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19. Mrz.
2017
Zurückblicken Blog-Post Bild

Zurückblicken

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. Lukas 9,62

 

In diesem Jahr wird im Rahmen des Lutherjahres vieles gesagt werden, was darauf hinaus läuft: „Würde Luther heute leben, würde er vieles reformieren, wäre er mit dabei, alte Zöpfe abzuschneiden.“ Und man würde vielleicht sogar auf den obigen Vers verweisen. Wir sollen ja nicht zurück blicken!

 

Wenn wir zurückblicken, ist die Frage worauf?

 

Aber wer so mit einem Bibeltext umgeht, sollte lieber gar nicht damit umgehen und ihn schon gar nicht für seine eigenen Vorstellungen missbrauchen. Gerade im alten Testament wird deutlich, dass Gott Seinem Volk vieles in den Alltag hinein verordnet hatte, was sie an ihre Geschichte, an die Geschichte ihrer Befreiung aus Ägypten, aus Knechtschaft und Sklaverei erinnern sollte.

 

Zurückblicken im richtigen Sinne ist wichtig! Das war es auch für die Menschen zur Zeit von Erasmus von Rotterdam, durch den die Redewendung „ad fontes“, „zurück zu den Quellen“ geprägt wurde.

 

Unsere Quelle ist die Bibel, die heilige Schrift. Ihr können wir nicht den Rücken kehren und all dem, was sie uns sagt. Sie ist alleinige für uns verfügbare autorisierte Quelle der göttlichen Offenbarung. Und sie will ernst genommen werden und nicht als Zitatesammlung missbraucht werden.

 

Jesus, der HERR, will Herr unserer Geschichte werden.

 

Deshalb bedeutet unser obiger Vers keinesfalls, uns von unserer Geschichte abzuwenden, sondern uns als Individuen von unserer persönlichen Geschichte zu trennen, um Jesus in Seine Geschichte hinein nachzufolgen.

 

Egal was wir mitbringen, ob Gutes oder Schlechtes: Es kann uns daran hindern, ganze Sache mit Ihm zu machen. Der HERR Jesus will Herr auch unserer Geschichte werden und will ihr ihren Platz geben. Sünde und Schuld sollen aufgearbeitet und vergeben werden. Schmerzen und Wunden geheilt und eine neue Sicht auf die Zukunft soll da entstehen, wo die Vergangenheit oft diese Sicht verstellt. Deshalb sollen wir, wenn wir mit Jesus unseren Lebensacker pflügen, nicht zurück sondern nach vorne blicken.

 

Euer Eugen

 

 

 

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12. Mrz.
2017
Vorbilder und Nachfolger Blog-Post Bild

Vorbilder und Nachfolger

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Werdet Nachfolger derer, die durch Glauben und Geduld die Verheißungen ererben. Hebräer 6,12

 

Ein Vorbild ist gut. Vorbilder brauchen wir, weil sie uns inspirieren, ermutigen, anreizen, es ihnen gleich zu tun. Vorbilder versagen, wenn wir sie auf ein Podest stellen, zu dem wir nicht mehr hinauf kommen. Die Kirchengeschichte ist voll von genau diesen Sündenfällen. Die ganze Heiligenverehrung ist ein solcher Sündenfall, in dem Menschen überhöht wurden.

 

Vorbilder versagen, wenn wir sie auf ein Podest stellen!

 

Da, wo die Bibel schonungslos die Schwächen der Menschen aufzeigte, wurden sie posthum mit Ehre überhäuft und mit Verdiensten ausgestattet, so dass sie als Fürbitter der Gläubigen eintreten konnten. Petrus und Jakobus und wie sie alle heißen, sind solche Fälle. Die Kirche hat das gemacht, was das Volk Israel in der Wüste tat. „Wir wollen nicht, das Gott mit uns redet. Rede du mit Ihm und alles, was Er dir sagt, wollen wir tun“ sagten sie zu Mose. (vgl. 2.Mose 20:19).

 

Gott will sich gerade in unserer Schwachheit verherrlichen!

 

Und dann kann es passieren, dass die persönliche Beziehung zu Jesus von Kirchenführern als gefährlich bezeichnet wird, weil diese persönliche Beziehung einen „unabhängig von der Kirche macht“.

