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01. Nov.
2020
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"Leben mit offenen Fragen"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Wie kein anderes Buch ist das Buch Hiob geeignet uns zu helfen, mit offenen Fragen zu leben.

Am Anfang wird uns berichtet, wie Hiob als ein frommer gottesfürchtiger Mann von Schicksalsschlägen heimgesucht wird.

 Dem Leser werden die Hintergründe berichtet, aber Hiob weiß von diesen nichts.

 Er verliert seinen Besitz, seine Kinder und im gewissen Sinn auch seine Frau; denn als er auch noch seine Gesundheit verliert, da rät sie ihm, Gott den Rücken zu kehren und zu sterben.

 Dann kommen seine Freunde, um mit ihm zu trauern und zu schweigen. Aber dabei bleibt es nicht. Sie beginnen die Ursachen seines Unglücks anzuschauen.

 In all dem lässt sich Hiob trotzt allem Fragen, Klagen und auch Anklagen nie dazu hinreißen, Gott den Rücken zu kehren.

 Am Ende tritt Gott auf den Plan:

 Gott stellt Sich ihm entgegen und sagt ihm: „Gürte doch wie ein Mann deine Lenden! Dann will ich dich fragen, und du sollst mich belehren! (Job 38:3 + 40:7)

 Und im Grunde stellt Er Hiob dann Fragen, die mit der Not Hiobs nicht wirklich etwas zu tun haben, aber sehr viel mit Hiobs Verständnis von dem Gott, dem er zu dienen meinte. Die Fragen, die Gott stellt, zeigen Seine Größe und Seine Macht auf.

 Die Antwort von Hiob ist dann:

 

Ich habe erkannt, daß du alles vermagst und kein Plan für dich unausführbar ist.
(Hiob 42:2)

 

Gottes Allmacht befasst sich mit den einfachsten und komplexesten, den kleinsten und den größten Dingen gleichermaßen und sorgt in einer gefallenen Schöpfung für eine das Leben erhaltende Ordnung, in der unsere Einzelschicksale eingebettet sind.

 Am Ende des Dialogs folgt für Hiob, dass er nun von Gott hören und lernen will.

 Durch sein ganzes bisheriges Schicksal wird ihm bewusst, dass er eine nicht zur Erfüllung führende Beziehung zu seinem Gott hat.

 Er bekennt:

 

Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, jetzt aber hat mein Auge dich gesehen. Darum verwerfe ich mein Geschwätz und bereue in Staub und Asche.

(Hiob 42:5-6)

 Aus der Hörensagen-Beziehung heraus hatte Hiob, so wie er es verstand, Gottes Ordnungen gelebt und, wenn diese möglicherweise übertreten wurden, dafür Sühnung gebracht.

 Und Gott kennt ihn und nennt ihn Seinen Knecht Hiob. Hiob aber kannte Gott nur vom Hörensagen.

 Wenn wir Gott in unserem Leben tatsächlich sehen, wenn wir Ihm wirklich begegnen, dann kommt uns unser Denken und Argumentieren so vor wie es Hiob sagt: Es ist Geschwätz. Wenn wir an dem Punkt sind, dann nehmen wir auch die Position von Hiob ein.

 Höre doch, und ich will reden! Ich will dich fragen, und du sollst es mich wissen lassen!“ (Job 42:4) Eigentlich ist es am Ende dieselbe Formulierung, wie in den Versen 38:3 und 40:7: „und du sollst mich belehren“. Es ist der demütige Rollentausch, den es braucht um wirklich Antworten zu bekommen.

 Wir mögen bei dem, was Gott uns lehrt, nicht immer unsere Fragen beantwortet bekommen. Das haben Menschen in der Bibel immer wieder erlebt.

 Aber Gott beantwortet die wirklich wichtigen Fragen unseres Lebens, die wir entweder selbst nicht so formulieren konnten oder sie nicht zu formulieren wagten.

 Bei Schicksalsschlägen neigen wir Menschen dazu, obwohl wir bisher nicht an Gott gedacht haben, zu sagen: Wenn es einen Gott gibt, wie kann er das zulassen?

 Wie konnte Gott zulassen dass Hiob, sein Knecht, ein solches hartes Schicksal erleiden musste?

