Gehorsam! - What?

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Gehorsam ist besser als Opfer. 1.Samuel 15,22

Was das Thema Gehorsam angeht, bietet unsere Gesellschaft ein interessantes Bild.

 Noch vor Jahren hatte man in der Erziehung das antiautoritäre Ideal. Manche sind in diesem Leitbild hängen geblieben. Die Anarchos und Antifas mit ihren Straßenschlachten illustrieren das überdeutlich.

 Wie ist es mit dem Rest der Gesellschaft? Da gibt es die Mehrheitsgesellschaft, wie sie sich nennt, die im großen und ganzen den „Regierenden“ widerspruchslos hinterher geht – gehorsam ist.

 Und dann gibt es diejenigen, die von der „Mehrheitsgesellschaft“ nicht zu den ihren gezählt werden. Sie sind rechts, rechtsradikal, Nazis, Reichsbürger, Verschwörungstheoretiker, Aluhüte, Kovidioten, Esoteriker, ewiggestrige, radikal Religiöse und als was sie auch noch alles bezeichnet werden.

 Sie tun sich zunehmend schwer mit dem Gehorsam. Nicht weil viele dieser so beschimpften, eigentlich nur konservativen Menschen mit Gehorsam ein Problem hätten. Sie haben ein Problem mit denen, die ihren Gehorsam einfordern.

 Mit Gehorsam haben grundsätzlich die meisten Menschen kein Problem.

 Da müsste es doch den Menschen leicht fallen Gott auch gehorsam zu sein.

 Aber da treffen wir wieder auf das schon angesprochene Problem: Es geht darum, wer diesen Gehorsam einfordert. Sobald Gott ins Spiel kommt, ist die gefallene menschliche Natur in Alarmzustand, denn sie will Ihm nicht gehorsam sein. Manche sind dann wie der König Saul, dem obige Ansage galt. Sie sind Gott gehorsam, aber zu ihren eigenen Bedingungen.

 

Hat der HERR so viel Lust an Brandopfern und Schlachtopfern wie daran, daß man der Stimme des HERRN gehorcht? Siehe, Gehorchen ist besser als Schlachtopfer, Aufmerken besser als das Fett der Widder.(1Sa 15:22)

 Bist du auch wie Saul? Bist du auch einer, der Gott zu deinen Bedingungen gehorsam sein will? Welche Bedingungen sind das? Saul tat so, als ob er Gottes Willen tat, aber nicht ganz. Und dann erklärte er das, worin er Gott nicht gehorsam war, religiös: „Ich wollte das ja opfern.“

Denn Widerspenstigkeit ist eine Sünde wie Wahrsagerei, und Widerstreben ist wie Abgötterei und Götzendienst.
(1Sa 15:23)

 Manchmal wollen wir unseren Ungehorsam religiös kaschieren, was meist durch Gesetzlichkeit geschieht. Welche Form von Gesetzlichkeit hat sich in dein Leben eingeschlichen, weil du Gott nicht mit deinem ganzen Herzen gefolgt d.h. Ihm gehorsam gewesen bist?