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10. Mai
2026
Unbeugsam?! Blog-Post Bild

Unbeugsam?!

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Unser Gott, den wir verehren, kann uns erretten aus dem glühenden Feuerofen. Und wenn er's nicht tut, so sollst du dennoch wissen, dass wir deinen Gott nicht ehren und das goldene Bild nicht anbeten werden. Daniel 3:17+18 Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige: Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan, die niemand zuschließen kann; du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und hast meinen Namen nicht verleugnet. Offenbarung 3:7+8

In der „Welt“ war am 16.4.26 zu lesen
»Gesinnungsprüfung für Hauskäufer? Da offenbart sich das Grundrechte-Problem
Die Bundesregierung will es Kommunen ermöglichen, Immobilienkäufer auf ihre verfassungsmäßige Gesinnung oder kriminelle Absichten hin zu prüfen. So soll das Abrutschen von Stadtteilen verhindert werden. Doch verträgt sich das mit dem Grundrecht auf Meinungsfreiheit?«¹
Mancher von uns denkt, ja das ist doch gut so, wenn er Entwicklungen in manchen Stadtteilen sieht.
Das Problem ist, dieses Gesetz kann sich am Ende gegen jeden wenden, der eine Gesinnung vertritt, die den Behörden nicht gefällt. Und was den Behörden genehm ist oder missfällt, unterliegt keinem festen Wertegerüst mehr, denn diese sind in der Regel weisungsgebunden.
Was dem König Nebukadnezar gefiel, war auch nicht auszumachen. Das stellten die drei jüdischen Männer in Babylon fest, die vor dem König standen und ihm sagten, dass egal was er mit ihnen anstellt, sie ihre Knie nicht vor seinem Standbild, dem goldenen Götzen beugen würden. Unabhängig auch davon, ob sie ihr eigener Gott rettet oder nicht.
Das ist kein Fatalismus, und auch keine Todessehnsucht. Das ist konsequente Gottestreue, die sich vor keiner neuen Lehre, Erkenntnis, Doktrin, beugt, die dem Wort Gottes widerspricht.
Heute bezahlen wir noch nicht mit dem Tod für unsere Überzeugungen. Aber es kostet uns etwas, wie man bei der finnischen Politikerin Päivi Räsänen sehen kann. Sie, wie auch der lutherische Bischof Juhana Pohjola, wurde wegen einer Broschüre aus dem Jahr 2004, welche »praktizierte Homosexualität aus biblischer Sicht als Sünde bezeichnet«², vom oberste finnischen Gerichtshof zu einer Geldstrafe verurteilt.
»Das Gericht begründete dies damit, dass ein Text öffentlich zugänglich gemacht wurde, „der eine Bevölkerungsgruppe schmäht“ und Homosexuelle herabwürdige.«³
Es kam bis zum obersten Gerichtshof, weil die zwei Vorinstanzen sie jeweils frei gesprochen hatten, aber der Staatsanwalt offensichtlich dies nicht akzeptieren konnte, oder durfte.
Das ist in einem EU-Land, kann also überall passieren.
So auch bei uns in Deutschland.
Idea Schweiz schreibt:
»Hamburg: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
Grund ist ein kritisches Video über islamischen Antisemitismus.«⁴
In „Apollo News“ ist zum selben Sachverhalt zu lesen:
»Gegen beide ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft Hamburg wegen des Blasphemie-Paragrafen 166 StGB: Sie sollen mit dem Video den Islam „beschimpft“ haben.«⁵
Mancher von uns denkt da dann vielleicht. "Ja, was müssen die sich auch öffentlich so äußern; sie sind selbst schuld."
Die in der Verfassung noch vorhandenen Grundrechte, der freien Meinungsäußerung der freien Glaubens- und Religionsausübung sollten auch „in unserer Demokratie“ noch lebbar sein.
Irgendwann kann es jemandem einfallen, dass das Bekenntnis zu Jesus und seinem Selbstzeugnis

»Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich«
John 14:6

einen anderen Glauben herabsetzt und deshalb verboten ist.
Werden wir dann sagen: "Ich behalt meinen Glauben für mich und äußere mich nicht mehr öffentlich"?
Oder werden wir wie die Männer, die den Feuerofen vor Augen hatten, sagen:

»Unser Gott, den wir verehren, kann uns erretten aus dem glühenden Feuerofen. Und wenn er's nicht tut, so sollst du dennoch wissen, dass wir deinen Gott nicht ehren und das goldene Bild nicht anbeten werden.
Daniel 3:17+18

 

¹ https://www.welt.de/wirtschaft/plus69dfbe51afb666848c0115d6/gesinnungspruefung-fuer-hauskaeufer-jetzt-offenbart-sich-das-grundrechte-problem.html
² https://www.pro-medienmagazin.de/oberster-gerichtshof-verurteilt-paeivi-raesaenen/
³ Ebd.
⁴ https://apollo-news.net/youtuber-warnen-vor-muslimischem-antisemitismus-gegen-beide-ermittelt-jetzt-die-staatsanwaltschaft-wegen-blasphemie-paragrafen/
⁵ https://apollo-news.net/youtuber-warnen-vor-muslimischem-antisemitismus-gegen-beide-ermittelt-jetzt-die-staatsanwaltschaft-wegen-blasphemie-paragrafen/

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03. Mai
2026
Evidenz basierter Glaube! Blog-Post Bild

Evidenz basierter Glaube!

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Gideon sprach zu dem HERRN: Hab ich Gnade vor dir gefunden, so mach mir doch ein Zeichen, dass du es bist, der mit mir redet. Richter 6,17 Nikodemus sprach zu Jesus: Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. Johannes 3,2

Im alten Testament gibt es eine Geschichte, in der der Prophet Elia seinen Knecht ausschickt, um Ausschau zu halten nach einer Veränderung am Himmel. Ob nach 3 Jahren wolkenlosem Himmel sich vielleicht etwas zeigt. In dieser Zeit des Wartens geht Elia auf die Knie mit dem Rücken zu dem „Wettergeschehen“ das er erwartet. Er betet, dass Gott den verheißenen Regen sendet. Und als der Diener ihm eine kleine Wolke am Himmel berichtet wird, so groß wie eine Hand, da weiß er, dass der Regen kommt. Und er eilt zum König Ahab, um ihm vor dem kommenden Regen zu warnen.
Es gibt von vielen Orten, in der westlichen Welt, Berichte, dass insbesondere Junge Männer, sich dem Glauben zuwenden. Diese schaffen’s allerdings nicht in unsere News. Und selbst für uns Christen sind sie oft wie die kleine Wolke an Elias Himmel.
Und es fällt uns schwer, obwohl wir für Erweckung gebetet haben, wie viele andere Gemeinden auch, zu glauben, dass da wirklich Regen kommt, ein himmlischer Regen.
Aber es scheint so, dass auch in unserem Jahrhundert Menschen zum Glauben an den lebendigen Gott finden, weil dieser Gott sie zieht, weil er an ihren Herzen arbeitet.
Dabei steht der Glaube an Gott zu keiner Zeit im Widerspruch zu Intellekt / Vernunft / Wissenschaft. Er ist, so sagt es Paulus in Römer 1 eine mögliche Auswirkung von Wissenschaft, von Forschung und Beobachtung. Denn dort führt er aus, dass der Mensch eine „natürliche Offenbarung oder Kenntnis“ von Gott haben kann, und zwar in dem Gemachten. Die entscheidende Frage ist nicht: Kann man Gott erkennen oder nicht? Sondern: Was machen wir mit der Erkenntnis?
Geben wir dem Schöpfer die ihm gebührende Ehre und den gebührenden Dank, oder vergöttlichen wir, weil wir den Schöpfer nicht ehren und ihm nicht danken wollen, das Geschaffene und werden zu Materialisten. Die der Materie die Allmacht, die Gott gehört, zuschreiben.
Gideon erhält eine spezielle Gottesoffenbarung und man sollte denken, dass er sich damit zufriedengibt. Aber selbst er will einen evidenzbasierten Glauben haben. Er will von Gott JAHWE ein Zeichen, einen Beweis, dass er es wirklich ist.
Und Gideon ist nicht der Einzige, der so handelt. Abraham will von Gott ein Zeichen, Mose, David, Hiskia, und Gott selbst bietet Ahas ein Zeichen an. Gott ist gewillt uns Zeichen seines Handelns, seiner Identität zu geben. Wenn wir mit ehrlichem Herzen ihn bitten, mit der Bereitschaft, uns von den Zeichen überzeugen zu lassen.
Jesus schollt nicht seine jüdischen Zeitgenossen, dass sie von ihm Zeichen fordern, sondern, dass sie, obwohl schon genügend Zeichen unter ihnen geschehen waren, ihre Herzen ihm gegenüber verhärtet hatten. Deshalb sagt er ihnen, dass ihnen nur ein Zeichen gegeben wird, das Zeichen des Jona. Womit er seinen eigenen Tod und seine Auferstehung ankündigte. Und daran würden sie sich genauso ärgern, würden es leugnen, was sie bis zum heutigen Tag tun.
Wir müssen unseren Verstand nicht an der Garderobe abgeben, wenn wir in die „Kirche gehen“ und glauben wollen.
In Hebr. 11:1 lesen wirklich

