"Zusammenwachsen"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Im letzten Leiter- und Mitarbeitertreffen war „Zusammenwachsen“ ein zentraler Begriff, als es darum ging: Wohin wollen wir als Gemeinde gehen. Was ist unsere Zukunftsvision?

Zusammenwachsen war dabei nicht die Vision, das mittel- bis langfristige Ziel. Aber ohne das Zusammenwachsen, so wurde uns schnell klar, werden wir nie irgendein Ziel erreichen. Zumindest nicht als Gemeinde.

Denn Gemeinde bedeutet, dass das, was in einzelnen Bereichen geschieht, sowohl die ganze Gemeinde angeht und tut, wie auch dem dienen muss, was die Gemeinde angeht und tut.

Deshalb brauchen wir eine gemeinsame Sicht, ein gemeinsames Anliegen und dann auch ein gemeinsames Handeln. Das nennt man Zusammenwachsen.

Zusammenwachsen kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Am effektivsten ist es, wenn man möglichst da mit dabei ist, wo die Gemeinde sich als verbindliches Ganzes trifft, wie bei den Sonntagsgottesdiensten, den Family-Meetings und, so man verantwortlich mitarbeitet, auch bei den Leiter-/ Mitarbeitertreffen.

Denn Zusammenwachsen geschieht durch Gemeinschaft und Teilhabe. Teilhabe entsteht da, wo man über dieselben Informationen verfügt, wo man in Entscheidungsprozesse eingebunden und in Planungsprozessen mitbeteiligt ist.

Komm nun mit uns, … denn der HERR hat Israel Gutes zugesagt.
(Num 10:29)

Denn dann haben wir das gemeinsam besprochen, gemeinsam überlegt, gemeinsam Glauben dafür entwickelt, gemeinsam entschieden und es letztlich gemeinsam in unterschiedlichen Bereichen und auf unterschiedlichen Ebenen umgesetzt.

Euch aber lasse der Herr wachsen und immer reicher werden in der Liebe untereinander
(1Th 3:12)

Das war der Fall, als wir uns daran machten, der Gemeinde ein Zuhause zu schaffen.

 

Wir haben es zusammen entschieden, wir haben es letztlich zusammen in den unterschiedlichen Gremien geplant und dann immer wieder mit vereinten Kräften umgesetzt. Niemals wären wir so weit gekommen, wäre es [Unbekannt1] nicht eine gemeinschaftliche Anstrengung gewesen.

Nun hat die Gemeinde ein Zuhause. Aber ist das alles? Nein.

Gott hatte Seinem Volk Israel den „ungünstigsten Platz“ im ganzen Orient gegeben. Die Nahtstelle zwischen Afrika und Asien. Zwischen den Reichen am Nil und denen am Euphrat. Sie waren wie zwischen 2 Mühlsteinen. Und ihre Existenz in Freiheit und Unabhängigkeit würde allein durch ihre absolute Abhängigkeit von ihrem Gott garantiert.

Das war ihr prophetischer Auftrag. Gott wollte sich an einem kleinen Volk in seiner Schlüsselposition allen großen Völkern gegenüber als der allmächtige Gott ausweisen, damit alle an Ihn glauben.

Wozu hat uns Gott unser Land gegeben, was ist unser spezifischer Auftrag, was ist das, wozu wir als Gemeinde in dieser Welt sind? Unstrittig ist, dass uns unser Zuhause in sich selbst einen prophetischen Auftrag gegeben hat. Wir sind die Gemeinde auf dem Bauhof.

Die Antwort auf die Frage, wozu wir hier sind, kann also nur von diesem prophetischen Ort kommen und wir können sie nur gemeinsam beantworten. Wenn wir „beantworten“ schreiben, dann meinen wir, mit unseren Taten beantworten.

Um zu Taten zu kommen, müssen wir deshalb zu einer gemeinsamen Überzeugung zusammenwachsen. Und wenn wir diese errungen haben, dann werden wir auch an der Aufgabe und in der Aufgabe zusammen wachsen.

Laßt uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus, (Eph 4:15)

Gott will, dass wir zu Jesus, dem Haupt der Gemeinde hinwachsen.

 

Das Schöne dabei ist: Je mehr wir zum Haupt hinwachsen, umso näher kommen wir einander und wachsen so zusammen.

Am schmerzlich-sten vermisst man die, mit denen man hart und lange zusammen gearbeitet hat, mit denen man die Kälte und die Hitze, den Schweiß und den Erfolg geteilt hat. Man ist zusammengeschweißt worden, ist zusammengewachsen.

Gott hat uns diesen Platz gegeben, weil Er aus uns Baukolonnen formen will. Baukolonnen, die an Seinem Reich bauen, die Sein Reich ausbreiten, die, wo immer Er uns hinschickt, bereit sind, neue Außenposten Seines Reiches zu bauen, Seine lokalen Gemeinden.

Haben wir darin Erfahrung? In gewisser Weise ja, denn die Regio-Gemeinde Weil war in sich eine Neugründung. Macht uns das sicher? Nein, denn wir sind in allem abhängig von dem Herrn der Gemeinde.

Es mag sein, dass dir dieser Gedanke noch etwas fremd ist. Aber lass dich darauf ein, und du wirst mit uns auf unsere neue abenteuerliche Reise gehen.

Du wirst dich ermutigen lassen, Dinge zu lernen, Schritte zu gehen, die du dir bis dahin noch nicht vorstellen konntest. Und du wirst erleben, dass du mit jedem neuen Wagnis mutiger wirst, weil du entdeckst, dass Jesus mit dir auf dem Wasser geht.

Wir laden dich ein, ganz neu eine Entscheidung für diese Gemeinde zu treffen und mit uns zusammen vorwärts zu gehen, das Ziel in Angriff zu nehmen, eine gemeindegründende Gemeinde zu werden.

Können wir das denn?

Konnte sich Israel gegen das ägyptische oder das assyrische Weltreich behaupten?

Nur dann, wenn sie zusammen auf ihren Gott schauten und Ihm ganz zur Verfügung standen. Komm mit uns mit!

        Eure Eugen und Jürgen