dann müssen sie sich dort auch die Auskunft holen!“ war die Entgegnung der Bahnangestellten.

Was sagt uns das? Vieles – über „die Kundenfreundlichkeit“ der Bahn. Aber was machen 2 € Schalteraufschlag, der mir durch die Lappen geht, wenn ich einen fröhlichen, zufriedenen Kunden gewinnen kann?

Die Bahnangestellte hatte vergessen, dass sie für dieselbe Bahn arbeitet, die die Automaten aufstellt und die die Beförderungsdienstleistung anbietet.

Oft sehen wir nur uns, unsere Arbeit, unseren Teil und alles andere nicht, oder wenn, dann eher als Konkurrenz.

Und dieses „menschliche Verhalten“ kriecht manchmal auch in die Gemeinde. Wir sehen nicht, oder vergessen, dass wir zu einer Gemeinde gehören. Wir sind hauptsächlich in einer Gruppe, die manchmal unsere einzige Verbindung ist.

Vom Ihr zum Wir

Geh hinaus auf die Wege und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, daß mein Haus voll werde! (Luk 14:23)

Unsere innovative Kleingruppenstruktur, die ja durch die sich verändernden Angebote immer wieder neu entsteht, ist einerseits eine große Möglichkeit, neue Leute zu interessanten Thema einzuladen. Aber sie ist auch eine echte Herausforderung sich dabei mit der Gesamtgemeinde zu identifizieren.

Wandelt in Weisheit gegenüber denen, die draußen sind, kauft die gelegene Zeit aus!
(Kol 4:5 )

Wir laden möglicherweise zu einer Gruppe ein. Aber wir vergessen, dass diese Gruppe ein Teil der Gemeinde ist, die noch mehr anzubieten hat, wie z.B. besondere Events (Sommerfest, Kinderwoche etc., zu denen man Einladungen weitergeben könnte) oder Regelmäßiges, wie Gottesdienste, Mosaik, Gebetsabende etc.

Das Einfache einfach nutzen

Sicherlich ist nicht alles für jeden interessant. Aber wenn wir uns als Gemeinde fühlen, laden wir, so gut es geht, zu allem ein, was die Gemeinde tut, denn dann haben wir die Chance, das mit Jesus Erlebte bzw. das Erleben mit Jesus mit den Menschen zu teilen.

Da dürfen wir durchaus noch mehr wachsen!

Zugehen auf Neue

Immer wieder wird uns gesagt, dass die Gottesdienste, wie auch das Davor und Danach einem schnell das Gefühl geben: Hier ist man willkommen. Und das ist ein gutes Kompliment, das sollte uns alle ermutigen. Wir sind schon viel besser darin geworden, auf Neue zuzugehen.

... wir sind Glieder seines Leibes.
(Eph 5:30)

Inzwischen feiern viele von uns ihre Feste mit der Gemeinde und Freunden, Arbeitskollegen, Familie, Nachbarn. Und das ist eine tolle Sache, weil sie diese Lebensbereiche zusammen bringen. Als Gemeinde sind wir auch die Familie des Feiernden, also sind wir in gewisser Weise auch mit ihm Gastgeber. Das vergessen wir manchmal. Da fällt es uns noch schwer, auf die uns weniger Bekannten aus der Festgesellschaft zuzugehen. Obwohl es eigentlich jedes mal eine gute Gelegenheit ist, jemanden kennenzulernen und ihn an unserem Erleben teil haben zu lassen.

Wir möchten uns alle ermutigen diese Gelegenheiten doch zuversichtlicher zu ergreifen.

Vorbilder

Wenn jeder sich dessen bewusst ist und entsprechend handelt, können wir einander auf einfache Weise zu Vorbildern werden. Einander dazu anreizen, einander anleiten, auch bei diesen Gelegenheiten einladend zu sein,  indem wir dem anderen Zeigen, du bist hier willkommen, ich bin Teil von XY‘s erweiterter Familie.

Einladend auch in dem Sinne, dass wir wiederum die Gelegenheit ergreifen, unkompliziert zu Angeboten der Gemeinde einzuladen.

Oder, wenn es sich ergibt, mit den Menschen über Jesus zu reden und wenn sie offen sind, sie zu einem Leben mit Jesus einzuladen.

