Gottes Geduld

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Die Geduld unseres Herrn erachtet für eure Rettung. 2.Petrus 3,15

Es war früh am Morgen, als Mose mit zwei Steintafeln, die er mühevoll hergestellt hatte, auf den Berg ging, um Gott zu begegnen. Er musste da hoch, weil er Tage zuvor die von Gott gefertigten und beschriebenen Steintafeln zerschmettert hatte in seinem Zorn über die Abgötterei des Volkes Israel, die sie in seiner Abwesenheit angefangen hatten.

Jahwe, Jahwe, Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und reich an Gnade und Treue
(2.Mose 34:6)

Und als Mose dann auf dem Berg steht, wird der Name Gottes in seinem ganzen Umfang vor ihm ausgerufen.

Jahwe, Jahwe, Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und reich an Gnade und Treue, der Gnade bewahrt an Tausenden von Generationen, der Schuld, Vergehen und Sünde vergibt, aber keineswegs ungestraft läßt, sondern die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern und Kindeskindern, an der dritten und vierten Generation.“

An dieser Stelle wir „langsam zum Zorn“ auch als Geduld übersetzt. Geduld ist also, wenn wir unseren Zorn zurück halten. Wenn wir das nicht tun, was wir, provoziert durch andere, berechtigterweise tun könnten.

Gott wird täglich von uns Menschen provoziert. Wir erklären Ihn für tot, nichtexistent, nicht den als der Er sich offenbart hat, machen uns unser eigenes Bild von Gott, leben gegen Seine Gebote, morden, lügen, brechen die Ehe, stehlen und gieren nach fremden Besitz.

Und da sollte Gottes Zorn nicht entbrennen?

Aber wie groß muss Sein Verlangen sein, die Sünder zur Buße zu rufen und so viele wie möglich zu retten, dass Er Seinen Zorn nicht über uns ausgießt, wie Er das schon einmal in der globalen Flut getan hat und danach in vielen Situationen wie z.B. Sodom und Gomorah, bei der Zerstörung Jerusalems, dem Tsunami, der sich nach den Morden an einem australischen Missionar und seinen Kindern in der indischen Provinz Orissa ereignete.

Siehe, sie sagen zu mir: Wo ist das Wort des HERRN? Es soll doch kommen!
(Jer 17:15 )

Gott sagt in Seinem Wort, dass wir die Tatsache, dass Er Seinen Zorn zurück hält, missverstehen könnten als ein Beleg dafür, dass es Ihn nicht gibt oder, falls es Ihn gibt, Er zu allem schweigt, dass Er alles für tolerabel hält, dass Ihn unser Verhalten nicht stört.

Dieses Missverständnis ist tödlich für alle die, die sich darin sicher fühlen. Denn Jesus und mit Ihm Gottes Endgericht kommt so überraschend, dass wir keine Chance haben werden, noch mal den Hals zu wenden, um ihn zu retten.

Gottes Wesen ist Geduld, aber es ist auch Heiligkeit. Letztere kann keine Sünde tolerieren. Entweder sie ist durch Jesu Blut in unserem Leben abgewaschen, oder sie ist der Grund dafür, dass wir die volle Härte von Gottes Gericht erleben, die ewige Verdammnis. Was wird es in deinem Fall sein?

Dein Eugen