Die Sonne der Gerechtigkeit

veröffentlicht in Sonntagsblog

Gott spricht: Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln. Maleachi 3,20

Nach der „Sonne der Gerechtigkeit“ ist auch ein Kirchenlied benannt und steht am Anfang dieses Liedes.

Das Lied gibt das Verständnis wieder was unter der „Sonne der Gerechtigkeit“ wahrscheinlich auch in der Bibel verstanden werden kann.

Jesus ist das Licht der Welt, das aufgeht über einem Volk das im Dunkeln ist.

Otto Riethmüller hatte ca. 1930 das Lied aus unterschiedlichen Liedern zusammengestellt und um jeweils die 5 Zeile erweitert. Insgesamt hat es inzwischen 7 Strophen. Hier will ich mal 2 zitieren.

1) Sonne der Gerechtigkeit,
gehe auf zu unsrer Zeit;
brich in deiner Kirche an,
dass die Welt es sehen kann.
Erbarm dich, Herr.

2) Weck die tote Christenheit
aus dem Schlaf der Sicherheit;
mache deinen Ruhm bekannt
überall im ganzen Land.
Erbarm dich, Herr.

Jesus sollte für Reithmüller wieder erstrahlen, sollte in einer Zeit, die immer mehr im Chaos zu versinken drohte, aufstrahlen und die tote Christenheit wieder aufwecken.

Es scheint, als ob dieses Lied wieder neu an Aktualität gewinnt. Die westliche Christenheit, soweit sie in den großen Kirchen sich darstellt, ist dem woken Wahn verfallen und biedert sich dem Zeitgeist an und macht bei allem mit, was dieser vorgibt. Leider macht diese Entwicklung auch vor vielen Freikirchen nicht halt, von denen viele schon lange der liberalen, gottlosen Theologie ihre Türen auftaten und nun eben auch dem Zeitgeist hinterherhecheln.

Es ist finster in unserem Land geworden. Aber wenn es am dunkelsten ist, dann ist das wahre Licht auch wieder sichtbar. Also gibt es Hoffnung für die Gemeinde Jesu, dass sich eben Licht und Finsternis unterscheiden.

Denn wenn gleichgeschlechtliche Ehe, Polygamie, Transsexualität, Abtreibungsbefürwortung, „die Bibel in gerechter Sprache“ in einer Kirche beheimatet sind, dann ist das Licht ausgegangen.

Unser obiger Vers sagt nicht umsonst:

»Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln.«

Es ist das Versprechen Gottes an die Menschen, die ihn und seinen Namen fürchten, dass ihnen die Sonne der Gerechtigkeit aufgeht, dass Jesus erscheint, einzieht und regiert.

Den Namen Gottes, JAHWEH, zu fürchten bedeutet, dass wir uns unter die Tatsache beugen, dass „Gott ist“. JAHWEH ist das zum Namen gewordene „Ich bin, der ich bin“. Ich bin immer, ich bin derselbe, ich ändere mich nicht, ich ändere meine Maßstäbe, meine Meinung, mein Denken, mein Handeln nicht. Ich passe mich nicht dem Zeitgeist an, denn ich bin souverän und ich will, dass ihr auf mein unveränderliches Wort hört.

Wenn wir das tun, dann erscheint die Sonne der Gerechtigkeit in unserem Leben wieder, wieder neu, vielleicht zum ersten Mal.

Dann wird es Licht! Weil sein Licht scheinen und leuchten darf, weil wir ihn suchen und er sich finden lässt.

Ja Gott ist ein gerechter Gott, aber seine Gerechtigkeit ist seine Gerechtigkeit. Sie misst sich an nichts anderem, als an seiner eigenen Vorstellung von Gerechtigkeit. Sie beugt sich nicht den neuesten Trends des politisch-kulturellen Monoblocks der herrschenden Klasse. Und er wird als gerechter Richter alle diejenigen, die meinen, durch eigene religiösen Anstrengungen sich selbst selig sprechen zu können, einen Strich durch die Rechnung machen. Egal wie diese religiösen Anstrengungen aussehen mögen.

Da der Mensch unverbesserlich religiös ist, sind alle seine Lebensäußerungen letztlich religiöser Natur. Das beginnt bei der Natur-Vergötzung und endet bei der Selbst-Vergötzung, die nichts Höheres kennt als das eigene Selbst, den eigenen Erfolg, den eigenen Ruhm, die eigene Ehre, den eigenen Lustgewinn, die eigene vollste Zufriedenheit.

Nur der, der all dem entsagt und das eine Gebot lebt, das Gott uns gegeben hat:

»Und du sollst den HERRN (Jahweh), deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allem Vermögen.«
5.Mo 6:5 

Und dann noch den zweiten Teil dieses, Gebots, den Jesus in Luk. 10:27 aus 3.Mo 19:18 dazu stellt:

 »… Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; denn ich bin der HERR.«
3.Mo 19:18

Nur der wird erleben, dass die Sonne der Gerechtigkeit ihm scheint, ihm gewogen ist. Und wenn er in Demut, wissend, dass keiner vor Gott gerecht sein kann, Gottes Gnadengeschenk der Vergebung und der Gerechtmachung durch Jesus Christus annimmt, dann wird diese Sonne gnädig auf ihn scheinen und ihn mit Heilung seines inneren Menschen, seiner Beziehung zu Gott und seiner Beziehung zu seinen Mitmenschen beschenken.

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