 

Wir haben in der Bibel gute Vorbilder. Vorbilder, die Gott in Seinem Wort in ihrer Schwachheit zeigt, mit denen Er aber etwas anfangen konnte. Nicht weil sie so großartig waren, sondern weil sie einem großartigen Gott dienten, der sie trotz ihrer Fehler, Schwächen und sogar Sünden gebrauchen konnte und auch wollte. Weil Er ja in ihrer Schwachheit Seine Kraft zur Vollendung bringen wollte.

 

Wenn uns die Vorbilder, die Gott uns lässt, enttäuschen, dann darf das nie ein Grund sein, den Weg mit Gott zu verlassen, weil Er ja auch uns nicht aufgibt. Wir können trotz Enttäuschungen auch aus den Fehlern unserer Vorbilder lernen und in Geduld weiter gehen. Wir erkennen in den Vorbildern Gottes Gnade und lernen: Wenn Er ihnen gnädig war, dann ist Er auch mir gnädig und gibt es für mich keinen Grund aufzugeben, zu resignieren. Wenn Jesus für uns starb, als wir noch Sünder waren, wie viel mehr gilt uns Seine Gnade, nachdem Er uns gerechtfertigt hat!

Euer Eugen

 

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05. Mrz.
2017
Das  Wort des Herrn Blog-Post Bild

Das Wort des Herrn

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Siehe, es kommt die Zeit, spricht Gott der HERR, dass ich einen Hunger ins Land schicken werde, nicht einen Hunger nach Brot oder Durst nach Wasser, sondern nach dem Wort des HERRN, es zu hören; dass sie hin und her laufen und des HERRN Wort suchen und doch nicht finden werden. Amos 8,11-12

 

Amos spricht in einer Zeit zu Israel, als es noch wenig geschriebenes Wort Gottes gab. Er wird als einer der ersten Schriftpropheten betrachtet, die Israel hatte. Er lebte im 8. Jahrhundert und es war eine Zeit, in der im Nordreich schon seit geraumer Zeit ein anderer Gottesdienst gefeiert wurde. Gott JAHWEH wurde nicht mehr wirklich gedient. Dementsprechend wurde das Reden Gottes immer seltener.

Welch ein Vorrecht ist es, Gottes Wort in unserer Sprache zu haben!

Wenn man das Wort des HERRN suchte, dann suchte man einen Propheten des HERRN der einem Gottes Reden weiter geben konnte, wenn Gott tatsächlich reden wollte.

Welch ein Unterschied ist das zu heute, wo wir in Form der Bibel Gottes Wort geschrieben vorliegen haben. Und wenn wir unter der Leitung des Heiligen Geistes dieses Wort lesen, es auch verstehen und hören, was Gott uns sagt.

Aber wo wird das Wort Gottes noch so gelesen und auch verkündigt? Das „Sola Skriptura“ der Reformation ist aufgegeben! „Es gibt überall Wort Gottes, auch in den außerbiblischen Schriften“ heißt es.

Wie ernst ist uns unser Wunsch und unsere Sehnsucht nach Erweckung?

Wir warten in unserer Zeit noch darauf, dass dieser Hunger entsteht, dieser Hunger nach dem Reden Gottes, nach Seinem Wort, nach echter Wahrheit, nach echter Orientierung. Auch wenn wir das jetzt nicht erleben, sagt der Prophet: „Es wird eine solche Zeit kommen!“ Und sie kommt immer dann, wenn Gott eine Erweckung in ein Land, in einen Landstrich, an einen Ort schenkt. Wenn Sein Geist in den Menschen diesen Hunger bewirkt, sie nach Gott suchen und mehr von Ihm wissen wollen.

Petrus spricht von solchen Zeiten in seiner Pfingstpredigt. Als Voraussetzung nennt er die Umkehr seines Volkes. Wann wird uns Erweckung so wichtig sein, dass wir sie herbei sehnen, sie herbeibeten und uns selbst erwecken lassen, in Umkehr und neuer ganzer Hingabe?

Euer Eugen

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01. Mrz.
2017
„Unverzagt und beherzt“ Blog-Post Bild

„Unverzagt und beherzt“

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Was kaum zu glauben und zu erwarten war, trat ein. Innerhalb von wenigen Wochen sehen wir eine Erosion von einstmals so sicher scheinenden Verhältnissen. Und das wurde durch eine Wahl in einem der einflussreichsten Länder dieser Welt ausgelöst.

