Erholsame Ruhe

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Matthäus 11,28

Unter „erquicken“ führt der Dudenvitalisieren, beleben, anregen“ als Erklärung an. Wenn man die Werbung für Mineralwasser anschaut, dann taucht der Begriff dort gelegentlich auf. Und da Jesus von sich als der „Quelle des lebendigen Wassers“ spricht ist diese Assoziation ja auch für uns dann naheliegend. Das Griechische Wort ANAPAUO, kommt uns, wenn wir genau hinschauen, durchaus bekannt vor. Es hat mit Pause zu tun. Und das ist tatsächlich auch der Hintergrund. ANAPAUO oder die ANAPAUSIS haben mit einer Ruhe zu tun, die als solche dann eine Erfrischung, eine Belebung zwangsläufig nach sich ziehen. Das ist dann in der Lutherübersetzung als Ergebnis in die Übersetzung eingeflossen.

Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und «ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen
(Matt. 11:29)

Wenn man sich nun die Frage stellt, wie denn diese Ruhe, diese erfrischende Ruhe von Jesus bewerkstelligt wird, dann kommt man zum nachfolgenden Vers. Die Ruhe, von der Jesus spricht, findet man nicht im „auf der faulen Haut liegen“. Man findet sie auch nicht darin, dass man tun und lassen kann, was man will.

Man findet sie, indem man in einer engen Dienstgemeinschaft mit Jesus lebt. Das ist mit diesem Joch Jesu gemeint.

Weil Er sanftmütig und demütig ist, hat Er keine uns überfordernden Pläne. Manche Menschen sind vom Ehrgeiz zerfressen, finden keine Ruhe, weil sie immer neue Ziele erreichen müssen, es sich und ihrer Umwelt immer neu beweisen müssen, wie großartig sie sind.

Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit! Und dies alles wird euch hinzugefügt werden.

(Matt. 6:33)

Jesus hat das nicht nötig, und ebensowenig die, die mit Ihm in dieser Dienstgemeinschaft sind. Deshalb finden wir diese erholsame Ruhe. Es kann sein, dass Jesus unser Leben sogar entschleunigt, uns abbremst, weil manchmal weniger mehr ist. Es kann sein, dass wir nicht mehr alles haben müssen und deshalb dem Geld nicht mehr so hinterherjagen müssen. Es kann sein, dass manche Beziehungen, Engagements zu einem Ende kommen, weil man von Jesus anders geführt wird.

Manchmal bringt Er uns einfach auch nur zum Anhalten, damit wir uns neu orientieren können.

Das Joch, die Dienstgemeinschaft, ist heilsam für unseren inneren und äußeren Menschen. Aber es ist keine Wellnessoase. Jesus spricht von Seiner Last. Und da ist der Haken: Sind wir bereit, seine Last zu tragen, zu ziehen, sie zu der unseren zu machen? Schrecken wir nicht schon bei deren Nennung zurück?

 

Es könnte für dich keinen besseren Tausch geben: Wir trachten nach Seinem Reich, und er kümmert sich um unsere Dinge!

Dein Eugen