...und es kommt eine Zeit

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Der du mich tröstest in Angst, sei mir gnädig und erhöre mein Gebet! Psalm 4,2 Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Matthäus 5,4

Angst, Trauer, seelische Schmerzen, all das sind Dinge, mit denen wir oft schwer zurechtkommen. Wir denken, dass wir eigentlich drüber stehen sollten. Manche würden möglicherweise sogar sagen, dass das für den wiedergeborenen Menschen definitiv nicht mehr gilt, dass wir tatsächlich mit unserm geistlichen Menschen darüber stehen.

Aber sind wir ehrlich: Wir kennen alle Angst, wir kennen alle die Schmerzen von Leid, sei dies durch Zurückweisung, Ablehnung, Verlust, Verrat, Verhöhnung, Mobbing, Geringschätzung etc..

Er erquickt meine Seele. (Psa 23:3 ELB)

Und wir leiden darunter. Wir vergeben, wo wir können und wo nicht da leiden wir weiter. Und selbst wenn wir vergeben haben, sind die Wunden oder ihre Narben immer noch da, erinnern uns, ob wir wollen oder nicht, an das, was wir erlebt haben, was uns zugefügt wurde.

Ja, wir können immer wieder auch um Heilung der seelischen Wunden beten, darum dass sogar die Narben verschwinden.

Aber wir haben auch die Möglichkeit mit Gottes Hilfe aus dem, was wir erlebt haben, zu reifen, zu wachsen. Denn unsere Seele ist ja nicht etwas, was wir negieren können. Sie gehört zu uns. Die Frage ist, ob sie ebenfalls immer mehr in das Bild Christi transformiert wird, ob wir ihr erlauben zu reifen und zu wachsen, oder ob wir sie ignorieren.

Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand und aus deiner ganzen Kraft!»
(Mar 12:30)

Das Liebesgebot sagt uns, dass wir Gott lieben sollen mit unserem ganzen Herzen, mit unserer ganzen Seele, mit unserem ganzen Verstand und mit unserer ganzen Kraft. Wenn wir die Seele vernachlässigen, kann ein Teil von uns Gott nicht lieben.

Deshalb ist es wichtig, dass wir uns gegenüber ehrlich werden, uns die Verletzungen eingestehen und sie von Jesus heilen lassen. Und wenn wir damit nicht alleine fertig werden, dann brauchen wir jemanden, der es mit uns durchspricht, durchbetet und uns Heilung und Befreiung zuspricht.

Wenn aber manche Dinge hier noch nicht ganz heil werden, weil uns diese Welt eben in ihrem „Unheilsein“ solches immer wieder zufügt oder uns zumindest daran erinnert, dürfen wir wissen: Es kommt der Tag, da wird Gott all unsere Tränen abwischen, es wird kein Leid, kein Geschrei, kein Schmerz mehr sein.

Auch das kann unserer Seele ein Trost und ein Ausblick sein, der das Hier und Jetzt erträglicher macht. Leben wir also bewusst mit dieser Aussicht und tun unserer Seele etwas Gutes.

Euer Eugen