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01. Aug.
2023
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"Die Liebe zu Jesus und das Rechenschaft über den Glauben ablegen“

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Neulich wurde ich aufmerksam auf eine Predigt mit dem übersetzten Titel: „Dieses eine Problem zerstört die Kirchen auf der ganzen Welt“. Das machte mich neugierig. Was steckt dahinter? Der Prediger zeigte auf, wie in den westlichen Nationen die Kirchen sich leeren und ihre Gebäude nun anders genutzt werden, als Pubs, als Kletterhallen, als Geschäfte, Boxhallen, Moscheen usw.

Der Exodus aus den Kirchen ist auch in unserem Land eine nicht mehr zu übersehende Erscheinung. Und unverhohlen wird die Aufkündigung des Staatsvertrages mit den Kirchen gefordert, der einst zwischen den Kirchen und Napoleon geschlossen wurde, und der die Kirchen für deren Enteignung entschädigen sollte.

Dieser Exodus kann auch uns als Freikirchler nicht kalt lassen, denn insgesamt wird die Stimmung in Bezug auf die Kirchen immer distanzierter.

Die Missbrauchsskandale haben sicherlich nicht unwesentlich dazu beigetragen; auch wenn diese ein Spiegel der gesamten Gesellschaft sind, da es diese Skandale in allen gesellschaftlichen Organisationen gab und gibt.

In Amerika verlassen 2/3 der Jugend mit Eintritt ins beginnende Erwachsenenalter, also wenn die Kinder ins College gehen, die Kirchen und den Glauben.1 Für Deutschland fehlen Vergleichszahlen, die Entwicklung ist aber wahrscheinlich ähnlich. Einer der aufgeführten Gründe ist, dass die Jugendlichen die Gemeindemitglieder als richtend empfanden.

Ein weiterer Grund, warum junge Menschen nicht mehr glauben, ist der, dass sie ihre Eltern als solche erlebt haben, die zwar an Jesus glauben, aber wesentliche Teile der Bibel nicht mehr ernst nehmen."

Um welche Teile ging es da?
Um die Genesis, das erste Buch der Bibel.
In der Genesis, dem 1.Buch Mose, finden wir die Begründung, warum und wozu wir hier sind, also um die göttliche Grundlage unseres Seins.

Wie sieht es denn bei uns aus?

Wenn wir uns in unseren Bekanntenkreisen umschauen, können wir, wenn wir im christlichen Umfeld aufgewachsen sind, viele Beispiele sehen, bei denen dies genau so zutrifft.

Die jungen Leute gingen zur Uni, und damit waren sie der materialistisch-evolutionären Weltsicht mit voller Wucht ausgesetzt, die ihren Glauben in Trümmer legte.

Wie konnte das geschehen?

Weil sie nicht gelernt haben ihren Glauben zu rechtfertigen, zu verteidigen, zu begründen.

Aber müssen wir das überhaupt?

Reicht es nicht, dass wir wissen, dass Jesus unser Herr ist und wir eine lebendige Beziehung zu Ihm haben?

Seid aber jederzeit bereit zur Verantwortung jedem gegenüber,
(1.Petr.3:15b)

Petrus schreibt in seinem 1. Brief

K. 3:14 Aber wenn ihr auch leiden solltet um der Gerechtigkeit willen, glückselig ‹seid ihr›! Fürchtet aber nicht ihren Schrecken, seid auch nicht bestürzt, 15 sondern haltet den Herrn, den Christus, in euren Herzen heilig! Seid aber jederzeit bereit zur Verantwortung jedem gegenüber, der Rechenschaft von euch über die Hoffnung in euch fordert, 16 aber mit Sanftmut und Ehrerbietung!

Als Christ alleine zu sein in einer Umgebung, die nichts von Christen hält, ist eine sehr schmerzhafte Erfahrung.

Das merkte ich schon früh in meinem Christsein, als ich während meiner Berufsausbildung in einer einjährigen Fachschule von Zuhause weg war. Eine Lehrerin fragte unvermittelt, wer unter uns Christ ist. Und ich streckte als einziger auf.

