Selig sind die, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Suchet den HERRN, all ihr Elenden im Lande, die ihr seine Rechte haltet! Suchet Gerechtigkeit, suchet Demut! Zefanja 2,3 Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Matthäus 5,6

Einerseits hungert und dürstet diese Welt nach Gerechtigkeit und andererseits kann sie nie ein Ort der vollkommenen Gerechtigkeit sein.

Warum nicht?

Ich habe meine Gerechtigkeit nahe gebracht; sie ist nicht ferne, und mein Heil säumt nicht. (Jes. 46:13 )

Weil sie im Großen und Ganzen den ablehnt, der allein diese Gerechtigkeit bringen kann.

Die Sehnsucht nach Gerechtigkeit wird in der Regel von der Gruppe der Entrechteten so lange gelebt, bis sie nicht mehr zu den Entrechteten gehört und auf die Seite der Berechtigten gewechselt hat, nur um nun ihrerseits anderen ihr Recht streitig zu machen.

Nicht umsonst sagt Zephanja zuallererst: „Sucht den HERRN, sucht JAHWEH, alle im Land, die ihr seine Rechte, seine Gebote, seine Verordnungen haltet.“

Sucht zuerst den HERRN der Gerechtigkeit, bevor ihr euch im Dickicht der „selbstdefinierten Gerechtigkeit“ verirrt.

Vor kurzem feierte man 70 Jahre Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Das Grundgesetz wird höchstwahrscheinlich keine weiteren 70 Jahre so weiter gelten. Man wird im Zuge „des täglichen Aushandelns des Zusammenlebens“ auch dieses neu aushandeln, oder einfach ignorieren wie die Präambel des Grundgesetzes.

Wer stellt sich schon noch der Verantwortung, die er Gott gegenüber hat?

Was nennt ihr mich aber Herr, Herr, und tut nicht, was ich euch sage?

(Luk 6:46 )

Wenn Jesus davon spricht, dass die nach Gerechtigkeit Hungernden gesättigt werden sollen, dann spricht Er nicht von irgend einer Gerechtigkeit, von gerechten Chancen, gerechten Löhnen, gerechter Verteilung der Ressourcen. Er spricht von einer Gerechtigkeit, die verbunden ist mit dem Heil. Von einer Gerechtigkeit, die, in den Propheten angekündigt, kommen würde, einer Gerechtigkeit, die in Seiner Person sichtbar wurde.

Biblische Gerechtigkeit ist nicht ein abstrakter Begriff, sie ist eine Person, sie ist der König aller Könige, der Herr aller Herren, der oberste Richter. Sie ist der Richter, der die Schuld der Menschen selbst trägt und Seine Gerechtigkeit dem geben kann, der Ihm vertraut.

Wir kommen an die Gerechtigkeit, die uns satt machen soll, nicht selbst ran, wir können sie auch nicht fordern. Sie kann uns nur geschenkt werden.

Die Frage ist, ob wir uns beschenken lassen wollen.

Eugen