"Da muss ich dabei sein!"

veröffentlicht in Monatsbrief von Eugen

„Bist du im Willen Gottes?“ Das war das Thema, über das Maurice Nightingale am Sonntag des Leiter-, Mitarbeiterwochenendes gesprochen hatte.

 

Dieses Wochenende hat uns wie wahrscheinlich wenige davor angestoßen.

 

Die Frage: "Wohin gehen wir nun von hier?" bewegte wahrscheinlich uns alle und wird uns auch weiterhin bewegen. Das Thema des Wochenendes war: „Die wachsende Rolle der Regiogemeinde“. Dabei ging es darum, dass wir von Gott an diesen strategischen Ort mit der Absicht gesetzt wurden, die Regio Brasiliensis, mit dem Evangelium, zu erreichen, indem wir in den nächsten Jahrzehnten mindestens 10 bzw. 20 Gemeinden reproduzieren "nach unserer Art".

 

Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen, ... nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können

 

(Gen. 11:6)

 

 

 

Wenn dies also unsere Mission wird, was muss sich im Leben des Einzelnen und in unserem gemeinsamen als Gemeinde ändern?

 

Wie können wir die Ziele erreichen, die wir vor uns sehen?

 

Denn unstrittig ist, dass Jesus uns in diese Gegend gesetzt hat, weil wir für Ihn wirksam sein sollen.

 

Wirksamkeit hat etwas mit Konzentration zu tun. Wer zu viele Ziele, zu viele Interessen verfolgt wird keines erreichen.

 

Was also sind unsere persönlichen Ziele?

 

Als Älteste sind wir davon überzeugt, dass Gott jeden einzelnen der Gemeinde ganz bewusst in diese Gemeinde gesetzt hat, weil Er uns alle in diesem sichtbaren Leib gemeinsam gebrauchen und in Dienst nehmen will.

 

Eine banale Feststellung

 

Das ist eine banale Feststellung, aber sie hat gewaltige Konsequenzen.

 

Denn wenn sie stimmt, dann bedeutet das, dass unser Christsein seinen individualistischen Charakter verliert.

 

Unser Leben, unser Beruf, unsere Ehe, unsere Familie, sie alle dienen einem gemeinsamen Ziel, der gemeinsamen Vision / Mission.

 

Die Einladung ist also an uns alle: "Lass dich in diese Mission einbauen. Sei kein Beobachter, der am Spielfeldrand steht. Sei kein Zuschauer. Sei kein "passiver Experte", der das "Spielgeschehen kommentiert. Sei ein aktiver Teamplayer, der sich da einsetzen lässt, wo es am besten nutzt.

 

Gemeinsam im Heiligen Geist

 

Pfingsten wird oft als die Geburtsstunde der Gemeinde betrachtet, weil die Gemeinde da, ausgestattet mit der Kraft des Hl. Geistes, zum ersten Mal in die Öffentlichkeit trat.

 

Aber Jesus hatte die Jünger schon vor Pfingsten und der Himmelfahrt angehaucht und gesagt:“... empfangt heiligen Geist!“

 

Allein der hl. Geist befähigte sie in der Folgezeit, beieinander zu bleiben, gemeinsam Entscheidungen zu treffen und das in einer Harmonie, die für die Jünger, die jahrelang immer wieder darüber stritten, wer der Größte sei, unbekannt war. Der Heilige Geist ist der Geist der Gemeinschaft, Er ist für unsere Gemeinschaft zuständig.

 

Ihn brauchen wir, je mehr wir uns daran machen, uns in den Willen Gottes einzureihen, den Er für uns und unsere Gemeinde hat.

 

Der Heilige Geist ist der, der uns einbindet in und verbindet mit dem Leib, mit der Gemeinde und miteinander. Und Er leitet uns an unseren Platz, zeigt uns, welche Gaben Er uns gegeben hat, bzw. noch geben will.

 

Und da die Gaben ja keine Spiel- sondern Werkzeuge sind, zeigt Er uns auch schon in etwa an, wo Er uns einsetzen will.

 

Kennst du also deine Gaben? Weißt du, wo dein Platz ist, deine Aufgabe?

 

Äusserschte Konzentration“

 

ist der vom derzeitigen Fußball-Bundestrainer bekannte Spruch.

 

Jesus sagte Seinen Jüngern und den Umstehenden einmal, dass niemand zwei Herren dienen kann. Man braucht ein ungeteiltes Herz, um sich auf ein Ziel konzentrieren zu können.

 

Man kann auch letztlich nicht unterschiedlichen Visionen / Missionen dienen.

 

Wenn zwei unter euch eins werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel.“

 

(Matth. 18:19

 

 

 

Wo stehst du mit deinem Herzen?

 

Wenn wir konzentriert auf unser vor uns liegendes Ziel hinarbeiten wollen, um es in einer für uns noch erlebbaren Zeit zu sehen, dann brauchen wir ein ungeteiltes Herz, eine ungeteilte Vision / Mission und die Bereitschaft, dieser Priorität zu geben.

 

Gott hat uns im Bau der Räume gelehrt, dass egal wie klein der gefühlte Fortschritt sein mag, wir uns dem Ziel mit jedem Schritt, jedem Arbeitseinsatz nähern. Das war noch einfach, weil wir wenigstens meistens etwas davon sahen.

 

Beim geistlichen Bau ist das nicht immer so. Und dennoch ist es für jeden Christen wichtig, im Glauben vorwärts zu gehen, manchmal eben auch ohne etwas zu sehen.

 

Fangen wir wieder an, Gott und Seiner Berufung und Verheißung zu glauben, dass Er uns gebrauchen will in dieser Region! Und dass Er von dieser Region aus, ein Licht, ein Feuer anzuzünden möchte in vielen sichtbaren „Städten auf dem Berg“.

 

Jesus kam, „um ein Feuer anzuzünden“. Wirst du Sein Feuerholz sein, das Ihm dienend, für Ihn brennend, diese Feuer hilft auszubreiten, von dieser Gemeinde aus?

 

Eure Eugen und Jürgen