Ewigkeitsperspektive

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Jesus hat gelitten draußen vor dem Tor. So lasst uns nun zu ihm hinausgehen vor das Lager und seine Schmach tragen. Hebräer 13,12-13

Der Vers steht im „Brief an die Hebräer“. Der hat diesen Namen, weil der Inhalt ganz klar an Menschen mit jüdischer Herkunft gerichtet war.

 

 

Denn wir haben hier keine bleibende Stadt,sondern die zukünftige suchen wir.
(Heb. 13:14)

Der Begriff Hebräer kommt bei Paulus mehrmals vor, wenn er auf seine Herkunft anspielt.

Im Johannesevangelium steht dieser immer wieder, wenn ein hebräischen Begriff gebraucht wird, die Bedeutung dabei.

Man geht davon aus, dass der Brief nicht von einem der bekannten Apostel ist, sondern von einem Christen der 2. Generation. Möglicherweise gab es schon einige Verfolgungen. Die an Christus Gläubigen wurden immer mehr aus der jüdischen Gemeinschaft herausgedrängt und so ist es nur zu verständlich, dass der Schreiber die Gläubigen auffordert, bereit zu sein, den Glauben konsequent zu leben, Jesu Schicksal zu teilen und mit Ihm die Schmach der Ablehnung und der Verurteilung auf sich zu nehmen. Die Begründung ist: „Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ Heb. 13:14

Wenn man weiß, dass das Hier und Jetzt nicht alles ist, die Freunde, Verwandten, Bekannten, Arbeitskollegen nur Wegbegleiter auf Zeit sind, verlieren sie ihre letztgültige Wichtigkeit.

 

...gib deinen Knechten, mit allem Freimut zu reden dein Wort; (Apg 4:29 )

 

Das hört sich hart an. Aber es ist so, es sei denn, dass sie mit uns auf dem Weg in die Ewigkeit sind. Dann sieht die Angelegenheit anders aus hinsichtlich der Perspektive, aber nicht hinsichtlich dessen, dass wir uns hier anders verhalten. Denn wir müssen uns nicht verzweifelt an einander klammern, wenn wir doch wissen, dass wir die Ewigkeit miteinander verbringen. Wir können hier, wenn es sein muss, auch eine zeitliche Trennung verschmerzen.

Für Jesus bedeutete „draußen vor der Stadt zu sterben“, die „Schmach des Todes zu erleiden“, dass Er danach auferstand und in den Himmel fuhr. Für uns bedeutet es, sollte uns dasselbe Schicksal bestimmt sein, zu sterben und am Tag der Wiederkunft Jesu auferweckt zu werden und Ihm entgegen zu gehen und in Ewigkeit mit Ihm zusammen zu sein.

Da wir noch nicht in dieser Situation sind, lasst uns umso mehr klar für Jesus Flagge zeigen, für Ihn Zeugen sein, von Ihm erzählen und erwarten, dass es Menschen gibt, die auch draußen sind und sich über das Evangelium freuen, es mit Freuden annehmen und gerettet werden.

Euer Eugen