Wir können ja niemanden zu irgend etwas überreden. Das sollen wir auch nicht. Aber wir können unsere Scheu und auch unsere manchmal hinderlich Bequemlichkeit ablegen und einfach einen Schritt auf die Menschen zu tun, wenn sie schon hier sind.

Die KiwoH ist wieder eine Gelegenheit, wo sicherlich viele Eltern beim Hinbringen und Abholen mit ihren Kindern mitkommen. Wenn du nicht mitarbeitest kannst du dennoch da sein und in diesen Zeiten mit den Eltern reden.

Beim KiwoH-Abschlussfest kann man wiederum mit den Eltern (um die wir beten müssen) reden.

Das ist das nächste Gemeinde-Event. Dann kommt der „Familiengottesdienst“ am 9.9. zu dem man einladen kann.

Später am 31.10 wird wieder ein Gemeindefest sein. Das sind alles niederschwellige Angebote. Wenn wir die im Auge haben und nutzen, werden wir noch einladender.

Dass unser Einladen, unser auf die Menschen Zugehen zum Ziel führt, braucht immer wieder auch unser Gebet. Denn Gott muss uns zu den offenen Herzen führen bzw. sie für uns und Ihn öffnen. Und dazu laden wir Euch alle ein.

        Eure Eugen und Jürgen

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01. Jun.
2018
"Courage" Blog-Post Bild

"Courage"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Ein paar von uns werden bei der Leiterkonferenz von Relational Mission mit dabei sein. Der Titel der Konferenz ist Courage, Mut, Beherztheit.

 

Ich weiß nicht, was uns dort erwarten wird, aber ich weiß, dass es eigentlich ein Thema ist, das uns alle angeht.

 

Denn viele von uns wünschten sich genau das: Mut. Mut, Dinge anzugehen die schon lange anstehen; Mut, in einer kleineren oder größeren Gruppe den Mund aufzumachen. Mut, die eigenen Gaben zum Wohle anderer einzusetzen.

 

Und es scheint fast unmöglich, den Schritt zu tun. Zu groß ist die zu überwindende Hürde oder zu gering der Mut.

 

Die Auswirkung von Pfingsten war bei den Aposteln, dass aus den verschreckten, in einem Hinterzimmer verkrochenen Jesusnachfolgern eine Gemeinschaft wurde, die weder Tod noch Teufel fürchtete.

 

PARÄSIA

 

Die Kraft Gottes, die auf sie, über sie und in sie kam, gab ihnen Mut, Freimut, PARÄSIA.

 

PARÄSIA ist ein Begriff, der mit der Traute zu tun hat, vor Gott zu kommen und ebenso mit dem Mut in der Öffentlichkeit in aller Offenheit zu reden.

 

Die Bibel sagt, dass wir in Jesus Christus diesen Freimut, diese PARÄSIA bekommen haben und sie sagt uns, dass wir diese PARÄSIA nicht wegwerfen sollen.

 

Was ist die Grundlage dieses Freimutes? Grundlage ist:

 

Dass uns Jesus Christus von aller Schuld rein gewaschen hat und dass Er uns zu Kindern des Vaters gemacht hat. Deshalb kann uns nichts hindern, in die Gegenwart Gottes zu treten.

 

 

In ihm haben wir Freimütigkeit und Zugang in Zuversicht durch den Glauben an ihn.

 

(Eph. 3:12)

 

Aber aus dem selben Grund gibt es auch nichts, was uns hindern kann, von Ihm in aller Offenheit in der Öffentlichkeit zu reden.

 

Furchtlosigkeit

 

Gott will auch uns, unsere Generation, zu einer Gemeinde machen, die weder Tod noch Teufel fürchtet. Die weder Hohes noch Tiefes fürchtet und keiner Aufgabe oder Herausforderung aus dem Weg geht.

 

Gottes Geist will uns zu solchen machen, die keine Furcht kennen, verletzt zu werden, auch nicht an unserer Seele.

 

Denn wer sich als Christ exponiert, wird beides erleben: Menschen, die offen sind und auf das Evangelium von Jesus Christus reagieren, und Menschen, die absolut nichts davon wissen wollen, und er wird beide Menschengruppen in unmittelbarer Nähe erleben, immer da, wo er seinen Mund mutig aufmachen wird.

