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01. März
2022
"Ihr könnt alle prophezeien“ Blog-Post Bild

"Ihr könnt alle prophezeien“

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Wenn man seine Bibel liest, dann kommen immer wieder Propheten vor. Menschen die offensichtlich in einer besonderen Beziehung zu Gott stehen, insbesondere im alten Testament. Aber was ist die Aufgabe dieser Propheten eigentlich?

Sie sollen den Menschen, das weitergeben, was ihnen von Gott zu sagen aufgetragen war. Dabei riskieren sie nicht selten ihre Gesundheit und ihr Leben.

Der größte Prophet des Alten Testamentes war ganz offensichtlich Mose.

Oft waren mit den Worten auch entsprechende Handlungen verbunden, um das von Gott geoffenbarte Wort in die Tat umzusetzen. Insofern sind auch die Erzväter des Volkes Israel Propheten, denn sie hörten, dass alles Land, auf dem sie mit ihren Herden wandern würden, ihnen und ihren Nachkommen gehören würde. Und sie taten exakt das, was Gott von ihnen erwartete.

Die Propheten, die Gott berief, nachdem das Volk in sein Land gekommen war, hatten sehr oft den Auftrag, das Volk Gottes wieder zu ihrem Gott zurückzubringen. Sie waren in gewisser Weise Erweckungsprediger, die Gericht und Gnade predigten. Die dem Volk aufzeigten, dass ihre missliche Situation, in der sie sich befanden, eine Folge ihres Ungehorsams Gott gegenüber war und sie umkehren sollten, wenn sie wollten, dass es ihnen wieder besser ging.

Die Propheten des alten Testamentes unterlagen der absoluten Worttreue Gott gegenüber. Sie durften nichts sagen, was Gott ihnen nicht aufgetragen hatte.

Das war sogar bei einem Propheten der Fall, der von den Feinden Israels gekauft worden war, das Volk Israel zu verfluchen. Selbst er, Bileam, konnte nur das sagen, was Gott ihm erlaubte.

Wenn Propheten etwas anderes sagten, sollten sie gesteinigt werden.1 Denn alles, was nicht Gottes autorisiertes Wort war, würde die Menschen vom Weg mit Gott abbringen.

Mose spricht davon, dass Gott einen Propheten wie ihn erwecken werde, auf den solle das Volk hören2, und tatsächlich: dieser Prophet kam in der Gestalt des Messias Jesus, des Sohnes Gottes.3

Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi, (Eph. 4:11+12)

Wenn man die Schriften des neuen Testamentes anschaut, dann sind es nicht nur Berichte und Lehrtexte, sondern auch prophetische Texte. Die Offenbarung des Johannes ist ein durch und durch prophetisches Buch, das im Auftrag Jesu aufgeschrieben wurde um zu zeigen, was noch kommen wird und wie dies hinter den irdischen Kulissen in der unsichtbaren Welt aussieht.

Manche sind der Meinung, dass mit dem Abschluss des neutestamentlichen Kanons die Dienste des Propheten wie die des Apostels aufgehört haben; die anderen Dienste (Hirte, Lehrer, Evangelist) aus Epheser 4 scheinbar nicht.

Andere verneinen selbst diese.

Wenn also diese Dienste ausgestorben seien, dann gelte dies auch für die Gaben, die in 1.Kor. 12+14 und Römer 12 genannt sind.

Als Ältestenschaft und Gemeinde vertreten wir diesen Standpunkt nicht. Wir sind der Meinung, dass es auch heute noch diese Dienste und Gaben gibt, weil das, was sie bewirken sollen, in jeder Generation neu erreicht werden muss: Die Auferbauung zum Erwachsenwerden des Gläubigen und die Zurüstung der Gemeinde zum Dienst.4

Daher wollen wir sowohl die prophetischen Gaben wie den prophetischen Dienst in unserer Gemeinde freigesetzt sehen.

Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie und sie folgen mir.“
(Joh 10:27)

In 1.Kor. 14 spricht Paulus davon, dass wir alle prophezeien können.

Wie kommt er darauf?

Weil jeder die Stimme Jesu hören und jeder das, was er gehört hat, an andere weiter geben kann. Das ist Prophezeien im allgemeinsten Sinn.

Ist es wirklich wahr, dass jeder Jesu Stimme hören kann?

