Heilig leben

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele. Matthäus 20,28

 

Wenn wir diesen Vers lesen, dann denken wir in der Passionszeit natürlich daran, dass Jesus dienend Sein Leben für uns gegeben hat. Und das ist auch richtig. Es ist gut, sich daran zu erinnern, dass Er das tat, weil Er Seinem Vater gegenüber gehorsam war und Seiner Liebe entsprechend gehandelt hat.

 

Jesus starb dienend für uns und gab uns ein Vorbild für unsere Gesinnung

 

Paulus sagt im Philipperbrief, dass wir diese Gesinnung, die Jesus hatte, auch haben sollen. Dass wir im Gehorsam Gott gegenüber und der Liebe entsprechend einander höher achten sollen als uns selbst.

 

Leider schaffen wir das oft nicht. Wir sind so sehr von uns eingenommen, von unserem Recht, von unseren Vorstellungen, wie was gehen sollte oder wie man uns etwas erlauben sollte, dass wir völlig aus dem Blick verlieren, um was es in unserem Leben eigentlich gehen sollte: Nämlich um die Hingabe an und den Gehorsam gegenüber Gott, der uns mit dem stellvertretenden Opfer Jesu für sich gekauft hat.

 

Wir vergessen, dass wir Eigentum Gottes sind. Das neue Testament spricht davon, dass wir durch den Glauben zu Knechten Gottes geworden sind. Der dort verwendete Begriff ist „doulos“ und damit wurden die Sklaven bezeichnet. Wir sind Sklaven Christi, Sklaven Gottes! Wir gehören nicht uns selbst und können also auch mit unserem Leben nicht machen, was wir wollen. Wir können nicht leben, wie wir wollen. Wir sind in allem unserem HERRN Rechenschaft schuldig. Sogar über jedes unnütze Wort, über jeden unnützen Scherz, jeden unnützen Tweet oder jede Watsapp-Nachricht.

 

 

Heilig leben ist die Konsequenz des heilig Seins.

 

 

Es mag scheinen, als ob ich in Gesetzlichkeit abdrifte. Aber das Leben im Gehorsam und in der Hingabe an unseren Herrn nennt die Bibel Heiligung. Heiligung ist die beständige, tägliche Übereignung unseres Lebens und unseres Handelns an Gott. Ja, die Bibel nennt uns Heilige. Aber Heiligung ist das praktische Ausleben dessen, was wir sind. Deshalb lasst uns in dieser Haltung einander höher achten und einander dienen, mit allem was wir haben und können.

 

Denn wir Christen sind die einzigen, die von der Macht der Sünde, des Stolzes, der Ichsucht frei gemacht sind durch das dienende Opfer Jesu. Wir sind die einzigen, die eine neue Natur bekommen haben. Leben wir in dieser Natur und in diesen neuen Möglichkeiten! Dann kann sogar hier auf Erden ein Stück Himmel sichtbar werden und die Welt wird die Auferstehungskraft Jesu in uns am Werk sehen.

 

Euer Eugen