 

Was uns abhält

 

Der Grund, warum wir oft nicht reden, warum wir oft nicht Gebet anbieten, warum wir oft nicht ein tröstendes, ermutigendes oder auch ermahnendes Wort von Gott weiter geben, ist, dass wir uns vor den Konsequenzen fürchten. Es ist die Furcht, dass man sich über uns lustig macht, dass man uns nicht mehr ernst nimmt, dass man uns meidet, sich von uns abwendet. Und das alles ist verletzend.

 

 

Da wir nun eine solche Hoffnung haben, so gehen wir mit großer Freimütigkeit vor.

 

(2.Kor. 3:12)

 

Der Heilige Geist ist von Jesus aus genau diesem Grund gesandt worden. Damit wir in Seiner Gegenwart und unter Seiner Leitung, diese Furcht ablegen.

 

Wir brauchen einander

 

Obwohl Paulus im Epheserbrief davon spricht, dass wir in Jesus Freimütigkeit haben, bittet er im selben Brief die dortige Gemeinde darum, dass sie in Fürbitte eintritt, damit er auch weiterhin diese Freimütigkeit hat.

 

Deshalb ist Gemeinde so wichtig! Wir brauchen einander! Wir brauchen es, dass wir einander ermutigen, dass wir im Gebet einander tragen, für einander eintreten, wenn wir selbst mal nicht den Mut oder die Kraft haben.

 

Dazu braucht es auch die Offenheit, zu bekennen, dass wir es nicht immer drauf haben, dass wir die Hilfe anderer brauchen. Damit macht man sich verletzlich, man gibt sich eine Blöße. Aber in einer guten Gemeinde, in der man den anderen höher achtet als sich selbst, sollte das nicht wirklich ein Problem sein.

 

Gebet um Freimut

 

Neulich hatten wir unser „Freitagsgebet“ und ich wurde innerlich von Gottes Reden in dieser Zeit so bewegt, dass ich wieder mutiger wurde, im Gebet das auszusprechen, was Gott uns verheißen hatte.

 

In der Gemeinschaft schenkte der Heilige Geist neu Freimut, Mut, frei das zu beten, wofür das „zynische Herz“ nicht mehr beten konnte oder wollte, denn auf einmal war der Zynismus weg.

 

 

Werft nun euren Freimut nicht weg, der eine große Belohnung hat.

 

(Hebr. 10:35)

 

Beten wir füreinander, dass wir alle Angst, allen Zynismus, alle Verzagtheit ablegen können und mit Freimut all das ins Dasein beten, was Gott uns zugesagt hat. Lasst uns dann auch um Mut und Freimut bitten, dass wir in der Lage sind unseren Mund vor unseren Freunden Bekannten, Arbeitskollegen und Familienangehörigen aufzumachen. Und beten wir füreinander, dass wir auch auf uns noch nicht so vertraute Menschen mutig zugehen. Gerade letzteres braucht Mut und Überwindung! Auch um unsere Bequemlichkeit zu überwinden, im vertrauten Rahmen zu bleiben.

 

Wir wünschen Euch im Juni neu den Mut, Altes zu überwinden und Neues zu wagen.

 

Eure Eugen und Jürgen

 

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01. Mai
2018
"Da muss ich dabei sein!" Blog-Post Bild

"Da muss ich dabei sein!"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

„Bist du im Willen Gottes?“ Das war das Thema, über das Maurice Nightingale am Sonntag des Leiter-, Mitarbeiterwochenendes gesprochen hatte.

 

Dieses Wochenende hat uns wie wahrscheinlich wenige davor angestoßen.

 

Die Frage: "Wohin gehen wir nun von hier?" bewegte wahrscheinlich uns alle und wird uns auch weiterhin bewegen. Das Thema des Wochenendes war: „Die wachsende Rolle der Regiogemeinde“. Dabei ging es darum, dass wir von Gott an diesen strategischen Ort mit der Absicht gesetzt wurden, die Regio Brasiliensis, mit dem Evangelium, zu erreichen, indem wir in den nächsten Jahrzehnten mindestens 10 bzw. 20 Gemeinden reproduzieren "nach unserer Art".