»Der Glaube aber ist eine Wirklichkeit dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht.«
Hebr. 11:1

Man könnte es auch anders formulieren:
„Der Glaube ist ein Erwarten mit Gewissheit von schon geschehenen Dingen, eine Überzeugung von dem, was man (noch) nicht sehen kann.“
Die schon geschehenen Dinge sind das stellvertretende Erlösungsopfer für uns und unsere Sünden. Wir erwarten mit Gewissheit, dass das auch für uns gilt, für uns wirksam ist, und sich für uns jetzt und in Ewigkeit auswirkt. Das ist dann der zweite Teil, das „Überzeugt sein“ von dem, was man (noch) nicht sieht, was aber kommen wird, weil der erste Teil eine schon geschehene Wirklichkeit und Substanz hat. Dieses Geschehen ist geschichtlich verankert und wurde zum alltäglichen Referenzpunkt für alle Menschen: Jesu Geburt. Er wurde zu einer unbestreitbaren historischen Realität, zu einer Substanz, einer Grundlage, nämlich der Grundlage unseres Glaubens.
Wenn wir unser Denken für die Wirklichkeit der geistlichen Welt öffnen, dann kann unser Denken auch überzeugt werden. Das Problem des Menschen des 21. Jahrhunderts ist, dass er meint, dass das weder geht noch erlaubt ist, wenn er intellektuell redlich sein will. Das jedoch ist ein Trugschluss. Man kann, wenn man einen Teil der Wirklichkeit ausklammert, niemals der ganzen Wirklichkeit gerecht werden.
Wenn unser Verstand und der Glaube an Gott sich ausschließen würden, warum sollte er uns dann diesen gegeben haben. Wenn Wissenschaft und eine vertrauensvolle Gottes-Beziehung unvereinbar wären, warum hat Gott sie dann im Paradies schon begründet, dadurch dass er ihnen den Auftrag gab die Tiere zu benennen? Um dies tun zu können mussten die Menschen die Tiere untersuchen, sie analysieren und kategorisieren, um sie schließlich benennen zu können!

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26. Apr.
2026
Eine unerhörte Zumutung Blog-Post Bild

Eine unerhörte Zumutung

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend allen Menschen und unterweist uns, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in dieser Welt. Titus 2,11-12

Gottes Gnade ist wahrscheinlich im Mund vieler Menschen so was wie die Liebe Gottes. Es hat was Nettes, Angenehmes.
Aber das verliert es, wenn wir diesen Vers etwas genauer anschauen. Die heilbringende Gnade ist nicht ein Was, sondern ein Wer.
Diese Gnade hat einen Namen. Und es gibt dafür auch nicht viele unterschiedliche Namen, sondern nur einen einzigen.

