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24. Apr.
2022
Realität der Wiedergeburt Blog-Post Bild

Realität der Wiedergeburt

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. 1.Petrus 1,3

Wenn man sich z.B. mit christlicher Psychologie etwas befasst, stellt man fest, dass das Thema Wiedergeburt, keine wirkliche Bedeutung hat.

Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem Samen, sondern aus unvergänglichem durch das lebendige und bleibende Wort Gottes.
(1.Petr.1:23)

Sie kommt einfach nicht darin vor. Wenn es nicht nur ein theologischer Begriff, sondern eine geistliche Wirklichkeit ist, die jetzt schon ihre Auswirkungen hat, dann sollte man doch auch in diesen Bereichen davon reden und ausgehen. Die Frage der Wiedergeburt hat auch scheinbar keinen Einfluss auf die Lehre von der biblischen Anthropologie, also der biblischen Lehre vom Menschen. Denn man findet kaum Anhaltspunkte dafür, wenn es zum Beispiel um die Frage des freien oder unfreien Willens geht. Für die einen gibt es kategorisch den freien Willen und für die anderen kategorisch den unfreien.

Es ist doch durchaus denkbar, und sogar sehr wahrscheinlich, dass der Mensch vor dem Sündenfall einen freien Willen hatte, diesen aber im Sündenfall einbüßte, und ihn erst wiedererlangt in der Wiedergeburt. Dann hätte die Wiedergeburt, die durch die Auferstehung Jesu von den Toten erst möglich gemacht wurde, eine jetzt schon erlebbare Auswirkung, besonders auch, wenn wir dann in die Seelsorge hinein gehen.

Jeder, der von Gott stammt, sündigt nicht, sondern wer aus Gott gezeugt ist, hütet sich und der Böse tastet ihn nicht an.
(1.Joh.. 5:18)

Indem Gott uns von neuem zeugt und gebiert, haben wir also hier schon eine neue Lebenswirklichkeit, die uns befähigt Dinge zu tun, die wir vorher nicht konnten. Wir können „nein“ sagen zu Versuchung und Sünde. Wir können das, was unser Körper, unsere irdische Existenz von uns will, beherrschen und auch „nein“ dazu sagen. Denn unser Körper, unser Leib ist noch nicht so erneuert wie unser inwendiger Mensch, der aber auch noch wachsen muss. Der Leib muss noch erlöst werden. Was er will, ist nicht objektiv das Richtige. Paulus beschreibt in Gal. 5:19ff was die Werke, das Verlangen des alten Menschen ist. Aber er sagt auch in den Versen 22+23 was die Auswirkung des neuen Lebens durch den Heiligen Geist sein sollten. Und dann sagt er: V.25 „Wenn wir im Geist leben, lasst uns auch im Geist wandeln!“ Man könnte es auch anders formulieren: Wenn wir tatsächlich von neuem geboren, wiedergeboren sind, dann lasst uns auch in der Realität dieser Tatsache leben.

 

Foto von RAVI RAYMOND von Pexels

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17. Apr.
2022
Schlüsselgewalt über den Tod Blog-Post Bild

Schlüsselgewalt über den Tod

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. Off. 1,18

Dies sagt Jesus in einer Offenbarung dem Jünger Johannes auf der Insel Patmos, auf der Johannes in der Verbannung lebte. Verbannt von einem Regime, das die Christen nicht wollte und das dessen angesehene Führer oft verfolgte, hinrichtete oder verbannte.

Wenn man all das erlebt, dann fragt man sich als Christ vielleicht gelegentlich, wo ist denn nun Gott? Hat Er mich vergessen? Was an all dem, was ich erlebt habe, hat noch Bedeutung, und wie viel davon ist noch real? In eine solche Situation hinein kommt die Erscheinung Jesu, der Johannes versichert. „Ja, Ich war tot! Aber, Ich bin lebendig und Ich habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“ Wer die Schlüssel besitzt, hat den Zugang, verfügt über die Gewalt darüber.

Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,
(Joh. 11:25)

Jesus hat also Macht über den Tod, den leiblichen Tod und eben auch über den ewigen Tod.
Davon spricht Er wenn Er sagt: ... Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das? (Joh. 11:25-26)
Aus diesen Versen folgt, dass es 2 Arten von Tod geben muss. Mit dem Tod ist eben nicht alles aus. Mit dem Tod hört unser Körper auf zu existieren (spätestens, wenn er in alle seine Bestandteile zerlegt ist). Und dennoch werden wir, wenn wir an Jesus glauben, leben und ewig nicht sterben, also den Tod, der wirklich das Ende unserer Existenz markiert, nicht „erleiden“. Etwas Ähnliches sagt Jesus in Joh. 8:51.

Wenn jemand mein Wort bewahren wird, so wird er den Tod nicht sehen in Ewigkeit. ...
(Joh.. 8.51)

Am Ende wird es alleine in Jesu Entscheidungsgewalt liegen, wer den Tod und die Verdammnis sehen, oder wer mit Ihm in alle Ewigkeit zusammen sein wird.
Unsere Haltung und unsere Beziehung zu Jesus werden der entscheidende Faktor sein , wie es sein wird am Ende unseres Lebens, was unsere Aussichten sein werden. Glauben wir an Jesus, an den Auferstandenen, der die Schlüsselgewalt hat? Glauben wir, dass Ihm alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben ist?
Oder ignorieren wir Ihn, auf die Gefahr hin, dass Er uns dann, wenn’s wirklich darauf ankommt, genauso ignoriert und sagt: Ich kenne dich nicht! Ich würde keinem raten dieses Risiko einzugehen. Denn es gibt ein „zu spät“ und die Überraschung Seines Gerichts könnte brutal sein.

 

Foto von Alena Darmel von Pexels

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10. Apr.
2022
Erhöhung Jesu Blog-Post Bild

Erhöhung Jesu

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Der Menschensohn muss erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. Johannes 3,14b.15

Das erste, was bei einem Machtwechsel gestürzt wird, sind die Denkmäler. So war es beim Verschwinden des Ostblocks geschehen und so spielt sich das die ganze Menschheitsgeschichte hindurch ab. Die Entmachteten sollen ihres Andenkens beraubt werden, für das sie so viel getan (und manchmal auch verbrochen) haben.

«Verflucht ist jeder, der am Holz hängt!»
(Gal 3:13b)

Manchmal sind es geistige Denkmäler und manchmal tatsächliche Statuen auf hohen Sockeln.

Jesus spricht davon, dass Er erhöht werden muss, damit alle, die an Ihn glauben, ewiges Leben haben. Kein noch so mächtiger irdischer Herrscher kann das versprechen. Man kann uns versprechen, dass wer ihren Willen tut etwas länger lebt - mehr auch nicht. Was impliziert, dass wir kürzer leben, wenn wir ihnen nicht zu Willen sind.

Jesus macht ein Versprechen, das nur ein Gott halten kann, der über die Mittel verfügt, dieses Versprechen auch einzulösen.

Die Erhöhung Jesu meint aber nicht die auf einen Sockel als Denkmal. Es meint die Erhöhung am Holz, dem schändlichsten aller Tode, dem Ausdruck des Verfluchtseins.

Verflucht sei, wer nicht alle Worte dieses Gesetzes erfüllt, dass er danach tue! ...
(5.Mo 27:26)

Gal 3:13 Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem Er ein Fluch für uns geworden ist - denn es steht geschrieben: «Verflucht ist jeder, der am Holz hängt!»

Warum hat Er den Fluch auf sich genommen?

Weil Er ihn an unserer Stelle auf sich nahm.

5.Mo 27:26 Verflucht sei, wer nicht alle Worte dieses Gesetzes erfüllt, dass er danach tue!

Die Bibel spricht es klar und deutlich aus: Einerseits ist Gottes Gesetz vollkommen und gut. Wer es tut, wird leben. Aber wir können es nicht tun, nicht vollkommen erfüllen, weil schon die Übertretung eines Gebotes des Gesetzes bedeutet, dass man das ganze Gesetz übertreten hat. Deshalb sind wir alle unter dem Fluch des Gesetzes. Und deshalb hat Jesus, der das Gesetz vollkommen gehalten hat, den uns geltenden Fluch getragen und unwirksam gemacht.

Seine Erhöhung war vollkommen anders als die der weltlichen Möchtegerngroß. Deshalb kann und wird Ihm auch niemand diesen Platz streitig machen können.

