Gott loben?

veröffentlicht in Sonntagsblog

Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. Psalm 103,2

In einer Zeit, in der alles Gefühl ist, in der die Gefühle der Menschen extrem durch Bilder manipuliert und missbraucht werden, ist es Zeit, sich wieder daran zu erinnern: Gefühle sind nicht Fakten. Gefühle verarbeiten Fakten oder das, was wir dafür halten. Es ist auch Zeit sich daran zu erinnern, dass Gott uns einen Verstand gegeben hat, der über den Gefühlen steht, mit dem wir unsere Gefühle lenken können. Deshalb sagt der Psalmist zu seiner Seele: „Lobe den HERRN“. Die Seele wäre wohl nicht auf diese Idee gekommen, wahrscheinlich weil sie keinen Grund dafür empfand, weil sie z.B. niedergeschlagen, frustriert, verängstigt oder entmutigt war.

Preise den HERRN, meine Seele, und all mein Inneres seinen heiligen Namen!
(Ps 103:1)

Dem Vergessen, von dem hier die Rede ist, zu wehren wie das Loben von Jemandem sind gleichermaßen eine Handlung, zu der wir uns entscheiden müssen. Gefühle treffen keine Entscheidungen, aber sie beeinflussen diese. Daher ist es wichtig, dass wir den Gefühlen die Richtung weisen und nicht sie uns. Das weiß jeder länger Verheiratete: Den Partner zu lieben ist immer wieder neu eine Entscheidung.

Ebenso ist jemanden zu loben eine Entscheidung. Umso mehr, wenn es sich um Gott handelt. Denn ER ist für den natürlichen Menschen nicht die erste Adresse, Lob loszuwerden. Man lobt sich gerne selbst, oder die eigene Gruppe, Mannschaft, Partei, Weltanschauung etc.

Gott zu loben widerstrebt dem gefallenen, natürlichen Menschen. Nur der durch Jesus Christus von neuem geborene Mensch kann von sich selbst weg auf Gott schauen, kann Ihm die Ehre geben, kann lobend erkennen, was Gott tut und wie Er es tut.

Unser Psalm listet das Gute auf, das Gott tut: „3 Der da vergibt alle deine Sünde, der da heilt alle deine Krankheiten. 4 Der dein Leben erlöst aus der Grube, der dich krönt mit Gnade und Erbarmen. 5 Der mit Gutem sättigt dein Leben.“

Der materialistische Mensch erwartet im Normalfall viel mehr gegenständliches. Hier ist es mehr als das, es ist das tiefe innere Bedürfnis nach Vergebung, Befreiung, heil werden, das Gott in unserem Leben tun will und auch tut. Es wird gekrönt mit der Perspektive der Ewigkeit: „Deine Jugend erneuert sich wie bei einem Adler.“

Preist den HERRN, alle seine Werke an allen Orten seiner Herrschaft! Preise den HERRN, meine Seele!
(Ps 103:22 )

Bist du wiedergeborener Christ, dann gib dem Lob Gottes freien Lauf! Bist du noch nicht Christ, dann öffne dich für Jesu Vergebung und Erlösung und du wirst befreit von dir selbst und befähigt Gott zu loben und Lobens – und Dankenswertes zu erkennen und Ihm die Ehre zu geben.