Später stellte sich dann heraus, dass noch zwei andere da waren, die sich aber nicht getraut hatten.

Petrus schreibt, dass egal wie die Umstände sind, wir in der Lage sein sollen, Rechenschaft über unseren Glauben abzulegen.

Das Wort, das er gebraucht, bedeutet: wir sollen „Apologie“ betreiben. Überall sonst, wo dieses Wort vorkommt, gebraucht Paulus es in dem Sinne, dass er sich bzw. seinen Glauben verteidigen muss.

Petrus erwartet von seinen Adressaten, dass sie in der Lage sind ihren Glauben zu begründen!

Warum glaube ich, dass Gott der Schöpfer von Himmel und Erde ist?

Wir proklamieren das im Glaubensbekenntnis! Aber die meisten, die dies sprechen, glauben genau das nicht mehr. Und das wird als Heuchelei empfunden!

In unseren Predigten und Lehren in der Regiogemeinde wollen wir immer wieder den Grund, die biblische Grundlage für unseren Glauben legen. Und wie man immer wieder bei allen Themen feststellen kann, finden wir uns immer wieder in der Genesis als der Grundlage für alles.

Unser Verständnis von Mann und Frau ist begründet in der Genesis.

Unser Verständnis vom Zustand des Menschen, seine Gefallenheit, ist begründet in der Genesis. Ja sogar das Evangelium vom gekommenen Erlöser ist begründet in der Genesis.

Und Jesus selbst verweist immer wieder auf die Genesis, als die alles konstituierende Geschichte.

Nicht umsonst ist diese Geschichte die Umstrittenste. Wenn das Fundament weg ist, fällt das Gebäude darauf zusammen.

Daher ist es wichtig, wie wir uns selbst und auch unseren Kindern Rechenschaft ablegen darüber, was wir glauben.

Können wir unseren Glauben an den Schöpfer des Himmels und der Erde biblisch und mit sachlichen Argumenten begründen?

Wann haben wir uns zuletzt mit dem Thema Schöpfung auseinandergesetzt, ein Buch darüber gelesen, Vorträge gehört?

In unserer Gesellschaft hören wir nichts von Schöpfung, nur von Evolution. Was setzen wir dagegen?

Wissen wir, welch fundamentale Rolle der christliche Glaube für die westliche Welt hat?

Wir haben in unserem Grundgesetz Artikel 1

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Warum findet sich dieser Artikel in unserer Verfassung?

Weil der christliche Glaube durch die Genesis deutlich macht, dass alle Menschen nicht nur im Bild Gottes geschaffen wurden, sondern alle Menschen auch in gleicher Weise Zugang zum Heil in Jesus Christus haben.

Allein aus diesem Glauben heraus alleine konnte die Idee von der Würde des Menschen kommen, die allen Menschen gleichermaßen gehört und zu ihrem Menschsein gehört.

Weil wir alle in die Lage versetzen wollen ihren Glauben zu begründen, zu verteidigen und darin festzustehen, ist uns die Kinder- und Jugendarbeit so wichtig, mit der wir uns im September-Family-Meeting beschäftigen wollen. Unseren Kindern gesunde und stabile Grundlagen für ihr Leben zu geben muss eine unserer Prioritäten sein.

Daher müssen wir uns selbst, die die Kinder lehren, fit machen in der Auseinandersetzung mit den Themen, die unseren Glauben in Frage stellen und unterminieren wollen. Daher wollen wir uns im kommenden Jahr mit den entsprechenden Themen intensiver befassen, in dem wir uns fachlich versierte Personen zu den unterschiedlichen Themen einladen.

Denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig für Gott ...“
(2.Kor.10:4a)

Und wir werden auch die Reihe „Verstehst du was du liest?“ im neuen Jahr fortsetzen bzw. für die, die neu einsteigen wollen, wieder beginnen. Denn sie soll uns für den Umgang mit dem Wort Gottes befähigen, sodass wir das Schwert des Geistes richtig handhaben können, mit dem wir „Festungen schleifen“ und „Gedankengebäude niederreißen, die sich gegen die Gotteserkenntnis auftürmen“ (Vgl. 2Kor.10:5)

Lasst euch begeistern und zurüsten, sodass wir alle Rechenschaft über unseren Glauben geben können und der Geist Gottes in uns einen Schatz an Wahrheit deponieren und dann auch gebrauchen kann, mit denen wir dies tun können.

Also wie wärs mal mit einer Lektüre über die Schöpfung in den Ferien?

Übrigens: unsere Bücherei hat einiges zu diesem Thema vorrätig …

1https://research.lifeway.com/2019/01/15/most-teenagers-drop-out-of-church-as-young-adults/

 

 

Foto von Frans van Heerden: https://www.pexels.com/de-de/foto/foto-von-schloss-unter-wolken-1022698/

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30. Juli
2023
Gott will dir zuhören Blog-Post Bild

Gott will dir zuhören

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Ich erzähle dir meine Wege, und du erhörst mich; lehre mich deine Gebote. Psalm 119,26

„Kann es wirklich sein, dass Gott uns zuhört, wenn wir mit Ihm reden, ihm erzählen, was uns beschäftigt? Hat Er nicht Wichtigeres zu tun als einem wie mir zuzuhören?“ So denkt vielleicht der eine oder andere.

Es mag auch wiederum andere geben, die sich für so wichtig halten, dass sie meinen, dass ihnen jederzeit jedermann zuhören muss, selbst Gott.

Was wäre, wenn wir dem lebendigen Gott, dem Gott der Bibel, wirklich alles sagen und erzählen könnten und Er zuhören würde? Richtig zuhören, nicht so wie wir einander, mit halbem Ohr, von eigenen Gedanken besetzt?

Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege.“
(Ps.139:3
)

Was für ein Wesen müsste das sein, das uns zuhört, wie es auch Millionen und Milliarden anderer Menschen zur selben Zeit zuhört? Ein Wesen, das nichts durcheinander bringt, und uns auf das, was wir erzählen, antwortet und uns in unserem Fragen anleitet und unterweist?
Es müsste allmächtig und allwissend und allgegenwärtig sein. Ein Wesen für das es keine Grenzen gibt – Gott eben.

Der Psalmist weiß, dass er Gehör findet, dass ihm sein Gott Seine Aufmerksamkeit schenkt und er fordert diesen Gott auf ihn zu lehren, ihn zu unterweisen in Seinen Geboten.

Wann hast du mit dieser Bereitschaft Gott zuletzt von dem erzählt, was dich beschäftigt, was du alles versucht hast und was nicht geklappt hat?

Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht schon wüsstest. “
(Ps.139:4)

Es scheint, dass Gott sogar daran Freude hat, uns zuzuhören, wenn wir in dieser Haltung kommen.

Und er kann einiges von uns vertragen, wenn wir in der Haltung des echt Ratsuchenden zu Ihm kommen.

Wer die Psalmen liest, bekommt einen Geschmack davon, was Gott sich anhört, und dass Er nicht sauer ist, solange wir mit ehrlichem Herzen und echten Fragen zu Ihm kommen.

Menschen ohne eine lebendige Beziehung zu Gott meinen, sie müssten Gott durch besondere Unterwürfigkeit und demütiges Verhalten gewogen stimmen. Sie wollen sich Ihn durch äußerliche Formen geneigt machen. Aber daran hat der biblische Gott kein Interesse.

Er ist der Herzenskenner, dem wir nichts vormachen können und der auch unsere letzten und geheimsten Gedanken kennt.

Wir können und brauchen Ihm nichts vorzumachen, weshalb Er von uns nichts anderes erwartet, als dass wir Ihm das sagen, was in unserem Herzen ist. Darauf antwortet Er dann und wir werden überrascht feststellen, dass Er uns gnädig und barmherzig begegnet. Du kannst Ihm deine Anklagen, deine Zweifel, deinen Ärger und deinen Frust entgegenschleudern, solange du bereit bist von Ihm Seine Antwort zu empfangen und ehrlich damit umzugehen.