Er will in deinem Leben den Platz des erhöhten, für dich gestorbenen, auferstandenen und zur Rechten des Vaters sitzenden HERRN einnehmen.

 

Photo: https://www.defense.gov/Multimedia/Photos/igphoto/2001082028/

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03. Apr.
2022
Lösegeld Blog-Post Bild

Lösegeld

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele. Matthäus 20,28

Jesus verwendet hier ein Bild für Sein Handeln, das wert ist etwas genauer betrachtet zu werden.

Wenn es um Lösegeld geht, dann hofft derjenige, der jemanden als Geisel nimmt, dass er einen guten oder sogar einen besseren Deal macht.

Er will etwas haben! Was könnte das in unserem Fall sein?

Jesus, den Sohn Gottes.

Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.“
(Joh. 1:5)

Das Reich der Finsternis hofft, dass es Jesus in seine Gewalt bekommen kann. Das versuchte Satan am Anfang des Auftretens von Jesus schon einmal, mit den drei uns berichteten Versuchungen: der existenziellen Versorgung, der Lust und der Macht. In allen drei Bereichen bekam der Satan eine Abfuhr. Nun sagt Jesus, dass Er sich selbst in die Hand des Feindes begeben würde, um uns aus dessen Hand freizukaufen.

Aus Filmen, die dieses Thema zum Inhalt haben, wissen wir schon, dass jemand, der sich in eine solche Situation begibt einen Plan hat, wie er wieder aus der Gewalt des Geiselnehmers heraus kommt.

Und einen solchen Plan muss auch Jesus gehabt haben.

Aber worin bestand Sein Befreiungsplan für sich selbst?

Er lag in der verblendeten Selbstüberschätzung des Fürsten der Finsternis.

Dieser meinte, dass er Jesus festhalten könne, wenn er Ihn erst einmal in seiner Gewalt habe.

Jesus Christus, der den Tod zunichte gemacht, aber Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht hat ...
(2.Tim.1:10)

Aber Jesus wusste sehr wohl, dass dieser Fall nicht eintreten würde.

Warum?

Weil Jesus ihm keine Handhabe gab. Jesus war Seinem Vater gegenüber unbedingt gehorsam und tat nur, was Dieser von Ihm verlangte. Jede Form von „Eigenwillen“ war Ihm fremd. Jesus war ohne Sünde. Deshalb hatte der Feind keine Handhabe Ihn festzuhalten.

In Johannes 1 lesen wir von Jesus, dem Licht: V.5 „Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.“

Die Finsternis konnte es nicht überwältigen, weder zu Lebzeiten noch im Tod. Jesus hat den Tod überwunden und ihm die Macht genommen. Damit hat das Reich der Finsternis seine ganze Macht eingebüßt. Denn wenn Jesus den Tod überwunden hat, dann haben wir die Hoffnung auf Leben, ewiges Leben, Leben in der Gemeinschaft mit Ihm, egal was hier gerade in diesem Moment passiert.

 

Foto von RODNAE Productions von Pexels

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01. Apr.
2022
"Charisma und Charakter“ Blog-Post Bild

"Charisma und Charakter“

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Man kann kaum eine Zeitung aufschlagen (analog oder digital) in der nicht über irgend einen Skandal berichtet wird. Und oft sind es auch die Kirchen, die für die Schlagzeilen sorgen. Warum ist das so? Warum sind selbst die Gemeinden oder Kirchen, die das Evangelium doch so hoch halten, nicht davor gefeit, in Skandale von Machtmissbrauch und sonstige Arten von Missbrauch verwickelt zu werden?

Was hat das Kreuzes- und Auferstehungsgeschehen denn dann gebracht?

Hat Jesus durch Seinen Tod und Auferstehung wirklich die Realität für Seine Nachfolger verändert?

Können sie ein anderes Leben führen als sie es ohne diesen Jesus würden?

Jesus war das vollkommene Versöhnungsgeschenk und Versöhnungsopfer Gottes. Er war das vollkommene Charisma, die vollkommene Gabe Gottes. Und Er war auch der vollkommene Charakter Gottes. In Seinem Leben fand sich weder ein sündiger Gedanke noch eine sündige Tat noch eine sündige Haltung.

