Wenn wir unsere Sünden bekennen...

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Herr, tue meine Lippen auf, dass mein Mund deinen Ruhm verkündige. Psalm 51,17

Der Psalm 51 wurde von David verfasst, nachdem der Prophet Nathan ihn mit seinem Ehebruch und seiner Verschwörung zum Mord angeklagt hatte.

Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht ... (1Jo 1:9a)

Er hatte nach längerer Zeit des Verbergens, des Verschweigens die Gelegenheit bekommen zu seiner Schuld zu stehen und nun war er so erleichtert, dass er es nicht mehr verschweigen musste und aus der Vergebung heraus leben konnte.

David will den Ruhm Gottes verkünden, Seine Gerechtigkeit, Sein Handeln, Sein überführendes und am Ende gnädiges Handeln.

Das ging zu seiner Zeit ohne Probleme. Aber es kamen Zeiten, in denen dieser Psalm wahrscheinlich kaum noch gebetet wurde, weil inzwischen andere Religionen von den Königen, von den Herrschenden favorisiert wurden.

Da den Psalm zu beten, zu glauben und zu erwarten, dass Gott genau das machen würde, einem den Mund öffnen, um Ihn zu bekennen, um zu bekennen dass man an den „in Ungnade gefallenen Gott“ glaubte, das brauchte Mut.

Wir leben in einer Zeit, in der der Gott, der bisher favorisiert wurde, zunehmend in Ungnade fällt. Die Mächtigen lassen andere Götter aufstellen. Wir müssen wieder neu lernen im Glauben zu beten: „Herr, tue meine Lippen auf, dass mein Mund deinen Ruhm verkündigt!“ Wir müssen um Freimut beten, um Courage, damit wir davon reden, dass Gerechtigkeit ein Volk erhöht, aber die Sünde der Leute Verderben ist. (Spr.14:34). Und wir müssen davon reden, worin die Gerechtigkeit besteht.

Natürlich ist die Gerechtigkeit im neuen Testament erweitert auf die Gerechtigkeit, die uns als Christen von Gott zugerechnet wird.

daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit. (1Jo 1:9b)

Aber wie Er Recht definiert, das hat sich nicht geändert. Es gilt immer noch: „Oder wisst ihr nicht, daß die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Laßt euch nicht irreführen! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabenschänder, Diebe, Geizige, Trunkenbolde, Lästerer oder Räuber werden das Reich Gottes ererben. Und solche sind einige von euch gewesen. Aber ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.“ (1.Kor 6:9-11)

John Wimber berichtete, wie er einmal in einem Flugzeug einen wildfremden Mann mit einem Wort der Erkenntnis, mit seiner Affäre konfrontierte und dieser Mann in diesem Flugzeug sein Leben in Ordnung brachte. Das brauchte Mut. Gott gebe uns solchen Mut.

Eugen