 

Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen, ... nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können

 

(Gen. 11:6)

 

 

 

Wenn dies also unsere Mission wird, was muss sich im Leben des Einzelnen und in unserem gemeinsamen als Gemeinde ändern?

 

Wie können wir die Ziele erreichen, die wir vor uns sehen?

 

Denn unstrittig ist, dass Jesus uns in diese Gegend gesetzt hat, weil wir für Ihn wirksam sein sollen.

 

Wirksamkeit hat etwas mit Konzentration zu tun. Wer zu viele Ziele, zu viele Interessen verfolgt wird keines erreichen.

 

Was also sind unsere persönlichen Ziele?

 

Als Älteste sind wir davon überzeugt, dass Gott jeden einzelnen der Gemeinde ganz bewusst in diese Gemeinde gesetzt hat, weil Er uns alle in diesem sichtbaren Leib gemeinsam gebrauchen und in Dienst nehmen will.

 

Eine banale Feststellung

 

Das ist eine banale Feststellung, aber sie hat gewaltige Konsequenzen.

 

Denn wenn sie stimmt, dann bedeutet das, dass unser Christsein seinen individualistischen Charakter verliert.

 

Unser Leben, unser Beruf, unsere Ehe, unsere Familie, sie alle dienen einem gemeinsamen Ziel, der gemeinsamen Vision / Mission.

 

Die Einladung ist also an uns alle: "Lass dich in diese Mission einbauen. Sei kein Beobachter, der am Spielfeldrand steht. Sei kein Zuschauer. Sei kein "passiver Experte", der das "Spielgeschehen kommentiert. Sei ein aktiver Teamplayer, der sich da einsetzen lässt, wo es am besten nutzt.

 

Gemeinsam im Heiligen Geist

 

Pfingsten wird oft als die Geburtsstunde der Gemeinde betrachtet, weil die Gemeinde da, ausgestattet mit der Kraft des Hl. Geistes, zum ersten Mal in die Öffentlichkeit trat.

 

Aber Jesus hatte die Jünger schon vor Pfingsten und der Himmelfahrt angehaucht und gesagt:“... empfangt heiligen Geist!“

 

Allein der hl. Geist befähigte sie in der Folgezeit, beieinander zu bleiben, gemeinsam Entscheidungen zu treffen und das in einer Harmonie, die für die Jünger, die jahrelang immer wieder darüber stritten, wer der Größte sei, unbekannt war. Der Heilige Geist ist der Geist der Gemeinschaft, Er ist für unsere Gemeinschaft zuständig.

 

Ihn brauchen wir, je mehr wir uns daran machen, uns in den Willen Gottes einzureihen, den Er für uns und unsere Gemeinde hat.

 

Der Heilige Geist ist der, der uns einbindet in und verbindet mit dem Leib, mit der Gemeinde und miteinander. Und Er leitet uns an unseren Platz, zeigt uns, welche Gaben Er uns gegeben hat, bzw. noch geben will.

 

Und da die Gaben ja keine Spiel- sondern Werkzeuge sind, zeigt Er uns auch schon in etwa an, wo Er uns einsetzen will.

 

Kennst du also deine Gaben? Weißt du, wo dein Platz ist, deine Aufgabe?

 

Äusserschte Konzentration“

 

ist der vom derzeitigen Fußball-Bundestrainer bekannte Spruch.

 

Jesus sagte Seinen Jüngern und den Umstehenden einmal, dass niemand zwei Herren dienen kann. Man braucht ein ungeteiltes Herz, um sich auf ein Ziel konzentrieren zu können.

 

Man kann auch letztlich nicht unterschiedlichen Visionen / Missionen dienen.

 

Wenn zwei unter euch eins werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel.“

 

(Matth. 18:19

 

 

 

Wo stehst du mit deinem Herzen?

 

Wenn wir konzentriert auf unser vor uns liegendes Ziel hinarbeiten wollen, um es in einer für uns noch erlebbaren Zeit zu sehen, dann brauchen wir ein ungeteiltes Herz, eine ungeteilte Vision / Mission und die Bereitschaft, dieser Priorität zu geben.

