Nicht Ihr habt mich erwählt

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat. Psalm 33,12

Manche Amerikaner meinen, dass Amerika Gottes auserwähltes Land ist, dass Amerika in besonderer Weise von Gott gesegnet sei.

 

 

Glückselig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen. (Mt 5:8)

Andere würden dagegen heftigst protestieren und sagen, Israel sei selbstverständlich Gottes Volk und Gottes Land und schon immer gewesen.

Sei dies wie es will, unser Vers spricht grundsätzlich davon, dass ein Volk, das Gott zum Erbe erwählt hat glücklich zu nennen ist.

Nun lesen wir im ersten Buch des neuen Testamentes in den Seligpreisungen darüber, wer sich glücklich nennen kann, wem es wohl geht. Es sind diejenigen, die entsprechend dieser Seligpreisungen leben.

Dabei ist das Interessante, dass diese eigentlich alle einen Zustand beschreiben, der selbst bei bester eigener Anstrengung nicht erreichbar ist.

Deshalb kann sich für diese Gruppe der Gesegneten nur der qualifizieren, der in Demut zugibt, dass er es nicht kann.

Gottes auserwähltes Volk besteht aus Menschen, die sich vor dem lebendigen Gott demütigen, die erkannt haben, dass sie ohne Gott verloren sind, ohne Ihn nicht leben können und ohne Ihn nichts tun können.

Menschen, die Jesus recht geben, der sagt: „Ohne mich könnt ihr nichts tun.“

 

 

Denn aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es;

(Eph 2:8 )

 

Im selben Zusammenhang sagt Jesus zu Seinen Jüngern: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt dass ihr hin geht und Frucht bringt und eure Frucht bleibe.“

Nicht einmal dazu können wir etwas dazu tun, zum auserwählten Volk zu gehören. Wir werden erwählt, auserwählt aus vielen anderen.

Manche Christen wissen nicht wirklich, was ihr Christsein bedeutet, welches Vorrecht es ist, Christ zu sein.

Für die Christen zu Paulus‘ Zeit war das nicht anders. Deshalb sagt er, dass er vor Gott dem Vater die Knie beugt, also Fürbitte tut: „damit ihr imstande seid, mit allen Heiligen völlig zu erfassen, was die Breite und Länge und Höhe und Tiefe ist, und zu erkennen die die Erkenntnis übersteigende Liebe des Christus, damit ihr erfüllt werdet zur ganzen Fülle Gottes.“ Eph 3:18-19

Dass wir das Vorrecht der Liebe Gottes in unserem Leben erfassen, ist ein Geschenk und ich bete, dass du, der du das jetzt liest, überwältigt wirst von dieser Erkenntnis, wie sehr Gott dich geliebt hat und welches Vorrecht es ist, Ihn kennen zu dürfen. Denn ich weiß, dass wir nur dann in der ganzen Fülle Jesu leben und auch leben wollen.

Dein Eugen