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05. Nov.
2017
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Das Böse mit Gutem überwinden

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. Römer 12,21

 

Das ist mir zu schwarzweiß. Das glaube ich so nicht mehr, da gibt es viele Abstufungen“, sagte jemand neulich in einem Gespräch. Böse und Gut sind Schwarzweißkategorien. Entweder etwas ist böse oder es ist gut.

 

Um das Böse überwinden zu können, muss man das Böse kennen.

 

Das bedeutet, dass man wissen muss, was gut und böse ist, um nicht vom Bösen besiegt zu werden. Siege kommen unterschiedlich zustande: Nach langem Kampf oder durch plötzliche Überrumpelung. Letzteres gelingt dann, wenn man den Feind nicht als Feind erkennt, oder ihn zu spät sieht oder seine Taktik irreführend ist.

 

In Jesaja 5 V 18-23 ist zu lesen: „Weh denen, die das Unrecht herbeiziehen mit Stricken der Lüge und die Sünde mit Wagenseilen und sprechen: Er (Gott) lasse eilends und bald kommen sein Werk, daß wir's sehen; es nahe und treffe ein der Ratschluß des Heiligen Israels, daß wir ihn kennenlernen! Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer süß und aus süß sauer machen! Weh denen, die weise sind in ihren eigenen Augen und halten sich selbst für klug! 22 Weh denen, die Helden sind, Wein zu saufen, und wackere Männer, Rauschtrank zu mischen, die den Schuldigen gerecht sprechen für Geschenke und das Recht nehmen denen, die im Recht sind!“

 

Das, was die Bibel Sünde nennt, nennt diese Welt gut, was die Bibel unrecht nennt, nennt sie recht und die Kirchenführer machen sich zu ihren Fürsprechern und das Kirchenvolk lässt sich verführen.

 

Nicht die Welt, sondern das Wort Gottes bestimmt, was böse ist.

 

Wir können das Böse nur überwinden, wenn wir es kennen, identifizieren und benennen. Und wir können es nur überwinden, wenn wir uns im Guten befinden. Der Vers heißt eigentlich: überwindet, besiegt das Böse im Guten. Im Guten sind wir, wenn wir eingekleidet sind in der Gerechtigkeit Jesus, bedeckt durch Sein Blut, versiegelt mit Seinem Geist, gehorsam Seiner Führung, feststehend auf dem Fundament Seines Wortes, ausgestattet mit der Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Enthaltsamkeit. Wenn das der Fall ist, kann uns das Böse nicht überwinden, auch wenn wir an seinen Pforten leben müssen. Folgen wir also Jesus radikal nach!

Euer Eugen

 

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01. Nov.
2017
"Gott unter uns" Blog-Post Bild

"Gott unter uns"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Ein Teil der Thesen Luthers beschäftigte sich mit der Frage nach dem Schatz der Kirche. Was ist das Kostbarste, das die Kirche, die Gemeinde Jesu hat.

 

 

Diese Frage wurde und wird bis heute unterschiedlich beantwortet. „Der Schatz der Kirche ist ... der Ablass, …die Sakramente, … die Armen, ...die Laien und Ehrenamtlichen.“ Allerdings finden wir in der Bibel nirgends eine solche Aussage.

 

Über Schatz oder Schätze spricht Jesus, als Er sagt, dass wir unser Herz nicht an Vergängliches hängen sollen, sondern Schätze im Himmel sammeln sollen.

 

Im Gleichnis vom Schatz im Acker macht Er letztlich deutlich, dass Er alles aufgegeben, hingegeben hat um den Acker, diese Welt, zu kaufen, um aus dem Dreck dieser Welt den Schatz, Seine Gemeinde, herauszuholen.

 

Und wozu das Ganze?

 

Der wirkliche Schatz

 

Die Antwort ist im Spruch für diesen Monat. Der steht in Hesekiel 37,27 „Gott spricht: Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.“

 

In Hesekiel 11 verlässt die Herrlichkeit des Herrn den Tempel und die Stadt Jerusalem.

 

Das, was Gottes Absicht gewesen war und noch immer ist, war nicht mehr.

 

Gott hatte buchstäblich den Ort, an dem Er Seinem Volk nahe sein wollte, verlassen. Er wohnte nicht mehr unter ihnen.

