Die Bedeutung von Kultur

veröffentlicht in Sonntagsblog

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. Epheser 2,19

Was es heißt Gäste und Fremdlinge zu sein, das erleben viele Menschen, die in ein anderes Land gehen oder von einem solchen zu uns kommen.

Egal, wie freundlich man aufgenommen wird: es dauert lange, wenn es überhaupt möglich ist, dass man sich nicht mehr als Gast oder Fremdling fühlt.

Man bringt ja schließlich seine Kultur mit sich. Eine Kultur, die viel tiefgreifender wirkt als die meisten sich selbst oder anderen zugestehen.

Diese Kultur hat uns geprägt, unser Denken, Reden, Handeln, Empfinden, Wahrnehmen. Unsere ganze Existenz wird durch den Filter unserer Herkunftskultur geprägt, ob wir das wollen oder nicht.

Daran ändert auch nichts, wenn wir einen „Einbürgerungskurs“ machen und so schnell wie möglich den entsprechenden Pass / Ausweis in die Hand bekommen.

Wir befinden uns heute in einem Kulturkampf, der tiefgreifender und umfassender nicht sein könnte.

Vor einiger Zeit äußerte ein SPD-Politiker sich folgendermaßen: „Wir müssen die Lufthoheit über die Kinderzimmer bekommen“. Das Prägen der Kinder durch den Staat von der Kinderkrippe an war das Ziel, und dies ist auch bald erreicht. Man will sie heute im Sinne der Kultur der neuen Normalität (z.B. Akzeptanz jeglicher extrabiblischer Lebensentwürfe) formen.

Denn unser Bürgerrecht ist in ‹den› Himmeln, von woher wir auch ‹den› Herrn Jesus Christus als Retter erwarten,
(Phil. 3:20)

Als Christen sind wir nicht mehr Bürger dieser Welt, sondern durch Bekehrung und Wiedergeburt Bürger des Himmels, dessen Kultur uns, unser Fühlen, Denken und Handeln prägen soll. Das geschieht durch das Lesen, Meditieren und Umsetzen des Wortes Gottes alleine und in der Gemeinschaft mit anderen Christen in der Gemeinde. Und dadurch sind wir auch in der Lage uns und unsere Kinder in dieser Welt zu prägen.

Er hat uns mitauferweckt und mitsitzen lassen in der Himmelswelt in Christus Jesus,
(Eph 2:6)

Wie viel Wort Gottes nehmen wir auf? Wie viel vermitteln wir unseren Kindern? Wahrscheinlich jeweils viel zu wenig, um ein genügend großes Gegengewicht, gegen das mediale Trommelfeuer, dem wir ausgesetzt sind, entgegenzusetzen. Die Kultur des Himmels war in den ersten Christen gegenwärtig und von den Nichtchristen klar wahrnehmbar. Ihre Aussage über die Christen war: „Schaut euch die an, wie die in Liebe miteinander umgehen.“ Das wurde u.a. dann besonders deutlich, wenn sie in die Arenen gingen, um die Überreste ihrer bestialisch ermordeten Glaubensgenossen zu holen und sie würdevoll zu begraben, unter der Gefahr nun selbst Opfer derselben zu werden. Welche Kultur ist bei uns heutigen Christen zu beobachten?