Siehe dein König kommt..

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer. Sacharja 9,9

Obiger Vers scheint für die Weihnachtszeit, den ersten Advent, zu passen. Tatsächlich aber ist er aus einem Text, der sich geschichtlich nicht allzu viel vor der Passion ereignet hat. Denn es wird der Einzug in Jerusalem, der im Kirchenkalender am Palmsonntag gefeiert wird, prophetisch beschrieben.

Jesus kam an Weihnachten, Er kam als König, als verborgener, verkannter, verleugneter und letztlich dann als verurteilter König. Er war gerecht. Er war sogar der einzig lebende Mensch, der gerecht war und ist. Und ja Er kam als ein Helfer.

 

 

Der Herr verzögert nicht die Verheißung,
..sondern er ist langmütig euch gegenüber…
(2.Petr 3:9 )

 

Viele Könige kommen nicht als Helfer, sondern als Herrscher, manchmal sogar als Eroberer, die Helfer haben. Selbst die, die sich als die ersten Diener des Staates sahen, waren nicht von der Statur Jesu.

Das verwirrende ist, dass der Messias wie ein Mensch mit zwei Persönlichkeiten prophetisch angekündigt wird. Er ist Knecht, Helfer, zerschlagen, gerichtet und andererseits der König, dessen Herrschaft nie vergeht, dessen Reich ewig existiert, der die Feinde besiegt, der triumphiert.

Deshalb war die Frage von Johannes dem Täufer berechtigt. Bist du der Verheißene oder müssen wir auf einen anderen warte? Johannes sah, dass Jesus Dinge tat, die zum Messias passten. Aber er vermisste auch so vieles. Letztlich auch, dass dieser der ungerechten Herrschaft des herodianischen Hauses ein Ende machte samt der Fremdbestimmung durch die Römer. Aber Jesus tat nichts davon und sah letztlich zu, wie Johannes der Täufer geköpft wurde.

Er sah in der Zwischenzeit sehr oft zu, wie Seine Diener, Seine Jünger dahingeschlachtet wurden. Er sah zu, wie die Kinder in Bethlehem abgeschlachtet wurden und Er sieht zu, wie die Kinder im Mutterleib zerstückelt werden.

Das Reich Gottes, in welchem es eben all das nicht mehr gibt, in dem Gerechtigkeit wohnt und regiert, kommt eben erst noch.

 

... verachtest du den Reichtum seiner Gütigkeit und Geduld und Langmut und weißt nicht, daß die Güte Gottes dich zur Buße leitet? (Rom 2:4)

Seien wir froh, dass Er noch nicht kommt als der gerechte König aller Könige, um Sein Recht aufzurichten und Gericht zu halten! Seien wir froh, dass Er noch wartet, noch Zeit gibt, dass die Mörder Busse tun können, dass die hoffnungslosen Fälle vom Heiligen Geist noch von ihrem Tun überführt werden. Denn wenn Jesus tatsächlich zum zweiten Mal kommt, wird es keinen Raum mehr für Buße geben.

Lasst uns, als Seine Zeugen, daher die Zeit nutzen, um auf Sein Kommen hinzuweisen und die Menschen zu warnen, damit sie umkehren können.

Euer Eugen