 Hiob selbst hat in all seinen Fragen, seinen dunklen Stunden der Anklage auch lichte Momente. In einem solchen bekennt er:

 

Doch ich weiß:Mein Erlöser lebt; und als der letzte wird er über dem Staub stehen. Und nachdem man meine Haut so zerschunden hat, werde ich doch aus meinem Fleisch Gott schauen. Ja, ich werde ihn für mich sehen, und meine Augen werden ihn sehen, aber nicht als Fremden.

(Hiob 19:25-27)

 Er ist sich bewusst, dass er einen Erlöser braucht, dass seine eigene Gerechtigkeit nicht ausreicht ihn zu erlösen.

 Gott stellte Sich für uns die Frage, die wir uns ebenso stellen sollten:

 Wie kann ich je vor Gott gerecht sein, also in Seine Nähe und Gegenwart treten?

 Diese Frage hat Er beantwortet in dem Er Seinen Erlöser, den Messias Jesus Christus sandte.

 Von diesem Messias bekennt Johannes: Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. - (Joh 1:14)

 Jesus ist das Wort und die „Ant-wort“ auf deine und meine offenen Fragen. In Jesus hat uns Gott alles gegeben, was wir zum Leben hier und zum Eingang in die zukünftige Welt brauchen.

 Zu Ihm dürfen wir mit den offenen Fragen kommen, und wir werden mehr als Antworten finden. Wir finden Ruhe und Frieden.

 

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01. Nov.
2020
Überwinder des Bösen Blog-Post Bild

Überwinder des Bösen

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. Römer 12,21

In der letzten Kolumne haben wir uns mit der Frage beschäftigt, was gut ist. Gut ist: Mache Gottes Wort zum Maßstab deines Lebens und Handelns, liebe die Güte und demütige dich vor dem dreieinigen Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist.

 Böse ist die Abwesenheit von diesem Guten. Sich vom Bösen überwinden lassen bedeutet also alles andere zum Maßstab deines Lebens und Handelns zu machen und nicht Gottes Wort. Die Meinung anderer, die um dich herum herrschende Kultur, die Lehren der Schulen und Universitäten zum Maßstab zu machen ohne sie am Absoluten Maßstab der heiligen Schrift zu prüfen. Sich vom Bösen überwinden lassen heißt, die Güte zu hassen, nicht freundlich, nicht geduldig, nicht barmherzig, langmütig, verzeihend, versöhnend, etc. zu sein.

 Sich vom Bösen überwinden lassen heißt schlussendlich den Einflüsterungen des Satans zu folgen, der uns seit Anbeginn der Zeit ins Ohr flüstert: Du kannst sein wie Gott, du kannst dein eigener Gott sein, du brauchst keine anderen Götter. Sei wer du sein willst, sei dein eigener Schöpfer, dein eigener Herr.

 Bruce Almighty“ hat eigentlich auf amüsante Weise aufgezeigt, wie total überfordert wir wären, hätten wir tatsächlich Gottes Job.

 Und dennoch erliegen wir oft den Einfüsterungen des Teufels, obwohl wir schon überfordert sind einfach nur Mensch zu sein, tatsächlich menschlich zu handeln.

 

Bei alledem ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt! (Eph 6:16)

 Und mit menschlichem Handeln wird allgemein verstanden, dass man entsprechend eines humanistischen Kodex moralisch ethisch richtig und gut handelt.

 Wie können wir uns davor schützen, dass wir vom Bösen überwunden werden?

 

Demütigt euch vor dem Herrn! Und er wird euch erhöhen. (Jak. 4:10)

 Indem wir uns zuallererst gegen das Böse stellen, indem wir uns zum Guten, zu Gott flüchten. Indem wir wissen, wer der wahre Herrscher über den Bösen, den Teufel ist. Indem wir uns daran erinnern, dass dieser Gott in Jesus Christus dem Teufel, der Sünde und dem Tod die Macht genommen hat. In Jakobus 4 lesen wir: Unterwerft euch nun Gott! Widersteht aber dem Teufel! Und er wird von euch fliehen. Naht euch Gott! Und er wird sich euch nahen. (Jak 4:7-8) Wir müssen nicht den geistlichen Helden spielen. Wir dürfen uns in jeder Situation in Gottes Hand bergen und sicher wissen.

 

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25. Okt.
2020
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Was ist gut?