 

Gott hat uns im Bau der Räume gelehrt, dass egal wie klein der gefühlte Fortschritt sein mag, wir uns dem Ziel mit jedem Schritt, jedem Arbeitseinsatz nähern. Das war noch einfach, weil wir wenigstens meistens etwas davon sahen.

 

Beim geistlichen Bau ist das nicht immer so. Und dennoch ist es für jeden Christen wichtig, im Glauben vorwärts zu gehen, manchmal eben auch ohne etwas zu sehen.

 

Fangen wir wieder an, Gott und Seiner Berufung und Verheißung zu glauben, dass Er uns gebrauchen will in dieser Region! Und dass Er von dieser Region aus, ein Licht, ein Feuer anzuzünden möchte in vielen sichtbaren „Städten auf dem Berg“.

 

Jesus kam, „um ein Feuer anzuzünden“. Wirst du Sein Feuerholz sein, das Ihm dienend, für Ihn brennend, diese Feuer hilft auszubreiten, von dieser Gemeinde aus?

 

Eure Eugen und Jürgen

 

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01. Apr.
2018
"Nicht wie ich will..." Blog-Post Bild

"Nicht wie ich will..."

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Wäre dieser Satz nicht gefallen, wäre die Weltgeschichte völlig anders verlaufen. Eine Welt wie die heutige gäbe es nicht.

 Warum?

 

Jesus hätte dann Seinen eigenen Willen getan - wie dies die meisten Menschen tun, oft auch die Christen.

 

Was wären die Folgen gewesen?

 

Unvorstellbar!

 

Warum?

 

Weil wir uns eine Welt ohne Gott nicht vorstellen können.

 

Jesu „Eigenwillen" und Seinen damit verbundenen Ungehorsam gegen den gemeinsam beschlossenen Erlösungsplan hätte eben nicht nur die Erlösung gekostet.

 

Es wäre das Ende gewesen.

 

Jesu Gehorsam war sowohl für uns absolut notwendig als auch für Jesus und die Trinität.

 

Als Adam seinen eigenen Willen tat, hatte das Auswirkungen auf die ganze Schöpfung.

 

Was wäre gewesen, hätte ein Teil der Trinität "seinen eigenen Willen" getan? Es wäre das Ende derselben gewesen!

 

"… sondern wie du willst"

 

Jesus sei Dank, sagte Er „Nein“ zu Seinem eigenen menschlichen Willen, nein zu einem Ausweg, der keiner war, und "Ja" zu dem Willen des Vaters.

 

Gott sei Dank ist Er uns damit zum Urheber unseres Heils geworden.

 

Siehe, ich komme; in der Rolle des Buches steht über mich geschrieben. Dein Wohlgefallen zu tun, mein Gott, liebe ich

 

(Ps. 40:8-9)

 

Aber was ist die Konsequenz davon?

 

Was ist die Konsequenz aus dieser so grundlegenden Tatsache?

 

Paulus formuliert es in Philipper 2:5-10: Wir sollen (Imperativ!) dieselbe Gesinnung, dasselbe Denken, dieselbe Haltung und dieselbe Praxis haben wie Jesus.

 

... nicht mein Wille geschehe sondern Dein Wille."

 

Wenn wir das so sagen können und wollen, dann sind wir wirklich Christen. Dann haben wir unser Leben tatsächlich Jesus als dem HERRN unseres Lebens untergeordnet.

 

Wenn wir unseren Willen entmachten, dann entmachten wir den Willen des Fleisches. Jesus ließ es zu, dass Sein Leib, Sein Fleisch gekreuzigt wurde. Das tat Er für uns!

 

Deshalb haben wir die Möglichkeit zu sagen: Mein Fleisch und sein Wille ist am Krenz getötet wordenmit Jesus.

 

Deshalb ermahnt einander und erbaut einer den anderen, wie ihr auch tut!

 

(1 Thess. 5:11)

 

Es hat nichts mehr zu sagen.

 

Ich lebe nicht mehr nach den Wünschen meines Fleisches. Ich lebe nach dem Willen des Geistes, den er in mich hinein gelegt hat.

 

Viele kontroverse Fragen in der Christenheit der Gegenwart würden sich erübrigen, würde dieses"... nicht mein Wille geschehe, sondern dein Wille" gelebt.

