Gott, der sich offenbart

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. 5.Mose 6,5

Die meisten von uns kennen diesen Vers aus dem Neuen Testament, aus dem Mund Jesu.

Wir sind es gewöhnt, dass Jesus von Liebe redet. Wir sind es gewöhnt, weil wir schon ein Bild von Jesus vor Augen haben, das Seine Sanftmut, Seine Geduld und Seine Leidensfähigkeit und Leidensbereitschaft beinhaltet.

Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich.
(Joh 8:58)

Nun lesen wir diesen Vers im Alten Testament, im 5. Buch Mose, im Mosaischen Gesetz. Und wir denken das kann doch fast nicht sein. Sollte der Gott des Alten Testaments auch von Liebe sprechen?

Irgendwie bekommen wir es nicht so richtig zusammen, weil wir da schon so sehr geprägt sind von dem Bild, das vielleicht auch durch unsere Gesellschaft von dem Gott des Alten Testaments so wahrgenommen wird, so als spräche man von zwei unterschiedlichen Göttern.

Aber der Gott des Alten Testamentes und der des Neuen Testamentes ist derselbe. Ist derselbe dreieinige Gott. Als solcher ist Er, obwohl gelegentlich angedeutet, im Alten Testament noch nicht offenbart, weil der Sohn und der Heilige Geist noch nicht mit ihrem jeweiligen spezifischen Auftrag gekommen waren.

Aber das Kennzeichen dieses Gottes ist, dass Er eine Liebesbeziehung mit den Menschen haben möchte. Denn der Gott und Schöpfer des Universums ist ja, wenn Er sich uns offenbart, absolut furchtgebietend. Der Prophet Jesaja bekam davon etwas zu spüren.

Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit.

(Hebr. 13:8 )

Wem sich Gott offenbart, der hat keine Mühe, Ihn zu fürchten, eher schon zu lieben, weil man sich gar nicht getraut, diesem furchtgebietenden Wesen mit Liebe gegenüber zu treten. Und dennoch lädt uns Gott schon im alten Testament genau dazu ein. Er lädt diese Gemeinde, jeden Einzelnen in dieser Gemeinde ein, Ihn mit allem, was wir haben, zu lieben. Denn wenn wir Ihn lieben, dann werden wir lieben, was Er liebt, wir werden tun wollen, was Er gerne getan haben möchte, wir werden das zum Wichtigsten machen, was Ihm am wichtigsten ist.

Und da wird es für uns alle interessant: Gott will, dass Menschen gerettet werden, dass sie zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. Und Er will uns dazu gebrauchen, dass das passiert. Er hat uns, die Regiogemeinde, zusammen gestellt, dass wir Ihm dabei helfen, jeder mit seiner Gabe und Berufung. Wenn wir in aller Schwachheit uns gegenseitig dabei unterstützen, wird Er Seinen Segen dazu geben, weil Er unsere Liebesbemühungen sieht.

Euer Eugen