Gericht, Warnung oder Drohung?

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi. 2.Korinther 5,10a

Strafzettel für Verkehrswidrigkeiten sind den meisten bekannt. Denn wer wurde nicht schon mal geblitzt? Oder bekam ein Knöllchen wegen Falschparkens?

 Und die meisten von uns zahlen brav ihr Bußgeld, denn man will ja nicht am Ende noch vor Gericht landen. Die wenigsten haben schon mal vor einem Richter gestanden. Aber allein die Vorstellung davon lässt uns zu mehr oder weniger gesetzestreuen Bürgern werden.

 Das Gericht hat also eine abschreckende Wirkung.

 Das Gericht, von dem in unserem Text die Rede ist, soll diese Wirkung nicht haben.

 Dieses Gericht ist die Phase unseres Lebens, die darüber entscheidet, wo wir die Ewigkeit zubringen.

 In der Gemeinschaft mit oder ohne Gott.

 

Also gibt es jetzt keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.
(Röm 8:1 )

Dieses Gericht fällt ein finales Urteil. Dieses Urteil hat nicht den Zweck uns zurechtzubringen. Es ist ein Straf- oder Lohngericht. Je nachdem, wie wir uns in diesem Leben positioniert haben.

 Sind wir Nachfolger Jesu, sind wir von Ihm durch Sein Blut gerecht gemacht, haben wir Vergebung aller unserer Sünden, oder haben wir uns gegen Ihn, gegen Seine Gnade entschieden?

 Wenn wir also vom Gericht reden, dann drohen wir nicht mit etwas. Nein, wir informieren!

 Was die Menschen mit dieser Information machen, ist ihre Sache. Sie können, wie es im 2. Petrusbrief heißt, lästern und sagen: Wo ist denn euer Gericht? Oder sie können umkehren und ihr Leben mit Gott ins Reine bringen und mit Ihm durch Jesus Christus zu leben beginnen.

 Gezwungen wird niemand.

 

Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen.
(Joh 5:24)

Es ist als wenn wir sagen: „Wenn du auf dieser Straße weiter fährst, kommt ein Abgrund. Den siehst du nicht kommen. Also kannst du nicht davor bremsen. Ich empfehle dir jetzt zu wenden und umzukehren.“

 Ist das eine Drohung? Nein, es ist eine Information. Du kannst sie ignorieren und umkommen oder die Konsequenzen ziehen und entsprechend handeln.

 Handelst du unter Druck? Nicht wirklich. Aber du handelst abwägend und dein Leben liebend.

 Warum sollten wir also die Menschen nicht vor dem Abgrund warnen? Dein Eugen