Definitiv!

Jesus sagt: „Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie und sie folgen mir und ich gebe ihnen das ewige Leben“.5

Wenn das wahr ist, dann kannst du, wenn du Jesus gehörst, Seine Stimme hören und kannst das, was Er dir sagt, wenn es für andere ist, ihnen auch weitergeben.

Welche Regeln gibt es für dieses Prophezeien?

  1. Es muss dem Leibe Jesu dienen und ihn aufbauen.
  2. Es darf dem, was die Schrift lehrt, nicht widersprechen.

Sind die Anforderungen dieselben wie die im alten Testament?

Und sind die Konsequenzen dies ebenso?

Für ersteres gilt: Wir sollen versuchen, so gut hinzuhören wie wir können, um es so genau wie möglich weiterzugeben.

Aber diejenigen, die es hören, sollen es prüfen am Wort Gottes. Und das wird oft auch getan.

Was ist dann dieses prophetische Reden?

Es sind oft Worte der Ermutigung, der Zurechtweisung und der Richtungsweisung.

Welches Gewicht haben sie?

Sie haben mit Sicherheit ein geringeres Gewicht als eine Lehre.

Lehrer tragen eine besondere Verantwortung für ihre Lehre und werden auch entsprechend zur Rechenschaft gezogen.6

Paulus sagt den Galatern, dass, wenn jemand kommt und ein anderes Evangelium predigt als das, was er ihnen gebracht hat, dass dieser Lehrer verflucht sein soll.7

Wir finden solche starke Aussagen nicht in Bezug auf Propheten und Prophetien.

Für Prophetien gilt, dass sie von allen geprüft werden sollen, da jeder von uns Jesus hören kann, jeder von uns den Heiligen Geist hat, um von ihm im Beurteilen geleitet zu werden.

Wir haben es bei Prophetien oft am Anfang mit Bildern und bildhaften Eindrücken zu tun, deren Bedeutung ausgelegt und entweder auf Einzelne, Gruppen oder Gemeinden angewandt wird.

Wer eine Prophetie weitergibt, tut einen Botendienst. Was der Empfänger mit der Prophetie anfängt, bleibt demjenigen überlassen. Der prophetisch Redende hat seinen Teil erfüllt.

Manchmal gebrauchen Propheten auch Beispielsituationen oder Personen aus der Bibel, um einen Punkt etwas deutlicher zu machen.

Stellt der prophetisch Redende damit den Empfänger auf dieselbe Stufe oder in dieselbe Kategorie wie die des Beispiels?

Wohl kaum! Auch wenn wir selbst oft genug biblischen Vorbildern nacheifern wollen, so sein wollen wie sie - was ja auch gewollt ist.8

Paulus redet davon, dass wir stückweise erkennen und stückweise prophezeien.9 Insofern müssen wir uns der Begrenztheit bewusst werden.

Wenn wir also prophetische Eindrücke weitergeben, ist es wichtig, uns selbst nicht zu wichtig zu nehmen; wir sind nur die Boten. Und es ist wichtig, dass wir auch an den Worten „feilen“: Ist das, was ich den Eindruck habe sagen zu sollen, durch das Wort Gottes abgedeckt? Was könnte missverständlich dabei herauskommen?

Wenn Begriffe eine biblisch sehr eindeutige Zuordnung gefunden haben, dann sollten wir mit ihnen vorsichtig umgehen.

So ist zum Beispiel der Begriff „Mittler“ in einer Prophetie in einem unserer Gottesdienste gefallen. Dieser ist jedoch sehr stark mit Jesus verbunden10, der der „Mittler“ des neuen, besseren Bundes ist, dadurch, dass er sich zum Lösegeld für uns machte11. Ein weiterer nicht namentlich genannter, aber nicht weniger bekannter Mittler ist der des Gesetzes12, womit offensichtlich Mose gemeint ist.

So ist der Begriff „Mittler“ belegt, auch wenn er ursprünglich meint, dass das jemand ist, der dazwischen geht, der vermittelt, der zwischen Zweien hin und her geht um Botschaften etc. zu übermitteln.

Wenn man also einen solchen Sachverhalt meint, muss man es umschreiben, wenn man nicht zu falschen Vorstellungen eines irdischen Mittlers zwischen Gott und Mensch (wie im Papst-Verständnis), Anlass geben will.

