Seine Gedanken uns seine Wege

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohlmachen. Psalm 37,5 Ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu. Philipper 1,6

Hier geht es nicht darum, dass wir dem Herrn, Gott, Befehle erteilen könnten.

Gemeint ist hier, Gott die eigenen Wege anzubefehlen, Ihm unterzuordnen, Seiner Befehlsgewalt zu unterstellen, so dass Er sich darum kümmern kann, dass sie tatsächlich auch zum Ziel führen.

Denn manchmal denken wir uns unseren Weg, unsere nächsten Schritte, unsere nächsten Vorhaben.

Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, (Jes. 55:8)

Aber das, was wir da austüfteln, hat nichts mit Gott und Seinem Reden zu tun. Wir haben einfach selbst entschieden.

Am Ende beten wir dann noch, dass Gott das segnet, was wir geplant haben.

Aber waren unsere Pläne auch Seine Pläne, unsere Wege Seine Wege, unsere Gedanken Seine Gedanken?

Das zeigt sich schnell, wenn wir die Frage stellen: Wem nützt das am meisten, für wen mache ich das wirklich?

Diese Frage ist so entlarvend, dass wir schnell unseren grundlegenden Fehler erkennen, wenn wir wirklich ehrlich sind.

Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. ( (Mat 16:24)

Und seien wir ehrlich: Auch als Christen ist es für uns täglich eine Herausforderung, nicht zuerst an uns selbst zu denken. Man muss den Kindern nie beibringen, zuerst an sich selbst zu denken, das können sie von Natur aus, denn das ist unsere gefallene Natur. An andere zu denken, Gottes Willen zur obersten Priorität zu machen ist für den natürlichen Menschen unmöglich und selbst für den Wiedergeborenen eine Herausforderung, weil der natürliche, alte Mensch immer noch in unserem Leben herumgeistert. Er will nicht sterben. Deshalb sagt Paulus auch: „So laßt nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, und leistet seinen Begierden keinen Gehorsam.“ (Röm 6:12)

Als Wiedergeborene haben wir die Möglichkeit, dem alten Menschen, der alten Natur, der Sünde entgegenzutreten, ihr den Gehorsam zu verweigern und das zu tun, was uns Gottes Geist zu tun anleitet. Gott und den Nächsten zu lieben bevor, wir auch nur daran denken uns selbst zu lieben. Die Welt sagt: Du musst dich selbst lieben, um lieben zu können. Jesus sagt: Du musst dich selbst verleugnen, um lieben zu können. Eugen