Wo kannst Du Gott bezeugen?

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge. Apostelg. 26,22

Paulus ist in Gefangenschaft und er stellt seine Sicht der Dinge dar. Er kann nur sagen, was er erlebt hat und das ist Gottes Beistand und Hilfe in all den Jahren in denen er für Gott, für Jesus unterwegs war.

Nur er ist mein Fels und meine Hilfe, meine Festung; ich werde kaum wanken.
(23•Ps• 62:3)

Es mag durchaus sein, dass auch wir uns eines Tages in einer ähnlichen Situation befinden, dass wir Rechenschaft über unseren Glauben ablegen müssen. Und da ist es dann von wesentlicher Bedeutung, was wir mit unserem Herrn erlebt haben, was das Fundament unseres Glaubens ist. Waren wir nur Zeugen von dem, was andere erlebt haben oder sind es eigene Erfahrungen, die unser geistliches Leben genährt haben, es wachsen und reifen ließen und es auf ein solides Fundament gestellt haben, das durch nichts erschüttert werden kann?

Paulus kam nicht unvorbereitet in diese Situation, weil Gott ihn schon vorbereitet hatte. Er wusste, dass Gefangenschaft auf ihn wartete, deshalb war seine Haltung von einer großen Gelassenheit geprägt. Zu wissen, was Gott mit uns vorhat, hilft im Umgang mit den Situationen und Herausforderungen.

Später, als das Schiff in Seenot ist und Paulus die Menschen an Bord anleiten muss, wie die Not praktisch angegangen werden kann, hilft ihm wiederum die Gewissheit: Ich muss nach Rom vor den Kaiser. Er weiß, dass er keinen vorzeitigen Tod sterben wird.

Was ist deine Bestimmung? Was will Gott mit dir noch tun in diesem Leben, was du nicht verpassen kannst oder wirst.

Ich will nachdenken über all dein Tun, und über deine Taten will ich sinnen. .
(Psa 77:13)

Wir dürfen erwarten, dass Gott mit uns redet, uns seine Absichten mit uns erzählt. Denn Er sagt in Seinem Wort, dass Er nichts tut, es sei denn, Er lässt es Seine Knechte wissen.

Wenn wir in einer engen Beziehung mit Gott leben, dann kann Er uns auch Seine Absichten offenbaren. Nicht alle, nicht im Detail, aber doch so ausreichend, dass es uns hilft, auf unser Ziel hin zu leben und uns nicht von Schwierigkeiten beirren oder von Gefahren ängstigen zu lassen.

Was kannst du von Gott bezeugen? Was hat Er dich erleben lassen? Wie hat Er dir geholfen?

Manchmal denken wir, wir hätten nichts zu erzählen. Das liegt oft nur daran, dass wir uns keine Zeit nehmen, darüber nachzudenken und es zu erkennen.

Ich möchte euch wieder einmal ermutigen, euch, wenn möglich, jeden Tag, Zeit zu nehmen, um über euer Leben und das Erleben nachzudenken und zu erkennen, wo Gott Euch überall geholfen hat.

Euer Eugen