Propheten

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Wollte Gott, dass alle im Volk des HERRN Propheten wären und der HERR seinen Geist über sie kommen ließe! 4.Mose 11,29

Was hat es mit dem Prophezeien denn auf sich? Ist das eine Form von christlicher Wahrsagerei? Und was ist, wenn sich das, was solche Prophetien aussagen, nicht erfüllt? Dann schmeißen wir die Prophetie als solches grundsätzlich über Bord!?

Ihr könnt alle prophetisch reden, ... damit alle lernen und alle ermahnt werden.
(1.Kor. 14:31)

Mose sagt: „Wollte Gott doch, dass ihr alle Propheten wäret.“ Er geht davon aus, dass das möglich ist. Paulus geht einen Schritt weiter. „Ihr könnt alle prophezeien.“

Also wenn alle Christen prophetisch reden können, was ist es dann?

Mose hatte, als er von Gott zum Befreier Israels berufen wurde allerlei Ausreden. Eine war: „Ich kann nicht reden.“ Seine Rhetorik mag nach 40 Jahren überwiegender Einsamkeit als Hirte tatsächlich etwas eingerostet gewesen sein.

Gott sagt dann: „OK. Dann machen wir‘s so: Dein Bruder wird reden. Du wirst für ihn Gott sein und er wird dein Prophet sein, er wird sagen, was du ihm sagst, was er von dir gehört hat.“

Propheten sind also zuallererst Menschen, die hören können. Gottes Propheten sind Menschen, die Gott hören können. Über Seine Nachfolger, die Christen, sagt Jesus: „Meine Schafe hören meine Stimme und sie folgen mir.“

Also jeder von uns Christen kennt und hört die Stimme Jesu, die Stimme Gottes. Und wir können das, was wir hören, weiter geben. Und damit sind wir Propheten im allgemeinen Sinn.

So einfach ist es. Und je besser wir Jesus zuhören, je feiner unser geistliches Gehör ist, umso mehr hören und verstehen wir, was Er uns sagt.

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; (Joh.10:27)

Sobald wir etwas von Jesus hören und es uns selbst oder unserem Nachbarn sagen, werden wir prophetisch tätig.

Es kann sich bei dem Gehörten um eine Warnung, eine Ermutigung, eine Richtungsweisung, eine Problemlösung, einen sanften Hinweis, ein Bild mit Auslegung, eine klare Stimme in unserem Kopf, ein Bibelwort, das Er besonders hervorhebt, uns aufs Herz legt usw. handeln.

Wichtig ist nur, dass wir bereit sind, auf unseren Herrn zu hören. Wenn das passiert, dann brauchen wir den Mut auszusprechen, was wir hören. Der entsteht da, wo wir weniger darum besorgt sind, was andere über uns denken, als dass wir besorgt sind, Jesus treu und gehorsam zu sein.

Wenn wir das tun, dann kann uns Gott auch für die Menschen gebrauchen, die Jesus noch nicht kennen, denn Er will ihnen Seine Liebe und Seine Fürsorge zeigen und wie sehr Er sie haben will.

Dein Eugen