Wasserquelle

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt. Jesaja 58,11

Das haben wir gern. Davon träumen viele. Ein Haus und einen Garten und dann noch einen Bach, der sich dadurch schlängelt und Wasser bereit stellt für die Bewässerung des Gartens.

Ein Idyll wäre das, der Traum manches Häuslebauers.

Aber was da beschrieben ist, hat einen Preis. Denn es gibt nichts umsonst. Man muss imer für alles bezahlen.

Jesus: Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen. (Joh. 7,38 )

Hier im Falle von Jesaja 58:11 bedeutet es, dass man, um ein solches Leben zu haben, nach Gottes Ordnungen leben muss.

Das Volk Israel war zur Zeit Jesajas schon gespalten, das Nordreich wahrscheinlich schon untergegangen, das Südreich Juda auch fast am Boden. Die Leute waren nach außen hin noch irgendwie fromm. Sie taten so, als ob der Wille Gottes sie interessierte, aber was der Wille Gottes für ihr Leben war, bestimmten dann sie. So wie das auch in unseren Tagen der Fall ist. Was in der Bibel wirklich Wort Gottes ist, wissen wir Menschen des 21ten Jahrhunderts natürlich besser als seine Autoren. Da haben wir ja die Bischöfe, die Universitätsdozenten und die Pfarrer, die uns das sagen.

Wollen wir deren Einflüsterungen entgehen, müssen wir uns selbst in die Bibel vertiefen. Aber da stellt sich dann die Frage: „Welche Bibel ist denn zuverlässig?“

Denn glauben wir ja nicht, dass Bibel gleich Bibel ist! Diejenigen, die sich uns anpreisen als leicht lesbar, gut verständlich, in heutigem Deutsch, sind oft weniger Übersetzungen als Übertragungen. Eine Übertragung kann man dadurch erkennen, dass sie in der Regel viel mehr Worte für ein und denselben Vers braucht als eine „schwer verständliche Übersetzung“.

Denn das ist der Wille meines Vaters, daß, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe;
(Joh 6:40a)

Je mehr Worte, umso mehr Deutung und damit auch Umdeutung. (Es sollte für uns Christen wieder zunehmend wichtig sein, die alten Sprachen zu lernen. Wir würden unabhängiger von falschen Lehrern.)

Willst du also wissen, was der Wille Gottes ist, lies die Bibel, in einer zuverlässigen Übersetzung und lies sie ganz, insbesondere das neue Testament und durch dieses das Alte. Und dann tu diesen Willen, und du wirst erleben, dass dein Leben ein bewässerter Garten wird, in dem der Geist Gottes fließt und die Früchte des Geistes wachsen. Du wirst selbst zu einem solchen Garten, aus dem das Wirken des Heiligen Geistes wie Wasser herausfließt.

Eugen