Seine engsten Freunde waren nicht die, die sich zum Wurm gemacht haben, sondern die Ihm in ehrlicher Haltung begegnet sind, wie dies ein Mose tat, der wusste wer er selbst war und wer Gott ist.

Weißt du, wer du bist, und wer Gott ist?

Wenn nicht, dann lerne Ihn kennen und Er lehrt dich, dich selbst zu kennen. In Jesus Christus hat Er sich als nahbar und zugänglich geoffenbart; und in Jesus Christus will Er dir auch heute noch begegnen und will dir durch Ihn den Zugang zu Sich selbst öffnen.

 

Photo: pexels-mikhail-nilov

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23. Juli
2023
Nie mehr heimatlos Blog-Post Bild

Nie mehr heimatlos

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. Epheser 2,19

Wer ist hier nicht mehr Fremdling, sondern Gottes Hausgenosse und wo ist er das?

Zur Zeit, als der Apostel Paulus diesen Brief an die Epheser schrieb, war dieser Gedanke noch neu. Paulus war ein Jude, der zum Glauben an den Messias gekommen war. Die Juden waren der Meinung, dass nur sie und sie alleine als Gottes Volk zu Ihm Zugang hätten.

Aber Paulus und seine Mitapostel waren von Jesus gelehrt worden, dass auch andere zum Volk Gottes dazugehören dürfen, wenn sie an den Messias Jesus glauben.

Manche der damals lebenden Menschen z.B: in Ephesus waren solche, die selbst zwar nicht Juden waren, aber an der jüdischen Religion Interessierte, und die waren in gewisser Weise Gäste in der Synagoge, dem Gottesdienstort der Juden.

Aber sie waren eben doch nur Gäste und eigentlich Fremdlinge.

Paulus schreibt den Gläubigen in der Gemeinde, die an den Messias Jesus glaubte, dass sie nicht mehr Gläubige der zweiten Klasse sind. Ja, er sagt ihnen, dass sie vollkommen gleichberechtigte Gläubige in dieser Gemeinde sind, dass sie wie die jüdisch stämmigen Gläubigen auch zu Gottes Familie gehören. Er spricht von Gottes Hausgenossen, also Menschen, die in Gottes Haushalt wohnen und ein- und ausgehen.

Heute sind viele Fremdling. Entweder man lebt als Fremder in einem ihm immer noch fremden Land, oder man lebt in einem Land, das ihm zunehmend fremd geworden ist.

Und in gewisser Weise sind wir alle Fremdlinge auf dieser Welt, weil diese Welt letztlich nur eine Zwischenstation ist. Wir alle sind hier nur für eine kurze Zeit und sind nur Gäste.

Wäre es da nicht hilfreich zu wissen, wo man hingehört? Wo man ein Zuhause hat? Wo man sicher ist, wenn alles vergeht, wenn sich alles so sehr ändert, dass man sich fremd und unbehaust fühlt?

Denn unser Bürgerrecht ist in ‹den› Himmeln, von woher wir auch ‹den› Herrn Jesus Christus als Retter erwarten,“
(Phil.3:20
)

Gott will uns durch Jesus Christus in ein Zuhause führen, in Sein Zuhause, wo wir in Ewigkeit mit Ihm zusammen sein werden.

Jesus sagt von Sich, dass Er der Weg ist. Wenn wir auf diesem Weg gehen, werden wir zum himmlischen Vater kommen!

Dieser Vater will allen Vaterlosen und Mutterlosen eine Heimat geben. Er will allen Entwurzelten, Orientierungslosen, hilflos in dieser Welt Dahintreibenden eine Heimat geben, einen Ort, wo sie ankommen können.

Und der einzige Weg zu diesem Ort ist Jesus Christus - der menschgewordene Gottessohn, der für deine und meine Schuld gestorben ist, damit wir frei von Schuld und Verdammnis, heilig gemacht, zu dem Heiligen Gott kommen können.

