Der heilige Gott

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll. Jesaja 6,3

 

st das nicht übertrieben, eine biblische Schönfärberei? Wo sehen wir, dass alle Lande voll der Ehre Gottes sind?

 

Da müsste doch vieles in der Welt besser, anders sein.

 

Aber wir sind wie so oft sehr in unserer Sichtweise gefangen.

 

Wir denken: Wenn die Menschen Gott keine Ehre geben, dann gibt sie Ihm niemand. Als ob Gott abhängig von unserer Ehre wäre, als ob er am Tropf unseres Wohlwollens hinge.

 

Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein.

 

Gott ist mitnichten von uns abhängig. Er hat Sich in Seiner Größe durch die ganze Schöpfung manifestiert.

 

Die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkünden; denn Gott selbst ist Richter.
(Ps. 50:6)

 

Wir Menschen des 21. Jahrhunderts meinen Gott wusste nicht, wie unendlich groß das Weltall ist, als Er für Sich in Anspruch nahm, es geschaffen zu haben.

 

Nun in beidem liegen wir voll daneben. Weder hat Gott für sich in Anspruch genommen, der Schöpfer zu sein - nein, Er ist der Schöpfer. Und zweitens wissen wir nicht, wie groß Gott im Vergleich zu Seiner Schöpfung ist. Sowohl der Makro- als auch der Mikrokosmos legen für den, der es sehen will, Zeugnis ab von einem genialen Schöpfer und geben Ihm damit die Ehre. Es gibt keinen Ort in diesem Universum, der nicht Gott die Ehre gibt, ob das der Gott negierende Homo Sapiens anerkennen will oder nicht.

 

Und die Welt legt auch Zeugnis ab von der Heiligkeit dieses Gottes. Seine Heiligkeit verbietet es Ihm Sünde zu tolerieren. Deshalb hat Er dieser mit ihrer Möglichkeit auch ihr Ende angekündigt. Er sagte Adam und Eva, dass sie in dem Moment, wo sie sündigen würden, sterben würden. Und das taten sie auch. Sie starben in geistlicher Hinsicht und sie fielen unter das Gerichtsurteil des Todes, der durch die Sünde in die Welt kam. Sie wurden sterblich, Krankheit als Teil des Todes kam in die Welt und wir wurden anfällig dafür.

 

»Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.«
(1 Pet. 1:16)

 

Aber die Sünde sollte keine ewige Behausung in uns finden. Wir sollten nicht ewig als Sünder leben müssen. Insofern ist das Gerichtsurteil, das Gott vollstreckte, auch eine Gnade. Dass wir einmal sterben können, ist eine Gnade, dass Er uns vom Baum des Lebens im Paradies ausschloss, ist eine Gnade; und dass es uns nicht gelingen wird, den Tod zu besiegen, ist eine Gnade. Denn wer will schon mit seiner sündigen Natur ewig leben?

 

Daher ist Gottes Wort auch hier wahrhaftig, es stimmt und es ermutigt uns, nicht in den Unglauben der Welt, sondern in den hier praktizierten Glauben einzustimmen und unserem sehr, sehr heiligen Gott die Ehre zu geben, die Ihm gebührt.

 

Dein Eugen