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. Micha 6:8

Das Gegenteil von gut ist „nicht hilfreich“ nach neuer deutscher Lesart. Was aber ist „nicht hilfreich“? Das entscheiden Menschen, seien dies einzelne aufgrund ihrer Position, oder die Masse aufgrund ihrer veröffentlichten und gelebten Meinung.

 Seit dem Sündenfall sind wir tatsächlich dazu verdammt, gut und böse / nicht hilfreich, selbst definieren zu müssen, weil wir uns ja von Gott losgesagt haben und Ihn als den Ursprung alles Guten verworfen haben. Ihn zu verwerfen bedeutet letztlich, sich von der Quelle des Guten und damit auch von der Quelle dessen, was uns sagt, was wirklich gut ist, abzuschneiden.

 

Denn an Güte habe ich Gefallen, nicht an Schlachtopfern, und an der Erkenntnis Gottes mehr als an Brandopfern.(Hos. 6:6 )

 Was in Gottes Augen gut ist, steht in unserem Wochenspruch.

 1. Gut ist, keinen anderen Maßstab für Leben und Handeln zu haben als nur das Wort Gottes.

 Wenn für uns Christen etwas anderes Maßstab unseres Lebens und Handelns ist als das Wort Gottes, dann ist das „nicht hilfreich“, ja es ist böse, so wie alles, was der gefallene Mensch tut.

 2. Gut ist, Liebe zu üben, die Liebe Gottes auszuleben. Wörtlich heißt es: Güte zu lieben. Wer Güte liebt, der ist gütig, freundlich, geduldig, barmherzig, verzeihend, nicht nachtragend, zurückhaltend, ermutigend usw. Er spiegelt das Wesen Gottes in seinem Leben wieder.

 3. Gut ist, sich vor Gott zu demütigen.

 Eigentlich ist das selbsterklärend, aber dennoch wird es nicht von vielen gemacht. Kein natürlicher Mensch kann sich wirklich vor Gott demütigen. Denn kein natürlicher Mensch kennt ohne Offenbarung seinen wahren Status vor Gott. Die Menschen meinen, sie seien gut und zum Guten fähig (selbst viele Christen). Wenn uns Gott aber offenbart wie wir wirklich sind, dann erkennen wir, dass in uns nichts Gutes wohnt und dass wir verloren sind (vgl. Römer 7:18) und nur durch Jesus Christus gerettet und erlöst werden können und müssen und wir strecken uns danach aus.

 

«Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade».(1.Petr. 5:5)

 Also, willst du wirklich Gutes tun? Dann mache Gottes Wort zum Maßstab deines Lebens und Handelns, liebe die Güte und demütige dich vor dem dreieinigen Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Dann kommen daraus die Werke, die vor Gott als „gut“ Bestand haben.

 

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18. Okt.
2020
Gehorsam! - What? Blog-Post Bild

Gehorsam! - What?

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Gehorsam ist besser als Opfer. 1.Samuel 15,22

Was das Thema Gehorsam angeht, bietet unsere Gesellschaft ein interessantes Bild.

 Noch vor Jahren hatte man in der Erziehung das antiautoritäre Ideal. Manche sind in diesem Leitbild hängen geblieben. Die Anarchos und Antifas mit ihren Straßenschlachten illustrieren das überdeutlich.

 Wie ist es mit dem Rest der Gesellschaft? Da gibt es die Mehrheitsgesellschaft, wie sie sich nennt, die im großen und ganzen den „Regierenden“ widerspruchslos hinterher geht – gehorsam ist.

 Und dann gibt es diejenigen, die von der „Mehrheitsgesellschaft“ nicht zu den ihren gezählt werden. Sie sind rechts, rechtsradikal, Nazis, Reichsbürger, Verschwörungstheoretiker, Aluhüte, Kovidioten, Esoteriker, ewiggestrige, radikal Religiöse und als was sie auch noch alles bezeichnet werden.

 Sie tun sich zunehmend schwer mit dem Gehorsam. Nicht weil viele dieser so beschimpften, eigentlich nur konservativen Menschen mit Gehorsam ein Problem hätten. Sie haben ein Problem mit denen, die ihren Gehorsam einfordern.

 Mit Gehorsam haben grundsätzlich die meisten Menschen kein Problem.

 Da müsste es doch den Menschen leicht fallen Gott auch gehorsam zu sein.