Willst du zu diesem Heiligen Gott nach Hause kommen und wissen, dass du kein Fremdling und kein Gast, sondern Familienmitglied bist? Dann vertraue dich mit deinem ganzen vergangenen und zukünftigen Leben Seinem Sohn Jesus Christus an!

 

 

Photo: Regiogemeinde

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16. Juli
2023
Alles dient zum Guten Blog-Post Bild

Alles dient zum Guten

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Gott der HERR wird die Tränen von allen Angesichtern abwischen. Jesaja 25,8 Jesus spricht: Eure Traurigkeit soll zur Freude werden. Johannes 16,20

Wenn solche Aussagen aus der Bibel zitiert werden, dann muss die unweigerliche Frage gestellt werden: Wann?

Wann ist das, wann wird Gott die Tränen von allen Angesichtern abwischen?

Nicht hier und jetzt!

Nicht auf dieser Welt!

Denn auf dieser Welt trauern wir und weinen wir noch, sei es in Schmerzen oder in Verlust.

Ja, unsere Traurigkeit kann sich immer wieder auch in Freude verwandeln, wenn wir den Trost Gottes in unserem Leben spüren, wenn wir erleben dass wir nicht alleine sind, dass wir einen Vater im Himmel haben, der sich um uns schon jetzt kümmert, den Heiligen Geist, der uns in unserer Schwachheit hilft, und wenn wir in unserer Einsamkeit die Nähe unseres Herrn, Erlösers und Freundes Jesus erleben.

Aber diese Erlebnisse und die damit verbundenen Gefühle sind kein Dauerzustand. Wir erleben immer wieder, dass wir Tränen vergießen, Schmerzen erleben, auf Fragen keine Antworten bekommen und unsere Sehnsucht nicht erfüllt wird, so berechtigt sie auch scheinen mag.

Alle anderslautenden Versprechen sind nicht auf dem Wort Gottes, sondern in unserem Wunschdenken fundiert.

Erst in der Gegenwart Gottes (Offenbarung 7:17) im neuen Himmel, auf der neuen Erde ( Offenbarung 21:4) werden wir erleben, dass alle unsere Tränen abgewischt werden.

Bis dahin hat Gott der Heilige Geist viel in unserem Leben zu tun, uns zu helfen mit Enttäuschungen, mit Verlust, mit Schuld, die wir auf uns geladen haben oder wo andere an uns schuldig geworden sind, dies zu verarbeiten und zu vergeben, Heilung und Frieden in Anspruch zu nehmen und dann wieder aufzustehen, wenn wir gefallen, gestolpert sind oder niedergeschlagen wurden.

Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirke, denen, die nach ‹seinem› Vorsatz berufen sind. (Röm.8:28

Denn in all dem, was wir erleben, haben wir zwei Möglichkeiten der Entscheidung und der Reaktion. Die Engländer haben einen Spruch: „Either it makes you or it breakes you.“ Entweder es macht dich (stärker) oder es zerbricht dich. Gemeint ist, dass alles was wir erleben, uns entweder zu etwas Besserem machen kann als wir sind oder dass es uns zerstören kann. Und das betrifft alles in unserem Leben. Selbst das Beste, was wir in dieser Welt erleben können, kann uns zerstören, wenn wir es nicht in der richtigen Weise entgegennehmen. Wir können es für selbstverständlich halten und es gering schätzen und damit zerstören, sodass es dann uns zerstört, wenn uns bewußt wird, was wir da getan haben.

Gott gebe uns, dass wir alles mit der biblischen Haltung annehmen können, die sagt: „Alle Dinge müssen denen, die Gott lieben, zum Guten mitwirken.

Wenn du Gott liebst und Seine Berufung für dein Leben kennst, dann wird alles, was dir begegnet, dich verändern zum Besseren, weil Gott alles dir zum Guten gedacht und geplant hat. Du wirst es möglicherweise aber erst in Seiner ewigen Gegenwart richtig verstehen und erfassen, wenn Er alle deine Tränen abwischen wird.