Wir sind noch nicht vollkommen, auch wenn in unserem Leben etwas Neues, ein neuer geistlicher Mensch entstanden ist.

Ja, Jesu Auferstehung hat Leben und Unvergänglichkeit ans Licht gebracht. Und ja, wir können die Kraft Seiner Auferstehung in unserem Leben erleben, wenn wir von neuem geboren sind.

Aber wir sind noch nicht vollkommen erlöst. Wir stecken immer noch in unserem Leib fest, der noch nicht erlöst ist und den zu beherrschen wir nun herausgefordert sind.

Besser ein Langmütiger als ein Held, und besser, wer seinen Geist beherrscht, als wer eine Stadt erobert.
(Spr 16:32)

Dieser Leib ist es, der uns mit seinen Begierden immer wieder zur Sünde hin ziehen will, dem wir aber seinen Willen nicht lassen, sondern ihn für mit Christus gekreuzigt halten sollen.

Das ist Teil der Verleugnung, von der Jesus Seinen Jüngern gegenüber spricht. Es ist die Verleugnung des alten inneren gefallenen Menschen und es ist die Verleugnung des Anspruchs, den unser gefallener, unerlöster Leib anmeldet.

Wir mögen Charisma haben, und oft sind es „charismatische“ Leiter, die wir fallen sehen. Aber haben diese Leiter auch den dazugehörigen Charakter, der dieses Charisma tragen kann?

Und haben wir den Charakter, der unser Charisma oder die Charismata, die Gnadengaben, tragen kann?

Unser Charakter als Christen wird im Wesentlichen durch das Wachstum der Frucht des Geistes bestimmt.

In dem Maße, wie diese Frucht wächst, wird unser Charakter verändert in das Wesen hinein, das Gottes Wohlgefallen erweckt.

Wir werden uns nach Pfingsten mit der unterschiedlichen Frucht des Geistes intensiver befassen.

Hier soll es darum gehen uns bewusst zu machen, dass wir alle im selben Boot sitzen. Jeder Christ ist herausgefordert den Heiligen Geist in sich wirken zu lassen damit Er Seine Frucht in uns hervorbringen kann.

Gal. 5:22 Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, 23 Sanftmut, Enthaltsamkeit. ...

Die meisten kennen diese 2 Verse, irgendwie.

Aber den wenigsten ist bewusst, dass davor die folgenden Verse stehen.

19 Offenbar aber sind die Werke des Fleisches; es sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, 20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Zornausbrüche, Selbstsüchteleien, Zwistigkeiten, Parteiungen, 21 Neidereien, Trinkgelage, Völlereien und dergleichen.

Und wenn wir diese Liste anschauen, dann werden wir feststellen, wie viele dieser Dinge uns aus unserem Leben bekannt vorkommen. Vielleicht sind es nicht Unzucht, Götzendienst, Zauberei mit denen wir zu tun haben. Aber wie ist es mit Unreinheit, Ausschweifung, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Zornausbrüche, Selbstsüchteleien, Zwistigkeiten, Parteiungen, Neidereien, Trinkgelage, Völlereien.

Obwohl darunter Begriffe sind, die nicht mehr modern sind, haben wir in der Regel durchaus eine zutreffende Vorstellung von ihrer Bedeutung.

Wenn diese Vorstellungen bei uns eine Saite zum Klingen bringen, werden wir feststellen: Ich hab da etwas in mir, das da anspringt. Ich stelle fest,

dass ich leicht neidisch werde, dass ich eifersüchtig werde auf das Können anderer oder auf das, was sie haben,

dass ich gerne Leute auf meine Seite ziehen möchte,

dass ich immer recht haben muss,

dass mich manches Verhalten anderer unbeherrscht, ungeduldig und aggressiv werden lässt,

dass ich mich bei manchen Genussmittel nicht im Griff habe,

dass ich mich schnell benachteiligt, übersehen, nicht wahrgenommen fühle,

dass ich immer wieder unsaubere Gedanken habe.

So lasst nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, und leistet seinen Begierden keinen Gehorsam.
(Röm 6:12)

Ich könnte diese Liste beliebig fortsetzen, denn das sind die Dinge, die in unserem Inneren immer wieder auftauchen. Wenn wir sie zulassen, dann lassen wir das Fleisch, unseren Leib über uns herrschen und dann kann die Frucht des Geistes nicht wachsen und unser Charakter bleibt unverändert.

