Wo der Herr das Haus nicht baut...

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Wenn der HERR nicht die Stadt behütet, so wacht der Wächter umsonst. Psalm 127,1b So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt. 1.Korinther 3,7

Was würde sich ändern, wenn wir die obigen Verse tatsächlich ernst nehmen würden?

Würden wir tatsächlich passiver und gleichgültiger? Würden wir erwarten, dass dann Gott alles machen muss?

Wenn der HERR nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen. ... (Psa 127:1a)

Oder würde es uns von der Last der ganzen Verantwortung befreien? Könnten wir dann besser schlafen, weil wir wissen, dass, nachdem wir alles getan haben, was uns zu tun aufgetragen war, Gott über all dem wacht?

Das würde ich mir wünschen, denn nirgends in der Bibel fordert uns der souveräne Gott zum Müßiggang auf.

Nirgends entbindet Er uns von Seinen Aufträgen, fruchtbar zu sein, sich zu mehren und uns die Erde untertan zu machen, hinauszugehen und die Völker zu Seinen Jüngern zu machen. Nirgends entbindet Er uns von der Verpflichtung, in der Heiligung zu wachsen, ihr nachzujagen, in ihr zu leben.

Aber es ist eines, unter dem ständigen Druck zu leben, dass alles von uns abhängt, dass wir es machen müssen, weil sonst niemand es macht. Dass, wenn wir nicht auf unsere Kinder, unsere Familie, unser Hab und Gut aufpassen, niemand es tut. Dass, wenn wir nicht ein so vorbildliches Leben als Christ leben, dass nichts und niemand etwas daran aussetzen kann, niemand durch uns zum Glauben kommen kann.

Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und hernach lange sitzt und esst euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er es im Schlaf. (Psa 127:2)

Und es ist ein anderes, wenn wir wissen, dass egal wie sehr wir uns anstrengen werden, wir in einer gefallenen Welt niemals alles richtig machen können und wir immer auf Gottes Gnade und Seine Hilfe angewiesen sein werden. Ja, dass sie der alles entscheidende Faktor ist, dass Sein Wohlwollen, Sein für-uns-sein, Sein sich-um-uns-Sorgen und uns Versorgen alles entscheidet. Luther soll gesagt haben: Betet, als ob alles Arbeiten nichts nützen würde und arbeitet, als ob alles Beten nichts nützen würde.

Wir tun in der Verantwortung vor Gott das, was wir von Ihm aufgetragen bekommen haben und überlassen Ihm das zu tun, was ohnehin nur Er tun kann. Dann haben wir ein Leben, das Gott ehrt im verantwortlichen Handeln vor Ihm und im vertrauensvollen Warten auf Ihn.

Ein solches Leben wünsche ich jedem, der dies liest!

Eugen