Geoffenbart

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

HERR, wer sollte dich nicht fürchten, du König der Völker? Dir muss man gehorchen. Jeremia 10,7 Der Gott des Friedens mache euch tüchtig in allem Guten, zu tun seinen Willen, und schaffe in uns, was ihm gefällt, durch Jesus Christus. Hebräer 13,20.21

Davon zu reden, dass wir Gott fürchten sollen, das ist heutzutage ganz schlecht fürs christliche Geschäft. Das hatten wir in der Vergangenheit. Damit wollen wir nichts mehr zu tun haben. Gott ist der Gott der Liebe. Da gehört Ihn zu fürchten nicht dazu.“ So oder ähnlich hört man das heute. Aber ist es nicht so, dass wenn wir jemanden sehr lieben, dass wir dann z.B. uns auch fürchten, ihn zu enttäuschen? Dass wir uns fürchten ihn zu verletzen oder wir fürchten uns davor, ihn zu verlieren?

Der HERR zieht ins Vertrauen, die ihn fürchten, und sein Bund dient dazu, sie zu unterweisen.
(Psa 25:14 )

Wir fürchten uns manchmal ihm die Wahrheit zu sagen. Aber das ist nicht die Furcht vor der Wahrheit, sondern vor dem Anderen. Wie wird er reagieren?

Also hören wir auf damit, wenn es um Gott geht, einen anderen Maßstab anzulegen!

Natürlich ist Gott zu fürchten! Er ist das ultimate Wesen, an dem kein Mensch vorbeikommt. Er ist unendlich heilig und gerecht. Er ist unendlich mächtig. Wie könnte man vor diesem Wesen keine Furcht empfinden?

Ja Gott hat Sich uns genaht in Jesus, Er ist sichtbar und erfahrbar geworden. Aber wollen wir etwa behaupten, dass wir Gott völlig begreifen, verstehen?

Sicherlich nicht, das wäre eine unverzeihliche Arroganz.

Deshalb wird Gott für uns immer, zumindest in dieser Welt, auch der Unbekannte, der Geheimnisvolle, der Unberechenbare bleiben.

Gott sagt Seinem Volk:

Was verborgen ist, ist des HERRN, unseres Gottes; was aber offenbart ist, das gilt uns und unsern Kindern ewiglich, daß wir tun sollen alle Worte dieses Gesetzes.“ (5.Mose 29:28)

Er sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat.
(Apg 1:7 )

Es gibt Geoffenbartes und es gibt Verborgenes. Das Geoffenbarte soll uns helfen, in einer vertrauensvollen Beziehung zu unserem Gott zu leben und Seinen Willen zu tun. Aber es erinnert uns auch daran, dass es Dinge gibt, die Er nicht geoffenbart hat, die noch darauf warten, uns von Ihm erklärt zu werden, wenn wir mit Ihm die Ewigkeit verbringen. Fürchten wir uns davor, das Nicht-geoffenbarte selbst erklären zu wollen! Fürchten wir uns, Gott in unsere eigenen Kategorien einsortieren zu wollen. Der dreieinige Gott ist immer noch ein Gott, den wir fürchten sollten.

Eugen