Du ist nicht alleine, da wo du stehst!

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn. Lukas 18,31

Menschensohn ist die Selbstbezeichnung Jesu. Sie bezieht sich auf die Beschreibung des Menschensohnes in Daniel 7:13

Dort wird beschrieben, wie der “Menschensohn” zu dem alten an Tagen (Gott Vater) gebracht wird und Ihm die Herrschaft und Ehre über alles gegeben wird.

Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, ... (Heb 4:15a)

Diese Szene spielt sich ab nach der Himmelfahrt Jesu, als er im Triumphzug in den Himmel geht um den „Lohn seines Handelns“ zu empfangen.

Jesus sagt also hier, dass alles. was von Ihm vorausgesagt wurde, was Ihm auf dem Weg dorthin geschehen sollte, erfüllt würde. Es ist der Moment, wo Jesus im vollen Wissen, was in Jerusalem auf ihn warten würde, Seinen Kurs dorthin setzte.

sondern der in allem in gleicher Weise wie wir versucht worden ist, doch ohne
Sünde.

(Heb 4:15b)

Ich weiß nicht wie es dir erginge, wenn du bis ins Detail wüsstest, was im nächsten halben Jahr auf dich wartet, ob du diesen Weg beschreiten würdest.

Nun mag ja viel Gutes auf dich warten. Aber selbst die Begleitumstände sind nicht immer so, dass wir sie mögen.

Was auf Jesus wartete, war ein qualvoller Tod, dem „der scheinbare Erfolg beim Einzug“, die „an seinen Lippen hängenden Massen“ vorangingen.

Also eine Zeit des emotionalen Auf und Ab des Gott-Menschen Jesus, der in einem menschlichen Leib den ganzen Gefühlen, den Verführungen, dem Missbrauch, der Scheinheiligkeit, dem Verrat ausgesetzt war.

Wie viele Menschen werden durch Erfolg, durch Massen von Anhängern korrumpiert, verlieren die Bodenhaftung?

Wie würde Jesus mit all dem umgehen?

Er war ganz Mensch und wurde von all dem attackiert. Aber die Bibel sagt, dass Er ohne Sünde war, ohne Sünde blieb, ohne Sünde durch all das hindurch ging, all das für uns erlebte, durchlitt, durchkämpfte, damit Er einerseits uns ein gerechtes und sündloses Leben schenken konnte und andererseits durch Seine eigene, in diesem Leib gemachten Erfahrungen, ein noch besserer Hohepriester sein kann, der für uns vor dem Vater einsteht, wenn wir in Versuchung geraten, damit wir Seine Hilfe und Vergebung empfangen und nicht liegen bleiben, wenn wir straucheln.

Lass dir sagen:

Du bist nicht alleine, da wo du stehst!

Dein Eugen