"Er hat uns wieder!"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

Der Alltag hat uns wieder. Mancher hat ihn gefürchtet und der andere hat ihn herbeigesehnt. Alltag ist alle Tage, ist das, was alle Tage passiert und was manchmal Grund für den einen oder anderen ist, mit diesem zu brechen, ja auszubrechen.

Manche Ehe zerbricht nicht daran, dass sie in eine Zerreißprobe kommt, sondern daran, dass der Alltag sie zermürbt hat, dass die immer selben Dinge nicht mehr genügten, das Leben darin zu erhalten.

Haltet es für lauter Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Versuchungen geratet, indem ihr erkennt, dass die Bewährung eures Glaubens Ausharren bewirkt. Das Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollendet seid und in nichts Mangel habt. (ELB)(Jak 1:2-4)

Die Urlaubszeit mit all ihren Unregelmäßigkeiten hat da das Potenzial, uns aus dem Alltag herauszuholen und uns einen Kontrast vor Augen zu halten.

Nun ist die Frage, wie wir damit umgehen. Was nehmen wir aus einer Auszeit vom Alltag mit, wie machen wir die gewonnen Einsichten für den Alltag nutzbar und nicht gegen ihn?

Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass,

seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.

(1Th 5:16-18 LUT)

Unser Leben besteht wahrscheinlich zum überwiegenden Teil aus Alltag, aus Regelmäßigkeiten, daraus, dass Dinge sich für uns verlässlich abspielen und wir für andere verlässlich Dinge tun.

Oft nennt man das Arbeit. Es hat uns also auch der Arbeitsalltag wieder.

Wie können wir die Freude am Alltäglichen, an der Routine erhalten? Wie können wir die Zufriedenheit am Leben erhalten?

Ein erster Anfang ist mit Sicherheit, auch das Alltägliche nicht für selbstverständlich zu erachten und deshalb dafür dankbar zu sein.

Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und «ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen»
(Mat 11:29)

Die gemachte Erfahrung im Urlaubsland, wo Dinge anders, vielleicht nicht so gut, vielleicht nicht so zuverlässig waren, kann da eine Hilfe sein.

Oder aber auch die Erfahrung, dass man nach 14 Tagen „All-inclusive“ sich wieder auf die Hausmannskost von Zuhause freut.

Nicht umsonst ermutigt uns Gott in Seinem Wort, Gott in allem für alles dankbar zu sein.

Ein zweiter Punkt ist: Der Alltag kann dadurch bereichert werden, wenn man ihn mit anderen teilt. Sich immer wieder unterschiedliche Leute einlädt, unterschiedlichen Alters z.B. Was könnte man einander erzählen und einander Einblick in den jeweiligen Alltag geben, und schon würde man neue Einsichten bekommen?

Ein dritter Punkt ist, dass wir an der Seite von Jesus eigentlich immer auf Überraschungen gefasst sein sollten. Wenn wir mit Ihm unterwegs sind und uns von Ihm leiten lassen, dann kann es nicht ausbleiben, dass Er uns in Situationen führt, die nicht alltäglich sind.

Wenn dein Leben dich langweilt, dann bitte Jesus, dass Er dich leitet. In Seinem Wort sagt bekennt der Psalmist: „Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich!“ (Ps. 16:11)

Viertens: Manchmal sind wir nicht so sehr mit unseren Beziehungen unzufrieden sondern mit uns selbst und unserem Leben. Wir tragen aber die Unzufriedenheit in diese hinein.

Werde zufrieden in deinem Leben, lass dich von Jesus zum Frieden führen, lass Ihn deine Prioritäten ordnen und lebe in dankbarer Abhängigkeit von Ihm, und du wirst Frieden finden.

Fünftens: Jeder von uns will eigentlich ein Leben, das etwas bringt, das etwas hinterlässt, ein Leben, das sinnvoll ist.

Mancher kennt das Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld. Drei Teile, die besät werden, bringen aus unterschiedlichen Gründen keine Frucht. Nur eines bringt bleibende Frucht:

Das in der guten Erde aber sind die, welche in einem redlichen und guten Herzen das Wort, nachdem sie es gehört haben, bewahren und Frucht bringen mit Ausharren.“(Luk. 8:15) 32 mal kommt das Wort „Ausharren“ im neuen Testament vor. Es scheint Gott ein wichtiger Begriff zu sein. „Ausharren“, darunter bleiben, in der Situation bleiben“, dran bleiben, nicht aufgeben, wird am Ende eine bleibende Frucht hervorbringen, eine bleibende Frucht deiner Ehe, deiner Arbeit, deines Engagements in der Gemeinde, deines dich Kümmern um deine Freunde. Ausharren hat viel damit zu tun, dass wir den Alltag, der uns wieder hat, nicht ablehnen, sondern ihn annehmen und das Beste darin anstreben. Jesus kann und will uns darin helfen. Ja, Er hat uns schon geholfen dadurch, dass Er uns, die wir an Ihn als unseren Herrn und Erlöser glauben, neu gemacht hat.

Er wird dir immer wieder neu helfen, das was du nicht ändern kannst, anzunehmen und Er wird dir dabei Mut und Kraft geben, das zu ändern, was du ändern kannst, wo du zu einer Verbesserung der Verhältnisse, der Abläufe, der Zustände beitragen kannst.

Wir wünschen dir einen guten Wiedereinstieg in den Alltag, der dich wieder hat.

Eugen, Jürgen und Thomas