"Die Wiederherstellung der Gemeinde"

von Eugen

So lautete der Titel eines Buches, das Terry Virgo, wahrscheinlich über die Grenzen von Newfrontiers hinaus, bekannt machte. Später gab es eine neubearbeitete Version mit dem Titel: „Geisterfüllte Gemeinde“, das in unserer Gemeinde zu haben ist.

Es ging um nicht weniger als die Wiederherstellung der Gemeinde nach biblischen Maßstäben.

Denn viele Menschen hatten den Glauben an die Gemeinde verloren gehabt und waren, wenn sie wiedergeboren waren, lieber in Missionen und freien Werken engagiert.

 

Gedenkt eurer Führer, die das Wort Gottes zu euch geredet haben! ...

(Heb 13:7)

 

In der Kirche war man, weil man die sakramentale Grundversorgung brauchte. Aber geistliche Nahrung holte man sich anderweitig bzw. engagierte man sich eben in diesen Werken, wo man sich gegenseitig im Glauben ermutigte und tatsächlich Erfahrungen mit Gott machte.

Inzwischen sind einige Jahrzehnte vergangen. Neue Generationen von Christen sind herangewachsen, die Lobpreis, Geistesgaben und vieles andere kennen gelernt haben und als selbstverständlich angenommen haben.

Aber Selbstverständliches wird oft auch wieder fast bedeutungslos, wenn man es nicht immer wieder mit neuen eigenen Erfahrungen verknüpft.

Terry ging es in seinem Buch nicht nur um einen lebendigeren Lobpreis, fetzigere Lieder. Es ging ihm darum, dass Gemeinde wieder das wird, was sie sein soll. Ein Leib, in dem der einzelne Christ sein Zuhause und seinen Platz findet, in dem er lebt und dient. Einen Ort, an dem die Gaben (z.B.1.Kor.12 und 14) und Dienste (Eph. 4:8-17) des Geistes vorhanden sind und ausgelebt werden. Ein Ort, an dem Gemeinde durch eine Ältestenschaft geleitet wird, die sich allein Gott gegenüber verantwortlich weiß. Eine Gemeinde, die ein Haus des Gebets ist, in der Apostel die Grundlagen legen und sich dieser Dienst in apostolischen Teams multipliziert, so dass neue Gemeinden gegründet werden können.

 

 

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige christliche Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

(Apostolikum)

 

In einer solchen Gemeinde würde Gott, der heilige Geist, den Gläubigen helfen, die von Gott geschenkte Gnade auszuleben. Aus der tiefen Dankbarkeit heraus für dieses Geschenk würden sie in ganzer Hingabe an den Willen Gottes leben.

War das eine Utopie, die zu schön war, um wahr zu werden?

Die Regio-Gemeinde existiert, weil sie diese „Utopie“ gelebt hat, bzw. leben will. Wir sind immer wieder am Lernen, was sie bedeutet, wie wir sie heute leben können.

In England, dem „Mutterland“ von „Newfrontiers“ und dessen Nachfolgern wie „Relational Mission“ haben Menschen immer wieder den Ruf Gottes in eine andere Stadt, zur Gründung einer neuen Gemeinde oder Unterstützung einer Gemeinde gehört und sind ihm gefolgt. Sie haben ihre persönlichen Bedürfnisse hinten angestellt. Eugen ist mit seiner Familie, dem Ruf Jesu entsprechend, nach Weil am Rhein gezogen, um hier der Gemeinde zu helfen (wo es zu dem Zeitpunkt noch keine gab).

Die Regio-Gemeinde hat über Jahre hinweg Andreas Rapp, einen früheren leitenden Ältesten, frei gesetzt, dem erweiterten Leib der New-frontiersgemeinden in Deutschland zu dienen.

 

 

 

Da ist weder Grieche noch Jude, Beschneidung noch Unbeschnitten- heit, Barbar, Skythe, Sklave, Freier, sondern Christus alles und in allen. (Kol 3:11)

 

Die Regio-Gemeinde unterstützt die Familie Frank in Izmir, die hinaus gegangen sind, um da, wo einst Gemeinden waren, Gemeinde wieder herzustellen.

Warum tun wir das alles?

Weil Gemeinde das Wichtigste in den Augen Gottes ist. Sie ist die Braut Jesu. Für sie kam Jesus. Für sie litt, auferstand und regiert Er jetzt im Himmel.

Gott hat dich in diese Gemeinde gesetzt, weil Er dich in dieser und durch diese Gemeinde gebrauchen will.

Lass dich ganz in diesen Leib einpflanzen!

Dann bist du an dem Ort, an dem Gott Seine ganze Weisheit und Seine Geheimnisse offenbaren will.

Ein wesentliches Geheimnis ist, wie Menschen unterschiedlicher ethnischer, kultureller, religiöser Herkunft miteinander eine Einheit werden können durch Jesus, durch Seinen Heiligen Geist, den Geist der Gemeinschaft.

Ein anderes Geheimnis ist, wie Gott Menschen, die sich nicht selbst helfen können, begnadigt, rechtfertigt, heiligt und zu seinen Kindern macht, die diese Gnade an andere weitergeben.

Und wir dürfen dieses Geheimnis der Welt offenbaren, zeigen, vorleben.

Sei mit dabei, ganz und gar!

In diesem Sinne wünschen wir dir einen gesegneten Juli.

 

 

Eugen und Jürgen