Ist sorglos möglich?

veröffentlicht in Sonntagsblog

Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. 1.Petrus 5,7

Manche Sparkassen oder Versicherungen werben mit dem „Rundumsorglos-Paket“ und suggerieren dem Kunden: Bei uns musst du dich um nichts kümmern, wir sorgen für dich.

Braucht man dann die Versicherungen, dann stellt man nur all zu oft fest: Gerade mein Versicherungsfall ist durch die „Rundumsorglos-Police“ leider nicht abgedeckt. P.G kann man dann nur sagen.

Petrus sagt uns im Auftrag Gottes, dass wir alle unsere Sorgen auf Jesus werfen sollen. Wir sollen alle unsere Sorgen, das was uns belastet, was uns ängstigt, bei Jesus abladen, weil er sich darum kümmert.

Die Frage ist nun: welches Bild haben wir von Gott, von Jesus?

Er spricht zu ihnen: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin?
(Math. 16:16)

Die Antwort entscheidet darüber, was unsere Erwartung ist, wie Er sich kümmert.

Jesus kümmert sich so um unsere Ängste und Sorgen, dass die Ursache dafür verschwindet. Er kümmert sich immer grundsätzlich, grundlegend um die Not. Deshalb hat Er nicht nur für unsere Sünden mit Seinem Leben bezahlt. Das hätte unser Problem nicht gelöst. Er musste an die Ursache unserer Sünde gehen, an unsere gefallene Natur. Und die hat Er durch die Auferstehung, dadurch dass Er den Tod bezwang erlöst. Durch Seinen Tod und Seine Auferstehung ist unsere geistliche Neugeburt möglich.

Erwarte also, wenn du deine Sorgen bei Jesus ablädst, nicht eine oberflächliche, kosmetische Lösung. Erwarte, dass Jesus an die Ursachen deiner Probleme gehen will, wenn du Ihn lässt. Erwarte, dass Er dein Leben verändern und erneuern will, weil nichts anderes deine Probleme lösen wird. Deshalb will Er auch alle deine Sorgen, nicht nur einen Teil, weil sie ja miteinander zusammenhängen.

Der Kontext unseres Verses macht aber eines deutlich: Alle seine Sorgen bei Jesus abgeben ist nicht so einfach. Es ist Ausdruck davon, dass du dich unter die Hand Gottes demütigst, dich Ihm auslieferst, wegkommst von der Illusion es selbst schaffen zu können oder der Bürde es selbst schaffen zu müssen, weil irgendjemand das von dir erwartet.

Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur ‹rechten› Zeit,
(Luke 3:6

Sich und anderen, insbesondere Gott, einzugestehen, dass man Hilfe braucht, geht an die Wurzel unserer natürlichen Existenz, die ja selbst sein wollte wie Gott. Ehrlich zu Gott zu kommen und zu sagen „ich brauchen deine Hilfe“ ist nicht mehr und nicht weniger als dass wir unser EGO entthronen, was es aber ohne Kampf nicht zulassen wird. Bist du bereit diesen Kampf zuzulassen?