 

Im März-Brief war das Thema Buße. Dort haben wir davon gesprochen, dass sie niemand gerne hat, aber sie notwendig ist. Und wir haben davon gesprochen, dass es ein Gnadengeschenk ist.

 

Dieses Geschenk muss ausgelebt werden in der bisher beschriebenen Haltung. Das nennt die Bibel Heiligung. Es ist die beständige Übereignung und immer wieder neu im Alltag praktizierte Haltung: „Nicht wie ich will, sondern wie du willst.“

 

Erinnerung und Ermutigung

 

Damit wir in dieser Haltung leben, brauchen wir die Erinnerung des Wortes Gottes, die wir haben, wenn wir es täglich lesen.

 

Diese haben wir auch, wenn wir durch seine Auslegungen im Gottesdienst damit konfrontiert werden. Und wir haben sie, wenn wir in Gemeinschaft einander ermutigen, es zu leben.

 

... ermuntert einander jeden Tag, solange es «heute» heißt, damit niemand von euch verhärtet werde durch Betrug der Sünde!“

 

(Heb 3:13)

 

Die neuen Kleingruppen sind mehr als nur „Fungruppen“. Es sollen „thematisch geprägte Gruppen“ sein, an denen wir das, was in normalen „Hauskreisen“ geschieht, ebenso erleben. Wir haben Gemeinschaft und darin erleben wir Jesus und teilen miteinander, was wir mit Jesus erleben. Sie sind also auch Gruppen, in die man dem Glauben noch Fernstehende einladen kann, so dass sie von dem „miteinander teilen“ etwas mitbekommen.

 

Vertrauensvoll

 

Dadurch, dass wir uns in der Gemeinschaft wahrnehmen, sind wir in der Lage, einander ins Leben hinein zu sprechen. Wir können unsere Beobachtungen teilen. Wir können auch einander bitten, uns Feedback zu geben.

 

Wie erlebst du mich?

 

Erlebst du mich als einen Menschen, der Jesus von Herzen nachfolgt?

 

Was fällt dir an mir auf, wo hast du Zweifel an meinem Handeln oder Verhalten?

 

Vertrauensvolle Beziehungen sind dazu in der Lage, hier bereichernd zu wirken.

 

Die erste vertrauensvolle Beziehung ist die in Jesus. Wenn wir in Ihn vertrauen, an Ihn glauben als dem Herrn unseres Lebens und Herrn aller Herren, dann wissen wir, dass wir in Seiner Hand sicher sind und Sein Wille das Beste ist, was uns begegnen konnte. Sein Wille ist es, uns durch und durch vollkommen zu machen, vollkommen in Sein Bild zu verwandeln, vollkommen uns zu Söhnen des himmlischen Vaters zu machen.

 

Da ist das einzig richtige zu sagen: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel, ebenso auch auf Erden.“

 

Eure Eugen und Jürgen

 

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01. Mrz.
2018
"Ungeliebt aber wichtig" Blog-Post Bild

"Ungeliebt aber wichtig"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Es gibt ein Wort, das in christlichen Kreisen nicht wirklich geliebt wird. Man verbindet es mit dem Zeigefinger und dem Gesetz: Das Wort „Buße“.

Wir hören lieber von Gnade und was die Gnade alles für uns tut.
Nun gab es eine Zeit, in der sich die Menschen freuten über die Buße.
„Als sie aber dies gehört hatten, beruhigten sie sich und verherrlichten Gott und sagten: Dann hat Gott also auch den Nationen die Buße gegeben zum Leben.“ (Apg 11:18)

Gottes Gnade ist, dass Er uns Buße gibt zum Leben.

Die Auswirkung von Gnade ist, dass wir in der Buße leben, dass wir in der beständigen Umkehr, also der beständigen Erneuerung unseres Sinnes (Römer 12)  und unseres Handelns leben. Jesus sagt: „Gewiß, doch glückselig, die das Wort Gottes hören und befolgen!“ (Lk. 11:28)
Am Ende der sieben Sendschreiben an die Gemeinden in Kleinasien sagt Jesus zur Gemeinde in Laodizea:  „Ich überführe und züchtige alle, die ich liebe. Sei nun eifrig und tu Buße!“ (Off. 3:19 )
Jesus will, dass wir verstehen: Er liebt uns, deshalb lässt Er uns nicht alles in unserem Leben durchgehen. Er will uns zurechtbringen und dazu gibt Er uns Gelegenheit, Buße zu tun, also umzukehren. Es ist Seine Gnade, dass wir umkehren dürfen, dass Er uns durch Seinen heiligen Geist überführt von Dingen, die in unserem Leben nicht gut sind.
Und dazu gebraucht Er uns gegenseitig und z.B. auch die Predigten, die auferbauen.