 

26 Kapitel später kommt die Ankündigung, dass Er wieder unter Seinem Volk wohnen will.

 

Was das Volk nicht wusste, war die Art und Weise, wie Gott das wahr machen würde.

 

Es wäre nicht mehr eine Wolke über der Bundeslade. Es wäre die Herrlichkeit in der Gestalt eines Babys und in Gestalt des später erwachsenen

 

Mannes. Er würde leibhaftig unter Seinem Volk wohnen.

 

Nur - ein Gutteil Seines Volkes Israel würde Ihn weder erkennen, noch anerkennen, noch aufnehmen. Und das hat sich bis heute nicht wesentlich geändert.

 

Johannes berichtet in seinem Evangelium in Kap. 1:14: „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“

 

Im Alten Testament konnte man Gott weder sehen, noch sich ihm nahen. Als die Herrlichkeit Gottes in den Tempel Salomos einzog konnte niemand in den Tempel.

 

Gott zum „anfassen“

 

Aber Johannes sagt: „Wir sahen seine Herrlichkeit und wir haben von ihm genommen Gnade um Gnade.“ Das macht etwas von der Nahbarkeit Gottes in Jesus deutlich.

 

 

Wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater.“

 

 

Wenn man die Frage stellt, was das Kostbarste ist, was die Gemeinde hat, dann ist das mit Sicherheit die Gegenwart Gottes.

 

Was gibt es kostbareres, als dass der unendliche, allmächtige, allgegenwärtige, allwissende, heilige, gerechte und doch so barmherzige Gott sagt: Ich will unter ihnen wohnen?

 

Nun, Jesus verließ die Erde und wird bis zum Ende der Zeit nicht wieder kommen.

 

Wie will Er dann unter uns sein?

 

Durch den heiligen Geist, der ebenso Gott ist wie Jesus und der Vater.

 

2000 Jahre danach

 

So wie in Jesus die Fülle Gottes leibhaftig unter den Menschen war, ist durch den Heiligen Geist diese Fülle wiederum unter uns.

 

Die kommende Adventszeit richtet unseren Blick auf die Menschwerdung Jesu. Dabei kann man sich irgendwie leicht von der „Weihnachtserwartung“ anstecken lassen.

 

Dabei ist Jesus schon seit 2000 Jahren durch den heiligen Geist beständig unter uns.

 

Ihm Raum zu geben, Ihn unter uns wirken und handeln zu lassen ist das, was an uns ist! Alles andere will Er tun.

 

Mancher wünscht sich, dass er Jesus mehr erlebt, mehr Erfahrungen mit Ihm macht, Ihm intensiver begegnet auch in unseren Gottesdiensten.

 

 

Und sauft euch nicht voll Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern laßt euch vom Geist erfüllen..“

 

Eph. 5:18

 

 

Und genau das ist mein größter Wunsch, dass wer in die Regio-Gemeinde Weil kommt genau das erlebt. Denn was ist unsere Daseinsberechtigung, wenn wir nicht das Haus Gottes sind, gebaut aus lebendigen Steinen, in dem der Heilige Geist wohnt, in dem Er Jesu Herrlichkeit zum Erstrahlen bringen kann, in dem Er die Versöhnung, Erlösung und Heilung Jesu erfahrbar machen kann.

 

Sei hungrig und erlebe Gott!

 

Gott lädt dich ein, Teil Seines Volkes zu sein, als Teil Seines Volkes aktiv Seine Gegenwart zu suchen, in Seiner Gegenwart zu leben, mit Seiner Gegenwart zu rechnen und dich von Seiner Gegenwart überraschen zu lassen.

 

Der November hat keine besonderen Programpunkte, erlaubt also das ganz normale Gemeindeleben von Gottesdienst, Kleingruppen, Lehrabenden, von Mosiak, Pusteblume, Sprachcafè, gemeinsamem Mittagessen, Leiter-/Mitarbeitertreffen. Gott will bei allem, was wir tun, gegenwärtig sein, will in allem was wir erleben Seine Herrlichkeit zeigen.

 

Lasst uns mit ihm rechnen und ihm Raum und Herrschaft geben. Lasst uns in die Gemeinschaft kommen mit der Erwartung, dass Er in besonderem Mass da ist und lasst uns andere zu dieser Erfahrunge einladen.