Foto von Victoria Rain: https://www.pexels.com/de-de/foto/frau-zerbrochen-unterbrechung-jung-4497804/ 

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09. Juli
2023
Nicht einfach Gnade Blog-Post Bild

Nicht einfach Gnade

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es. Epheser 2,8

Dieses Thema ist für viele, die sich mit dem Glauben beschäftigen, eine wirkliche Herausforderung. Man kann sich fast nicht vorstellen, dass man allein durch Gottes Gnade und dadurch, dass man sie im Glauben ergreift, gerettet werden kann.

Muss man da nicht doch selbst etwas dazu tun?

Und wenn man nur durch Gnade gerettet wird, wird es dann nicht billig?

Man könnte ja dann einfach sein Leben weiterführen wie bisher und würde dennoch gerettet?

Was nun, sollen wir sündigen, weil wir nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade sind?
(Röm 6:15a)

Für viele, die ihren Lebensweg und Lebensstil nicht ändern wollen, wäre das verlockend, weshalb ja auch viele neuere Lebensentwürfe wie LGBTQ+ in der Kirche Eingang finden.

Aber ist das so einfach? Gottes Gnade ist nicht einfach ein „Schwamm drüber“! Gottes Gnade drückt sich darin aus, dass Jesus Christus für unsere Sünden gestorben ist, an unserer Stelle. Sein Opfer ist einmalig und deckt alles ab.

Es bewirkt, dass wir durch dieses Opfer einen Zugang zu dem heiligen Gott bekommen, den wir sonst nicht haben. Dieser Zugang eröffnet die von gegenseitiger Liebe geprägte Beziehung zwischen Mensch und Gott. Aber dieser Gott duldet Sünde nicht, was ja das Opfer Jesu notwendig machte. Er duldet sie auch nicht im Leben derer, die dieses Opfer in Anspruch genommen haben.

Wir können also nicht so weiter leben wie bisher, wenn wir diese Beziehung ernst nehmen. Der Heilige Gott erwartet von uns einen heiligen, Ihm zugewandten und Ihm hingegebenen Lebensstil. Aus diesem Grund sagt Paulus: „Was nun, sollen wir sündigen, weil wir nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade sind? Auf keinen Fall!“ (Röm 6:15)

"Auf keinen Fall!“
(Röm 6:15b)

Wir sind nicht mehr unter dem Gesetz des Mose. Aber wir leben mit dem Gesetz des Geistes und das ist in seiner Wirkung tiefgreifender als des Gesetz Moses je hätte sein können. Das Gesetz des Geistes durchdringt unser Innerstes und will uns von innen nach außen verändern. Dieses Gesetz führt uns in eine tiefe und enge Beziehung zu dem lebendigen Gott, der in dieser Beziehung der bestimmende Faktor sein will. Deshalb hat Jesus Seine Jünger beten gelernt: Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe so wie im Himmel also auch auf Erden.“

Im Himmel gibt es keine Diskussion darüber, wie Gottes Wort und Befehl zu verstehen ist. In unserer Beziehung mit unserem himmlischen Vater erwartet dieser dasselbe von uns hier auf Erden. Wir mögen Seinen Willen nicht immer vollkommen verstehen, Mühe damit haben, Ihm nicht gehorchen wollen. Und wir mögen mit dem Vater so um die Erfüllung ringen, wie Jesus das im Garten Gethsemane tat. Aber wenn Jesus zum Ergebnis kam: „Nicht meine Wille, sondern Dein Wille geschehe“, dann können wir, Seine Nachfolger, uns nicht herausnehmen etwas anderes zu tun als Jesus Christus und wie Er sich verhielt. Seien wir ehrlich und bekennen: „Ich habe weniger Probleme mit dem, was ich nicht verstanden habe. Ich habe ein Problem mit dem, was ich verstanden habe, weil es zu tun mir Probleme macht.“ Und dann bitten wir unseren Himmlischen Vater darum, dass Er uns das Wollen und auch das Tun Seines Willens gibt.

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