In der Regel kennen wir einander und wissen, wie es der andere meint.

Aber da wir z.B. unsere Gottesdienste öffentlich machen, kann es durch falsch gebrauchte Begriffe zu Irritationen bei Leuten kommen, die wir nicht kennen und die uns eben auch nicht so gut kennen.

Wir haben diesen Brief nicht geschrieben, weil wir prophetisches Reden verhindern, sondern weil wir es freisetzen wollen.

Wenn ihr bei einem Eindruck nicht sicher seid, wie ihr ihn formulieren sollt, dann holt euch Hilfe, fragt andere, die schon mal prophetische Eindrücke weiter gegeben haben, fragt eure Ältesten. Lasst euch ermutigen mehr von Gott hören zu wollen und bittet Ihn darum, mehr von Ihm zu bekommen, um darin geübter zu werden.

Man kann ja anfangen, Gott zu fragen: Gott was denkst du über mich? Wie siehst du mich?

Wenn du dem Heiligen Geist Raum gibst, wird Er mit dir reden und du wirst dein „prophetisches Ohr“ immer mehr schärfen.

Wenn man das tut, dann ist es gut, wenn man in einer Zweierschaft darüber reden kann, um sich nicht in den eigenen Gedanken und im eigenen Wunschdenken zu verlieren.

Dieses Gebet „Gott wie siehst du mich?“ ist immer wieder meins. Denn ich will wissen, was Gott über mich denkt, wie Er mich sieht, wo Veränderung nötig ist.

Wenn ich dieses Gebet gesprochen habe, dann nehme ich einen Stift und ein Blatt und beginne zu schreiben, was mir in den Sinn kommt und ich merke, Gott spricht in meine Gedanken hinein.

Ich wäre ohne Gottes prophetisches Reden zu mir nicht da, wo ich jetzt bin. Es waren prophetische Worte, die ich persönlich für mich gehört habe und es waren prophetische Worte, die mir von anderen weitergegeben wurden.

Im letzteren Fall habe ich Gott gegenüber darauf bestanden, dass Er sie wiederholt, weil ich sicher sein wollte, dass es auf zweier oder dreier Propheten Mund bestehe13.

Prophetische Worte unter dem Vorbehalt der Verschwiegenheit, sollten wir nicht annehmen, denn sie können nicht geprüft werden, wenn wir dazu Hilfe bräuchten. Denn vergessen wir nicht: Prophetie baut zuallererst die Gemeinde, sie dient der Gemeinde. Prophetische Worte, die uns aus einer biblisch fundierten und Seinen Willen suchenden Gemeinde herausführen, dienen nicht der Gemeinde. Sie zerstören Gemeinde. Prophetische Worte, die nicht dem Leib Jesu dienen, die spalten und trennen, bauen nicht den Leib Jesu.

Wir wollen uns alle danach ausstrecken, dass Gott durch Seinen Heiligen Geist in uns prophetische Worte entstehen lässt, die Seinen Leib bauen, dem Auftrag des Leibes dienen, diese Welt mit der guten Botschaft von der Rettung und Erlösung durch Jesus Christus zu erreichen.

Wir laden dich ein, sei an der Gemeindekonferenz dabei und lass dich von Gott gebrauchen, zu dir und anderen unter uns und uns allen zu reden.

 

Eugen, David, Jürgen und Thomas

___________

1 5.Mo 13:6

2 5. Mose 18:15;

3 Mt 12:41; Mt 12:42; Lk 11:31; Lk 11:32; Hebr.1:2

4 Eph. 4:11ff

5 Joh. 10:27

6 Jak. 3.1

7 Gal. 1.8+9

8 Phil. 3:17

9 1.Korr. 13:9

10 Heb 12:24; Heb 8:6; Heb 9:15

11 1.Tim 2:5+6;

12 Gal 3:19 + 20;

13 2.Korr. 13:1; Matth. 18:16

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27. Feb.
2022
„Recht auf Glück“ Blog-Post Bild

„Recht auf Glück“

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Harre des HERRN! Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN! Psalm 27,14 Paulus schreibt: Unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: Wie ihr an den Leiden teilhabt, so habt ihr auch am Trost teil. 2.Kor. 1,7

