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26. Okt.
2015
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Das Böse mit Gutem überwinden

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. Römer 12,21

In den vergangenen Wochen gibt es kein Thema, das uns so sehr beschäftigt wie das Thema Flüchtlinge.

Die Demos für und wider sind ein Ausdruck dessen, dass dieses Thema die Gesellschaft spaltet, wie lange kein Thema.

Und es fallen Äußerungen und werden Plakate in der Öffentlichkeit gezeigt, die uns alle sehr zum Nachdenken anregen.

Hass hat noch nie etwas Gutes hervorgebracht
Natürlich kann man über die Politik geteilter Meinung sein. Aber was sich da teilweise manifestiert, ist durch nichts zu rechtfertigen, auch nicht durch die Angst vor Identitätsverlust dieses Landes. Wir Christen tun gut daran, hier sehr genau hinzuschauen. Hass, gleich aus welcher Ecke, hat noch nie etwas Gutes hervorgebracht.

Wir sind als Christen aufgefordert, das Böse zu erkennen und uns davor zu hüten. Wir sollen uns nicht vom Bösen überwinden lassen, auch wenn es scheinbar die extreme Ausformung unserer Befürchtungen artikuliert. Fremdenhass ist unbiblisch, wie jede Form von Hass.

Wir sollen das Böse mit Gutem überwinden.

Gut ist all das, was die Bibel gut nennt!
Gut ist nicht alles, was der Mainstream gut nennt. Gut ist das, was die Bibel gut nennt. Gut ist es den Fremdling in unserer Mitte nicht zu bedrücken. Gut ist, ihm, wenn er Schutz braucht, auch Schutz zu gewähren. Die, die sich gegen die Fremden wenden, können sich auch schnell gegen uns Christen wenden.
Gut ist, den Menschen, die hier her kommen, zu zeigen, was christliche Nächstenliebe ist und was auch dazu gehört:. Den Menschen von der erlösenden Kraft des Evangeliums zu erzählen.

Sicherlich kommen auch Menschen zu uns, deren Leben nicht unmittelbar bedroht ist. Aber wie viele Menschen sind im 18. und 19. Jahrhundert aus Europa nach Amerika ausgewandert, als hier Kriege und Hungersnöte wüteten. Wenn die Menschen zu uns kommen, sollten sie das Evangelium gehört haben, bevor sie wieder in ihre Ursprungsländer abgeschoben werden. Daran lasst uns denken, einander in unseren Gesprächen erinnern und dafür arbeiten.                         

Euer Eugen                          

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06. Sept.
2015
Kennst du deine Seele? Blog-Post Bild

Kennst du deine Seele?

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. Ps. 103,2

Unsere Seele ist ein eigenartiges Ding. Wir sind eine Seele und doch sind wir mehr. Wir sind Geist, wir sind durch die Wiedergeburt ein Geistwesen mit einem Körper. Und manchmal ist unsere Seele woanders als unser Geist. Unsere Seele ist betrübt, niedergeschlagen und deprimiert. Sie ist undankbar und gereizt. Und all das obwohl es keinen objektiven Grund dazu gibt.

Unsere Seele vergisst leichter das Gute als das Schlechte!

Deshalb finden wir in der Bibel oft die Aufforderung an die Seele etwas zu tun. Hier ist es die Aufforderung, Gott, den HERRN, zu loben. Unsere Seele tut das nicht automatisch, sie braucht immer wieder diese Aufforderung. Warum? Weil sie vergesslich ist. Deshalb sagt der Psalmist zu seiner Seele: Vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.

Es ist eine gute und eine schlechte Fähigkeit, die Fähigkeit zu vergessen. Was wäre das Leben, wenn wir uns an all das erinnern, was wir gesehen und erlebt haben? Nicht auszudenken ist die Last, die wir mit uns herumschleppen müssten. Aber leider vergisst unsere Seele das Gute schneller als das Schlechte. Unsere Seele besitzt deshalb eine besonders schlechte Angewohnheit. Sie ist nachtragend. Und sie kann nicht loslassen. Deshalb spricht der Psalm davon, dass wir auf das schauen sollen, was der Herr Gutes getan hat. Was wir Gutes erlebt, gesehen, gehört und genossen haben.

