Vom Verborgenen

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Der Herr wird ans Licht bringen, was im Finstern verborgen ist, und wird das Trachten der Herzen offenbar machen. 1.Korinther 4,5b

In Zeiten wo man offen über News und Fakenews spricht und die Lager klar zu sein scheinen, wo das eine und das andere zu finden ist, ist es tröstlich, dass wir eines Tages alles erfahren werden, wie es wirklich war.

Wahrscheinlich interessiert es uns dann nicht mehr so wie jetzt, weil wir dann nicht mehr in dieser Welt leben.

Aber es zeigt auch die Perspektive auf, mit der wir leben sollen:

Wir sollen die Gewissheit haben, dass Gott, der HERR, alles weiß und jede Regung des Herzens kennt. Dass Er nicht nur die wahren Facts, sondern auch die Motive hinter den Fakten kennt.

Denn kein Mensch auf Erden ist so gerecht, daß er nur Gutes täte und niemals sündigte.
(5.Mo. 29:28)

Und wenn das der Fall ist, dann ist es am besten, sich ganz getrost in Seine Hand, unter Seine Führung zu begeben und von Ihm die Führung zu erwarten, die uns kein Mensch in dieser verworrenen Welt geben kann.

Unser Wochenspruch ist ja eigentlich nur ein Nebensatz einer Aufforderung an uns. Der ganze Vers lautet:

Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch ans Licht bringen wird, was im Finstern verborgen ist, und wird das Trachten der Herzen offenbar machen. Dann wird einem jeden von Gott sein Lob zuteil werden.“ (1. Kor 4:5)

Manchmal sind wir schnell dabei zu urteilen und zu richten und zu handeln.

Der Anschein, die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, Partei, Gemeinde etc. scheint schon auszureichen, uns ein Urteil zu erlauben. Eine Beobachtung sieht für uns unmissverständlich aus, der Schluss daraus ist für uns zwingend.

Lassen wir uns nicht dazu verleiten, vorschnell Urteile zu fällen, bevor wir die Dinge nicht verifiziert bzw. falsifiziert haben. Und das ist oft allein durch direkte Nachfrage zu erreichen.

Deshalb legt die Lüge ab und redet Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten! Denn wir sind untereinander Glieder.
(Eph 4:25)

In einer Welt, in der die Menschen einen relativen Wahrheitsbegriff haben, der sagt „Wahr ist, was für mich wahr ist“, sollten wir die Suche nach der „absoluten Wahrheit“ nicht aufgeben und nicht in dasselbe Horn blasen.

Und wenn wir nicht imstande sind, die Frage nach der „absoluten Wahrheit“ zu beantworten, lieber schweigen als Halbwahrheiten zu folgen oder selbst zu vertreten.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine Woche, in der wir die Geduld aufbringen, auf das Handeln und Kommen unseres Herrn zu warten, der alles Verborgene offenbaren wird.

Euer Eugen