Wenn man bei „Dr.Google“ eingibt: „Recht auf glücklich sein“ dann kommen Fragenvorschläge und Antworten darauf! Eine Frage ist: „Habe ich ein Recht darauf glücklich zu sein?“ und darauf antwortet jemand bei Pinterest: „Jeder hat ein Recht darauf zu leben und glücklich zu sein, egal wie schmerzhaft Deine Entscheidung vielleicht für Andere ist. Du hast nur ein Leben - also lebe!“

Glücklich, wer achthat auf den Geringen; am Tage des Übels wird der HERR ihn retten.
(Ps 41:2)

Haben wir Christen ein Recht darauf glücklich zu sein? Schaut man die Seligpreisungen in der Bergpredigt an, dann wird schnell deutlich, dass hier eine andere Form von „glück“selig gemeint sein muss.

Unser Glück verwirklicht sich nicht auf Kosten anderer. Unser Glück basiert auch nicht auf diesem einen Leben, das wir hier haben. Deshalb können wir auch auf diesseitiges Glück verzichten, wie z.B. derjenige, der enthaltsam lebt, weil er keinen passenden Partner finden kann. Ist das schmerzhaft? Mit Sicherheit! Warum lässt Gott das dann zu? Weil es wohl, Seiner Meinung nach, noch wichtigeres für mich gibt als mir diesen oder jenen Herzenswunsch zu erfüllen.

Fühle ich mich dabei gut? Wahrscheinlich nicht immer, denn ich muss lernen mit unerfüllten Wünschen zu leben. Das sind unsere Kämpfe und Schmerzen.

Paulus schreibt von Leiden und Schmerzen, die, wenn man die Apostelgeschichte und seine Briefe anschaut, noch viel existenziellerer Natur sind: Er wurde verfolgt, geschlagen, gesteinigt, erlebte Schiffbruch etc. (vgl. 2.Kor.11:24ff). Seinen Briefempfängern schreibt er, dass sie an seinen Leiden teilhaben. Viele Christen haben an den Leiden, die Paulus hatte, auch heute teil. Ja, sie bezahlen ihr Christsein nicht selten mit dem Tod.

Und glückselig ist, wer sich nicht an mir ärgern wird!
(Matt 11:6))

Was würden sie zum Thema „Glücklichsein“, ein gutes Gefühl haben, sich gut fühlen, möglichst alle Wünsche erfüllt zu bekommen denken?

Vielleicht ist ihr einziger Wunsch, in der Anfechtung und im Angesichts des Todes fest zu stehen, Jesus treu zu sein, Ihn nicht zu verleugnen und die Misshandlungen und den Tod nicht als Schande, sondern als Ehre zu erleben.

Ich hoffe zumindest, dass dies mein größter Wunsch ist, sollte ich mich einmal in einer solchen Situation befinden. Bis dahin hilft es mir vielleicht zu lernen Jesus hier und jetzt mehr zu lieben als meine Bequemlichkeit, meine Wünsche erfüllt zu bekommen und möglichst schmerz- und leidensfrei zu leben.

 

 Foto: Pexels/Edu Carvalho

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20. Feb.
2022
Erben und Teilhaber Blog-Post Bild

Erben und Teilhaber

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Der Herr sprach zu Isaak: Durch deine Nachkommen sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden. 1.Mose 26,4 Ihr aber, Brüder, seid wie Isaak Kinder der Verheißung. Galater 4,28

Zwischen dem 1. und 2. Vers steht Jesus Christus. In Gal 3:16 schreibt Paulus: „Nun sind die Verheißungen Abraham zugesagt und seinem Nachkommen. Es heißt nicht: »und den Nachkommen«, als wären viele gemeint, sondern es gilt einem: »und deinem Nachkommen« welcher ist Christus.“ Damit macht er auf einen grammatikalischen Aspekt aufmerksam .

In dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!
(Gen. 12:3b)

In der Stelle in 1.Mose 26, 4 wie auch in einer Parallelstelle 1.Mose 22,18 ist der Nachkomme im Singular. Der Segen kommt durch einen Mann aus dem Geschlecht Abrahams Isaak und Jakobs, durch Jesus Christus.
Der Segen ist die Versöhnung der Menschen durch das Versöhnungsopfer, das Gott in Seinem Sohn Jesus Christus dargebracht hat. Dieser Segen ist von der in Jesus Christus Mensch gewordenen Person des Sohnes Gottes ausgegangen. Die Menschwerdung geschah in die Linie der Nachkommenschaft Abrahams, die sich durch die Nachkommenschaft Davids fortsetzte. Der Segen, den Gott Abraham versprochen hatte, kam nicht durch das Volk, sondern durch einen einzigen Nachkommen in diesem Volk. Der Segen musste zu alle Völkern, auch zum Volk Juda kommen, denn ohne diesen Segen würde niemand angenehm vor Gott sein.

Wenn aber Kinder, so auch Erben, Erben Gottes und Miterben Christi, “
(Rom 8:17))

Die Segensverheißung an Abraham und seine Nachkommen war die hier dargestellte Segenserfüllung: Jeder, der an Jesus Christus glaubt, wird von neuem geboren und damit wird er ein Kind Gottes, er ist ein Sohn der Verheißung geworden. In Johannes 1:12 ist zu lesen: „ … so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“

Zu diesen Söhnen der Verheißung gehört jeder, der Jesus als seinen Erlöser angenommen hat, unabhängig von seiner ethnischen oder religiösen Herkunft.

Wir können nicht genug staunen über dieses Geschenk, das der allmächtige, ewige Gott uns macht. Paulus versucht mit seinen Worten uns begreiflich zu machen, dass wir als Kinder auch Erben sind.

Nun ist es nicht so, dass wir Gott im irdischen Sinne beerben können, denn das würde ja nur passieren, wenn Gott stürbe. Gemeint ist, dass wir an Seiner ewigen Welt Teil haben werden und ein Erbe auf uns wartet, von dessen Größe und Herrlichkeit wir letztlich keine Vorstellung haben. Darauf möchte ich mit möglichst vielen von Euch zugehen

 

Bild mit Verwendung von EKATERINA BOLOVTSOVA von Pexels

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13. Feb.
2022
Ehrfurcht und Hoffnung Blog-Post Bild

Ehrfurcht und Hoffnung

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. Daniel 9,18b

Daniel lebt ca. 550 vor Christus. Er ist in der Gefangenschaft in Babylon. Als einer der Gelehrten am Hof von Nebukadnezar hat er es fast an die Spitze des Staates gebracht. Auch unter dessen Nachfolger Darius hat er eine bedeutende Stellung.

Aber er war ein Mann, der sich regelmäßig vor seinem Gott verbeugte und niederkniete, um Ihn anzubeten und Ihn zu bitten. Einmal brachte ihm das die Löwengrube ein, die er nur überlebte Dank göttlicher Intervention.

Fürchte dich nicht, du vielgeliebter Mann! Friede ‹sei mit› dir! Sei stark, ja, sei stark!
(Dan 10:19)

Daniel war bereit sich vor dem Gott des Universums zu beugen und in den Staub zu werfen. Aber er war nicht bereit seine Knie vor dem Dekret von Darius zu beugen, als es sich direkt gegen die Ausübung seines Glaubens wandte.

Trotzdem ihm ein untadeliger Lebenswandel von allen beschieden wird und er von Gottes Engel mehrfach „Vielgeliebter“ genannt wird, verlässt er sich vor Gott nicht auf seine Gerechtigkeit noch auf seine Frömmigkeit. Nein, seine einzige Zuversicht ist Gottes Barmherzigkeit.

Wann haben wir uns zuletzt vor dem Gott der Bibel auf den Boden geworfen? Wahrscheinlich sind es wenige, wenn überhaupt, die dies getan haben oder regelmäßig tun.

Wehe mir, denn ich bin verloren. Denn ein Mann mit unreinen Lippen bin ich, und mitten in einem Volk mit unreinen Lippen wohne ich.“ (Jes. 6:5)

Sich ehrfurchtsvoll vor einem Höheren zu beugen ist out. Wir sind alle gleich, gleich viel wert, haben die gleichen Rechte. Warum sollte ich mich da vor jemandem verbeugen?

In ein solches Weltbild passt der Gott des Himmels und der Erde nicht hinein. Deshalb wird Er zu einem Kumpel, dem big Daddy, dem Knuddelgott, auf dessen Schoß wir klettern und dem wir im Bart kraulen.

