Das Wort ward Fleisch

veröffentlicht in Sonntagsblog von Eugen

Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. Johannes 1,14

Das Wort wurde Fleisch” kann man oberflächlich betrachtet übersetzen „der Gedanke wurde zur Tat“. Das hat was für sich, greift aber in Bezug auf den Sachverhalt, um den es hier geht, viel zu kurz.

Das Wort, um das es hier geht, ist nicht irgend ein Wort. Es ist der LOGOS, der ewige LOGOS, der ewige Sohn Gottes.

Wenn Johannes Fleisch, SARX, gebraucht, will er im Auftrag Gottes etwas Ungeheuerliches ausdrücken. Gott wird Mensch mit allen Konsequenzen.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
(Joh 1:1)

Paulus drückt es folgendermaßen aus, als er darüber sprach, dass wir dieselbe Gesinnung haben sollten, die auch Jesus hatte: der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein. Aber er machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden, (Phi 2:6-7)

Jesus war Gott, hatte die Gestalt Gottes, war unendlich mächtig, heilig, rein. Dieser Jesus kommt ins Fleisch, nimmt die fleischliche Natur des Menschen an, um als Mensch zu leben, zu wirken und zu sterben.

Er zieht dieses Fleisch wie ein Kleid an und erlebt die Schwachheit, die Limitierung, die Abhängigkeit vom Fleisch.

Und wofür ?

Um am Ende Seines Lebens einen schändlichen Tod zu sterben durch diejenigen, die zu retten Er gekommen war, wissend, dass ihre Aktion zum Rettungsplan dazu gehörte.

Jesu Kommen, Sein Leben und Sein Sterben sind so was von anders, so was von unbegreiflich, dass Johannes sagen musste: „Wir sahen etwas, das unsere Begriffsvermögen überstieg. Wir sahen Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. (Joh 1:14)

Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig;
(Col 2:9 )

Johannes hatte das Jesuskindlein, das wir an Weihnachten betrachten, nicht gesehen. Er hatte den Jesus gesehen, der messerscharf und wortgewaltig die Menschen zur Busse aufforderte, Seinen Worten Taten folgen ließ in Zeichen und Wundern, Heilungen und Totenauferweckungen und Befreiung von durch Dämonen Gebundenen.

Er sah die Gnade Gottes über, auf, in und durch Jesus. Eine Gnade, die Felsen sprengte, weil sie die alles durchdringende Wahrheit beförderte und zur Wirkung brachte. Dieser fleischgewordene Logos setzte den göttlichen Versöhnungsgedanken am eigenen Leib bis zum Ende in die Tat um.

Siehst du ihn in deinem Leben?

Dein Eugen