Wenn unsere Seele sich des Guten erinnert hat sie auch Grund zu loben!

Wenn wir uns das merken, um uns immer wieder daran zu erinnern, dann kann unsere Seele tatsächlich auch in einer Zeit, wo es objektiv nichts zu loben und zu danken gibt, aus den Erinnerungen heraus handeln. Und sie wird auch in der Gegenwart dann Grund haben, Gott zu loben für all das, was er tut bzw. noch tun wird, dass er es gut mit uns meint und uns Gutes zugedacht hat.

Dies mag anstrengender sein als dem Negativen nachzuhängen. Aber es lohnt sich. Unser Leben wird vom Licht der Gegenwart Gottes erfüllt und wir entdecken immer wieder, dass es immer noch lebenswert ist.

Euer Eugen

 

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01. Sept.
2015
Angekommen aber noch nicht am Ziel Blog-Post Bild

Angekommen aber noch nicht am Ziel

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Der September wird ganz im Zeichen der Eröffnungsfeier stehen. Alle sind schon fest am Planen und Vorbereiten. Aber worum geht es, wenn wir dieses Fest feiern?

Es ist ein Fest für Gott!

Es ist ein Fest zur Ehre Gottes der uns so weit gebracht hat. Ein Fest an dem wir feiern, dass wir unser Gelände und Gebäude der Öffentlichkeit vorstellen können. Und das ist ein Wunder. Denn niemand von uns hätte sich so etwas vor 5 Jahren träumen lassen. Dass wir ein Gebäude wie das das wir jetzt haben jemals haben würden. Mancher hatte seine Zweifel und jetzt stehen wir an dem Punkt dass wir unser Land eingenommen haben. Dafür ge-bührt unserem Gott alle Ehre, denn nur seine Kraft und seine Führung haben das alles möglich gemacht.

Es ist aber auch ein Fest für die Gemeinde!

Denn mit viel Entbehrung und Opfer ist der Weg bis hierhin geschmückt gewesen. Die lange Entbehrung eigener Räume, die Entbehrung von Freizeit und auch das Opfer von Arbeitskraft, von Zeit, auch von Familienzeit und von Geld haben es möglich gemacht, dass eine kleine Gemeinde, wie wir es sind, dies ermöglichen konnte.

Wir haben Grund zur Freude, überschwänglicher Freude. Und wir dürfen diese Freude zeigen. Und diese Freude soll auch eine Entschädigung sein, dafür dass der Weg bis hier hin nicht einfach war.

Mancher hat tatsächlich mit Tränen und Sorgen gesät, mancher sogar auch mit stillen Zweifeln. Aber wir sind schlussendlich angekommen. Wir sind aus der Unsichtbarkeit einer Gemeinde auf Wanderschaft in die Sichtbarkeit einer sesshaften Gemeinde getreten. Und das Licht kann nun umso heller leuchten.

Wir sind angekommen, aber noch nicht am Ziel.

Denn das Gebäude, das Gelände ist nicht das Ziel. Das Ziel sind die Menschen die wir mit dem Evangelium erreichen wollen. Menschen die nach Hoffnung, nach Zuversicht, nach Heimat, nach Zugehö-rigkeit, nach Familie suchen, oft ohne es zu wissen. Für sie ist dieses Fest ebenso. Sie sollen am Tag der offenen Tür sehen, dass diese Tür immer offen für sie sein wird. Sie sollen erleben, dass wir ihnen die Hand reichen, ihnen unser Ohr und unser Herz öffnen.