»Und es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen.«
Apg. 4,12 

In Vers 10 Macht Petrus klar wer dieser Name ist. Jesus der Christus, der Messias, der Retter. Er ist die fleisch- und sichtbar gewordene Gnade Gottes. In ihm wollte Gott jeden Menschen begnadigen, der dieses Geschenk annimmt.
Aber diese Gnade ist nicht folgenlos.
Sie führt uns in einen Erziehungsprozess, in dem wir wie Paulus es sagt: „die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen“ lernen.
In der Regel geht das nicht über Nacht, sondern dauert ein Leben lang an. Aber Veränderung ist möglich und nötig. Denn diese Dinge sind diametral dem Willen Gottes entgegengesetzt. Gottlosigkeit, Rebellion gegen Gott und Gier waren die Triebfedern der ersten Sünde.
Wenn wir also wirklich die Gnade Gottes empfangen haben und begriffen haben, was sie für uns bedeutet, dann werden wir alle Formen von Gottlosigkeit und Gier ablegen.
Wir werden lernen im Vertrauen auf Jesus zu leben, ihn in alle unsere Lebensentscheidungen und Handlungen einzubeziehen und ihm alle unsere Bedürfnisse anzuvertrauen. Wer das tut, wird erleben, dass er einen HERRN und Erlöser hat, der sich besser um ihn kümmert, als er selbst es je könnte.
Der schon genannte Erziehungsprozess ist für viele von uns nicht immer angenehm. Wo bleibt meine freie Entscheidung? Wie kann Gott das von mir verlangen? Ich hab da keinen Bock drauf!
Und ja so können wir denken. Aber er hat uns nicht alleine gelassen. Sein Heiliger Geist ist ein geduldiger aber auch unnachgiebiger Lehrmeister. Denn was sich Gott einmal vorgenommen hat, das führt er auch aus.
Wir können ihm davon laufen, abtauchen, uns sperren oder einfach hängen lassen. Gott hat einen langen Atem, das zeigt er im Alten Testament beim Volk Israel. So schnell gibt er nicht auf.
Und das tut er auch bei mir und bei dir nicht!
Wir sollen „besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben“ lernen.
Was gäben wir darum, wenn heute die Welt von besonnenen, gerechten und gottesfürchtigen Menschen regiert würde, statt von kopflosen Hysterikern, die sich krampfhaft an ihrem Sessel festhalten.
Wie wäre es, wenn die Welt mehr von uns hätte, von uns die gelernt haben und immer noch lernbereit sind „besonnen und gerecht und gottesfürchtig zu leben“.
Was wäre, wenn es mehr Menschen gäbe, die nicht für sich, sondern für Gott, sein Reich, seine Maßstäbe, seine Ordnungen und seine Ziele leben würden?
Menschen, die so gerecht sind, dass sie tatsächlich unparteiisch sind, und nicht auf einem Auge blind, das Gute böse und das Böse gut nennen. Die tatsächlich das, was sie sagen auch meinen, und das, was sie meinen, auch tun?
Was gäben wir darum, wenn wir uns auf ein gegebenes Wort verlassen könnten, wenn man nicht immer damit rechnen müsste, dass man nur betrogen wird.
Wenn uns das beschäftigt und ein Anliegen ist, dann lasst uns dafür beten, an uns selbst arbeiten, und andere für die heilbringende Gnade, die das bewerkstelligen kann, werben und zu ihm, Jesus, der Inkarnation dieser Gnade, einladen.

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19. Apr.
2026
Die Erfüllung Blog-Post Bild

Die Erfüllung

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken. Hesekiel 34,16 Ihr irrtet umher wie Schafe, doch jetzt seid ihr zurückgekehrt zum Hirten, zum Beschützer eurer Seelen. 1.Petrus 2,25

Wenn man diese Verse liest, und den Kontext von Hesekiel 34:16, dann stellt sich für Manchen die Frage: Übertreibt Petrus nicht, wenn er das was in Hesekiel angekündigt ist, als schon erfüllt bzw. sich in Erfüllung befindlich deklariert?

