Überwinden

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. Johannes 12,24

Dies sagt Jesus in dem Bewusstsein, dass Seine finale Leidenszeit bevorsteht. Er ist das Weizenkorn, das Gott in den Boden dieser Welt, in den Dreck senkt und das sterben muss. Aber das ist nicht das Ende. Er stirbt, um viele Söhne zur Herrlichkeit zu führen.

Brüder, ich denke von mir selbst nicht, es ergriffen zu haben; eines aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist,
(Phi 3:13 )

Jesu Leiden und Sterben ist der Weg, auf dem wir zu Söhnen Gottes werden. Es gibt keinen anderen Weg: Sein Leben für unseres, Sein Leiden für unseren Straferlass, Seine Gerechtigkeit für unsere Ungerechtigkeit, Seine Heiligkeit für unsere Sündhaftigkeit.

Aber damit endet der Text nicht. Jesus deutet an, dass Er uns darin, Sein Leben zu geben, voran gegangen ist.

Dass wir genauso bereit sein sollen, unser Leben in die Erde fallen zu lassen, es zu geben für ein höheres Ziel.

Was ist die Grundvoraussetzung für ein solches Verhalten?

Und anderes fiel in die gute Erde und ging auf und brachte hundertfache Frucht. Als er dies sagte, rief er aus: Wer Ohren hat zu hören, der höre!
( Luk 8:8)

Grundvoraussetzung ist Selbstverleugnung und Selbstlosigkeit.

Beides beginnt damit, dass wir unser Selbst anschauen und es für weniger achten als das erstrebte Ziel.

Wenn wir das nicht tun, dann werden wir das Ziel nie erreichen. Das weiß jeder Sportler. Der Weg auf das Siegerpodest ist die konstante Verleugnung des Selbst, das sich letztlich nicht über die Komfortzone, die Schmerz-, die Müdigkeits- oder die Erschöpfungsgrenze hinaus schinden will. Aber nur wenn der Sportler diese Grenzen beständig erweitert, in dem er sie überwindet, wird er seine Leistungen steigern.

Wenn schon der natürliche Mensch das weiß, wie viel mehr müssen wir Christen wissen, dass wir nur geistliche Ziele erreichen werden, wenn wir dem geistlichen Menschen wachsen helfen, indem wir dem natürlichen Menschen, dem selbst, dem Ego, die Macht nehmen. Es kann nur einer in unserem Leben herrschen, der geistliche Mensch, der von neuem geborene Mensch.

Deshalb muss der natürliche Mensch, das Ego, das Selbst mit Jesus ans Kreuz.

Erst dann können wir selbstlos dem höheren Ziel, der Verherrlichung Jesu, zu Seiner Ehre, zur Verbreitung Seines Evangeliums und damit Seines Namens leben.

Nun ist die Frage, ob du dazu bereit bist?

Denn das macht den Unterschied aus zwischen einem Jünger Jesu und einem Sympathisanten Jesu.

Eugen