Deshalb freuen wir uns für diese Menschen im November ProChrist zu veranstalten. Wir laden zu diesen Abenden ein, weil wir davon überzeugt sind, dass die Botschaft von Jesus Christus das Beste ist, was ihnen begegnen kann.Wir haben uns ja in der ersten Hälfte des Jahres mit dem Thema Evangelisation intensiv beschäftigt und sind motiviert und zugerüstet worden.  

Unser Fest am 19. September gibt uns sicherlich viele Gelegenheiten mit Menschen über Jesus zu reden, ohne sie zu überfallen. Denn es ist ja ein Fest für Gott und zu seiner Ehre. Bei dieser Gelegenheit können wir sie auch auf unsere weiteren Veranstaltungen hinweisen ohne aufdringlich zu sein, denn dafür haben wir ja gebaut.

Wir sind nicht so schnell am Ziel

Wir sind noch nicht am Ziel, werden es wahrscheinlich auch nicht so schnell sein. Denn es wartet noch so viel auf uns. Die Gemeinde soll zu einer Größe wachsen, die es uns ermöglicht weitere Gemeinden zu gründen. Sie soll ein Ort sein an dem Menschen zugerüstet werden diese Welt zu prägen in guter Hinsicht.

Auch in Zukunft eine bauende Gemeinde

Das bedeutet, dass wir auch in Zukunft eine bauende Gemeinde sein werden. Wir bauen die Gemeinde selbst und wir bauen auch Gebäude. Uns wird der Platz irgendwann nicht mehr reichen, den wir jetzt geschaffen haben. Und dann heißt es wieder: „Ja jetzt wird in die Hände gespuckt....“

Wir sind erst am Ziel, wenn Jesus wieder kommt und unsere Arbeit hier auf dieser Welt erledigt ist. Erschreckt das manchen? Kann sein! Aber das ist die Realität. Unser Hiersein hat seine Berechtigung dadurch, dass wir für Jesus so viel arbeiten, wie wir können, sei dies in unseren Familien, in unserer Verwandtschaft, am Arbeitsplatz oder in unserer Nachbarschaft.

Aber was ist mit Ausruhen? Ruhen werden wir, wenn wir sterben. Dann ruhen wir von unseren Werken. Bis dahin werden wir auf die eine oder andere Weise für Jesus tätig sein und hoffentlich viel Freude daran haben, manches Fest feiern, und bei manchen Zielen ankommen ohne das letzte Ziel schon erreicht zu haben.

Als Älteste wollen wir euch so gut es geht darin voran gehen und freuen uns darauf, mit euch auch weiterhin unterwegs zu sein aufs Ziel hin! Je mehr wir dabei zusammenarbeiten, um so leichter wird es für uns alle sein. Denn Jesus sagt: „Nehmt auf euch und lernt von mir, denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“ (Math. 11,29+30)

Wir können unser Joch und unsere Last leicht machen indem wir uns miteinander verbünden und gemeinsam das vor uns liegende angehen.Und wie unsere jüngere Vergangenheit mit dem Bau gezeigt hat, hat das richtig gut geklappt. Deshalb wollen wir auch weiterhin mit-einander vorwärts gehen auf unser ge-meinsames Ziel hin.

 

Euer  Eugen, Jürgen, Roger

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30. Aug.
2015
Bist du bereit? Blog-Post Bild

Bist du bereit?

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. Matthäus 25,40

Dieser Vers wird sicherlich sehr oft zitiert wenn es darum geht, dass man den Armen und entrechteten helfen soll. So sehr das Anliegen richtig ist, sich um die Bedürftigen zu kümmern, ist der obige Vers doch recht spezifisch in eine Situation gesprochen die nicht allgemeinen Charakter hat. Jesus definiert sehr klar wer seine Brüder (und Schwestern) sind. Es sind nicht per se die Entrechteten. Es sind die, die den Willen seines himmlischen Vaters tun. Seine Brüder sind auch unsere Brüder, egal woher sie kommen und welchen gesellschaftlichen Status sie haben.

