Fröhlich singen

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Ich will singen von der Gnade des HERRN ewiglich und seine Treue verkünden mit meinem Munde für und für. Psalm 89,2 Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. Johannes 1,16

Wir lesen diesen Psalmvers gerne, besonders, wenn wir gerne Lobpreis machen. Da ist von Singen die Rede. Es gibt wahrscheinlich wenig Menschen, die überhaupt nicht gerne singen.

Denn, HERR, du lässest mich fröhlich singen von deinen Werken, und ich rühme die Taten deiner Hände. (Psa 92:5)

Selbst diejenigen, die den Ton nicht immer treffen und den Rhythmus durcheinander bringen, werden von einem richtigen Ohrwurm angesteckt und können es sich nicht verkneifen, diesen zu summen.

Hier ist die Rede davon, dass der Psalmsänger Gottes Gnade ewig besingen will. Und wir hoffen, dass er sich bewusst war, was er da sagte, denn ewig ist ewig. Können wir mit dem Gedanken leben, dass es ein Thema geben wird, das uns in Ewigkeit nicht loslassen wird, Gottes Gnade?

Wir tun uns ja teilweise schwer, wenn wir in unseren Gottesdiensten ein Lied mehr als einmal singen.

Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.
(Ioh. 3:36 )

Aber ich bin sicher, dass wir in der Gegenwart Gottes und mit all dem, was Er uns offenbaren wird, uns Zeigen wird, genug Grund haben werden, Seine Gnade tatsächlich in Ewigkeit zu rühmen.

Denn ich glaube, es ist uns nicht wirklich bewusst, was Seine Gnade uns gegenüber bedeutet. Das mag auch daran liegen, dass Gott für uns in unserem Denken inzwischen einfach der liebe Kumpel von nebenan geworden ist, der etwas mehr kann als wir.

Gottes Gnade ist so unermesslich, dass von ihr die ganze Menschheit trinken kann und sie nimmt nicht ab. Das Zeigt etwas von der Unermesslichkeit dieses gnädigen Gottes, gegenüber dem wir uns alle versündigt haben, gegen den wir rebelliert haben, den wir für tot, für nicht existent, nicht handelnd, nicht relevant erklärt haben.

Und es zeigt auch, wie schrecklich Sein Zorn sein muss, den Er zurückhält, der aber schon geoffenbart worden ist, als Er Jesus, Seinen einzigen Sohn, Sein Liebstes, für uns an unserer Stelle sterben ließ.

Wenn es möglich wäre, Seinen Zorn auf die rebellische Menschheit zu steigern, dann wäre die Ablehnung Seines aus Liebe zu uns dargebrachten Opfers Grund genug.

Gott sei Dank ist Seine Gnade so groß, dass wenn wir von ihr nehmen, trinken, in ihr leben, in sie eintauchen, uns über seinen Zorn keine Gedanken mehr machen müssen, es sei denn, wir wollen dass auch andere Menschen vor diesem Zorn gerettet werden.

Dein Eugen