Aber wann ist eine Predigt auferbauend?
Der Schlüssel ist „bauen“. Damit eine Mauer, ein Gebäude, gebaut werden kann, müssen die Steine richtig aufeinander sitzen. Und wenn sie krumm und schief sitzen, dann müssen sie im Mörtel noch gerade geklopft werden.
Könnte der Stein reden, würde er sicherlich gegen eine solche Behandlung protestieren. Uns geistlichen Steinen gefällt es nicht, wenn wir zurecht gerückt, ermahnt  und korrigiert werden („zurechtbringen“ ist ein Schlüsselwort in unserer Titus-Predigtserie).

Buße ein Geschenk
Buße geschenkt zu bekommen, d.h. die Gelegenheit zu bekommen umzukehren, unser Denken, unsere Haltung und unser Tun zu verändern, ist ein solches Zurechtgerücktwerden, und ist eines der größten Geschenke, das uns Gott machen kann.
Von Esau sagt das neue Testament, dass er, obwohl er sie suchte, keinen Raum zur Buße fand (siehe Hebr. 12:17).
Buße ist ein Geschenk, das wir unbedingt ergreifen sollten.
Manchmal ist es Gottes Freundlichkeit (Römer 2:4) und manchmal Seine Strenge (Off. 3:19), die uns zur Buße leitet.
Aber in allen Fällen ist es Gottes Gnade, Sein gnädiges Handeln, das wirksam ist.

Beständige Buße
In der Fastenzeit, in der wir jetzt sind, tun die Menschen so, als würden sie sich auf Ostern vorbereiten. Dabei sind wir berufen ein Leben beständiger Buße zu leben, ein Leben das sich immer mehr in das Bild Jesu verwandelt.
Das kann aber nur geschehen, wenn wir immer wieder erkennen, wo wir noch nicht diesem Bild entsprechen.
Je älter man wird, umso weniger mag man sich im Spiegel sehen. Es bedarf immer mehr Aufwand, noch präsentabel zu sein.
Die Schrift spricht davon, dass unser inwendiger Mensch immer mehr hin zu dem erneuert wird, was sich Gott vorgestellt hat.

Buße für alle
In Gottes Wort zu schauen ist, wie in einen geistlichen Spiegel zu sehen. Dort entdecken wir, was auf dem Weg dieser Veränderung noch alles vor uns liegt.
Wir sind auf diesem Weg alle gemeinsam unterwegs, und da braucht es Liebe, einander auf diesem Weg zu helfen. Liebe und Demut, die auch bereit ist, zu ermahnen, zu ermutigen, zurechtzuweisen, und Liebe und Demut, sich auch ermahnen, ermutigen und zurechtweisen zu lassen, die dankbar ist, dass Gott Gnade schenkt.
Natürlich ist es besser, wenn wir die Dinge selber erkennen. Aber wenn wir mal so blind sind, dass wir‘s nicht mehr sehen und Gott andere gebraucht, zeigt das nur Seine Liebe.
Beten wir für uns und einander, dass wir nicht so renitent sind, dass Gott uns züchtigen muss, bis dass wir Buße tun.
Beten wir, dass wir schon auf Gottes Güte und Seine Langmut reagieren.
Nutzen wir die Gelegenheiten auch beim kommenden Gebetstreffen um füreinander einzustehen, um für die Menschen um uns herum einzustehen und sie vor Gott zu bringen. Beten wir, dass Gott doch vielen um uns herum dieses Geschenk der Buße zukommen lässt und wir die Überbringer dieser guten Nachricht sein dürfen.
Beten wir, dass wir den Mut haben, von dieser guten Nachricht zu sprechen, einer Nachricht, die immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird.

 Eure Eugen und Jürgen

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