 

Eure Eugen, Jürgen, Roger

 

 

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29. Okt.
2017
Sich Gott nahen Blog-Post Bild

Sich Gott nahen

von Eugen

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. Micha 6,8

 

Unser Vers ist eine Antwort auf die Frage des Volkes Isreal, wie man Gott nahen soll und kann.

Was bedeutet es sich Gott zu nahen?

Was „sich Gott nahen“ bedeutet, verstehen wir nicht, wenn wir nicht in die Welt der absoluten Herrscher eintauchen. Dazu gibt die Geschichte der Königin Esther aus dem 5 vorchristlichen Jahrhundert eine gute Illustration. Sie war, nachdem die Königin Vasti von ihrem Mann Ahasveros wegen Rebellion verstossen wurde, an deren Stelle auserwählt worden. Doch obwohl sie Königin war, durfte sie sich ihm nicht nahen, wenn er sie nicht zu sich rief.

Daraus wurde möglicherweise später der Spruch „Gehe nicht zum Fürsten, wenn du nicht gerufen wirst!“

Dem ablsoluten Herrscher sich zu nahen, war unmöglich, es sei denn mit etwas, was einem den Zutritt ermöglichte, ein Geschenk, eine gute Nachricht oder eine Einladung.

Die Israeliten fragten, welches Opfer sie wohl berechtigte, sich Gott zu nahen. Dieser Frage erteilt Micha im Auftrag Gottes eine schroffe Antwort: „Es ist ganz einfach, haltet Gottes Wort, seid praktische Täter der Liebe und lebt demütig vor Gott.“

Die Reformation machte dem Wildwuchs der Selbsterlösungsexzesse ein Ende. „Hier ist Gottes Wort in eurer Sprache. Lest es und tut es.“ Und weil das Lesen eine Vorraussetzung zum mündigen Umgang mit Gottes Wort war, hat Luther schon 1524 die Verantwortlichen der Städte und Gemeinden aufgefordert Schulen einzurichten.

Wer Gottes Wort nicht lesen kann, kann es auch nicht tun. Wie viel lesen wir noch in Gottes Wort? Und wenn wir lesen, wie viel verstehen wir noch davon? Wie viel lesen wir überhaupt? Wann werden uns Texte zu schwierig? Und was ist dann unsere Reaktion?

Gott nahe kommen, sich ihm nahen kann man, wenn man Gottes Willen tut!

Luther war aus besagtem Grund die Alphabetisierung wichtig und uns sollte sie aus dem selben Grund wichtig sein. Wir sollten nicht nur lesen können, sondern auch verstehen können, was wir lesen. Lasst uns nicht aufgeben im Wort Gottes zu lesen, auch wenn es schwer zu verstehen ist, denn da lernen wir den Willen Gottes für uns kenen. Wenn wir ihn tun, indem wir an Jesu Seinen Sohn glauben, haben wir ungehinderten Zugang zu ihm.

Euer Eugen

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15. Okt.
2017
Tiefen Blog-Post Bild

Tiefen

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Als meine Seele in mir verzagte, gedachte ich an den HERRN, und mein Gebet kam zu dir. Jona 2,8

 

Wovon Jona hier, spricht ist die Situation, die er im Bauch des Fisches erlebte, wo er sich dem Ende entgegen sah. Er war nicht nur ein wenig verzagt und mutlos. Nein, seine Seele zerbröselte, er fühlte sein Ende nahen. So lange hat es gedauert, bis er zu Gott schrie.

 

Es dauert oft lange, bis wir zu Gott schreien.

 

Wir können manchmal schon recht stur sein und meinen, wir bräuchten Gott nicht. Oder wir wollen Gott nicht, nicht unter diesen Bedingungen, nicht zu Seinen Bedingungen. Und dann reiten wir uns immer mehr in die Schwierigkeiten hinein. Wir wollen Gott nicht recht geben.

 

Jona hatte das „Glück“, dass Gott mit ihm noch nicht fertig war. Dass Er noch Pläne mit ihm hatte und ihn noch gebrauchen wollte, selbst mit seiner bockigen und störrischen Art. „Kaum gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Erweckungsfeldzug“, denkt man.

 

Aber als Gott dem Fisch schlussendlich befahl, Jona wieder auszuwürgen, da war er zumindest äusserlich bestens für seinen Dienst präpariert. Diesen Anblick würden die Niniviten so schnell nicht vergessen. Verätzungen am ganzen Körper, dann vertrocknete verdorrte Haut, abgerissene Kleidung. So kann man sich Jona am besten vorstellen - mehr oder weniger wie ausgespuckt aus der Hölle.

