Die Schlangenplage und das Kreuz

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Der Menschensohn muß erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. Johannes 3,14b.15

Worum geht es?

Jesus kündigt Seine Kreuzigung an. Die Jünger hatten noch keine Idee, was da passieren würde. Deshalb sagt Er, dass Er wie die Schlange in der Wüste erhöht werden müsse.

Wenn Jesus davon spricht, dass etwas sein „muss“, dann gibt es da keine andere Option. Das griechische Wort wird in der überwiegenden Zahl der Vorkommen genau so verwendet, als eine Zwangsläufigkeit. Jesus war gezwungen, Er musste, es gab keinen anderen Ausweg, keine andere Lösung, als für unsere Schuld ans Kreuz gehängt zu werden.

Und der HERR sprach zu Mose: Mache dir eine Schlange und tu sie auf eine Stange! Und es wird geschehen, jeder, der gebissen ist und sie ansieht, der wird am Leben bleiben.
(4.Mose 21:8 )

Der Vergleich mit der Schlange war der, dass Gott in der Wüste wegen der Rebellion des Volkes Israel, eine Schlangenplage über sie hereinbrechen ließ. Wer von diesen Schlangen gebissen wurde, musste sterben, es sei denn, dass er auf die Schlange sah, die Mose im Auftrag Gottes aus Bronze machen ließ und die für alle sichtbar im Lager aufgehängt war.

Wir Menschen sind alle von einer Schlange gebissen, von der Schlange Satan, und von seinem Gift der Rebellion gegen Gott vergiftet. Und dieses Gift bringt uns den Tod, es sei denn, wir schauen auf Jesus, der für unsere Schuld, die Schuld dieser Rebellion, Sein Leben gegeben und Sein Blut vergossen hat.

..wer Gott naht, muß glauben, daß er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner sein wird.
( Hebr• 11:6)

Für Jesus gab es ein „Muss“: Das „Muss“, ans Kreuz zu gehen.

Manche Christen meinen, das Wort „muss“ würde zum Christsein nicht mehr passen. Aber es gibt auch für uns ein „Muss“: Das „Muss“, auf Jesus zu schauen, von Ihm Heil und Errettung zu erwarten, Ihm zu glauben, dass Sein Tod das Einzige ist, was uns retten was uns neues Leben geben kann, was wir schon hier empfangen und was bis in die Ewigkeit hinein reicht..

Und wir müssen als Konsequenz dieses Glaubens lernen, Ihm mit allem, was wir haben, zu vertrauen, im Gehorsam Ihm gegenüber zu leben, Ihm nachzufolgen, Ihm zu folgen. Folgen wird im Dialekt auch für gehorchen gebraucht. Christsein heißt Jesus gehorchen, also den eigenen Willen Ihm unterzuordnen. Wenn wir das tun, dann werden wir am Ende auch unseren Lohn empfangen. Ich lade dich ein, das Wörtchen „Muss“ wieder in deinem persönlichen Wortschatz zu beheimaten.

Eugen