Was kann es Besseres geben?
veröffentlicht in Sonntagsblog
So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. Epheser 2,19
In der letzten Kolumne haben wir gesehen, dass wir als an Jesus, den Messias Gottes, den Sohn Gottes Gläubige zum „Israel Gottes“ gehören.
Paulus definiert unseren Status als solche Angehörige des „Israel Gottes“ im Epheserbrief noch weiter. Die ersten zwei Kapitel des Epheserbriefes allein sind dem gewidmet aufzuzeigen, was wir alles in Jesus sind und haben. Hier in unserem Vers wird deutlich, dass Christen sich nicht als „second class“ Gotteskinder sehen müssen, die nur deshalb dabei sind, weil halt ein Teil der Juden Jesus nicht als Messias haben wollten. Wir sind nicht die „Ersatzmannschaft“ die nur deshalb zum Zug kommt, weil die „erste Mannschaft nicht konnte oder nicht wollte“.
Wir sind nicht Gäste, die halt wieder verschwinden müssen, wenn es zum Eigentlichen geht. Nein wir sind Mitbürger mit den schon gelebt habenden Heiligen und Hausgenossen Gottes. Wir gehören zu seinem Haushalt, wo es keinen Unterschied gibt.
Deshalb macht Paulus auch deutlich, dass wir deshalb auch Miterben sind. Wir sind „zu allen Teilen gleichberechtigte Erben dessen, was Gott seinem Volk verheißen hat.
Er hat seinem Volk eine Zukunft verheißen, die dem ursprünglichen Paradies in nichts nachstehen wird. Ja in der Offenbarung verheißt er einen Ort, an dem er mit seinem Israel, seiner Braut, seiner Gemeinde zusammen sein wird für alle Ewigkeit und dass es in seiner Gegenwart kein Leid, kein Geschrei, keinen Schmerz und keinen Tod mehr geben wird, wie wir dies auf dieser Erde, in dieser von ihm geschaffenen, aber auch von ihm abgefallenen Welt kennen.
Es wird keine Lüge, kein Betrug, keine Hinterhältigkeit, keine Unterdrückung, keine Unfreiheit, keine zum höchsten Gut erhobene Unmoral, keinen Neid und keine Selbstsucht, keinen Dünkel und keinen Minderwert geben und was uns sonst noch bedrückendes und schmerzliches einfallen mag.
Wenn man die Welt sieht, wie sie ist, und nicht wie man sie gerne haben möchte, dann stellt man fest: Es gibt eigentlich keinen Grund nicht in dieser gerade beschriebenen Welt Gottes sein zu wollen. Allein der satanische Hass auf Gott und seine für uns vorgesehene Zukunft kann uns abhalten in diese Welt kommen zu wollen. Aber manchmal ist uns nicht bewusst, wie sehr wir, ohne es zu wissen, von diesem Hass auf alles was den wahren, lebendigen Gott betrifft, geimpft und von ihm beherrscht sind. Erst wenn Jesus unser Herr und Erlöser wird, begreifen wir, wie sehr wir auf dem Holzweg waren, und doch nicht den Weg des Holzes, des Kreuzes erkannt haben.
Die heutige Generation und Gesellschaft meint, es sei töricht an Gott zu glauben. Aber schon vor 3000 Jahren erkannten die Menschen, die nicht weniger gebildet und intelligent waren als unsere sich völlig selbst überschätzenden Zeitgenossen:
»Der Tor spricht in seinem Herzen: «Es ist kein Gott!» Sie haben Verderben angerichtet, sie tun abscheuliche Taten; da ist keiner, der Gutes tut.«
Psalm 14:1
Dieselbe Aussage findet sich in Psalm 53
»2 Der Tor spricht in seinem Herzen: «Es ist kein Gott!» Sie haben Verderben angerichtet und abscheuliches Unrecht geübt; da ist keiner, der Gutes tut.«
Psalmen 53:2
So lange alles Gut geht scheinen sie recht zu haben. Da scheint kein Gott zu sein, den es kümmern könnte. Aber ...
»… 3 Gott hat vom Himmel herabgeschaut auf die Menschenkinder, um zu sehen, ob ein Verständiger da ist, einer, der Gott sucht.«
Gott ist es nicht egal, wie wir leben, was wir tun. Sein Urteil ist, über alle Generationen hinweg, das gleiche:
»4 Alle sind abgewichen, sie sind alle verdorben; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.«
Und dann taucht tatsächlich die Frage auf:
»5 Haben denn keine Erkenntnis, die Böses tun, die mein Volk fressen, als äßen sie Brot?«
Gott rufen sie nicht an.
Gottlosigkeit, wie wir sie heute Tag-täglich ihre Wirksamkeit entwickeln sehen, hat immer Konsequenzen. Öffentlicher Lug und Betrug, von Führern und Leitern des Staates kann nicht ohne Folgen bleiben. Deshalb lesen wir dann auch:
»6 Da überfiel sie Schrecken, ohne daß ein Schrecken da war; denn Gott hat zerstreut die Gebeine dessen, der dich bedrängt. Du hast sie zuschanden werden lassen, denn Gott hat sie verworfen.«
Der Schrecken ist auf den Verantwortlichen und noch viel mehr ihre mit Händen zu greifende Orientierungslosigkeit. Dementsprechend ist ihr Handeln ohne jede Sinnhaftigkeit und Logik. So kann eigentlich nur ein völlig Verblendeter und Irregeleiteter handeln. Aber sie sehen es nicht oder wollen es nicht sehen.
Lassen wir uns also von diesen blinden Blindenleitern nicht verführen und davon abhalten, auf die Hoffnung des ewigen Lebens mit Zuversicht zuzugehen, da wir die Gewissheit, Gottes Kinder zu sein, schon durch den Heiligen Geist in uns bezeugt haben.
Foto von AS Photography: https://www.pexels.com/de-de/foto/schwarzer-schlussel-am-schlusselloch-101808/