 

Und da trifft mit diesem Mann die Nachricht ein, „noch 40 Tage und Ninive wird untergehen“.

 

Das unglaubliche passiert. Diese Stadt, die offensichtlich so gottlos war, dass Gott mit ihr ein Ende machen wollte, tat samt und sonders in Sack und Asche Buße. Und zu Jonas totaler Überraschung und Verärgerung nahm Gott diese Buße an, ließ die Stadt weiter leben.

 

Gott ist in der Lage uns aus jeder Tiefe heraus zu holen.

 

Manchmal lässt uns Gott so weit herunter gleiten, bis wir auf dem Boden richtig hart aufschlagen – nicht seine erste Wahl. Aber er ist in der Lage uns trotzdem noch zu gebrauchen. Dass Gott Jonas Schreien erhört, heißt noch lange nicht, dass Jonas Herz schon wieder ganz nach Gottes Sinn war. Aber es war wieder ein Anfang auf dem Weg in die richtige Richtung. Gott hatte Geduld und viel Einfallsreichtum bei Jona, so wie Er auch bei Dir und mir genügend Ideen hat, wie Er uns auf die richtige Spur zurücksetzen kann. Besser ist es aber ihn früh anzurufen, und nicht zu lange zu warten.

 

Dein Eugen

 

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08. Okt.
2017
Glaube überwindet Blog-Post Bild

Glaube überwindet

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

„Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.“ 1.Johannes 5,4

 

sagt der Jünger Johannes, wahrscheinlich ein paar Jahre, nachdem Jesus am Himmelfahrtstag Seine Jünger und diese sichtbare Welt verlassen hatte.

 

Der siegreiche Glaube ist nicht Produkt eigener Anstrengung.

 

In der Zwischenzeit war schon einiges geschehen: Die erste Verfolgung in Jerusalem und Judäa, Stephanus und Jakobus hatten schon ihr Leben gelassen.

 

Ist da dieser Vers nicht wie das laute Singen eines Kindes im Wald, das sich fürchtet? Man muss sich ja Mut machen. Oder nicht?

 

Wenn dieser Glaube eine Autosuggestion wäre, dann müsste sie vom Menschen selbst kommen. Aber Johannes war keiner von denen, die sich so leicht in die Hosen machte. Er war der einzige, der den Schneid hatte in den Palast vom Hohepriester zu gehen. Er war der einzige, der mit den Frauen unterm Kreuz stand.

 

Und dennoch ist es nicht seine eigene Kraft gewesen, die ihn da getragen hat. Schon damals, und später noch viel mehr, wußte er, dass nur die bedingungslose Abhängigkeit von Jesus ihn zur Treue, zum Aushalten, zum Dranbleiben befähigte.

 

Es ist nicht irgendein Glaube, der der Sieg ist. Es ist der Glaube an den Sohn Gottes, an Jesus den Christus, den Messias. Es ist der Glaube, an den Messias, den die Juden noch erwarten. Aber wenn Er kommen wird, wird Er nicht mehr zur Rettung, sondern zum Gericht kommen. Denn zur Rettung ist Er in Seiner Knechtsgestalt, auf dem Weg des Knechtes, der Unscheinbarkeit gekommen, übersehen von den arroganten und selbstgerechten religiösen und nationalen Eliten.

 

Der die Welt überwindende Glaube ist der Glaube an und von Jesus Christus.

 

Jesus war damals nicht politisch korrekt und ist es auch heute nicht. Der Mainstream ist eben fleischlich gesonnen, auch wenn er sich noch so religiös gibt. Der Glaube an die Erlösbarkeit, Rettbarkeit der Welt bewegt die Menschen. Der fanatische Glaube an Evolution treibt Früchte, wie sie bisher nur die Verfolgungen des römischen Imperiums und später die Inquisition der römischen Kirche hervor gebracht haben. „The Times they are a changing“, aber was sich nie ändern wird, ist der Hass der Welt auf die Nachfolger Jesu. Aber der Glaube an Jesus ist der Sieg, der diese Welt überwunden hat und immer wieder überwinden wird. Bis Jesus wieder kommt.

Dein Eugen

 

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