Es kann durchaus sein, dass Gott uns begabt hat und auch möchte, dass wir diese Gaben auch benutzen. Aber wenn wir nicht den Charakter haben, der sie auch tragen kann, dann können sie uns zum Fallstrick werden.

Ich habe mich neulich mit einem alttestamentlichen Propheten befasst, der in diese Kategorie fällt: Bileam war ein Mann, der nicht vom Volk Gottes war, aber doch den Gott Israels kannte und mit Ihm unterwegs war. Er sollte im Auftrag des Moabiterkönigs Balak Israel verfluchen. Und obwohl er wusste, dass das nicht gehen würde, nahm er den Auftrag an. Er sagte Balak, dass er nur tun und sagen könne was Gott ihm erlaubt. Aber offensichtlich war da in ihm etwas, in seinem Charakter, das noch etwas anderes wollte und das wurde ihm zum Verhängnis.

Er weissagte nur das, was Gott ihn sagen ließ, was dann nur Segensaussprüche über Israel waren und die Ankündigung des ewigen Königs.

Aber er muss den Moabitern und Midianitern etwas gesagt haben, was diese umsetzten. Und damit brachten sie Unheil über Israel.

Wenn unser Charakter nicht in das Bild verwandelt wird, das Gott von uns hat, dann können unser Charisma und unsere Charismata uns zu Fall bringen.

Paulus spricht auf seine eigene Weise von dieser Gefahr. Er spricht davon, dass Gott ihm etwas, was ihn quälte, nicht nahm, damit er auf dem Boden blieb, damit er sich nicht auf das etwas einbildete, was Gott ihm an Offenbarung gab.

Wir können Erfolg haben und der Erfolg kann uns stolz machen, und das kann uns unempfänglich für Korrektur, Infragestellung und ehrlich gemeinte Unterstützung machen.

Eine andere Folge kann sein, dass wir uns eine Sonderstellung zugestehen, in der wir uns Dinge erlauben, von denen wir wissen, dass wir sie anderen nicht erlauben würden.

Wir sehen uns als unentbehrlich und wenn man gebraucht wird, dann kann man sich doch das eine oder andere leisten.

Nicht umsonst ermahnt Paulus die Leiter, die er nach Milet gerufen hatte mit folgenden Worten:

Habt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch als Aufseher eingesetzt hat, die Gemeinde Gottes zu hüten, die er sich erworben hat durch das Blut seines eigenen ‹Sohnes›! Apg. 20:28

Dieses „Habt acht“ gilt nicht nur für die Leiter, auch wenn es vor allem ihnen gesagt wurde.

In Spr 4:23 lesen wir: „Mehr als alles, was man bewahrt, behüte dein Herz! Denn in ihm [ist] die Quelle des Lebens.“

Immer wieder lässt mich Jesus mein Herz sehen und was da noch alles drin ist und welche Regungen da möglich sind.

Und ich bin froh über Seinen Weg mit mir. Ich bin dankbar, dass Er mir erlaubt in Seiner Gemeinde zu dienen und mir auch gleichzeitig zeigt, wo das Begehren meines Fleisches mich hinziehen kann.

Und dann bin ich dankbar für den Platz, den Er mir angewiesen hat, auch wenn mein Fleisch nach mehr schreit.

Ich möchte uns alle einladen die Frucht des Geistes in uns wachsen zu lassen und den Werken des Fleisches unseren Kampf anzusagen.

Wir haben uns lange genug, insbesondere in dieser Coronazeit, berauben lassen, haben es erlaubt, dass der Feind uns gegeneinander aufstachelt. Geben wir ihm nicht weiter die Chance uns zu berauben, uns gegeneinander aufzustacheln. Erlauben wir ihm nicht mehr Werke des Fleisches unter uns entstehen zu lassen.

Strecken wir uns aus nach einem veränderten Charakter durch wachsende Frucht des Geistes.

Und dann wird auch sichtbar, dass Karfreitag und Ostern nicht umsonst waren, dass sie tatsächlich in der Person Jesu diese transformative Kraft haben, von der Gottes Wort redet.

 

Foto von Rachel Claire von Pexels

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