»Denn so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich bin es, und ich will nach meinen Schafen fragen und mich ihrer annehmen. Wie ein Hirte sich seiner Herde annimmt am Tag, da er unter seinen zerstreuten Schafen ist, so werde ich mich meiner Schafe annehmen und werde sie retten aus allen Orten, wohin sie zerstreut worden sind am Tag des Gewölks und des Wolkendunkels. Und ich werde sie herausführen aus den Völkern und sie aus den Ländern sammeln und sie in ihr Land kommen lassen; und ich werde sie weiden auf den Bergen Israels, an den Bachrinnen und an allen Wohnplätzen des Landes.«
Hesekiel 34, 11-13

Und wenn er es als in Erfüllung befindlich deklariert, dann gilt das auch noch heute. Auch heute sind wir alle, die Jesus Christus angenommen haben zum Hirten und Beschützer unserer Seelen zurückgekehrt.
Manche würden da heftig widersprechen. Hesekiel spricht vom Volk Israel, nicht von den Heiden.
Und doch spricht Jesus von sich gleich zweimal als dem „guten Hirten“, dem Hirten der zu seinen Lebzeiten nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt ist (Math. 15:24). Der aber auch Schafe von einem anderen Stall holen muss.

»Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Ich bin der gute Hirte; und ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich lasse mein Leben für die Schafe. Und ich habe andere Schafe, die nicht aus diesem Hof sind; auch diese muss ich bringen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde, ein Hirte sein.«
Joh. 10, 11 + 14-16

Jesus sagt das zu den Juden, nicht zu den Heiden. Er ist der Überzeugung, dass er die Erfüllung aus Hesekiel 34 und 37: 22 und 24 ist.

»Und ich mache sie zu einer Nation im Land, auf den Bergen Israels, und ein einziger König wird für sie alle zum König sein; und sie sollen nicht mehr zu zwei Nationen werden und sollen sich künftig nicht mehr in zwei Königreiche teilen.
24 Und mein Knecht David wird König über sie sein, und sie werden alle einen Hirten haben; und sie werden in meinen Rechtsbestimmungen leben und meine Ordnungen bewahren und sie tun.«
Hesekiel 37, 22 + 24

Wenn Jesus dieser Überzeugung ist, und wir glauben, dass er der Sohn Gottes ist, dann müssen wir annehmen, dass in ihm, in seinem Erden-Handeln und in seiner Beauftragung seiner Jünger, die anderen Schafe (aus den Heiden) zu holen, sich die alttestamentlichen Prophetien erfüllen, so wie Paulus es dann in Epheser 2,14ff schreibt:

»Denn er ist unser Friede. Er hat aus beiden eins gemacht und die Zwischenwand der Umzäunung, die Feindschaft, in seinem Fleisch abgebrochen. 15 Er hat das Gesetz der Gebote in Satzungen beseitigt, um die zwei - Frieden stiftend - in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen 16 und die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz, durch das er die Feindschaft getötet hat.«
Epheser 2, 14-16

Das ist das Heilsgeschehen, von dem Gott im alten Testament spricht. Das mit dem Kommen Jesu in die Welt seinen Anfang genommen und mit seinem stellvertretenden Leiden und Sterben seine Grundlage bekommen hat, und das mit Jesu Wiederkunft, am Ende der Zeit, seine Vollendung findet.
Wenn das kein Grund zur Freude ist, dann gibt es überhaupt keinen Grund.

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12. Apr.
2026
Die neue Existenz Blog-Post Bild

Die neue Existenz

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Jesus kam, obwohl die Türen verschlossen waren, und er trat in ihre Mitte und sprach: Friede sei mit euch! Johannes 20,26

