Ein zuverlässiger Schutz!

veröffentlicht in Sonntagsblog

Gott ist uns Zuflucht und Stärke, als Beistand in Nöten reichlich gefunden. Psalm 46:2

Wenn man die Nachrichten etwas verfolgt, dann kann es einem ganz anders werden. Vor kurzem wurde das Grundgesetz geändert um mehr Schulden aufnehmen und damit die anstehenden Probleme bewältigen zu können. Nun hören wir von den einen, dass die Steuern erhöht werden sollen, von den anderen ,dass das überhaupt kein Thema ist. Aber gleichzeitig wird uns gesagt, dass der Sozialstaat nicht mehr zu finanzieren ist und die Rentner zu viel bekommen, länger arbeiten sollen und sowieso noch ein Dienstjahr (Sozial oder Bundeswehr) an ihre Berufstätigkeit anhängen sollen. Putin plane bis an die Donau vorzudringen, weshalb wir uns bis an die Zähne bewaffnen sollen, was gar nicht geht, weil wir eh alle Waffenvorräte Richtung Ukraine geleert haben.
Es ist erstaunlich, wie sehr sich die Situation in unserem Land geändert hat. Den einen oder anderen der schon etwas länger hier Lebenden bringt das zum Nachdenken, Zweifeln und manchen auch zum Fürchten.
Aber Furcht und Angst ist das Machtinstrument der Mächtigen schlechthin.
Ich kann mich noch an die Warnungen vor der kommenden neuen Eiszeit erinnern, als ich Jugendlicher war.
Das Ende der Erdölära wurde uns damals schon als Horror angekündigt.
Dann sahen wir die Schreckensbilder der sterbenden Wälder wegen des sauren Regens.
Begleitend gab es die Angst vor dem umkippen des kalten Krieges in einen heißen Krieg.
Der Zusammenbruch des Ostblockes und das Ende der Bedrohungslage schien eine Ära des himmlischen Friedens zu bringen und gewährte eine kurze Atempause.
Aber das digitale Zeitalter bescherte uns die Angst vor dem Jahrtausendbugg.
Und dann ging es nach 9/11 bald darum die Demokratie am Hindukusch zu verteidigen,
Die Immobilienkrise, die darauffolgende Bankenkrise und die Eurokrise trieben wieder eine Welle der Angst vor sich her.
Der islamische Frühling und die darauf folgenden dunklen Wolken des alles bedrohenden „IS“ schufen eine neue Weltlage.
Die Grenzöffnungen und das dabei mantrahaft wiederholte Glaubensbekenntnis der damaligen Kanzlerin „Wir schaffen das“ begleitete uns durch alle Meldungen von überfüllten Aufnahmezentren, randalierenden Aufgenommenen und den dies alles begleitenden Gewaltdelikten in der Öffentlichkeit.
Aber all das wurde durch die Angst vor dem Weltuntergang, den Schreckensbildern von durch die Hitze explodierenden Gehirnen, auf dem Asphalt festklebenden Fußgängern und sich selbst entzündenden Wäldern übertroffen.
Bis dass dann eine noch schlimmere Angst kam. Wir könnten alle an einem Virus sterben, dieses Virus asymptomatisch weiter geben und damit selbst, wenn wir uns nicht impfen lassen, ohne es zu wissen, zu Massenmördern zu werden.
Als das bewältigt war, entspann sich der Ukraine Krieg, der nun alle Ressourcen zu verschlingen scheint und zu einem gesamteuropäischen Krieg ausarten kann.
Das ist nur eine kurze Chronologie der Angst.
Und nun, was können wir da tun?
In dieser Situation gibt es für einen Christen nur eine Lösung Gott.

»Gott ist uns Zuflucht und Stärke, [als / ein] Beistand in Nöten, reichlich gefunden.«

Gott ist immer Zuflucht, Stärke, Beistand. Und besonders will er es sein in den Nöten, in den Situationen, in denen wir nicht mehr weiter wissen, in denen wir von Angst, Sorgen, Furcht, Panik, Horror, überwältigt zu werden drohen.
Er will es zu allen Zeiten sein. Er will nicht nur der Gott der Lücken sein, der Lückenbüßer. Nein, er will es sein, wenn es uns gut geht, wenn wir sorglos sind, wenn wir keinen Grund haben uns zu ängstigen, dann will er unser Gott sein, zu dem wir kommen, nicht um ihn um Hilfe und Beistand anzuflehen, sondern, um ihm zu danken, ihn zu loben, für das Gute das wir erfahren haben.
Aber wenn wir das versäumt haben, vergessen haben, für unnötig hielten, dann kann es sein, dass wir zu ihm kommen, wenn wir nicht mehr weiter wissen, wenn wir nur noch ihn haben, weil alle anderen Hilfen, Beistände, Quellen der Sicherheit, versagt haben.
Und wenn man den Vers gründlich anschaut, dann fällt auf, dass er aussagt dass Gott reichlich gefunden wird. Gott ist nicht knauserig und lässt uns am ausgestreckten Arm hängen. Wenn wir mit Aufrichtigkeit zu ihm kommen, dann wird er sich bitten lassen, uns unsere Angst zu nehmen, uns zu schützen, uns Ruhe in unsere Gedanken und unser Herz geben, wenn alles um uns drunter und drüber geht.
Das Wort Zuflucht hat den Aspekt des Schutzes bei Regen. Gott ist unser Unterstand, er hält seine Hand über uns. Der Regen fällt trotzdem, aber er hält ihn für uns ab.
Am deutlichsten wird dies durch seinen Sohn. Jesus ist unser Schutz, denn er hat sich zwischen das unvermeidlich notwendig kommende Gericht über alle Ungerechtigkeit und uns gestellt. Er hat seine Arme am Kreuz ausgebreitet wie einen Schutzschirm und uns mit seinem Blut bedeckt.
Und dieser Schutz durch Jesus Christus kann viel unbegrenzt gefunden werden, von allen die diesen Schutz suchen. Denn jeder Mensch braucht ihn, aber nur wenige wissen, wie dringend sie ihn brauchen.

Foto von Liam Ortiz: https://www.pexels.com/de-de/foto/person-mit-regenschirm-auf-einem-felsigen-fussweg-am-meer-1921546/