Den Gott, in dessen Nähe Jesaja bekennt „Wehe mir, denn ich bin verloren. Denn ein Mann mit unreinen Lippen bin ich, und mitten in einem Volk mit unreinen Lippen wohne ich.“ (Jes. 6:5) haben wir vergessen.

Wenn wir von einem großen Gott etwas erwarten, dann sollten wir uns Ihm gegenüber auch Seiner Größe entsprechend benehmen und uns Ihm entsprechend nähern. Als solche, die immer noch nur auf Seine Barmherzigkeit vertrauen, egal, wie lange wir Ihm schon nachfolgen und vertrauen. Diese Haltung bewahrt uns davor, in ungebührlicher Weise vom Gott der Bibel zu reden und uns Ihm so zu nähern. Es hilft uns aber auch die Perspektive für Seine Allmacht, durch die Ihm alles möglich ist, wieder zu bekommen.

 

 

Foto: https://www.pexels.com/de-de/foto/person-unter-empfindlichem-bogen-bei-nacht-33688/

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06. Feb.
2022
Das Ende der Angst Blog-Post Bild

Das Ende der Angst

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Er wird auftreten und sie weiden in der Kraft des HERRN. Micha 5,3 Als Jesus das Volk sah, jammerte es ihn; denn sie waren geängstet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben. Matthäus 9,36

Micha 5:1 ff spricht vom kommenden Retter. Wie so oft in der Vergangenheit ist Er Hirtenfigur, daher spricht unser V. 3 auch davon, dass dieser Retter sie, das Volk Gottes, weiden wird. Und dann kommt dieser Hirte, Jesus, und dann lesen wir, dass der Zustand des Volkes Ihn schmerzte.

Warum?

Das erste war: Sie waren verängstigt. Und in ihrer Angst waren sie zerstreut. Das Volk war wie eine Schafherde, die keinen Hirten hat.

Meine Schafe sind zerstreut, weil sie keinen Hirten haben, und sind allen wilden Tieren zum Fraß geworden und zerstreut.
(Hes. 34:5)

Was an der Beschreibung kommt uns bekannt vor?

Neulich las ich von Eltern, die ihr 8 Monate altes Baby zu Impfärzten brachten, um es gegen Covid impfen zu lassen. Bisher gibt es von der STIKO eine Impfempfehlung für Kinder von 5-11 Jahren, die eine Vorerkrankung haben.
Es mag sein, dass jenes 8 Monate alte Kind eine Vorerkrankung hat und die Eltern es schützen wollten, oder vielleicht hatte es auch keine und dennoch wollten es die Eltern schützen lassen.
Ich möchte mich dazu hier nicht äußern. Als ich es las, kam mir der Gedanke: Welche Angst muss diese Menschen beherrschen, dass sie sich zu diesem Schritt entscheiden?
Ihre Angst ist für sie real, ob begründet oder nicht.

In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.
(Joh. 16:33b)

Die Menschen um uns sind verängstigt und das nächste ist, sie sind zerstreut, weil man Angst vor dem potenziell gefährlichen Anderen (geimpft / ungeimpft/ unbekannter Impfstatus) hat.

Und leider haben wir keine Hirten in Deutschland, die die Trennung überwinden helfen, die die Geängstigten und Zerstreuten trösten und zusammen bringen.

Jesus sagt Seinen Zeitgenossen: Ich bin der gute Hirte, der sein Leben lässt für seine Schafe. In der Welt habt ihr Angst, aber Ich habe die Welt überwunden. Und Er sagt: „denn der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist.“ (Luk. 19:10).

Jesus Christus ist auferstanden und Er lebt. Deshalb kann Er das, was Er sagt, immer noch tun. Das Verlorene suchen, das Verängstigte, das Zerstreute sammeln und die Hoffnungslosen trösten und heilen. Seien wir Sein Mund, Seine Füße und Seine Hände und bringen den Trost, die Ermutigung und Hoffnung zu ihnen, dass sie ihre Angst und ihre Furcht bei ihrem Erlöser Jesus ablegen und aus der Einsamkeit in die Gemeinschaft zurückkommen.



Foto: pixabay.com/de/photos/entspannt-lissabon-aquarium-1143733/

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