Wer Krimis liebt, der stellt fest, dass hier ein Thema angesprochen wird, das in vielen Krimis schon ein zentraler Punkt war. Der Fall scheint klar. Das Opfer liegt mit der Waffe in der Hand über dem Schreibtisch, die Fenster unversehrt, die Tür von innen verschlossen. Ein Abschiedsbrief liegt auch noch da. Ganz offensichtlich eine Selbsttötung. Denn wie sollte jemand anderes als der Verstorbene als Täter in Frage kommen. Da niemand durch geschlossene Türen gehen kann geschweige denn durch Mauern.
Wir lesen also hier in unserem Vers etwas, was ganz offensichtlich nicht sein kann. Das war auch den Menschen klar, die das erlebten. Und dennoch berichteten sie es. Sie haben es erlebt, nicht nur einmal. Jesus kam und ging wie es ihm beliebte. Tat der das, weil er Gott war?
Die Jünger dachten zunächst sie würden ein Gespenst, einen Geist sehen. Das wäre eine noch denkbare Erklärung. Wenngleich sie wahrscheinlich auch keine Erfahrung mit solchen Phänomenen hatten. Wer von uns hat schon mal einen Geist gesehen?
Aber das ist es, was sie denken. Und damit Jesus ihre Bedenken zerstreuen kann, bittet er sie darum, etwas von ihrem Nachtmahl abzubekommen. Geister / Gespenster essen nichts.
Und der abwesende Jünger Thomas ist von den Berichten genauso wenig überzeugt, wie es die anderen Jünger, falls abwesend, gewesen wären. Thomas ist deshalb nicht weniger gläubig als seine Kollegen, auch wenn ihm das Attribut „der Ungläubige“ angehängt wurde.
Niemand, der es nicht erlebt hat, kann es glauben. Deshalb hat sich Jesus über 500 Menschen gezeigt, damit die schiere Anzahl der Zeugen ausreichen möge an seine Auferstehung zu glauben.
Aber wie wir wissen, finden es die Menschen bis zum heutigen Tag schwer, an die Auferstehung Jesu zu glauben und dass er tatsächlich durch verschlossene Türen gehen konnte.
Aber wie erklären wir es uns, wenn wir davon ausgehen, dass Jesus auferstanden ist und einen Körper hatte, der essen und trinken konnte.
Es geht nur, wenn wir davon ausgehen, dass er schon den Auferstehungskörper bekommen hatte, den auch wir, wenn wir auferstehen, bekommen werden. Dieser Körper ist nicht mehr gebunden an die physikalischen Gesetze dieser vergänglichen Welt.
Wir bekommen also hier eine „Sneak Preview“ auf unsere eigene Zukunft.
Jesu Auferstehung ist die Erste ihrer Art, aber nicht die Letzte. Deshalb spricht von ihm die Bibel auch als dem „Erstgeborenen aus den Toten“. Damit ist nicht nur gesagt, dass er der erste war dem dies passiert ist. Die Bibel macht klar, dass er durch sein sündloses Leben, das er für uns gelebt hat, vom Tod nicht gehalten werden konnte, der Tod keine Macht über ihn hatte. Jesus hatte zu Lebzeiten deutlich gemacht, dass er „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ ist.
Ohne den „Weg Jesus“ gäbe es für uns keinen Weg aus dem Tod!
Aber durch ihn ist auch der Weg für uns offen. Wir gehen durch die Tür Jesus ins ewige Leben, wenn wir an ihn glauben, wenn wir unsere Hoffnung und unser Vertrauen allein und ausschließlich auf Jesus Christus setzen.
Wenn wir das tun, dann werden wir, so sagt es die Schrift, so wie Jesus mit einem Auferstehungskörper ausgestattet werden. Das passiert den im Glauben an Jesus Lebenden und den in diesem Glauben auch Verstorbenen. Alle bekommen diesen Körper, in dem sie die Ewigkeit verbringen werden, wenn Jesus wieder kommt. Einen Körper, der keinen Schmerz, keine Krankheit, keinen Tod mehr sehen wird.
Ostern, das wir gefeiert haben, ist mehr als nur eine vage Hoffnung. Ostern ist der Höhepunkt der Geschichte Gottes mit den Menschen auf dieser Welt. Dieser Höhepunkt wird nur noch übertroffen von Jesu Wiederkunft, dem Endgericht und dem neuen Himmel und der neuen Erde und der ewigen Gemeinschaft mit dem dreieinigen Gott.

Foto von Gamze Şentürk: https://www.pexels.com/de-de/foto/vintage-holztur-mit-bogen-an-einer-strukturierten-wand-36735008/

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