 Aber da treffen wir wieder auf das schon angesprochene Problem: Es geht darum, wer diesen Gehorsam einfordert. Sobald Gott ins Spiel kommt, ist die gefallene menschliche Natur in Alarmzustand, denn sie will Ihm nicht gehorsam sein. Manche sind dann wie der König Saul, dem obige Ansage galt. Sie sind Gott gehorsam, aber zu ihren eigenen Bedingungen.

 

Hat der HERR so viel Lust an Brandopfern und Schlachtopfern wie daran, daß man der Stimme des HERRN gehorcht? Siehe, Gehorchen ist besser als Schlachtopfer, Aufmerken besser als das Fett der Widder.(1Sa 15:22)

 Bist du auch wie Saul? Bist du auch einer, der Gott zu deinen Bedingungen gehorsam sein will? Welche Bedingungen sind das? Saul tat so, als ob er Gottes Willen tat, aber nicht ganz. Und dann erklärte er das, worin er Gott nicht gehorsam war, religiös: „Ich wollte das ja opfern.“

Denn Widerspenstigkeit ist eine Sünde wie Wahrsagerei, und Widerstreben ist wie Abgötterei und Götzendienst.
(1Sa 15:23)

 Manchmal wollen wir unseren Ungehorsam religiös kaschieren, was meist durch Gesetzlichkeit geschieht. Welche Form von Gesetzlichkeit hat sich in dein Leben eingeschlichen, weil du Gott nicht mit deinem ganzen Herzen gefolgt d.h. Ihm gehorsam gewesen bist?

 

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11. Okt.
2020
Bruderliebe!? Blog-Post Bild

Bruderliebe!?

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Und dieses Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, auch seinen Bruder lieben soll. (1.Jo 4:21)

Nein, hier geht es nicht um den Menschenbruder, den wir lieben sollen. Auch wenn wir biblisch biologisch gesehen alle Brüder und Schwestern sind, da wir alle von einem Menschenpaar abstammen.

 Hier geht es darum den Bruder / die Schwester in der Gemeinde zu lieben, den Mitchristen.

 Was soll daran so besonders sein? Ebenso wenig wie auf der biologischen Ebene können wir uns auf der geistlichen Ebene unsere Geschwister aussuchen.

 Sie sind wie sie sind, mit ihren Eigenheiten, mit ihren Stärken und Schwächen und mit ihrem noch nicht Vollkommensein, wie auch wir noch nicht vollkommen sind. Wie in einer menschlichen Familie reiben wir uns auch in der geistlichen Familie aneinander und werden so verändert, unser Charakter wird geformt. Die Früchte des Geistes werden in uns hervorgebracht, wenn wir dem heiligen Geist erlauben sie in uns wachsen zu lassen. Das wird geschehen wenn wir uns selbst als veränderungsbedürftig erkennen und Veränderung zulassen, und nicht nur bei den anderen die Schuld, das Versagen, die Bosheit, die Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit sehen.

 

Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, und haßt seinen Bruder, ist er ein Lügner. (1Jo 4:20a)

 Gott hat uns die Brüder und Schwestern gegeben, damit wir an ihnen und mit ihnen Agapeliebe zu geben lernen. Sie sehen wir, sie fordern uns direkt heraus.

Wenn wir tatsächlich meinen Gott zu lieben, dann müssen wir die Liebe zum Mitchristen zu unserer Priorität machen. Dort zeigt sich ob wir Gott so sehr lieben, dass wir Ihm erlauben diese Brüder und Schwestern in unser Leben zu platzieren mit denen Er uns zur Vollkommenheit führen will.

 

Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat, kann nicht Gott lieben, den er nicht gesehen hat. (1Jo 4:20b)

Wenn es nun irgendeine Ermunterung in Christus gibt, wenn irgendeinen Trost der Liebe, wenn irgendeine Gemeinschaft des Geistes, wenn irgendein herzliches Mitleid und Erbarmen, so erfüllt meine Freude, dass ihr dieselbe Gesinnung und dieselbe Liebe habt, einmütig, eines Sinnes seid, nichts aus Eigennutz oder eitler Ruhmsucht tut, sondern dass in der Demut einer den anderen höher achtet als sich selbst; ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern ein jeder auch auf das der anderen! (Phi 2:1-4 ELB)

Wie würde die Regiogemeinde aussehen, wenn wir das leben würden?

 

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