 

Die NATO, die EU, das Transatlantische Bündnis, die Wertegemeinschaft und die Friedensordnung nach dem Ende des Kalten Krieges – alles ist in Frage gestellt. Und dann, scheinbar fast über Nacht, lösen sich die Dinge auf. Wo wir bis vor kurzem keine Inflation hatten ist sie nun wieder da.

 

Das, was war, ist das, was wieder sein wird. ... Und es gibt gar nichts Neues unter der Sonne. “ (Prediger 1:9)

 

Die Sicherheit in Europa, die Amerika bisher garantierte, steht in Frage. Eigenverantwortung, mehr Rüstungsausgaben, möglicherweise Reaktivierung der allgemeinen Wehrpflicht, all das zieht als Möglichkeit am Horizont auf. Und wie lange wird es dann noch dauern, bis wir uns bis an die Zähne bewaffnet wieder gegenüber stehen? Haben wir so wenig aus der Geschichte gelernt?

 

Ganz offensichtlich gehen wir auch heute in einem erneuten Zyklus von Aufstieg (mit Kampf und Wertschätzung des Erreichten) und Niedergang (Dekadenz und Gleichgültigkeit dem Erreichten und dem dafür Geopferten gegenüber) einen Schritt weiter.

 

Der Mensch entwickelt sich eben doch nicht. Er ist bereit, die Fehler immer und immer wieder neu zu machen.

 

Ist das nicht frustrierend? Was bringt all das, was wir tun?

 

Ein realistischer Blick

 

Als Christen sind wir die einzigen, die einen realistischen Blick haben können. Denn wir sind die einzigen, die der Selbsttäuschung der Humanisten und politisch Korrekten nicht verfallen, wenn wir Gott und Seinem Wort mehr als dem Zeitgeist vertrauen.

 

Unsere Hoffnung und Zuversicht liegt nicht in uns, sondern in Ihm.

 

Er sagt seinem Volk und dessen Führer beim Eintritt in eine neue Phase ihrer Existenz: Seid mutig und unverzagt.

 

Und wir glauben, dass Gott uns auch sagt: „Seid mutig und unverzagt. Komme was da wolle, Gott ist mit uns.“

 

Das Vorrecht des Alters

 

Es ist das Vorrecht des Alters und des Älterwerdens, dass man schon einiges mehr hat kommen und gehen sehen. Dass man manche Stürme in der Gesellschaft und im persönlichen Leben erlebt hat, in denen man die Konstante, die Gott in einem Leben, ausmacht schätzen lernte.

 

Man wird vielleicht etwas müder, hat nicht mehr den Elan und die Spannkraft der Jugend. Aber man hat das gewachsene Vertrauen, dass Gott auf unserer Seite den ganzen Unterschied macht.

 

Im Monatsspruch heißt es: Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren und sollst dich fürchten vor deinem Gott; ich bin der HERR. (3.Mose 19,32)

 

Als Älteste freut es uns ungemein zu sehen, dass so viele junge Leute hier hinein schauen. Der Hunger, die Fragen, die Bereitschaft für Radikales ist herausfordernd, auch für uns. Und es ist begeisternd zu sehen, dass da eine neue Generation kommt und die bisherige Arbeit auch des äußerlichen Bauens eine Zukunft hat, ein Investition in die Zukunft war.

 

Der Schmuck der jungen Männer ist ihre Kraft, graues Haar aber die Zierde der Alten.“ (Sprüche 20:29)

 

Und nach jahrelangen Kämpfen mag der Eine oder Andere vielleicht sogar denken: „Jetzt sollen die Jungen ran!“

 

Eine Mehrgenerationengemeinde

 

Aber wie schön wäre es, wenn wir tatsächlich eine „Mehrgenerationengemeinde“ würden, in der jede Generation ihren Platz hat, ihren Beitrag leisten kann. Wo die Jungen mit ihrer fast unerschöpflichen Energie, Motivation und Zielstrebigkeit all das angehen, was sie zusammen mit den Älteren geträumt und visioniert haben. Was sie zusammen geplant und durchgecheckt haben, um es dann mit einander zu verwirklichen.

 

Wenn wir wirklich Fortschritte erleben wollen, dann brauchen wir alle Generationen, um tatsächlich von den Erfahrungen der Generationen zu profitieren und nicht die Fehler der Generationen vor uns wieder zu machen.

