Gott will gnädig sein

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Der HERR macht sich auf, dass er sich euer erbarme. Jesaja 30,18 So sei nun stark, mein Kind, durch die Gnade in Christus Jesus. 2.Timotheus 2,1

Jesaja spricht im Auftrag seines Gottes zum Volk Israel.

Er spricht von einer Zeit, in der Gott einerseits darauf

harren wird, Seinem Volk gnädig zu sein und dann sich

aufmachen wird, sich Ihrer zu erbarmen.

Es scheint ein Widerspruch zu

sein. Gott harrt aus, Er wartet, Er

wartet ab, ihnen gnädig zu sein.

Warum?

Darum harrt der HERR darauf, daß er euch gnädig sei, und er macht sich auf, daß er sich euer erbarme; denn der HERR ist ein Gott des Rechts. Wohl allen, die auf ihn harren! (Jes. 30:18)

Weil sie erst noch Sein Gericht,

Seine Strafe für ihre Gottlosigkeit

tragen müssen. Dieses Konzept von Gottes Handeln ist uns Menschen des 21 Jahrhunderts völlig fremd, weil wir den Gott der Bibel einer kulturellen Angleichung unterzogen haben. Wir können uns keinen Gott vorstellen, der unser Handeln nicht toll findet. Wir Menschen des 21. Jahrhunderts können uns keinen Gott vorstellen, der unsere Eigenmächtigkeit im

Definieren, was Recht und Unrecht ist, nicht tolerieren, oder uns vielleicht sogar noch darin unterstützen würde.

Aber Gott ändert Sich ja nicht, nur damit Er unseren Vorstellungen entspricht, unserem Marketing oder unserer Evangelisationsbotschaft.

Ja, Gott will gnädig sein. Er will

Sich erbarmen. Aber manchmal

müssen wir an den Punkt kommen, dass wir erkennen, wie viel Gnade wir tatsächlich

brauchen, wie viel Mist wir tatsächlich gebaut haben.

Und manchmal muss Gott uns auch die Folgen unserer

Sünden auslöffeln lassen, damit wir wieder zur Besinnung kommen.

»Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht.« (Heb 4:7)

Glaube keiner, dass Ihm das leicht fällt! Deshalb sagt Er,

dass er darauf harrt, gnädig zu sein. Es ist, als ob Er sich

selbst zurückhalten musste, nicht vorschnell gnädig zu

sein, damit die Gnade wirklich effektiv ist, Sein Erbarmen in uns wirklich zum Ziel führt. Wenn du merkst,

dass du schuldig geworden bist, weil du gegen Gottes

Ordnungen gelebt hast, dann kehre um, tu Busse, ändere dein Verhalten, sündige nicht mehr, bleibe nicht

mehr in einer sündigen Beziehung. Gott wartet sehnlichst darauf, dir gnädig sein zu können, Er würde lieber

jetzt als nachher sich über dich erbarmen.

Deshalb lässt Er dich diese Zeilen lesen, ermahnt und

ermutigt Er dich.

Wirst du jetzt umkehren oder willst du den Weg weiter

gehen, bis es nicht mehr weiter geht?

Eugen