Als regiogemeinde wollen wir offen sein für alle Menschen, insbesondere die, welche unseren Glauben teilen. Die Flüchtlingswelle, die sich über Europa ergießt, bringt eben auch Menschen zu uns, die unsere Glaubensgeschwister sind – auch wenn sie einem anderen Kulturkreis angehören.

Obwohl wir im Moment noch mit den laufenden Aufgaben und Events dieses Jahres beschäftigt sind, ist es wichtig, dass wir uns der Aufgaben, die sich aus dieser Flüchtlingsnot ergeben, bewusst werden. Unsere Aufgabe ist es, auch ihnen zu helfen hier eine neue Heimat zu finden. Das bedeutet, dass wir uns darauf einrichten sie willkommen zu heißen und unsere Herzen und Türen zu öffnen. Denn wenn wir das tun dann tun wir es Jesus. Wir öffnen für Jesus unsere Herzen und Türen. Wir heißen ihn willkommen.

Lasst uns deshalb darum beten, dass wir Mittel und Wege finden für die zu uns kommenden Menschen eine Heimat zu werden, in der sie sich aufgenommen und angenommen wissen. Lasst uns darum beten, dass Jesus uns hilft die Herausforderungen der Sprachbarriere, der kulturellen  und ethnischen Barriere zu überwinden.

Wir sind das wahrscheinlich noch nicht so gewohnt, aber wir wollen es lernen. Paulus schreibt den Ephe-sern: „Und er kam und hat Frieden verkündigt euch, den Fernen, und Frieden den Nahen.“ Eph 2:17

Euer Eugen

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23. Aug.
2015
KOMMENTAR 23.08.2015 Blog-Post Bild

KOMMENTAR 23.08.2015

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

"Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen." Jesaja 42,3

Welches Bild von Gott wir uns auch immer von Gott machen. Es ist oft weit davon entfernt ihm gerecht zu werden. Sein Herz schlägt für die Schwachen und die niedergebeugten Menschen. Er hält nichts vom „survival of the fittest“. Das ist nicht sein Konzept. Er kennt uns Menschen besser als wir uns selbst und weiß, dass wir selten in der Lage sind uns selbst zu helfen. 

Auch wenn sich viele als „Selfmade Man / Woman“ bezeichnen, die alles aus eigener Kraft geschafft haben. Sie werden, wie alle anderen, an einen Punkt kommen, an dem sie sich nicht mehr selbst helfen können, weder durch Geld, noch Macht, noch eigenes Können. Spätestens wenn der Tod sie ereilt, wie jeden anderen und sie vor ihrem „Maker“ stehen, nützt ihnen ihr „self“ nichts mehr.

Als Christen wissen wir, dass Gott sich der Schwachen und der Unfähigen annimmt, die bereit sind sich das einzugestehen. Er nimmt sich uns in Sünde gefallenen und gefangenen Menschen an und erlöst uns durch seinen Sohn Jesus Christus. Er tritt uns nicht noch mehr in den Dreck. Nein er holt uns raus und erhebt uns zu der Würde mit der er uns geschaffen hatte.

Das ist ein hinreichender Grund sein Leben ihm anzuvertrauen! Zu vertrauen, dass er es gut mit uns meint und dass er uns, egal wie schwach wir sind oder uns so fühlen, auf unserer Seite sein wird.

Wir mögen durch Zeiten gehen, wo wir kaum noch glauben können, kaum noch ihm vertrauen können. Er wird uns nicht verlassen. Er wird uns, wenn wir in dieser Schwachheit zu ihm kommen, tragen und wieder aufbauen. Denn er freut sich, uns zu zeigen, wie gerne er hilft, wenn wir ihn darum bitten. Einzig unser Stolz könnte uns im Wege stehen. Wenn wir lernen diesen abzulegen, dann wird er uns all seine Gnade schenken. 

 

Dein Eugen

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