 

Aus Erfahrungen lernen

 

Als Christen wissen wir, dass jeder für sich die Beziehung zu Jesus haben muss, lernen muss, sie zu leben und in ihr zu wachsen. Aber Gott will, dass wir von den Generationen vor uns lernen. Deshalb hat Er ein Buch schreiben lassen das über einen Zeitraum von über 2000 Jahre hinweg entstanden ist. Es ist ein Vielgenerationenprojekt, in dem Er Seine Geschichte mit Seinen Leuten und die Erfahrungen und Erlebnisse die sie mit Ihm gemacht haben, nieder schreiben ließ, damit wir von ihnen lernen. Die heilige Schrift ist abgeschlossen. Aber unsere Erfahrungen mit ihr und ihrem Autor, dem Heiligen Geist, können wir auch heute miteinander teilen und von einander lernen. Daher ist es unser Ziel, auch in Zukunft für diese Gemeinde da zu sein und die nächsten Generationen mit in die Verantwortung hinein zu nehmen, so dass wir eine Ältesten- und Leiterschaft haben, die diese Generationen auch abbilden.

Hoffe auf den HERRN! Sei getrost und unverzagt und warte voll Hoffnung auf den HERRN! (Psa 27:14).

 

Wir wünschen uns das Mitgehen und Mittragen von euch allen, damit wir so unverzagt und beherzt jede Situation angehen. Wenn wir Christen nicht unverzagt und beherzt sein können, wer sollte es dann können? Wir haben Gott bei uns, der uns in Jesus sagte: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Ihn, unseren HERRN, wollen wir fürchten und ehren, in dem wir das, was Er uns in diesem Monat und für den Rest unseres Lebens sagt, tun!

 

Eure Eugen, Jürgen, Roger

 

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26. Febr.
2017
Gott anbeten Blog-Post Bild

Gott anbeten

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

HERR, du machst alles lebendig und das himmlische Heer betet dich an. Nehemia 9,6

 Der Vers beginnt mit „Du, HERR, bist es, du allein.“

 Nehemia schrieb hier ein Gebet auf, das die Menschen, die Priester, beteten. War das eine allgemeine Glaubensaussage, von niemandem bezweifelt? Waren die Menschen damals so naiv, dass sie glaubten, dass es einen Gott geben muss, der das alles schafft was ist.

Gottlosigkeit, Atheismus sind so alt wie die Schöpfung, im Paradies fingen sie an!

 Glauben wir doch nicht, dass Gottlosigkeit, Atheismus eine Erfindung der Neuzeit ist. In Psalm 10:4 ist zu lesen: “Der Gottlose denkt hochnäsig: «Er wird nicht nachforschen.» «Es ist kein Gott!» sind alle seine Gedanken.“ Ein klassischer Atheist wird hier zitiert. Und die Bibel nennt solche Menschen Toren: David schreibt in Psalm 14:1. „Der Tor spricht in seinem Herzen: «Es ist kein Gott!» Sie haben Verderben angerichtet, sie tun abscheuliche Taten; da ist keiner, der Gutes tut.“

 Nur Toren können glauben, dass die Komplexität, die gegenseitige Abhängigkeit des Lebens ohne einen Schöpfer, ohne ein intelligentes Wesen auskommt und dass alles per Zufall, Selektion und viel Zeit von selbst entstanden sein kann. Dazu braucht es mehr Glauben als dafür, an einen Schöpfer zu glauben.

 Aber darum geht es letztlich gar nicht.

 

Wir werden unsere Knie beugen, ob wir das wollen oder nicht

Wenn dieser Schöpfer uns in Ruhe ließe und Sich um Sein eigenes Business kümmern würde, könnten wir Ihn einen guten Mann sein lassen, könnte Er sogar der Schöpfer sein.

Aber dieser Schöpfer hat einen Anspruch an seine Geschöpfe: Er will ihre Anbetung, Er will ihr Vertrauen, Er will eine Beziehung.

Und das ist der Knackpunkt. Das wollen wir nicht. Wir wollen unsere Knie nicht beugen. Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrsche (vgl. Luk. 19.14).
Das himmlische Heer betet Gott jetzt in diesem Moment an und wir werden es früher oder später auch tun. Wir werden, ob wir wollen oder nicht, vor Jesus unserem Schöpfer unsere Knie beugen, wenn Er als unser Richter wieder kommt. Nur, was wird uns das dann nützen? Nichts! Wenn wir es nicht vorher schon mit Freuden getan haben!

Euer Eugen

 

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